Testprojekt in 15 sardischen Restaurants: Am Tisch ohne Bildschirme

mare

Sehr engagiertes Mitglied
Ein experimentelles einmonatiges Experiment "A tavola senza schermi" wurde begonnen, bei dem Familien freiwillig ihre Handys in den teilnehmenden Restaurants weglegen. Der Dialog in den Familien und der bewußtere Umgang mit digitalen Geräten soll so gefördert werden sowie einen mittlerweile verbreiteten Trend aufzeigen, dass Kinder mit elektrischen Geräten am Tisch "beschäftigt" werden.
Details siehe:



Weitere Infos kann man bei Interesse per mail anfordern
 
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ok ja, die Fernsehbeschallung ist natürlich auch unabhängig davon ein wichtiges Thema. Bildschirme als Titel wohl deshalb, weil es ja eigentlich nicht nur um Smartphones sondern auch um Tablets geht. Ich könnte mit aber vorstellen, dass die Restaurants, die freiwillig an einer solchen Aktion teilnehmen, vielleicht auch einen anderen oder nicht derart aufdringlichen Umgang mit Fernsehern haben, wer weiß, müsste man vor Ort ausprobieren.

Ich finde den Umgang mit zB Smartphones am Tisch in Restaurants, vor allem bei Kindern, die irgendwelche Filme schauen oder dauerhaft am Handy spielen, in letzter Zeit sehr auffällig, das hat sich schon im negativen Sinn entwickelt. Insofern vielleicht nicht schlecht, das Thema überhaupt erst einmal angesprochen und in die Öffentlichkeit gebracht zu haben.
 
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Volle Zustimmung. Und so richtig fassungslos bin ich, wenn die Kinder Filme schauen oder Spiele spielen und dabei der Lautsprecher AUF VOLLER LAUTSTÄRKE läuft und das die Eltern nicht zu stören scheint. Manchmal hat es schon etwas gebracht, böse zu schauen, aber viele sind da auch vollkommen unenthemmt.
Wir waren vor 25 Jahren keine guten Vorbilder, wir waren early adopter was die tragbaren DVD-Player betraf und haben die Kinder, wenn das Essen im Restaurant vorbei war und wir noch ein bisschen sitzen bleiben wollten, DVDs schauen lassen. Immer mit Kopfhörer, aber heute würden wir das alles nicht mehr so machen. War halt in der Vor-Smartphone /-Tablet-Zeit. Entschuldigung nachträglich.
 
Ich nehme mal an, dass die teilnehmenden Ristoranti dies nach außen hin publik machen werden/müssen und dann vermutlich nur diejenigen dort essen gehen werden, die auch bisher schon einen bewussten Umgang mit den digitalen Medien gepflegt haben. Für andere wird es wahrscheinlich eher abschreckend sein, wenn sie so Angst haben müssen, nicht ihrer Routine folgen zu können; ihr entspanntes Essen in Frage gestellt ist.
Also für sie selbst! Ich finde die Geräusche aus den Handys/Tablets wirklich auch mehr als anstrengend. Aber das hat sich seit Jahren etabliert, geht durch alle Altersgruppen. Das kennt man doch selbst vom Campingplatz, wo in Wohnwägen, Vorzelten usw. ein Fernsehers hängt und spätestens zu den Mahlzeiten angestellt wird. U s nicht dezent leise, dass der Nachbar es nicht mithören muss, sondern so, dass man jederzeit alles mithören kann. Vor allem dann auch die Gespräche. Denn die müssen ja wegen dem Fernseher mit erhobener Stimme geführt werden.
Der Ansatz ist natürlich schön gedacht!
 
@mare: Naja, in der Überschrift des obigen schweizer Artikels steht auch "verbannen", was ebenfalls ein Verbot suggeriert. Und in den Kommentaren regen sich die üblichen Leser, deren Aufmerksamkeitsspanne wie immer nicht für den Artikel gereicht hat, über die jungen Leute auf, deren Aufmerksamkeit für nichts mehr ausreicht. Und schreiben ihre Handyabneigung dann mit dem Handy.
 
Finde Handys am Tisch auch eine Unsitte. Bei den im Restaurant laufenden Fernsehern bin ich gespalten. Obwohl sie mich sehr nerven - auf dem Dorf ist auch das Restaurant oft ein Treffpunkt, hier kommen oft ältere Gäste, die dann gemeinsam mit den anderen schauen und dann zB über die Nachrichten reden. Oder jüngere die gern Musik hören reden über die Videoclips.
 
und "Finde Handys am Tisch auch eine Unsitte" stimmt auch nicht ganz; wenn wir mit Freunden und der Teenager Tochter essen gehen, dann zeigt die oft was aus dem Internet; und der Papa zeigt dann was anderes; und dann machen wir noch ein Selfie von uns zur Erinnerung; Mobiltelefone können auch kommunikativ sein
 
Wahrscheinlich ist es, wie so oft, gut, individuell für sich selbst einen Mittelweg zu finden.
Das eine Extrem, wenn vor allem Kinder mit dem Handy länger quasi "ruhig gestellt" werden, gar extrem darauf fixiert.
Das andere, gar kein Handy.
Wobei ich denke, dass man in den teilnehmenden Restaurants auch "nein" sagen kann, es ist ein freiwilliges Angebot und nicht obligatorisch,
oder wie es in dem o.g. Expose beschrieben ist: "Ausnahmen werden gemeinsam beschlossen".

Also ein Mittelweg, wie zB von @michaelag beschreiben, wenn man zB zwischendurch mal etwas recherchiert oder kurz nachschaut oder ein Selfie macht, aber dennoch grundsätzlich ein Dialog oder ein Miteinander stattfindet. Es kommt eben auch auf das Ausmaß an. Da gibt es sicher größere Unterschiede. Dazu gehört das Vorbild der Eltern, eine gewisse "Selbstdisziplin oder - reflexion" ,Routinen, Absprachen usw. Und das Leben, Essen findet nicht nur im Restaurant statt. Insofern muss sowieso jeder für sich selbst grundsätzlich einen Umgang finden. Komplett die Zeit wird sich nicht zurückdrehen. Aber wenn das Ganze nur ein Denkanstoß für den ein oder anderen wäre durch das Aufzeigen und Thematisieren einer gewissen Entwicklung.
 
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