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Beppe

Sehr aktives Mitglied
und noch was @corona niedda

da man in der Klinik in Sassari z.Zt. bis zum ‚Anschlag arbeitet’, werden grundsätzlich Patienten mit Infektionskrankheiten dort in vollem Umfang abgewiesen.
Das dortige Bettenangebot ist völlig ausgelastet und ausgeschöpft.
Neuaufnahmen sind dort nur noch möglich, wenn ein Bett frei wird.

Somit geht es im Notfall mit dem RTW zum Krankenhaus, um dann von dort zu einer anderen Einrichtung verwiesen zu werden.
 

Sardinista

Moderator
Heute Abend werden wohl die aktuellen Weisungen für Sardinien bekannt gegeben........und ich hoffe dass wir bald von unseren gut informierten Forianern vor Ort Info erhalten werden ...danke !!
 

Maren

Sehr aktives Mitglied
Die neuen Bestimmungen für Sardinien um die steigenden Corona-Zahlen zu bremsen:

Die bisherigen Regelungen bleiben bestehen. Neu kommt dazu für ganz Italien, also auch für Sardinien:

Zwischen 22.00 und 5.00 muss man zu Hause bleiben (ausser Notfälle und Arbeit). Dringende Empfehlung, möglichst oft zu Hause zu bleiben.

Schliessung nun auch von Ausstellungen und Museen, Schwimmbädern u.a.

Einkaufszentren sind an Feiertagen geschlossen, mit Ausnahme von Apotheken, Lebensmittelgeschäften, Tabakläden in diesen Zentren.

Öffentliche Verkehrsmittel, maximal dürfen 50% der Plätze besetzt werden.

Dies die Punkte, die für Reisende relevant sein können. Sardinien ist momentan eine sog «gelbe Region». Wer auf der Reise nach Sardinien durch eine sog «orange oder rote Region» fährt (mit deutlich mehr Einschränkungen) muss laut Unione Sarda eine Selbstdeklaration mitführen. Welche Region welche Farbe bekommt wird alle zwei Wochen neu beurteilt.

Scrollt man hier etwas sieht man, welche Region derzeit welche Farbe hat. www.ilsole24ore.com/art/coronavirus-mappa-e-restrizioni-zona-previste-nuovo-dpcm-ADDS4B0

Alles gar nicht schön. Aber hoffentlich hilfreich.
 

nonna

Sehr aktives Mitglied
@Bisso ....zeigt wieder mal deutlich auf, was für ein Scheissjob ein Politiker sein eigentlich ist: ein Lavieren zwischen allen allen Lagern, was unweigerlich zu Unglaubwürdigkeit führt...gerade im Fall Solinas.
 

Bisso

Sehr aktives Mitglied
Nonna, dass der Job nicht einfach ist gerade in Coronazeiten stimmt schon, aber Solinas hat sich wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert in den letzten Monaten. Die Parteien in ganz Italien sind so zerstritten, dass es nur noch nebenbei um die Sache geht und der Stimmenfang im Vordergrund steht. Eine gefährliche Sache in solchen Zeiten..
 

Georgie

Sehr aktives Mitglied
5 Todesfälle (63 J. und älter ...)
Auf Sardinien ist es nicht unbedingt normal und häufig, dass die Alten ihre letzten Jahre in Pflegeheimen verbringen. Bei uns in D ist das Durchschnittssterbealter mit und an Corona so hoch, weil das Virus u.a. in Alten- und Pflegeheimen ausbricht.
Sind die Zahlen auch auf Sardinien z.T. auf Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen oder Clustern zurückzuführen? Ich nehme an, dass die Infektionen eher in den Familien stattfinden. Mit dem Einhalten der Maßnahmen und Rücksicht kann man berechtigt hoffen, dass Sardinien im kontrollierbaren Bereich in der gelben Zone bleibt..
 

peko

Sehr aktives Mitglied
Hier waren sowohl bei der ersten Welle (damals gemeinsam mit den Spitälern) als auch jetzt Altenheime die Hotspots. Auch wenn "die Alten" hier mehr in der Familie betreut werden, gibt's doch genug, die in Heimen untergebracht sind. Und die Infektionsmechanismen bzw die Konzentration der Ansteckung sind da die gleichen wie in den anderen Ländern: unvorsichtige Besucher, Pflegepersonal, das die Viren von außen reinbringt, viele Kontakte auf engem Raum etc.
 

jekaterinburg83

Aktives Mitglied
Weiß jemand ob die Einreise mit der Fähre über Livorno aktuell möglich ist? Toscana wurde ja zur roten Zone erklärt und dort gelten jetzt Ausgangsbeschränkungen....
 

Maren

Sehr aktives Mitglied
Hallo @jekaterinburg83 - schau im Link unten, 1 Abschnitt: "Die Durchreise durch diese Regionen in Regionen mit geringerem Risiko ist erlaubt."

Von den Bestimmungen her können die Fähren ab Livorno also fahren . Ich betrachte die Seite als vertrauenswürdig, möglicherweise aber einfach mal noch anrufen.
 
Zuletzt geändert:

Claudius

Sehr aktives Mitglied
Ein Beitrag noch von mir - Sardinien und die Lage.
Bin seit dem 10.11. wieder in Deutschland.

Vorwort:
Es wird gerne von irgendwelchen Journalisten "Panik" verbreitet, das ist die Überschrift, die ich setze und über die man gerne streiten kann. Erläuterungen kommen gleich...

Kurzer Exkurs:
Das ein Virus es auf eine Insel (hier: Sardinien) nur durch "aussen" schafft, sollte jedem einleuchten.
Wie lautet das alte sardische Sprichwort, "alles was übers Meer kommt...?

Hat das Sprichwort etwa.... die sardische Berichterstattung (und auf jene wird ja von z.B. sardinienintim mit weiterere panik-Eskalation berichtet) eingefärbt?

In der Praxis, war es ausserhalb von Studentenstadt Sassari (viel Verkehr, viel Austausch) und speziell in Palau.... nüscht. 4 Fälle in Porto Rafael & Palau zusammen. Alle in häuslicher Quarantäne.
Bis dann Berlusconi und Flavio und seine Disco "Billionaire" in Costa Smeralda die Fälle EXPONENTIELL steigen liessen.
Okay.. von 0 auf 60 ist echt exponentiell.

Eigentlich ist es multiexponentiell denn von null ist echt viel, oder?
(Frage an eventuell anwesende Mathematikstudenten ist der Ausdruck "exponentiell" angebracht bei Ausgang 0?)
Also ein wenig BungaBunga, dancedance und vielleicht beim Pulvern den gleichen Geldschein benutzt.
(Am Rande: die sardische Presse berichtete, das jene Spreader vorher in Ibiza beim Feiern waren)

Der Rest , der nicht in diesem "Universum" herumwandelt, hat nix. Keine Symptome, keine Beschwerden...

Aber auch wichtig - alle halten sich auch daran (Maske, Abstand). Im übrigen war ich schockiert, das in Deutschland Maske irgendwie nur irgendwann getragen wird. Das ist in Italien und Sardinien viel strenger. Und wird auch kontrolliert und sanktioniert.

Wir hatten einen Sommer auf "The Blue Rider" wie immer..... wir waren ständig in Kontakt mit vielen Menschen und es gab keine Fälle. Und der Rest im Hafen von Palau auch nicht.
Auch sonstige Quellen (eben ausser Sassari und Cagliari, anfangs auch Olbia - wegen Flughafen) sprechen von einem überwiegend asymptomatischen - wenn überhaupt Geschehen.

Also waren die Monate Juli bis Anfang November für mich quasi wie immer, ein wenig leerer ab September (ein fast leeres Archipel di La Maddalena hat auch was positives) und superleer ab Oktober, da alle Schweizer von ihrer Regierung nach Hause beordert wurden (sic!) und viele deutsche Bekannte und Freunde wegen der Unsicherheit absagten (als Solinas Sardinien schliessen wollte - schon wieder).

Natürlich fehlten der Insel (mir sowieso) die Monate April/Mai/Juni durch den harten Lockdown und kein Tourismus.... aber es war wie immer ... tolles Wetter, tolles Klima, tolle Einheimische und MÖGLICH auf Sardinien zu verweilen.
(Keine Abweisungen, keine bösen Kontrollen)

----
Fazit: viel Panik, wenig Substanz, viel Katastrophe, wenig Relevanz.
Sardinien war mit GRiechenland das letzte NICHT-HochrisikoGebiet. Die Rücktour nach D war eine Reise ins Hochrisikogebiet. Zumindest nach den Kriterien des RKI.

Gesunde Grüsse und bleiben wir gesund.
 

Georgie

Sehr aktives Mitglied
@Claudius, so kann man den Sommer 2020 auf Sardinien sehen, wenn man ihn auf einem Schiff und in Häfen verbracht hat. Hättest du diesen Sommer 2020 in einem sardischen Dorf verbracht wie ich, wärst du möglicherweise zu einer anderen Einschätzung der Lage gekommen.
Es kommt wie immer auf den Standpunkt und den Standort an.
 

Claudius

Sehr aktives Mitglied
Normalerweise fahre ich noch ca. 400km pro Monat und besuche Freunde in diversen Dörfern. Ich bin noch keine 90 und sitze nur am Hafen rum oder - das kommt erst später.
La Maddalena z.B. habe ich mehrfach das KH gesehen, niemand war so panisch wie die Empfangsärztin "Coviiiid", die ca. 15m entfernt war und ich hatte ne ordentliche Maske auf. Sogar nach Ozieru musste ich - Madonna war da kalt. Aber tolles KH, gut organisiert.


Gastronomen, Bar-Eigner.... was die mir erzählen, glaube ich eher als irgendeine Zeitungsmeldung. Denn jene schauen mir dabei in die Augen. Auffällig war in diesem Zusammenhang auch das "Sardinien-Bashing" auch in deutschen Medien. Das fanden meine sardischen Kontakte jetzt nicht soo lustig. Über Solinas und seine "Politik" waren sie auch niciht begeistert... aber es ist wohl normal das der Italiener auf die Obrigkeit schimpft. Näch.
Aber diesmal war ich bei Ihnen und hab verstanden.

Insofern, viele Standorte und den gleichen Standpunkt. Zuviel Panikmache. Masken tragen sind sie strenger und konsequenter als hier in D und das finde ich auch gut so.

@Georgie Warst/bist Du in dem sardischen Dorf, was sie zu gemacht haben wegen 4 positiven?

Und schlussendlich - denke da treffen wir uns gedanklich - klar ist die KH-BettenVerfügbarkeit ein Thema, klar gibt es nur wenige "KH-Zentren" - wenn dann die Anfahrt länger ist als ...äh.. gesund, macht es wenig Sinn. Und trotzdem wird gefahren. (Könnte ne Geschichte erzählen, zu dem THema.... - heb ich mir mal auf.)

Das ist eben auch Sardinien. Es wird eben auch dort überall gespart und privatisiert.
 

Claudius

Sehr aktives Mitglied
Nein

Ich könne auch einige Geschichten erzählen, aber eh du von deinem Glauben abfällst, lasse ich es lieber hier. Das will ich nicht riskieren.;)
Als wiedergeborener Atheist ist es mir ein leichtes meinen Glauben zu verlieren.
Also nun zur Lage auf Sardinien und wie mit "Verletzten" umgegangen wird, die angekündigte Geschichte:

Die Fakten
1. Schulterluxation auf See. männlich, 25 Jahre, Sportler aber wohl vorbelastet (die 2. Schulterausrenkung)
Es ist ca. 16:00 Uhr
2. Küstenwache entscheidet nach Anrufung per Funk; ab ins KH nach La Maddalena, Anlandung und Abholung durch "Rotes Kreuz"., keine RettungsKräfte verfügbar auf See (ungewöhnlich), musst den Verletzten selbst an Land bringen.
3. Einlieferung ins KH La Maddalena (16:30 Uhr)
4. ca 16:40 Uhr Eintreffen des privaten Abholdienstes (das war dann ich), Eruierung der Situation/ Diagnose, weiterer Verlaufsausblick, "Versorgung" der angehörigen Freundin. Jene aufgelöst. Klar.
(Mitfahrt im Krankenwagen natürlich nicht erlaubt)
5. "Coviiiiiiiid!" Unsachliche Ansagen des KH- Personals. Keine Auskunft zu: wie ist die Lage, ist der Patient stabil etc. , wie geht es weiter...., was mach ich mit seiner Freundin....
6. Plötzlich Bewegung - ein RTW fährt vor. Abtransport des Schulterluxierten. 17:30 Uhr
Begründung: Wir können hier im KH La Maddalena, keine Schulter einrenken, da uns das Fachpersonal fehlt. Abtransport wohin? Widerwillige Antwort: Olbia.
(Widerwillig bedeutet; dreimaliges Nachfragen)

7. Ich fahre die arme Angehörige Freundin in ihrem jungen Glück zurück mit der Fähre nach Palau.
Anders geht es ja nicht (eine Tour ca. 20EUR - hey ich hatte nen Panda- nein den Fiat- organisiert.)
8. auf den Parkplatz zum wartenden Mietwagen....
9. Freundin des Lädierten fährt nach Olbia ins KH. Es ist mitlerweile ca. 18:00 Uhr

10. Nochmal alle möglichen Telefonnummern ausgetauscht, als Rettungsanker, falls was schiefgeht und die Bitte, Bescheid zu sagen, ob alles geklappt hat. Kurz umarmt, nach dreimaligem Nachfragen, ob sie es schafft dahin zu fahren,... Tapferes Mädchen.

11. Viele Stunde Stille. Am Ende hat sie uns berichtet. Sie fährt nach Olbia ins KH, darf aber natürlich nicht zu ihm, weiss aber auch nix. Bekommt auch keine Auskünfte.
12. Irgendwann wird er wieder in RTW verladen und sie fahren nach La Maddalena zurück.
13. Also wieder Fähre. Sie natürlich hinterher.
14. Im KH La Maddalena wird er dann "geheilt" (weil Schulter wieder eingerenkt worden war in Olbia) entlassen. Es ist ca. 23:00 Uhr
14. Nun zurück mit der Fähre im Mietwagen. Endlich wieder vereint. Nochmal Fähre bezahlt. Extrakosten ca. 50€

15. Ca. 1:00 erreichte mich als auch Franco die Nachricht, dass sie wieder im Hotel sind.
Also endlich "save".

Eine Odysee wegen einer ausgekugelten Schulter (geplanter Sprung vom Boot), wofür man Fachpersonal in einer anderen Einrichtung benötige.
Dauer: 16:00 Uhr bis 23:00 Uhr. 7 Stunden für nen ausgerenkte Schulter.
Mehrfache Fährverbindung unnötig nehmend und bezahlen müssen....

Das war irgendwann Ende Juli 2020. Corona - war omnipräsent.
Man hat aber jederzeit Zeit, fragwürdig
(Fahrtzeit La Maddalena- Olbia - 17 min Fähre plus 44 min ins KH Olbia= 61 minuten)
durch die Gegend zu fahren und irgendwelche Abrechnungen zu produzieren.
Ansonsten schreit man eben hysterisch "Coviiiiiiid", falls Zweifel aufkommen sollten.

Das ist aber auch konkret auf La Maddalena und das KH dort und dessen Gebaren bezogen. Unverständlich, oder?
 

Georgie

Sehr aktives Mitglied
Wenn man bedenkt, dass sich der Verletzte an einem so abgelegenen Ort auf einem Boot im Archipel befand und von dort aus für die fachgerechte Behandlung nach Olbia transportiert werden musste und wieder zurück nach La Maddalena, finde ich 7 Stunden sehr akzeptabel, zumal er auch erfolgreich behandelt wurde. Was soll da das Zusammenrechnen von Minuten und den paar Euros?! Dein Glück, dass dir deine sardischen Freunde nicht in die Augen schauen können, wenn sie deine Geschichte hier lesen. (.)(.)
 

Bisso

Sehr aktives Mitglied
Ja, wenn man immer wieder seit Monaten liest, dass Notaufnahmen auf Sardinien wg Personalmangel oder großen Coronaausbruch oder beidem schließen müssen, könnte man bei dem Beitrag von Claudius schon fast zynisch werden.
Der "Verunglückte" wusste ja sogar von seiner Gefährdung.

Wartezeiten IN den Notaufnahmen von vielen Stunden gab es schon vor Corona und nicht nur auf Sardinien.
Selbst im tollen Deutschland habe ich mit einer nahen Verwandten 14 Stunden auf eine lebensrettende Operation eines Darmverschlusses mit Krankenhauswechsel warten müssen. Wohlgemerkt VOR Corona.
 

Bisso

Sehr aktives Mitglied
.. und hier mal wieder die neuesten Corona-Zahlen:

Covid, weitere 420 Infektionen und 5 Todesfälle
Die Patienten, die derzeit auf nicht intensiven Stationen ins Krankenhaus eingeliefert werden, sind heute 583 (+3 im Vergleich zu gestern), während die Anzahl der Patienten auf der Intensivstation 68 (-2) beträgt. Es gibt 12.975 Menschen in häuslicher Isolation. Die progressive Anzahl positiver Fälle umfasst 7.755 (+317) erholte Patienten sowie weitere 65 klinisch erholte Patienten.

IM DETAIL - Auf dem Territorium wurden von 21.895 insgesamt festgestellten positiven Fällen 4.581 (+85) in der Metropole Cagliari, 3.467 (+95) in Südsardinien, 1.783 (+10) in Oristano, 4.033 (+77) in festgestellt Nuoro, 8.031 (+153) in Sassari.
 

Beppe

Sehr aktives Mitglied
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