"Italien öffnet Grenzen - Urlaubsreisen nach Sardinien in Theorie und Praxis"

mare

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Ein sehr informativer und aussagekräftiger Artikel vom schwarzen Schaf/Pecora Nera mit
vielen wichtigen Punkten zu Anreise und Urlaub auf Sardinien nach Corona:
(Die maßgeblichen und vor allem offiziellen italienischen Originalquellen sind meist angegeben bzw verlinkt, da hilft deepl.com beim Verständnis falls nötig)



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Zum Formular/Selbsterklärung: >sardinienforum.de/missverständnis-bei-einreise-gesundheitsvormular-ja-nein
Die original Ordinanza v. 2.6. mit Anhang B ausführlicher Text zu allgemeinen Fragen:> hier
Zur Registrierung bzw Formular zur Einreise > hier
 
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mare

Sehr aktives Mitglied
Dazu: Chaos bei den Fährverbindungen
Laut dem Dekret vom Gesundheits- und Transportministerum vom 2.6.20 (http://www.mit.gov.it/comunicazione...timo-sardegna-regione-sicilia/trasporti-nuove)
darf der Passagiertransport nach Sardinien auch auf den Fähren eigentlich bis 12.6. nur im Rahmen der Continuità Territorriale erfolgen. Das sind eigentlich nur Tirrrenia Verbindungen und nur auf den Strecken Olbia-Civitavecchia, Porto Torres-Genua und Civitavecchia-Cagliari. Aber die anderen Gesellschaften haben gestern und heute aber trotzdem eigenmächtig Passagiere befördert und verkaufen weiter Tickets. Nun wurde von verschiedenen Verbänden Alarm geschlagen und eine dringende Klärung gefordert.

Da kann man jetzt nur hoffen, dass von offizieller Seite nicht auf der strengen Einhaltung der Formulierung im Dekret beharrt bzw diese nachgebessert wird und auch die anderen weiterfahren und schon gebuchte Passagiere beförden dürfen.

 

tromp_Rachel

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Ich habe vorher gerade mit Corsica Ferries telefoniert aufgrund von dieser Meldung.
Dort hiess es, dass alle Verbindungen die sie im Fahrplan hätten bestätigt und somit durchgeführt werden dürfen
Es bleibt spannend....
 

mare

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Na, das hört sich ja gut an!
Ich drücke die Daumen und bin gespannt wie das alles ablief in Realität dann, wäre interessant zu hören :)..
 

mare

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Gestern Abend hat das Verkehrsministerium die Passagierbeförderung nun offiziell für alle nationalen See- und Flugverbindungen und auch für Nicht-Ansässige vorgezogen ab 5.6. freigegeben (Was vorher für den 13.6 vorgesehen war lt. in #2 verlinktem Dekret). Soviel auch hier zu Theorie und Praxis.
Aber gut, dass es nun offiziell ist und somit diese Spannung genommen ist, möglicherwiese im Hafen auch nach dem 2.6. ohne Genehmigung noch abgewiesen zu werden.
 
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tromp_Rachel

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So wie es gerade aussieht, wird auch die Schweiz ab dem 15.6 den gesamten Schengen Raum öffnen (inkl. Italien).
Es wird schon gemunkelt... aber die offizielle Info wird wahrscheinlich erst heute Nachmittag an der Pressekonferenz des Schweizer Bundesrates kommen.
 

Maren

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@tromp_Rachel - da bin ich ja mal gespannt. Die diesbezügliche Berichterstattuns ist ja mal wieder eine doch eher peinliche anmutende Gerüchtküche.

Lustig dies, was verschiedentlich so zu lesen war heute (verfasst von ch media): " Deshalb will das Justizdepartement dem Gesamtbundesrat in einer Woche die komplette Öffnung der Grenzen gegenüber den Schengen-Staaten unterbreiten. In Zusammenarbeit mit dem Innen- und dem Finanzdepartement. Sie sind für die epidemiologischen Aspekte und die Grenzkontrollen zuständig."

Am 12. wird es dem Gesamtbundesrat unterbreitet und am 15. sollen die Grenzen aufgehen - seltsamer Zeitplan für die Schweizer Politik. Also da sollte ch media wohl noch was nachbessern.

Aber an sich spielt es ja nicht wirlich eine Rolle, in der Schweiz gab es nie eine Reisewarnung was Italien betrifft, es wurde lediglich abgeraten - oder hast Du da andere Infos?

LG, Maren
 
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tromp_Rachel

Aktives Mitglied
@Maren
Ja ich bin auch gespannt ob es eine Meldung geben wird.
Jedoch denke ich schon dass sie öffnen werden. Bis jetzt sind sie noch jedesmal nachgezogen wenn andere Länder was gemacht haben ;-)

Doch die Reisewarnung zu Italien bestand auch. Es wurde einfach eine Weltweite Reisewarnung gemacht, ohne jedes einzelne Land zu nennen.
Und es wird ja nach wie vor abgeraten nach Italien zu reisen. Jedoch können sie es auch nicht unterbinden. Unsere Grenzen wurden - im Gegensatz zu anderen Ländern - nie komplett dicht gemacht. Sie haben nur geschlossen für die Einreisen. Und da alle rund um uns alles geschlossen hatten, konnten wir - als Schweizer - gar nicht ausreisen, weil wir ja im anderen Land nicht reingekommen wären.
Da die Grenzen jetzt zu den Nachbarstaaten offen sind, können wir uneingeschränkt ausreisen, da wir im Nachbarland ja über die Grenze kommen.
Darum können wir auch aktuell nach Italien reisen. Obwohl Italiener noch nicht in die Schweiz einreisen können.
 

Maren

Sehr aktives Mitglied
Doch die Reisewarnung zu Italien bestand auch. Es wurde einfach eine Weltweite Reisewarnung gemacht, ohne jedes einzelne Land zu nennen.
Hast Du dazu einen Link? Das EDA hat nie eine Reisewarnung ausgesprochen sondern nur von Reisen abgeraten, kann aber ja sein dass da jmd anders zuständig war/ist. Eine weltweite Reisewarnung hat zB Deutschland ausgesprochen.

Der Rest ist mir bekannt, wohne ja auch in der CH ;) , bestimmt aber für andere hier interessant.

PS: Die Aussage von ch media war tatsächlich falsch, das Justizdepartement will dem Bundesrat den Vorschlag nicht in einer Woche unterbreiten, vielmehr hat es ihm diesen gestern unterbreitet. Der Journalismus auf Talfahrt - ungebremst...
 

tromp_Rachel

Aktives Mitglied
Ach sooo! nicht mehr daran gedacht dass du auch in der Schweiz bist ;)) sorry!

Nein ich finde den Link nicht mehr. Er war auf der Seite des EDA kommuniziert... irgendwann ende März. Aber nicht für jedes Land, sondern ein weltweites. Dies war auch bei uns drin.
Nun ist die HP aber wieder auf "altem/aktuellem" Stand.
Das war mal auch an einer Medienkonferenz das Thema. Und da war die Antwort man erwähne nicht jedes Land sondern es gelte Weltweit.
Aber wie gesagt.. finde es auch nicht mehr....
 

tromp_Rachel

Aktives Mitglied
Übrigens, gerade gelesen:

Grenzöffnung
Die Schweiz öffnet am 15. Juni die Grenzen zu den EU- und Efta-Staaten und nicht nur gegenüber Deutschland, Frankreich und Österreich. Angesichts der Pandemie-Lage erscheine dies möglich, so der Bundesrat. Diese Linie entspreche derjenigen vieler europäischer Länder.

(www.20min.ch)
 

Maren

Sehr aktives Mitglied
@tromp_Rachel - sofern es so ist bleibt bloss noch das Rätsel, wieso diese Info von der EDA-Seite gelöscht worden ist (das ist da nciht üblich) und wann die Reisewarnung aufgehoben worden sein soll und weshalb kein einziges Medium darüber berichtet hat. Aber wie gesagt, es ist eigentlich sowieso egal, mein Interesse an dem Thema betrifft rein versicherungstechnische Gründe, denn zu reisen wenn eine Reisewarnung besteht - was derzeit ja nicht wenige Leute tun - ist zwar nicht verboten aber ggf auch nicht ohne Konsequenzen.

Nun ja, abgesehen davon frage ich mich, was diese überstürzten Grenzöffnungen eigentlich sollen, gestern ist Österreich vorgeprescht und hat völlig überraschend die Grenzen zu diversen Ländern geöffnet statt "erst" am 15.6. wie angekündigt (die "Auswahl" lässt nicht auf Sicherheitsgedanken schliessen sondern darauf, dass man den Tourismus im eigenen Land fördern willI). Jetzt will die Schweiz vorziehen.

Und die Medien jubelen landauf landab als wäre das eine supertolle Neuigkeit. Ist es das? Aus touristischer Sicht bessert das die Lage ja nicht, es sitzt ja keiner mit gepacktem Koffer zu Hause und rennt jetzt gleich zum Flughafen oder braust im Auto Richtung Ausland
 

tromp_Rachel

Aktives Mitglied
Ich denke die Seite wurde einfach wieder aktualisiert..... Aber egal....

Aktuell gibt es ja keine Reisewarnung mehr.
Versicherungstechnisch ist das kein Problem.
Ausser natürlich, dass sie eh keine Rückholaktion mehr machen werden, wenn was sein sollte und viele Versicherungen den Pandemie Fall eh nicht abdecken.

Ich denke es hat damit zu tun, dass sie wirklich den Tourismus "stützen" wollen.
Und ich bin mir nicht so sicher ob nicht einige auf gepackten Koffern sitzen.
Ich gehe nächsten Freitag auch nach Sardinien.
Ich denke all diejenigen die bereits vor dem Lockdown gebucht haben und nicht annulliert haben bis jetzt, werden den Urlaub antreten. Ihnen wäre lieber gewesen wenn alle Schweizer brav im Land geblieben wären. Das ist aber nicht der Fall und darum denke ich machen sie alles offen, damit auch Italiener allenfalls als Touristen kommen.
Ich finde es völlig ok.
Wir müssen wieder in die Normalität zurück.
 

Maren

Sehr aktives Mitglied
Ich denke all diejenigen die bereits vor dem Lockdown gebucht haben und nicht annulliert haben bis jetzt, werden den Urlaub antreten.
Ja klar, ich meinte, dass nicht jede Menge Leute jetzt für sofort buchen und losfahren, die noch nicht gebucht hatten, nur weil irgendwer die Grenzen zwei, drei Wochen früher aufmacht als geplant.

Ich wünsche ich Dir tolle Ferien auf Sardinien, Du hast sicher sehr viel Platz überall dieses Jahr.
 

PapaTomba

Mitglied
Wir sind am 3.6. mit der Nachtfähre von SF von Livorno nach Golfo Aranci gefahren und seit gestern früh auf der Insel...Durchreise durch CH...im Grunde entspannt wie immer.

Fragebogen ausgefüllt, Fieber gemessen, das war's.

Angenehm war das Ausschiffen. Keine Warteschlangen auf den Treppen zur Garage.
Alle mussten in den Kabinen bleiben und die Decks wurde einzeln zum Ausschiffen ausgerufen....An Bord Mundschutzpflicht, es haben sich alle daran gehalten.
Lg
 

benjung23

Mitglied
Weiß jemand was passiert wenn man zur Rückreise im Hafen steht auf die Fähre möchte und einer unserer Familie 38°C Temperatur hat? Müssen wir dann in Quarantäne auf Sardinien?
Wäre dankbar wenn jemand da eine verlässliche Information hat.
 

Maren

Sehr aktives Mitglied
@benjung23 - Gute Frage. Gibt es überhaupt Fiebermessen für die Rückreise? Wenn ja dann wäre das eine Bestimmung der Fährgesellschaften um ihre Gäste zu schützen.
 

max2

Sehr aktives Mitglied
Angenehm war das Ausschiffen. Keine Warteschlangen auf den Treppen zur Garage.
Alle mussten in den Kabinen bleiben und die Decks wurde einzeln zum Ausschiffen ausgerufen....
Wow. Reisekultur dank Corona. Ungestört in der Kabine bleiben zu "müssen" bei Ankünften um 6 oder 7 Uhr würde ich als positiven Kollateraleffekt dieser ganzen Scheiße werten.

Philipp
 

mare

Sehr aktives Mitglied
So ganz sicher beschwören würde ich das nicht , dass man nicht auch auf dem Rückweg möglicherweise mit Temperaturmessungen rechnen muss. Vielleicht gibt es ja hier demnächst auch noch Berichte über die Rückwege mit den verschieden Gesellschaften.

Generell erlaubt das Dekret Fieber Messungen an allen italienischen Häfen, Flughäfen, Bahnhöfen....., auch bei Ankunft, "Thermo-Scannern sowohl für ankommende als auch für abfliegende Passagiere."
Auch andernorts muss man damit rechnen, den Betreibern wurde diese Möglichkeit eingeräumt, zB Restaurants, Unterkünften, Supermärkten, Geschäften, Strandbetreibern. usw. .., d.h es kann sein (evtl. auch erst künftig) , muss aber nicht.

Grimaldi zB schreibt auch auf der Homepage, dass beim Imbarco (ohne spezifische Richtung oder Linie) Fieber gemessen wird und noch ein zusätzliches Grimaldi eigenes Formular zum Gesundheitszustand ausgefüllt werden muss. So wie auch Airlines verweigern können, Kranke zu transportieren.
 
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qwpoeriu

Sehr aktives Mitglied
Nach einer Vorab-Ankündigung des Außenministers scheint nun auch Österreich die Grenzen nach Italien (zumindest zu bestimmten Regionen - wie das kontrolliert werden soll, keine Ahnung) am 16. Juni zu öffnen. Der Zwang, dass auf der Rückfahrt nicht angehalten werden darf, würde somit entfallen, auf der Hinfahrt war das ja auch bislang schon möglich.
 

sirena

Sehr aktives Mitglied
Meines Wissens wurde bisher immer nur bei der Ankunft Temperatur gemessen. Hat auch eine gewisse Logik ;)
Was passiert, wenn man bei Ankunft eine erhöhte Körpertemperatur hat?
Das kann ja viele Gründe haben und muss nicht unbedingt heißen, dass man Corona hat.
Muss man ins KH um einen Test zu machen?
Wie lange dauert es, bis man das Ergebnis hat?
Muss man in Quarantäne?
Was passiert mit den Mitreisenden? Dürfen die in die Ferienwohnung? Dort in Quarantäne?

Ich konnte bisher nirgens etwas finden, um diese Fragen zu klären.
 

ferina

Sehr aktives Mitglied
@sirena
Nächtliche Bettlektüre

Sassari, 7. Juni 2020. Touristen auf Sardinien, bei denen eine Corona-Infektion nachgewiesen wird, sollen in eine von insgesamt sechs öffentlichen Gebäuden in Quarantäne gesteckt werden. Dies hat Sardiniens Präsident Christian Solinas (Partito Sardo d’Azione) in einem Interview der in Sassari erscheinenden Zeitung „La Nuova Sardegna“ für die heutige Ausgabe gesagt.

Der sardische Hoteldachverband „Federalberghi“ hatte schon seit Wochen eine klare Regelung von der Region für den Fall gefordert, dass in den Hotels Touristen positiv auf das Coronavirus getestet werden. Mehrere größere Hotels wie „Forte Village“ bei Nora an der Südwestküste bieten den Touristen kostenlos Corona-Tests an. In dem Interview kündigt Solinas nun an, dass die Region inselweit sechs öffentliche Gebäude mit insgesamt bis zu 400 Einzelzimmern für diesen Fall vorbereite, in die Covid-19-Infizierte dann eine Quarantäne verbringen müssten. Laut Solinas seien dafür „Einrichtungen, die der Region gehören“, vorgesehen. „Wir haben verschiedene für alle Territorien der Insel festgelegt – eine im Nord-Osten der Insel, zwei im Nord-Westen, eine im Zentrum und zwei im Süden“, so Solinas. Die Zimmer entsprächen der Typologie von Hotelzimmern und hätten jeweils ein eigenes Bad.

Auf die Frage, ob die Aussicht, dass die von Solinas angenommenen 2,5 Millionen Touristen erschrecken würden, weil diese Zahl bedeute, dass Personen nach Sardinien kommen, würden, die coronapositiv seien, antwortete der Präsident der Region: „Ich habe keine Angst davor, spüre aber die Verantwortung, im Voraus alle kritischen Szenarien durchzuspielen und uns darauf vorzubereiten.“ Es sei „unverzichtbar“, so Solinas weiter, „alle sanitären Vorkehrungen dafür zu treffen, um schnell neue Fälle identifizieren zu können, die unverzüglich isoliert werden müssen“.

Die Vorsichtsmaßnahmen sind natürlich nachvollziehbar, da ein sicherer Abtransport infizierter Personen so gut wie unmöglich ist. Die Regelung könnte erheblich Auswirkungen auf Urlaubspläne haben, da das Risiko vor allem für Familien, den Urlaub unfreiwillig verlängern zu müssen, erheblich
Cagliari, 6. Juni 2020. Zaghaft, ja viel verhaltener als erwartet nimmt der Tourismus zu Corona-Zeiten in Sardinien langsam wieder Fahrt auf. Natürlich bremst das Coronavirus, die Menschen sind verunsichert. Und die sardische Regierung hat durch die ultimative Hinhaltetaktik der eigenen Region einen Bärendienst erwiesen. Anstatt ein paar konkrete und nützliche Details in Bezug auf mögliche Regelungen des öffentlichen Lebens nach der Wiederöffnung der Grenzen Italiens bekanntzugeben, hat die Regierung Sardiniens und allen voran ihr Präsident Christian Solinas es vorgezogen, immer nur kleine und widersprüchliche Häppchen den Medien hinzuwerfen. Das Ergebnis: die Verwirrung und Verunsicherung war maximal. Und der Flugschaden ist erheblich. Denn trotz des Erlassens eines großen Regelwerks am Tag der Wiederöffnung der Grenzen am 3. Juni sind die Informationen noch längst nicht bei allen Hoteliers und Betreibern touristischer Einrichtungen angekommen, wie auch die Kommentare von unseren Lesern auf Sardinien Intim beweisen. Vor allem die Fluggesellschaften hatten keinerlei Zeit, sich auf die chaotischen Spontanerklärungen von Solinas einzustellen. Das Ergebnis: Etliche Urlauber haben den Sardinenurlaub kurz vor dem entscheidenden 3. Juni abgesagt. Vor allem weil Solinas einfach nicht begriffen hat, wie groß die Unsicherheit ist, die er mit seinem sturen Beharren auf Corona-Zwangsschnelltests vor der Einreise verursacht hat.

Immerhin: Es gibt nun Regeln. Und deswegen fassen wir hier an dieser Stelle heute das zusammen, was auch viele Blog-Leser immer wieder fragen – die Corona-Regeln für das Baden in der Sonne und im Meer. Allerdings sei gleich gewarnt: die Regeln lassen viele Fragen offen und verwirren teils mehr, als sie helfen – fast so, als wenn Solinas, der Jurist ist, sie selbst geschrieben hätte…

Corona, Strand, Sardinien im Sommer 2020:
Die wichtigsten Go’s und No Go’s

Die folgenden Regeln gelten sowohl für unbewirtschaftete, bewirtschaftete Strände als auch für Badeanstalten am Meer und richten sich an verantwortliche Gemeinden, Betreiber und Gäste:

• es soll dafür gesorgt werden, dass eine „angemessene Information für die Gäste anderer Nationalitäten“ zur Infektionsvorsorge gesorgt wird (wenn damit die Art und Weise gemeint ist, wie Solinas die medizinischen Fragebögen am 3. Juni an den Flug- und Fährhäfen verteilt hat, dann buonanotte – es gibt sie selbst drei Tage später noch immer nur auf Italienisch – so auch wie diese Regeln für Touristen, die wir aus diesem Grund vorab zumindest grob übersetzen)
• Gruppensport ist verboten; die Abstandsregeln von mindestens einem Meter gelten auch am und im Meer für alle, die nicht in einem Haushalt zusammenleben
• Strandsportarten wie Strandtennis, Windsurfing, Schwimmen, sind erlaubt – unter Einhalten der Abstandsregeln. Bei Gruppensportarten wie Beachvolleyball müssen „zuständige Stellen“ konsultiert werden (dies wird in der Anordnung der Regierung – wie vieles andere – nicht näher erläutert)
• an bewirtschafteten Strandanlagen muss für die Bereitstellung von ausreichenden Hygienemitteln für die Hände gesorgt werden
• der Einsatz von so genannten „steward di spiaggia“, die die Touristen persönlich zu ihren Strandschirmen begleiten soll, soll „gefördert werden (ob die Region diese „stewards“ auch nur ansatzweise bezahlt, steht auf einem anderen Blatt – oder auf keinem)
• Eine App soll eine Platzreservierung auf den Stränden, die immer öfter auch selbst ohne das Abstandsproblem zu Coronazeiten nur noch eine begrenzte Anzahl von Gästen aufnehmen, für einen Zeitraum von bis zu 14 Tagen garantieren. (Infos über den Namen und eine Webadresse zur App sucht man…. genau: bislang vergeblich; super gemacht, Signor Presidente)
• Fiebermessen muss gestattet werden (wie oder von wem, der autorisiert ist, wird natürlich NICHT erläutert); wer mehr Grad als 37,5 hat, muss damit rechnen, den Strand nicht betreten oder verlassen zu müssen
• die Kassenbereiche müssen entweder durch transparente Scheiben von den Touristen getrennt sein; ansonsten muss das Personal Masken tragen
• vorzugsweise soll kontaktlose Zahlung ermöglicht werden
• die Schattenzonen sollen ausdehnt werden, um Ansammlungen zu vermeiden (tolle Idee… aber die Betreiber haben jetzt schon fette Verluste, die wohl zusätzliche Schirme für hunderte Euro ranschaffen? Wenigstens verspricht Solinas an dieser Stelle nicht, dies zu „fördern“)
• Die Abstände zwischen den Strandschirmen sollen so gewählt werden, dass sie „mindestens eine Oberfläche von 10 Quadratmetern für jeden Schirm garantieren“, und zwar „unabhängig davon, ob die Schirme in horizontalen Reihen oder Rauten aufgestellt werden“ (hier schimmert schon wieder die Handschrift von Signor Presidente durch…)
• Zwischen Strandliegen, Sitzen, Sonnenbänken muss ein Abstand von 1,5 Meter garantiert sein
• das Strandmobiliar muss jeden Tag spätestens abends komplett desinfiziert werden

Wer sich den Gesamtkatalog im Original (Italienisch) durchlesen will, kann dies hier tun.

Fortsetzung folgt in Kürze auf Sardinien Intim!
 

SkipperChris

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Über die Segelbranche, ob Charter oder Eigner, gibt es komischerweise nix. Muss ich beim Anlegen Maske tragen oder darf ich mit dem Dingi als Ankerlieger an einen Strand fahren?
Die Berichte scheinen neben den Städteturisten nur Strandlieger im Focus zu haben.
 

Peter K.

Aktives Mitglied
Über die Segelbranche, ob Charter oder Eigner, gibt es komischerweise nix. Muss ich beim Anlegen Maske tragen oder darf ich mit dem Dingi als Ankerlieger an einen Strand fahren?
Solange du die Abstands- und Hygieneregeln einhältst ...
Freie Interpretation: was nicht explizit verboten ist, bleibt weiterhin erlaubt.
Habe bisher nirgendwo gelesen, dass die unbewachten Strände explizit geschlossen sind.
 

mare

Sehr aktives Mitglied
Bei den Fähren wird vor dem Einschiffen Fieber gemessen,
Bei einer Temperatur größer oder gleich 37,5 Grad wird generell die Einschiffung verweigert.
Bei den Fähren wird teils auch bei Ankunft gemessen.
Beim Fliegen kann das anders sein, wenn es am Abflughafen andere nationale Vorschriften gibt, in D zB wird nicht bei Abflug Fieber gemessen, also dann wird bei Ankunft am Flughafen auf Sardinien gemessen.

Bei Fieber bei Ankunft auf Sardinien, habe ich in einem der Dekrete gelesen, wird das Gesundheitspersonal der Hafen oder Flughafenbehörde aktiviert, das dann gemäß den Vorschriften der Verordnung xxy vorgeht. Könnte man jetzt weiter die Dekrete durchforsten. Es gibt in einem der Dekrete auch genaue Definitionen, was Kontaktpersonen sind, die ggf. bis zum Testergebnis auch in Isolation bzw Quarantäne müssen...

Konkret wurde in der Presse vor ein paar Tagen von einem Fall auf einer Moby Fähre berichtet. Ein Mann, der beim Einschiffen fieberfrei war, nachts Fieber bekam und den Schiffsarzt rief. Es wurde ein Corona-Abstrich gemacht und der Mann in seiner Kabine isoliert. Da er alleine war und keinen Kontakt zu anderen Passagieren auf dem Schiff hatte, durften die restlichen Passagierr das Schiff verlassen. Das Ergebnis des Abtrichs lag relativ schnell, nachmittags vor und war negativ. Ob er noch einen zweiten Test machen musste, wurde nicht berichtet.

Diese Quarantäneeinrichtungen der Regione sind nach dem, wie ich es verstanden habe, wohl vor allem, weil die Hotels, B&Bs, Campingpläzte u.a. keine Möglichkeiten haben, in ihren Einrichtungen ggf. Quarantänemaßnahmen durchzuführen bzw dies verweigern, also m.E. vor allem für Touristen, die keine Möglichkeit zur häuslichen Quarantäne haben. Solche speziellen Unterkünfte, die für nötige Qarantänemaßnahmen bereit stehen, gibt es aber auch in anderen Urlaubsgebieten und enrsprechende Anordnungen für Vorgehensweisen.
 
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sirena

Sehr aktives Mitglied
Vielen Dank Ferina und Mare.

Da muss ich wirklich noch mal überlegen, ob ich die lange Anreise im August antrete oder doch lieber zu Hause bleibe. :(
 
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