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Sonstiges Freies Stehen mit Vans/Womos...

giovanina

Sehr aktives Mitglied
Vor einer Woche war ich in Sardinien.
Abends, zum Sonnenuntergang haben sich einige Womos u.ä. an verschiedenen Plätzen in S. Giovanni di Sinis eingefunden, die ganz offensichtlich dort nächtigen wollten.
Als ich nun bei angebrochener Dunkelheit zurück zum Auto lief, wurden gerade einige Mülleimer rausgehängt! Wirklich an einen fetten Haken am Laternenmast gehängt. So hoch, dass ein Herr sich recken und Strecken musste.
Ich blieb stehen, um ihm zu sagen, dass das doch ne interessante Lösung wäre, weil der Wind so stark wehte.
Er jedoch erklärte mir, dass es wegen den Wildschweinen wäre, die jetzt so ihre Runden drehen würde!
Dies einfach zur Warnung, falls man sich's irgendwo in der Pampa gemütlich macht, die Decke für den Hund draußen ausgelegt hat und an nichts weiter denkt.
Ich war auf einigen sehr abgelegenen Wegen unterwegs und habe immer mal wieder einen Camper an ungewöhnlichen Stellen gesehen.
Dass es auch gefährlich werden könnte, nachts mal kurz raus "aufs Klo" zu wollen oder seinen aufgestellten Tisch/Müll/Lebensmittelreste draußen zu haben, das war mir in dieser Form nicht bewusst.
Von daher: immer gut überlegen, wo man sich niederlässt.
Alle anderen Themen, die dagegen sprechen, wurden ja schon sehr zahlreich und seit Jahren hier geschrieben :).
Schöne Tage
Giov
 
In der Nacht vom 2.11. auf 3.11.24, wurde ein Wohnmobil am Spiagge Orvile überfallen. Es wurden mit Schlagstöcken, die Scheiben eingeschlagen und das deutsche Paar wurde ausgeraubt. Soviel zum Freien Campen...
 
Wie einige von euch vielleicht wissen, sind mein Mann und ich seit vielen Jahren mit unserem Wohnmobil unterwegs. So einen Saustall wie auf dem obigen Bild haben wir noch nie hinterlassen und ich ärgere mich sehr über die vielen Camper, die sich nicht benehmen können. Diese Leute sorgen mit ihrem Benehmen dafür, dass Camper nirgends mehr gerne gesehen werden und dass es immer mehr Restriktionen gibt. So werden zum Beispiel immer mehr Strandparkplätze durch "Teppichstangen" für Wohnmobile gesperrt.

Zur Entschuldigung der Womofahrer, die zur Zeit "frei Campen bzw. übernachten", muss man natürlich wissen, dass es um diese Jahreszeit kaum noch geöffnete Campingplätze gibt, Wir waren letztes Jahr Anfang Mai auf der Insel unterwegs und da waren noch viele Campingplätze geschlossen. Da war es dann schwierig, einen Übernachtungsplatz zu finden.

Wenn diese Wohnmobile dann nachts überfallen und ausgeraubt werden dann ist das eindeutig eine Straftat und durch nichts zu entschuldigen, auch wenn die Leute "frei übernachtet" haben.

Das Forumsmitglieder Posts von diesen Überfällen auch noch mit "Daumen hoch bewerten" finde ich schon sehr heftig und ich muss mir in der Tat überlegen, ob ich in diesem Forum als Wohnmobilfahrerin noch gut aufgehoben bin .

Gruß Dodo
 
So einen Saustall wie auf dem obigen Bild haben wir noch nie hinterlassen
Du hast den Beitrag zum Bild anscheinend missverstanden.

Der Platz wurde vom Wohnmobilbesitzer bestimmt nicht so verlassen.
Es sah nur zwischenzeitlich so aus, weil eine Horde Wildschweine den Bereich um das Wohnmobil besucht und "umgestaltet" hat.

Jetzt weiß ich auch endlich, warum die Ordnungshüter in Italien so einen Unterschied machen,
ob beim "Bully" Tisch und Stühle draußen stehen (= Camping) oder nicht ( = Normales Parken) . ;)
 
@ dodovs: ich glaube euch gerne, dass ihr "ordentliche" Camper seid. Aber jetzt im Oktober waren die 'wilden' Parkplätze rund um Budoni voll, obwohl der Campingplatz in Posada noch auf hatte. Und ich finde es nicht toll, wenn vor unserem Grundstück im Graben der Toiletteninhalt entsorgt wird...
 
Was ich nie verstehen werde ist, warum man glaubt, dass man mit Womo machen kann, was man will... Wenn es keine geöffneten C-Plätze gibt, dann hat das Womo dort nichts zu suchen. Dann geht man ins Hotel. Der reine Besitz eines Womos entbindet doch nicht von der Beachtung geltender Gesetze...
 
passt vielleicht zum Thema:

Posada Il paradiso è ancora così come lo hanno lasciato al buio di sabato notte 2 novembre. Un mare cristallino e profumo di ago di pini che ammalia e ti accompagna ad ogni passo. L’unica traccia in quel tratto della pineta di Orvile, a circa 20 metri dal mare, che ricorda l’assalto dei balordi al van dei turisti tedeschi, sono le schegge di vetro sul terreno. Anche stamattina (6 novembre) la stupenda giornata, che di autunnale aveva ben poco, incoraggiava le attività all’aria aperta: camminate, escursioni e perché no anche un bagno fuoristagione in questo mare spettacolare. Tutte cose probabilmente nei programmi di viaggio in Sardegna per i due turisti prima dell’incubo. Sicuri, malgrado fossero senza compagnia, avevano deciso di trascorrere la notte qua nella pineta di Orvile, uno dei gioielli del territorio di Posada, una delle porte del Parco di Tepilora. La serenità e il silenzio della notte rotti da alcuni malviventi che hanno spaccato con dei colpi di mazza i vetri del loro furgone. I turisti sono stati costretti a scendere e a consegnare i soldi e altri oggetti di valore. Dopo, è seguita la denuncia, ancora con la paura addosso per quei minuti concitati vissuti qualche ora prima. E la decisione senza appello di tornare a casa.

aus der "Nuova Sardegna"

Posada Paradise ist immer noch so, wie es am Samstagabend, 2. November, im Dunkeln verlassen wurde. Ein kristallklares Meer und der Duft von Piniennadeln, der einen auf Schritt und Tritt betört und begleitet. Die einzigen Spuren in diesem Teil des Pinienwaldes von Orvile, etwa 20 Meter vom Meer entfernt, die an den Überfall von Hooligans auf den deutschen Touristenbus erinnern, sind die Glasscherben auf dem Boden. Auch an diesem Morgen (6. November) lud der schöne Tag, der wenig mit dem Herbst zu tun hatte, zu Aktivitäten im Freien ein: Spaziergänge, Wanderungen und warum nicht auch ein Bad in diesem spektakulären Meer außerhalb der Saison. All das stand wahrscheinlich auf den Reiseplänen der beiden Touristen, die vor dem Albtraum nach Sardinien gereist waren. Obwohl sie ohne Begleitung waren, hatten sie beschlossen, die Nacht hier im Pinienwald von Orvile zu verbringen, einem der Schmuckstücke des Posada-Gebiets, einem der Tore des Tepilora-Parks. Die Ruhe und Stille der Nacht wurde von einigen Schlägern durchbrochen, die die Scheiben ihres Wagens mit Vorschlaghämmern einschlugen. Die Touristen wurden gezwungen, auszusteigen und ihr Geld und andere Wertgegenstände herauszugeben. Danach folgte die Denunziation, noch immer mit der Angst in den Gesichtern von den aufgeregten Minuten, die sie einige Stunden zuvor erlebt hatten. Und die Entscheidung, ohne Einspruch nach Hause zu gehen.


Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)
 
um noch einmal die Nachricht von lanadi deutlicher zu machen. der Orville - Strand gehört zum Biosphärenreservat + sollte somit stärker als ein Naturschutzgebiet geschützt werden. Natürlich nicht mit einen Vorschlaghammer.
 
@dodovs ,
Es ist vollkommen klar, dass nur noch wenige Stellplätze offen sind (CPs sind im Winter ja weniger offen als sich an einer Hand abzählen lassen). Trotzdem ist es nun mal verboten, ausserhalb von Parkplätzen ein Fahrzeug zu parkieren, ob jetzt Pw oder Camper. Der Camper stand offensichtlich in einer Zone, in der er über Nacht nicht hätte stehen dürfen. Trotzdem ist dieser Überfall abscheulich.

Dass hier im Forum darauf hingewiesen wird finde ich gut. Selber habe ich noch nie von sowas gehört in Bezug auf Sardinien, in Bezug auf andere Reiseziele schon. Es gibt ja einen Grund, weshalb überall davor gewarnt wird, sich ganz allein in die freie Natur zu stellen, dies gilt eben letztlich auch für Sardinien (jetzt mal abgesehen von den Verboten).

Bemerkenswert finde ich allerdings auch, dass die Gemeinde Posada sich wortreich entschuldigt hat, den Leuten eine kostenfreie Übernachtungsmöglichkeit anbieten wollte was nicht geklappt hat da sie sofort abgereist sind.

Mich hat etwas gewundert, was Du über die «Teppichstangen» geschrieben hast, ich sehe diese sehr viel seltener als noch vor 20 Jahren. Ich reise nicht mit einem Camper aber mir ist das stets aufgefallen. In gewissen Gemeinden sieht man diese Stangen gar nicht mehr, obwohl es sehr viel mehr Camper gibt heutzutage. Laut italienischem Gesetz sind sie aber eigentlich auch nicht legal, denn Camper sind anderen Fahrzeugen gleichgestellt, wo ein Pw parkieren darf, darf auch ein Camper parkieren.

Insgesamt meine ich, dass sich Sardinien das Schlamassel selbst zuzuschreiben hat. Während auf dem Festland von sehr vielen Gemeinde kleinere, ganzjährig geöffnete Stelleplätze angelegt worden sind hat Sardinien sich diesbezüglich nicht gerührt, obwohl diese Idee seit mehreren Jahren besteht. Darüber hinaus wird die «Laissez-faire-Methode» verfolgt – kürzlich war in den Medien zu lesen, dass diverse «Campeggiatori» gebüsst worden seien, die seien teilweise viele Wochen vor Ort gewesen (welcher Ort weiss ich nicht mehr auswendig). Man schaut also Wochen lang weg und geht dann gegen Ende Oktober Bussen verteilen? Was ist das denn für eine Message? Dann kommt ab und an das Argument, die Behörden hätten keine Kapazitäten. Wie das genau gemeint sein sollte, ist mir nicht bekannt. Ich stelle es mir nicht sehr aufwändig vor, an einen Ort zu fahren und die dort weilenden Camper zu büssen, die Orte sind vielfach ja wohlbekannt, man muss da nicht stundenlang danach suchen.

Leider gibt es viele «schwarze Schafe», wie in jedem anderen Bereich ist denen nicht ohne Kontrolle und Sanktionen beizukommen.

Nichtsdestotrotz: Es lohnt sich, bei der Suche nach Übernachtungsmöglichkeiten auch nach Stellplätzen zu suchen, es gibt davon ja einige, die ganzjährig geöffnet sind. Darüber hinaus darf man parkieren, wo auch Autos parkieren dürfen, bloss ist «Campingverhalten» da dann doch verboten und zugegebenermassen sind diese Plätze ja oft das Gegenteil von attraktiv.

Leute zu überfallen ist eine widerwärtige Straftat, durch nichts zu entschuldigen.
 
Ich hatte nicht vor, gestern wieder einmal eine Diskussion über freies Übernachten bzw. freies Campen loszutreten.
Ich habe mich vielmehr gefragt, warum die Posts #3 und #4, in denen es um Überfälle auf Wohnmobilurlauber ging, von Forumsmitgliedern mit "gefällt mir" bewertet wurden. Leider ist diese Frage für mich immer noch nicht beanwortet. Oder habe ich vielleicht etwas falsch verstanden?

Ich wusste bisher nicht, dass sich zur Zeit noch so viele Urlauber mit Womos auf der Insel aufhalten und ihren Hausstand samt Gasgrill auf ganz normalen Parkplätzen ausbreiten. Noch schlimmer ist es natürlich, wenn der Toiletteninhalt und das Abwasser im nächsten Graben entsorgt werden. Trotzdem handelt es sich bei diesen Menschen, die sich so benehmen nur um einen ganz geringen Teil von Campern.

Wie Maren aber ganz treffend sagt., ist Sardinien nicht unschuldig an dem aktuellen Zustand. Die Insel galt früher als Paradies für Wohnmobilfahrer und wird von vielen immer noch so gesehen. Das war vor 10 oder 20 Jahren bei den wenigen Wohnmobilfahrern auch kein großes Problem.
Seit der Corona Pandemie hat die Anzahl der Wohnmobile aber extrem zugenommen und es wurde von den Behörden wenig unternommen, um die vielen Wohnmobilurlauber in geordnete Bahnen zu lenken.. Einige Campingplätze existieren nicht mehr, andere bauen verstärkt Mobilheime auf, weil sich damit mehr Geld verdienen lässt. Neue Stellplätze entstehen leider kaum.

Wenn sich etwas ändern soll, sind meiner Meinung nach die Behörden aufgefordert, Übernachtungsverbote zu verhängen und diese auch durch die Polizei kontrollieren zu lassen. Auch die Bewohner müssen vielleicht wie in anderen Touristenorten Druck auf die Behorden ausüben.

Gruß Dodo
 
@dodovs ich habe den Post mit Daumen hoch versehen, allerdings nicht weil mir gefällt was da passiert ist sondern weil hier informiert wurde. Ich wusste zudem schon davon da ich in Posada lebe und natürlich ist das durch nichts zu rechtfertigen. Also mit meinem Daumen hoch war nicht das Geschehen gemeint.
 
Zur Entschuldigung der Womofahrer, die zur Zeit "frei Campen bzw. übernachten", muss man natürlich wissen, dass es um diese Jahreszeit kaum noch geöffnete Campingplätze gibt, Wir waren letztes Jahr Anfang Mai auf der Insel unterwegs und da waren noch viele Campingplätze geschlossen. Da war es dann schwierig, einen Übernachtungsplatz zu finden.
Ich war letztes Jahr vom 15.4.-8.5. auf der Insel und hatte überhaupt kein Problem auf Campingplätzen unterzukommen. Einzig auf dem von Deutschen gehypten Campingvillage Capo Ferrato war eine Reservierung nötig.
 
Seit der Corona Pandemie hat die Anzahl der Wohnmobile aber extrem zugenommen und es wurde von den Behörden wenig unternommen, um die vielen Wohnmobilurlauber in geordnete Bahnen zu lenken.. Einige Campingplätze existieren nicht mehr, andere bauen verstärkt Mobilheime auf, weil sich damit mehr Geld verdienen lässt. Neue Stellplätze entstehen leider kaum.

Ja, die Zahl der Wohnmobile hat zugenommen. Das ist aus meiner Sicht aber nicht der Hsuptgrund für die Wohnmobilisten, die irgendwo am Strand übernachten. Die Leute wollen das so, weil Heerscharen von Youtubern das vermarkten. Bringt halt Klicks und damit Werbeeinnahmen.
 
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