... Auch Ortus di mare haben wir schließlich nach zwei Tagen verlassen, aber nur, um zu einem weiteren „Highlight“ – wie ich finde – aufzubrechen: Nach Piscinas zum Camping Sciopadruxio. Die Fahrt durch die Berge und Hügel der Costa Verde und die verlassenen Bergwerksanlagen dürfte europaweit wirklich ihresgleichen suchen, nicht umsonst hat die Unesco das Areal auch geschützt.


Traumdüne beim CP Sciopadruxio.

Wir verbrachten drei herrliche Tage in dieser wirklich einmaligen Gegend, inclusive Sonnenuntergang und Weintrinken in den Dünen, mit anschließendem gründlichen Verlaufen in der stockdunklen Macchia (Mirto schmeckt zwar super, die Büsche sind aber biestig), aus der uns glücklicherweise der Koch des Restaurants am Campingplatz letztendlich heil herausgelotst hat. (Kein Scherz. Der hat unsere Lampen gesehen, wie wir da bar jeder wirklich ernsthaften Orientierung durchs Unterholz gestolpert sind und hat uns dann mit Rufen von der Terrasse aus „gelenkt“. Sein ebenso monotones wie heilbringendes „sinistra, vai a sinistra“ werde ich so schnell nicht vergessen…)

Restaurant auf CP Sciopadruxio: Lecker essen in alter Bergarbeiterunterkunft.

Schweren Herzens und mit zerkratzten Knöcheln haben wir uns nach weiteren drei Tagen Richtung Giara di Gesturi aufgemacht. Die Wildpferdchen und die Tafelberge wollten wir unseren Freunden, die das erste Mal auf Sardinien waren, auf jeden Fall zeigen. Animiert durch den Reiseführer von Peter Höh haben wir diesmal nicht die Auffahrt bei Tuilli sondern die über Gesturi genommen, in der Hoffnung oben auf dem Parkplatz eine Nacht „wild“ stehen zu können. Wir wollten nämlich morgens mit den Fahrrädern (die kann man tatsächlich auch vor Ort leihen) eine Runde drehen.

Parkplatz oben auf der Giara di Gesturi.

Wir haben dann auf der „Mittelstation“ bei den „Rangern“ gefragt, ob wir da eine Nacht stehen können – kein Problem. Haben dann noch ein paar kalte Getränke (und natürlich Eis) gekauft und sind weiter nach oben aufs Plateau gefahren. Nachdem die wenigen Tagesgäste weg waren, standen wir fast allein (ein schweizer Womo war noch da) unter dem herrlichen Sternenhimmel und der Ausblick von dort oben hinunter ins Tal lässt einem wirklich den Atem stocken…

Blick ins Tal.

Das frühe Aufstehen wurde dann auch mit diversen Begegnungen tierischer Art (Pferdchen, Schweine und ein Fuchs) belohnt. Selten so idyllisch übernachtet.

...weiter gehts mit Teil 5...
 
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