Wie ist die Lage auf Sardinien Teil II

FLT

Mitglied
Ligurien und Kampagnen werden am Samstag um 0 Uhr RKI-Risikogebiete. Sardinien ist also (noch) nicht betroffen
...was ich schon erstaunlich finde. Die Zahlen liegen seid mehreren Tagen deutlich über der 50-Inzidenz-Grenze und steigen kontinuierlich. Auch hat es nicht den Eindruck, dass die zuende gehende Touristensaison zu einer Besserung führt, im Gegenteil sind die Hotspots in der Presse oft irgendwelche Bergdörfe.

Gibt's überhaupt noch nenneswert Touristen auf Sardinien aktuell? Die Schweizer waren vor Verhängung der Quarantänepflicht für Rückkehrer am Montag gefühlt alle auf unserer Fähre...
 

Bisso

Sehr aktives Mitglied
Der RT liegt jetzt bei 1,1 lt Unione Sarda:


Hier die Verteilung auf der Insel:
Auf dem Territorium wurden von den insgesamt 5.736 festgestellten positiven Fällen 904 (+23) in der Metropole Cagliari, 777 (+20) in Südsardinien, 433 (+6) in Oristano, 890 (+36) in Nuoro, 2.732, festgestellt (+48) in Sassari.
 

Rostikus

Neues Mitglied
Hallo liebe Leute!
ist jemand die Tage nach Sardinien geflogen? Könnte jemand kurz berichten , wie die Anreiseprozedur im Moment aussieht? -> wird am Flughafen bei der Einreise und Ausreise ausführlich kontrolliert (QR-Codes, Selsbtauskunftsformulare, Fiebermessungen, ...), d.h. muss man deutlich mehr Zeit einplanen? oder marschiert man einfach durch? -> wir sind noch immer am Überlegen, ob wir am Wochenende fliegen sollen oder nicht :) meine Liebste habe ich noch nicht 100% überzeugt ;) Gruß, Rostikus
 

J.ü.r.g.e.n

Sehr aktives Mitglied
Hallo,
die Lage vor Ort kenn ich nicht.
Hast Du Dir aber schon mal überlegt wie das abläuft, wenn jemand von Euerer Familie plötzlich Fieber bekommt oder hat, wenn Ihr aus dem Flieger steigt?
Quarantäne?
Wer versorgt Euch vor Ort wenn Ihr festsitzt?
Nimmt Euch der Flieger nach 2 Wochen wieder mit nach Hause?
Kannst Du Dich mit den Ärzten und Ämtern verständigen auf italienisch?

Bin ich ein bischen zu pessimistisch?
Bestimmt !
Trotzdem würde ich an Deiner Stelle lieber zu Hause bleiben und umbuchen.

Aber letzendlich Deine Entscheidung. Wobei in meinen Augen die Einreiseprozedur das kleinste Übel wäre, im Fall der Fälle.

Gruß Jürgen
 

jekaterinburg83

Aktives Mitglied
Hallo Rostikus,
wir sind von Düsseldorf nach Olbia letzte Woche geflogen, bevor man die Tickets erhalten hat musste man den QR Code am Check in Schalter vorzeigen, das gleiche beim Einsteigen ins Flugzeug. An dem Gate erhält man noch ein 4 seitiges Formular welches man im Flugzeug ausfüllen muss mit den persönlichen Angaben und wo man sich die letzten 14 Tage aufgehalten hat (Risikoländer) usw.
Am Flughafen in Olbia das gleiche Spielchen wie auch im Sommer, keiner hat sich für irgendwas interessiert. Es war eine Wärmebildkamera aufgestellt in die die Flughafenmitarbeiter nicht reingeschaut haben, hatten sich zu dritt lieber unterhalte ;-)
 

xandra

Sehr aktives Mitglied
Wir waren vom 1. -17. Oktober auf Sardinien. Einreiseprozedur wie von Jekaterinburg beschrieben, Bordkarte musste am Schalter abgeholt werden und QR-Code vorgezeigt werden.
Im Flughafen Cagliari wurde bei Ankunft vor der Gepäckabholung per Wärmekamera die Temperatur queerbeet gemessen. Beim Abflug wurde bei jedem einzeln gemessen bei der Sicherheitskontrolle.

Wir haben uns vorher auch viele Gedanken gemacht, so wie Jürgen oben beschreibt. Ich sage nun, dass wir keinen Tag bereut haben doch geflogen zu sein. Die Menschen vor Ort waren zum allergrößten Teil sehr diszipliniert, vor allem seit vorletzter Woche, nachdem die Zahlen doch schnell gestiegen sind. Jetzt zuhause ( Raum Stuttgart) kommen mir die Leute wesentlich lässiger und " hochmütiger" gegenüber dem Virus vor.
Natürlich gab es auch auf Sardinien Ausreißer und Trötzler , da muss man eben aus dem Wege gehen.
Es liegt so viel an euch selbst, wie ihr mit der Situation umgeht, auf Sardinien wie auch hier im Lande.
Wir waren weit ab von allem, alleine in den Bergen unterwegs, am Strand mit so wenig Menschen mit riesen Abstand.
Im Restaurant ( Orosei, Trattoria Moderno, Villa Fumosa) ) wurden vorbildlich Hygienemaßnahmen durchgeführt, im Supermarkt aufgepasst, dass man die Hände desinfiziert.
In der zweiten Woche auch auf der Straße kontrolliert, ob die Maske aufgesetzt war . Die Menschen hielten Abstand und standen brav in Reihe vor den Läden, die Bedienungen hatten Masken auf.

Natürlich kann ich auch Negativbeispiele aufzählen, so putzte sich in Peppes Strandbar in Orosei der maskenlose Servicler Marco nachdem er die Tische mit einem einmalig befeuchteten Wischlappen abgeputzt hatte am Schluss noch gleich seine triefende Nase ab. Gut, da gehst du nur einmal hin und desinfizierst du nach einem raschen Abgang die Hände.
Ja, der Virus fährt / fliegt im Hintergrund immer mit und irgendwo lauert immer ein Risiko, das müsst ihr nun selbst entscheiden.
 

xandra

Sehr aktives Mitglied
Wichtig auch, dass man sich möglichst oft über die Lage vor Ort informiert z.B. Unionesarda etc. Regeln ändern sich schnell und Bußgelder auch.
Stimmt @Maren, aber ich gehe jetzt mal davon aus, dass jedem inzwischen klar ist, dass Party nicht mehr geht und wenn nicht, dann ist demjenigen eh nicht mehr zu helfen.
 

Maren

Sehr aktives Mitglied
@xandra - Oh, da habe ich mich wohl etwas unklar ausgedrückt. Ich meine: : Aufgrund der empfohlenen Kontaktbeschränkungen und Abstandsregeln (die nichts mit Partymachen zu tun haben) ist ein Urlaub derzeit wohl eher etwas für Leute, die gerne unter sich bleiben. Also gar nichts für mich zum Beispiel ;)
 

Georgie

Sehr aktives Mitglied
Partys, exzessives Feiern als Nummer eins der Gefahrenquellen zu nennen, ist fatal, finde ich. Genau das ist nämlich im Sommer passiert. Man schüttelte den Kopf über die Partys der Reichen (zurecht natürlich) an der Costa Smeralda, die sich alles leisten könnten, sogar ihre Gesundheit aufs Spiel setzen, weil sie sich ja eine 1a teure Corona Behandlung leisten könnten, wenn sie sich infizierten. Die Sündenböcke waren schnell gefunden ohne das eigene teilweise unvorsichtige Verhalten kritisch zu bedenken, ohne sich bewusst zu machen, dass die Gefahr auch im Alltagsleben in den Bars, Familien in den Dörfern lauert, wo Corona ja auch schon vielerorts zugeschlagen hat. Dass man jetzt lt. @xandra die Vorsichtsmaßnahmen disziplinierter einhalten, zeigt, dass die Risiken im eigenen Umfeld realisiert und ernster genommen werden.

Diejenigen, die gerne außerhalb der Saison wie jetzt Mitte/Ende Oktober noch nach Sardinien reisen, werden Parties wahrscheinlich nicht vermissen, aber ganz bestimmt die sardische Geselligkeit, an der man in normalen Zeiten immer gerne teilhaben konnte, die Gastfreundschaft, die Nähe und Herzlichkeit der Menschen, all das wird leider aufgrund der Kontaktbeschränkungen nicht so spürbar sein wie sonst oder immer nur gebremst mit eingeschaltetem Kopf.
 
Zuletzt geändert:

xandra

Sehr aktives Mitglied
Ja @Maren, es ist halt gerade ein anderer Urlaub. Das muss einem klar sein.
Aber es werden auch wieder die Zeiten kommen, wo man sich unbeschwert unter Land und Leute mischen kann. Hoffen wir darauf.
 

Malo

Aktives Mitglied
Wir leben hier auf dem Land, alles ruhig und diszipliniert, Partybedarf hatte ich noch nie, gute Freunde im kleinen Kreis treffen ist kein Problem. Gestern haben wir zu sechst fröhlich Oliven geerntet, das Wetter ist super, 25 Grad, also alles gut.
Mich zieht derzeit nichts nach Deutschland.
 

Maren

Sehr aktives Mitglied
@Malo - klingt super, mich zieht derzeit nichts nach Sardinien, so bliebt mal jeder wo er ist, ok, wir sind damit erst 2, aber das ist doch schon mal ein guter Anfang :)
Für Sardinien wurden heute 221 positive Test gemeldet, 10.9 Posivitätsrate, steigende Zahlen leider, wie eigentlich überall.
 

Maren

Sehr aktives Mitglied
@Rostikus - der sardischen Präsident hat offiziell - schriftlich - erklärt, dass "falls in den nächsten Stunden die Zahl der Spital-Einlieferungen weiter ansteigen sollten" (was eine reichlich absurde Aussage ist, natürlich wird die Zahl noch zwei bis drei Wochen ansteigen) einen 15-tägigen sog "Circuit-Breaker-Lockdown" zu verordnen um die Situation zu entschärfen. Ab wann wurde nicht kommuniziert und was er darunter genau versteht auch nicht, darüber hinaus hat er schon einiges angekündigt was dann nicht umbesetzt wurde. Also ob das ein entspannter Urlaub würde ist damit aber wohl doch zu bezweifeln.

,
 
Zuletzt geändert:

Olaf

Mitglied
Hallo,
gab es schon mal eine Schliessung der Fährhäfen? Kommt man dann auch nicht mehr von der Insel runter?
VG Olaf
 

Bisso

Sehr aktives Mitglied
Olaf bisher ist man immer von der Insel runter gekommen, nur halt schwierig drauf. Und Fähren fahren normalerweise weiter, wenn auch eher für den Warenverkehr, den die Insel ja braucht.
 

Bea2

Sehr aktives Mitglied
Olaf bisher ist man immer von der Insel runter gekommen, nur halt schwierig drauf. Und Fähren fahren normalerweise weiter, wenn auch eher für den Warenverkehr, den die Insel ja braucht.

ja, aber wir mussten für Freunde, die den letzten Tag, vor dem Lock down, bei uns angekommen sind und dann zwei Monate geblieben sind auch Quarantäne gemacht haben, bei der Region, einen Sonderantrag stellen,
damit sie dann mit der vorher ausgewählten Fähre fahren durften.

Bea2
 

Bea2

Sehr aktives Mitglied
Für Sardinien wurden heute 221 positive Test gemeldet, 10.9 Posivitätsrate, steigende Zahlen leider, wie eigentlich überall.

@Maren das mit den positiven Zahlen, ist ein Irrspiel.
Letzte Woche, in einer Talkshow, blieb die Frage, von Bruno Vesper, (der Talkpapst, in Italien, schlechthin,
an den Gesundheitsminister, unbeantwortet.
Es ging darum, das ein positiver Patient, im Verlauf seiner Krankheit, mehrfach getestet wird und jedes Mal ein neuer positiver, hinzugezählt wird.

Statt, dass Herr Mustermann 1 Positiver ist und 10 Mal getestet wird,
werden daraus 11 positive Herr Mustermann.

Bea2
 

Maren

Sehr aktives Mitglied
@Bea - das ist wohl so, andere Zahlen sind allerdings nicht verfügbar.

Wenn man also davon ausgeht, dass die effektive Anzahl Infizierter deutlich tiefer ist als die gemeldeten positiven Tests, in Italien offenbar viele Erkrankte mehrfach getestet werden, dann ist das leider das pure Gegenteil einer guten Nachricht.
Denn dann schnellen die Prozentzahlen derjenigen, die hospitalisert werden müssen oder sogar versterben, sofort in die Höhe. Und um diese Zahlen geht es ja.

Mal angenommen, 200 gemeldete postive Tests wären auf Dein Beispiel von Herren Mustermann zurückzuführen. Also es würde sich dann bloss um 20 Infizierte handeln und eben nicht um 200. Von denen versterben später 4. Dann wäre die "Todesrate" 20 Prozent. Und eben nicht mehr 2 % wie sie ist, wenn man sie mit den positiv gemeldeten Tests ins Verhältnis setzt (was üblicherweise so gemacht wird).

Sardinien hatte im Frühjahr eine überdurchschnittlich hohe prozentuale Todesrate im Verhältnis zu den gemeldeten positiven Tests. Nach Deiner Betrachtungsweise fällt diese nochmals höher aus. Das Virus wäre so betrachtet dann tendenziell gefährlicher als gemeldet. Da bleibt bloss zu hoffen, dass die Zahlen der Infizierten nicht deutlich keiner ist als die Anzahl gemeldeter positiver Tests - denn alles ander wäre mehr als bedenklich.

LG, Maren
 

Bea2

Sehr aktives Mitglied
@Maren die meisten sind MIT dem Coronavirus gestorben und nicht AM.

Dazu haben sie zugegeben, dass sie am Anfang, mit der Behandlung der Coronaerkrankten überfordert waren, in dem Sinne, dass sie nicht wussten, wie sie die Patienten behandeln sollten und Fehler gemacht haben.

Für mich sind die Zahlen der erkrankten und verstorbenen Pateniten, nicht real zu erfassen.

Bea2
 

Maren

Sehr aktives Mitglied
@Bea2 - Eine Diskussion mit oder am ist für mich obsolet.
Ja, im Frühjahr wusste niemand , wie man Erkrankte behandeln kann, das betrachte ich nicht als Fehler, man konnte das nun mal nicht wissen. Heute weiss man sehr viel mehr. Wie alle hoffe ich auch, dass es diesmal alles besser verläuft, was gelingen kann, wenn die Gesundheitssysteme nicht überlastet werden. Man sollte optimistisch bleiben!
LG, Maren
 

Georgie

Sehr aktives Mitglied
Die Argumentation von Bruno Vespa konzentriert sich insbesondere darauf, wer den zweiten oder dritten Abstrich zur Überprüfung des Krankheitsverlaufs vornimmt. Von 10 Tests ist keine Rede. Eine neue Methodik, so der Vertreter der Demokratischen Partei, werde es ermöglichen, jede Art von Zweifel an der Auszählung der Abstriche auszuräumen.
 
Zuletzt geändert:

Maren

Sehr aktives Mitglied
Darüber hinaus ist der Unione-Artikel von gestern Vormittag und insofern bereits wieder veraltet zumindest was den Zeithorizont betrifft. Zunächst werden noch die kommunalen Wahlen durchgeführt (dieses Wochenende). So ein aktuellerer Artikel aus der Unione.
Der Inhalt allfälliger neuer Regelungen? Bislang vornehmlich Gerüchte, aber die Medien berichten wie die Wilden. Jedenfalls meint die Unione Sarda, nach "jüngsten Gerüchten" sei kein Lockdown wie im Frühjahr geplant.
Auf "Ansa" wiederum ist zu lesen, dass Italien insgesamt an neuen Massnahmen herumdenke falls die Hospitalisierungszahlen weiter zunehmen.
Also wer irgendwelche Reisepläne haben sollte: Abwarten und Tee oder sonstwas tinken.
 
Zuletzt geändert:

RosaVie

Mitglied
Qui il covid avanza, si parla di lockdown. Entro 24, massimo 48 ore, il presidente della Regione Sardegna Christian Solinas dovrebbe adottare uno "Stop&Go" di 15 giorni per le principali attività, con contestuale chiusura di porti e aeroporti.
 

RosaVie

Mitglied
Voila den Text in Deutsch

Hier schreitet die Covid voran, wir sprechen von Lockdown. Innerhalb von 24, maximal 48 Stunden sollte der Präsident der Region Sardinien, Christian Solinas, ein 15-tägiges "Stop & Go" für die Hauptaktivitäten bei gleichzeitiger Schließung von Häfen und Flughäfen verabschieden.

Danke für den HiWi an sen Admin
 
Anzeige

Themen mit ähnl. Begriffen

Top