Coronavirus - die Welt im Ausnahmezustand

corona niedda

Sehr aktives Mitglied
zu den Saatkartoffeln:
solang es Speisekartoffeln gibt die keimfähig sind könnt ihr die auseinanderschneiden wo ein Auge ist
und die Teile stecken, bekommt ihr genauso gute Kartoffelpflanzen davon

nur müssen die Kartoffeln halt keimfähig sein, also nicht bestrahlt usw.
 

eumel

Sehr aktives Mitglied
Meine Tochter und ihr Freund arbeiten beide auf der Intensiv-Station unseres Kreiskrankenhauses. Was sie berichten möchtet ihr gar nicht wissen.
Ich kann nur eines sagen:
BLEIBT ZU HAUSE UND SCHOTTET EUCH AB
Für alles andere ist auch Deuschland nicht vorbereitet. Und wie sagte der ital. Gesundheitsminister (habe mir leider die Quelle nicht gemerkt): warum kann Deutschland nicht von unseren Fehlern lernen?
 

supetrosu

Sehr aktives Mitglied
Meine Tochter und ihr Freund arbeiten beide auf der Intensiv-Station unseres Kreiskrankenhauses. Was sie berichten möchtet ihr gar nicht wissen.
Ich kann nur eines sagen:
BLEIBT ZU HAUSE UND SCHOTTET EUCH AB
Für alles andere ist auch Deuschland nicht vorbereitet. Und wie sagte der ital. Gesundheitsminister (habe mir leider die Quelle nicht gemerkt): warum kann Deutschland nicht von unseren Fehlern lernen?
kann ich nur bestätigen. Und schüttel immer wieder den Kopf über die Naivität mancher Menschen. Und dann kommt die Wut und Verzweiflung.
Denn meine Kollegen und ich halten den Kopf für alle hin, auch für die nicht glauben wollen. Das sie, wenn sie schon nicht verstehen, dann wenigsten auf das hören was die Fachleute sagen.
Es ist KEINE normale Influenza. Oder habt ihr jemals schon etwas darüber gehört, ausser zu Zeiten der Spanischen Grippe, das es so verdammt
schnell so verheerend wurde? In Frankreich und Italien wird sehr stark selektiert wer einen Beatmungsplatz bekommt und wer nicht. Frankreich steht seit einigen Tagen, nach Italien,
mit dem Rücken zur Wand. Deutschland und die Schweiz übernehmen Patienten von dort. In dem Wissen, das es bei uns noch nicht angefangen hat.
Ich will keine Angst und Panik verbreiten. denn das bringt niemandem was. Und ist auch nicht nötig.
Ich will keinen Beifall vom Balkon aus.
Aber ich will den Respekt vor der Arbeit die geleistet wird. Nicht nur in den Krankenhäusern. Ich will nicht, das mit kruden Verschwörungstheorien und dem Verharmlosen der Situation diese Arbeit mit den Füssen getreten wird. Und wer es immer noch nicht glauben mag, der gehe ins Elsas oder nach Italien. Schaue sich dort die Situationen an. Und sagt dann immer noch es sei nicht schlimmer als bei der Influenza die jedes Jahr kommt.
 

Perhonen

Mitglied
Hallo, weiß eigentlich jemand wie die Altersverteilung der in Italien an Corona gestorbenen Menschen ist?Jeder redet von den 600 - 800 Toten in Italien pro Tag, aber mich würde es sehr interesseren, wie alt die Menschen wirklich waren. Es gibt wohl Tabellen beim italienischen Gesundheitsamt (ISS) dazu, aber ich kann kein italienisch. Ich komme aus der naturwissenschaftlichen Ecke und da interssiert mich einfach das Wissen hinter den Zahlen... Viele Grüße
 

Howie

Sehr aktives Mitglied
Auch die Welt schrieb:
"Das Durchschnittsalter der infolge einer Coronavirus-Infektion gestorbenen Menschen liegt in Italien bei 79,5 Jahren."


Wie ich gelesen habe ist das Durchschnittsalter der offiziell Infizierten in Italien 67.
Diese Zahl kommt mir im Vergleich zum allgemeinen Durchschnittsalter aller Italiener von 46 recht hoch vor.

Dafür kann es eigentlich nur zwei Gründe geben:
Entweder werden unwahrscheinlicherweise nur die Alten infiziert,
oder es gibt vor allem bei den Jüngeren eine sehr hohe Dunkelziffer.
DAS würde natürlich auch die enorm hohe Ausbreitungs- und auch Sterblichkeitsrate erklären.

Die Wirkung von Ausgangssperren usw wird man übrigens erst mit etwa 14 Tagen Verzögerung sehen.
 

Lafayette

Aktives Mitglied
Quelle Wikipedia: Covid-19-Pandemie in Italien:
Einfluss von Alter, Geschlecht und Vorerkrankungen auf SterblichkeitBearbeiten
Eine Untersuchung des Istituto Superiore di Sanità, die 105 Fälle bis 4. März 2020 berücksichtigt, hat folgende Verteilung nach Alter, Geschlecht und Vorerkrankungen identifiziert:[23]

Anteil an den Todesfällen nach Altersgruppe:

  • unter 50 Jahren: keine Todesfälle
  • 50 bis 59 Jahre: 2,8 %
  • 60 bis 69 Jahre: 8,4 %
  • 70 bis 79 Jahre: 32,4 %
  • 80 bis 89 Jahre: 42,2 %
  • 90 und mehr Jahre: 14,4 %
Das Durchschnittsalter der Verstorbenen beträgt 81 Jahre (Männer 79,9 Jahre, Frauen 83,4 Jahre).

Einfluss von Vorerkrankungen (Anteil an den Todesfällen nach Anzahl der Vorerkrankungen):

  • max. 1 Vorerkrankung: 15,5 %
  • 2 Vorerkrankungen: 18,3 %
  • 3 oder mehr Vorerkrankungen: 67,2 %
Bei den Vorerkrankungen dominieren Hypertonie (74,6 %), ischämische Herzkrankheit (70,4 %) und Diabetes mellitus (33,8 %).

Die Untersuchung von 2.003 Gestorbenen mit positivem Covid-19-Befund durch dasselbe Institut[24] ergab auf dem Stand vom 17. März 2020 eine ähnliche Verteilung (Prozentzahlen gerundet):

  • 30–39 Jahre: 5 Personen (0,2 %)
  • 40–49 Jahre: 12 Personen (0,6 %)
  • 50–59 Jahre: 56 Personen (2,8 %)
  • 60–69 Jahre: 173 Personen (8,6 %)
  • 70–79 Jahre: 707 Personen (35,1 %)
  • 80–89 Jahre: 852 Personen (42,5 %)
  • über 90 Jahre: 198 Personen (9,9 %)
In allen Altersgruppen wurden deutlich mehr männliche als weibliche Tote gezählt. Bei den Personen, die jünger als 70 Jahre waren, stehen 50 Frauen 196 Männern gegenüber, bei den Personen, die 70 und älter waren, waren es 533 Frauen und 1.224 Männer. Demnach sind 29,1 % der mit Covid-19-Befund Verstorbenen weiblich. Die weiblichen Todesfälle waren im Schnitt 83,7 Jahre alt, die männlichen 79,5 Jahre.

Ohne Vorerkrankung waren lediglich 3 Patienten (0,08 %), eine Vorerkrankung hatten 25,1 % der Todesfälle, zwei Vorerkrankungen 25,6 %. Drei oder mehr Vorerkrankungen wurden bei 48,5 % der Fälle festgestellt. Fast unverändert im Vergleich zur ersten Untersuchung ist hierbei die Häufigkeit von Hypertonie (76,1 %) und Diabetes mellitus (35,5 %), deutlich gesunken ist der Anteil der Fälle von ischämischer Herzkrankheit (33,0 %).
 

Frank

Sehr aktives Mitglied

supetrosu

Sehr aktives Mitglied
und wer von diesen Betroffenen Kettenraucher ist und/oder sonstwie ein kaputtes Immunsystem hat weiss mensch natürlich nicht....
und das heisst im Umkehrschluss, sie sind selber schuld weil alt oder geschwächtes Immunsystem? Ziemlich makaber. Bei uns liegen übrigens einige "jungee" Menschen. Also zwischen 30 und 45. Beatmet, ohne Vorerkrankung. Und wenn es auch eher die Minderheit ist, es rechtfertigt nicht diese "ist mir doch egal, ich bin jung, was schert mich der Rest der Welt" Ich will NICHT, das meine Eltern wegen solchen Dumpfbacken sterben müssen. Meine Patienten sind, im Übrigen, alle mit einem geschwächten Immunsystem ausgestattet. Sie haben alle Leukämie. Sind die auch selber schuld?
 

max2

Sehr aktives Mitglied
Jetzt ist es irgendwann gut mit diesen hinkenden Vergleichen. Das Corona-Virus ist deutlich höher ansteckend und macht bei ca 2 % der Fälle eine Lungenkomplikation, die eine Beatmung erforderlich werden lässt.
Wenn die exponentielle Infektionsrate so weiter geht, sind irgendwann (ca Ende Mai. Anfang Juni) zwei Millionen Menschen infiziert und damit (2 % von 2000000) 40 000 Beatmungsplätze nötig, die nicht vorhanden sind.
Daher die Anstrengungen, die Kurve abzuflachen!
Wir haben gerade in Bayern sehr viel Zeit, Dinge zu überlegen. Tu das bitte auch und revidiere Deine Rechnung, indem Du Feuerpferd's Hinweis ernst nimmst:
Nun ja, der Vergleich hinkt auch, denn die, die jetzt schwer erkrankt sind, liegen ja Ende Mai / Anfang Juni nicht immer noch an den Geräten. Die sind dann hoffentlich schon wieder gesund oder leider verstorben.
Ansonsten versteigst Du Dich in etwas, was empirisch unhaltbar ist und nur Hysterie schürt. Gerade sowas brauchen wir jetzt nicht.

Philipp
 

Feuerpferd

Sehr aktives Mitglied
Auch junge Menschen ohne Vorerkrankung können schwer erkranken, nämlich dann, wenn sie einen tiefen Atemzug stark virenbelasteter Luft direkt tief in die Lunge saugen. Dann hatte der Körper nämlich keine Zeit, gegen die, üblicherweise zuerst im Rachenraum sitzenden Viren Antikörper zu bilden, was i.d.R. dann bei gesunden Menschen zu einem milden Verlauf führt. Quelle kann ich jetzt gerade nicht namentlich nennen. Ich habe es in einem Interview mit dem Experten aus der Charitè gelesen, der zwar zurzeit in aller MUNDE ist, sein Name aber trotzdem nicht in meinem KOPF.
 

Perhonen

Mitglied
Vielen Dank für die Links zur Süddeutschenvund all den anderrn Infos hinter den "nackten" Zahlen der Todesfälle der letzten Tage. Vor lauter Corona Berichterstattung sind mir diese entgangen. Ich gehöre der "jüngeren" Generation an und nutze die Infos nicht um eine Einstellun a la "trifft mich eh nicht" zu bekommen. Im Gegenteil. Ich finde die Zahlen einordnen zu können und Hintergrundwissen zu haben schadet nicht. Habe selber 2 Eltern aus der Risikogruppe mit versch. Vorerkrankungen und hoffe dass es sie nicht trifft. Und wie sich die Lage in Deutschland entwickelt (wo das Gesundheitssystem ja in den letzten Jahren auch viel zusammengespart wurde) wird auch noch zeigen...
Viele Grüße
 

Martin21

Mitglied
Würde mich freuen mehr sachdienliche Information im Kontext Sardinien zu erhalten.

Sicher bin ich mir bewusst dass dieses Blog für alle Meinungen und Thesen auf ist.

Bin zugehenermassen an den verschiedenen Weltanschauungen nicht so interessiert. genausowenig an deren Wertung was „richtiger“ Urlaub ist

Inhalte und Beiträge sind übertragbar auf verschiedene Blogs, das Thema Sardinien wird manchmal gekapert um gehört zu werden

Schade, die Qualität leidet ein wenig darunter

Jeder wie er / sie es will, oder es braucht
 

wischw3

Sehr aktives Mitglied
es reicht doch langsam. Nachrichten können wir doch selbst lesen. Gibts nicht was Positives, was nicht überall veröffentlicht wird ?
Informieren tue ich mich wie die meisten . Aber den Radio habe ich auch nicht mehr permanent an - weil es nervt. Erzählt über Sardinien und nicht über Eure Befindlichkeiten. Stellt Euch vor die vielen ernsthaft betroffenen italienischen Mitmenschen würden auch ihr schlimmes persönliches Leid hier posten ....
Ich fühle von Herzen mit, mit allen Betroffenen, aber man/frau muss es doch nicht permanent unter die Nase gehalten bekommen.
 

eumel

Sehr aktives Mitglied
Und wo sind wir hier? Im Grammatikunterricht? Diskutieren wir jetzt über der oder das Radio, der oder das Virus? Komme aus NRW und lebe im Schwabenland, ich musste lernen, dass es hier das Butter gibt und es dialektisch OK ist. Als gäbe es nichts Wichtigeres zu diskutieren...
Jeden von uns beschäftigt (hoffentlich) das Thema und Grammatik spielt dabei eine sehr untergeordnete Rolle
 

Georgie

Sehr aktives Mitglied
@eumel , ich glaube du hast @baster falsch verstanden. Ich verstehe es so, dass wenn es wischw3 zuviel wird mit dem Corona Thema, kann er ja auch z.B. das Smartphone bzw. den PC ausmachen, nicht nur das Radio, dann muss er nicht alles mitkriegen, was hier geschrieben wird, so einfach ist das.;)
 

Bisso

Sehr aktives Mitglied
Ich habe gerade die whatsapp-Nachricht erhalten, dass heute um 21 Uhr die Glocken in D und Italien läuten werden, um an die Kranken und Toten zu denken und man als Zeichen der Solidarität eine Kerze ins Fenster stellen soll.
Es wurde um Weiterverbreitung gebeten...
Ich habe eine Übersetzung ins Italienische angefertigt und an meine sardischen Freunde geschickt.
 

Feuerpferd

Sehr aktives Mitglied
Ich habe heute unsere sardische Gastschülerin zum Frankfurter Flughafen gebracht, von wo sie über Rom nach Cagliari geflogen ist. Die in der Schlange stehenden Italiener trugen brav Handschuhe und Maske. Letztere hielt einige nicht davon ab sich mit Küsschen/Küsschen/Küsschen zu begrüßen, ich dachte echt, ich seh nicht richtig.
 

Lafayette

Aktives Mitglied
Das Tragen von Masken ist so oder so Käse, wenn diese den ganzen Tag mit Handschuhen angefasst werde, die wiederum zigtausende Male Viren und Krankheitserreger (Stichwort Schmierinfektion) auf Oberflächen berührt haben. Dazu immer schön in die Maske atmen, damit es drinnen auch recht feucht bleibt.....
 
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