Schon klar, Michaela, ich meinte nicht Dich damit, sondern die Autorin dieses Artikels. Südamerika ist ein riesiger Subkontinent, es ist also absurd von einem "südamerikanischen Charakter" zu reden. Amazonien, das Pantanal, Nordanden, Südanden, Feuerland, die Atacama, Quechua, Aymara, Shipibo, Auca, Nahuatl, Maya, da gibt's so viele Kulturkreise, Ethnien, Religionen, Sprachgruppen usw. Ich kenne nur einige kleine Bereiche Süd- und Mittelamerikas, die z.T aber recht gut. Nur weil irgendwo zwei Kleinstädte überwiegend aus einstöckigen Häusern, weiß angefarbelt, bestehen, gleich eine "Charakterähnlichkeit" zu sehen, ist für mich eine derbe Oberflächlichkeit des Autors. Nach dieser Betrachtungsweise hat Sta Teresa auch einen "burgenländischen Charakter" (das Burgenland ist das südöstliche Bundesland Österreichs, hart an der Grenze zu Ungarn. Und da die Ungarn ebenfalls eine hervorragende Salami herstellen, könnte man in Ungarn ja auch einen "sardischen Charakter" sehen...)
Du kennst ja Isola Rossa, Michaela, nehm ich an. Weit und breit kein Haus, dafür erinnert das Wasser ans Tote Meer? Solche Beschreibungen, auch wenn sie den Enthusiasmus des Autors/der Autorin wiederspiegel wollen, sind einfach nicht seriös - da hab ich dann ein berufs(ehre)bedingtes Problem damit. So wie eben auch mit dem "südamerikanischen Charakter" Sta. Teresas.
LG
peko