Mietfrei wohnen auf Sardinien

hary

Sehr aktives Mitglied
Kann interessant sein nur nicht in den Sommermonaten. Die Mietwagenkosten halten sich ausserhalb der Hauptsaison von November bis April wahrscheinlich auch im Rahmen. Sollten sich dicke Schlafsäcke und warme Kleidung mitnehmen ;). Der Andrang wird sich in Grenzen halten.
 
Hm, in einem Bergdorf mag ja romantisch sein, bloss frag ich mich, was die Einheimischen von einem Austausch profitieren können? 'Bergler' sind meist eher handwerklich unterwegs und oft auch in einer Art Bauernarbeiten....
 
....finde ich auch super, aber wenn es im Artikel heisst "Ollolai liegt in einer Bergregion, umgeben von herrlichen Sandstränden", käme man m. M. n. auf die Idee, kurz nach der Arbeit mal schnell ins Wasser zu hopsen....is aber nicht.... ;)
 
Ich bin auch darauf gestoßen.
Auf der offiziellen Seite dazu (Link unten), ist (edit) wohl die Rede davon, Vorträge und Ähnliches zu halten. Es würde der vermutlich überwiegend handwerklichen Orientierung sicher gute Einblicke in andere, bisher nicht gelebte Arbeitswelten geben. Dennoch sind diese dann recht oberflächlich zu halten. Seinen Projektmanagerjob einem Handwerker ohne Powerpoint-Schlacht zu erklären, dürfte für einige herausfordernd sein - 'adressatengerecht'. Ich kenne beide Welten - Herausforderung angenommen. :)

Mit Glück ist ein potenzieller Neubewohner so begeistert, dass sie/er in die Gegend zieht und obige Arbeit und Entwicklung mitbringt - und für Nachwuchs sorgt.
Das würde dem auch hier eintretenden demografischen Wandel Einhalt gebieten.

Diese Mischung ist, meinem Verständnis nach, die Grundidee dahinter.

Link: https://www.workfromollolai.com/
 
ich hab mir nun rasch die Fotos der Gemeinde Ollolai bei google angeschaut. So verlassen scheint das Dorf nicht zu sein........
Auch wenn die Idee sicherlich interessant ist, es wird geschrieben, dass mehrheitlich ältere Sarden dort leben. Daher wohl eher fraglich, ob die an 'modernen' Berufen usw. interessiert sind... Die Jüngeren scheinen Arbeit zu haben. Tja, eben anhand der Fotos...
 
Warum muß ich sofort an ÖffÖff und die Schenker Bewegung denken,wenn ich deinen Beitrag lese.

Auch muß ich zwangsläufig an das Valle Della Luna am Capo Testa denken ,wo sich noch heute zahlreiche Lebenskünstler und Vagabunden der Erde treffen,hausen ,leben

Bau dein Solarpanel auf und hol dein Laptop raus und du wohnst in einer selbst ausgesuchten Granit Höhle/Vorsprung vollkommen frei.
Das Einzige was nötig wäre.....Buddel Rotwein, einen Edelstahl Spaten zum in die Büsche kacken ,eine Schlafmatte und nen Solar/Laptop zum Geld verdienen
Keine Kosten ,Kein Verbot ,Kein gar nichts...nur wunderschöne Natur pur
Und nen billigen neuen Eurospin, um billigen Rotwein kreisen zu lassen ,haste auch noch

Und du bist glücklich..Was willste mehr
 
Ich war schon vor 20 Jahren in Ollolai.
Cortes Apertes.
Nicht mal da war etwas los.
Erst später in Gavoi.

Mitten in Sardinien.
Aber am See ist man relativ schnell.
Der hat aber auch nur kurze Saison.
Dann vielleicht eher Skifahren.
Wenn irgendwann mal wieder der (neue) Lift geht.

Und heutzutage hat es wenigstes wieder ein paar Läden.
Doch "romantisches Bergdorf" ist etwas völlig anderes...
Aber für einen Monat für Manchen vielleicht eine gute Auszeit.
 
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Sind dort nicht auch viele 1Euro-Häuser angeboten worden? zum Kauf, meine ich vor geraumer Zeit gelesen zu haben - mit vergleichsweise vielen Interessenten (Käufern?) aus den Niederlanden;
 
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Heute in der Unione Sarda gelesen:

Quelle

"Bloß Raus & Weg aus einem Amerika mit Trump":
75.000 Amerikaner wollen angeblich schon nach Ollolai kommen


Das von Ollolai lancierte Angebot von € 1,-- Häusern, welches sich nach Trumps Sieg an die enttäuschten Amerikaner richtet, macht weiter die Runde.

Laut CNN und den wichtigsten US-Medien ist das provokative Angebot nun sogar auch schon im japanischen Fernsehen zu sehen, das dem Dorf in der Barbagia jedenfalls einen längeren Bericht widmete.

Der Bürgermeister von Ollolai, Francesco Columbu, zeigt sich verblüfft:
„700.000 Zugriffe auf unsere Website in nur wenigen Tagen und weit über 75.000 Anfragen für einen Besuch in Ollolai. Das sind in der Tat wirklich beeindruckende Zahlen. Das Medieninteresse ist wirklich erstaunlich, denn das Fernsehen berichtet mittlerweile in der ganzen Welt über Ollolai“.
 
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Bekloppte Presse - auch in Deutschland!
siehe hierzu auch:

Der o.a. vom Stern so erwähnte Bürgemeister 'Franco Columbo' war übrigens nie Bodybuilder.
Dieser ist vielmehr am 24.10.1970 in Ollolai geboren und damit gerade mal 54 Jahre.

Dies ist eine dilettantische Verwechslung mit dem Bodybuilder:
Francesco „Franco“ Columbu
geb. am * 7. August 1941 in Ollolai, Sardinien und
verst. am: † 30. August 2019 in San Teodoro, Sardinien.
siehe:

siehe auch:

und der ein guter & alter Freund von Arnold Schwarzenegger war und bereits 1969 in die USA auswanderte und der bereits 2019 auf Sardinien während eines Urlaubsaufenthaltes dort aufgrund eines Herzinfarktes in San Teodoro verstarb.

Da wird doch tatsächlich seitens des Stern noch am 21.11.2024 fälschlicherweise behauptet, daß ein bereits vor 5 Jahren Verstorbener und vor >50 Jahren in die USA ausgewanderter Ehemaliger zum aktuellen Bürgemeister von Ollolai erkärt wird.

Ich dachte bisher immer, die einzigen die das mit der Wiederauferstehung protegieren sind eher religiös geprägte Phantasten und/oder Lehren.
 
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Ob 700.000 oder 75.000,...
Wenn am Schluss tatsächlich ein Einziger zuzieht und auch länger bleibt, können sie froh sein.
Amerikanische Karrieretipps. Darauf haben Die sicherlich gewartet.
Bis das soweit ist, haben wir Trump & Co. hoffentlich schon wieder hinter uns.
 
Hm, glaubt Ihr wirklich, dass Amerikaner oder gar Japaner sich dann auch integrieren?
Vielleicht ist diese Aktion gar nicht gut für die Region......
 
@MariaJ.

warum sollten sie sich nicht integrieren?

Die Amis werden dann sicherlich Sorge dafür tragen, daß baldigst ein McDonald oder auch andere Fastfood-Ketten eröffnet werden. Auch der dann durch diese sich verströmende BBQ-Duft wird dem Ort ein ganz neues Ambiente verleihen. Evtl. dann umherreitende Cowboys sowie ertönende Country Music und coole Autos werden das urbane Dorfbild möglicherweise positiv bereichern. Kurz über lang wird es dann sicherlich auch einige Diners geben.
Neben Pizza wird's dann endlich auch überall Burger und Hot Dogs geben.
Da werden sich die Ollolesen ebenfalls notgedrungen auch irgendwie neu reintegrieren müssen.

Die Japaner lieben offensichtlich Gärten und werden so dafür sorgen, daß Ollolai schnellstmöglich auch als erste sardische Gemeinde nen japanischen Garten kriegt.
Beispiele hierfür gibt's zuhauf:
In Deutschland gibt es zig Japanische Gärten wie z.B. in Kaiserslautern, Düsseldorf, Leverkusen u.v.a.m., desweiteren auch in Österreich und in der Schweiz, aber auch in Italien wie z.B. in Rom, Mailand, Turin und auch Florenz.
Evtl. weitere kulturelle japanische Bereicherungen kannste auch der Wiki-Seite "Japans Kultur" entnehmen: https://de.wikipedia.org/wiki/Kultur_Japans

Insofern sehe ich auch für diese kein wirkliches Integrationsproblem.
 
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Naja, bevor ein Dorf durch zunehmende Abwanderung und Vergreisung völlig ausstirbt, ist wohl Zustrom, egal welcher Art, besser als nix.
Manchmal vielleicht wirklich gut, belebend und nachhaltig.

Vielleicht bleibt durch echte Zugezogene sogar ein Geschäft, die Bar, Poststelle oder gar eine Grundschule erhalten.

"Integration" kann ja sehr vielfältig aussehen.
Es gibt doch überall genug Einheimische, die in den Augen Anderer nicht integriert sind.
Weil sie nicht im Verein (Landfrauen, Schützen, u.s.w.) mitwirken, nicht Sonntags in die Schule gehen oder sich nicht in die dörfliche Bar setzen oder im sardischen Fall, nicht bei der Jagd mitmachen,...

Ein digitaler US-Nomade wird vielleicht entweder an seinem Schreibtisch hocken und IT-mäßig arbeiten oder in der Natur unterwegs sein, was ja nicht gerade ein Volkssport der sardischen Dorfbewohner ist.

Ein Sushi-"All you can eat"" wäre in den Bergen ja auch nicht schlecht. In Budoni läuft er gut - auch ohne Touris.

Mir fallen in den Centri Storici halt überall und immer wieder viele toll renovierte Häuser auf, die außerhalb der Saison unbewohnt sind. D.h. die Kommunen bekommen ein paar Gebühren oder Steuern, im Sommer bleibt auch mal Geld in der Region, aber ansonsten bringt das nichts - außer einem schöneren Ortsbild.
Und ganz häufig steht nach einigen Jahren "Vendesi" dran.
 
Ein wenig fremdländischer Einfluss in sardischen Dörfern ist längst Realität - kulinarisch gesehen gibt es schon Sushi, was von den Einheimischen sehr gerne und vielfach angenommen wird, auch Kebab. Bei uns im Dorf muss man einen Tisch im Sushi Restaurant vorbestellen, sonst kriegt man keinen Platz. Das Restaurant wird von einem einheimischen jungen Mann betrieben, der vorzügliche Sushis macht. Warum sollte die Bevölkerung was gegen einen Japaner haben, der vielleicht noch bessere Sushis macht? Ich bin mir ziemlich sicher, dass Currywurst auf den Festen auch gut ankäme, natürlich neben Purpuzza und Salsiccia Panini. Es lebe die Vielfalt.

Ich denke, zugezogene Amerikaner und Japaner können gerne neben unabdingbarer gewisser Integration wie Sprachkenntnisse, Offenheit und Freundlichkeit auch ihren Lebensstil beibehalten. Das wird niemanden stören.
Ein Großteil der aktiven Forumsmitglieder ist doch auch zugezogen. Warum sollen das Amerikaner und Japaner nicht genau so gut hinkriegen wie wir?
 
Die bisherigen Aktionen von Ollolai – Verkauf von 1-Euro-Häusern, sozusagen mietfrei wohnen – haben ein sehr grosses internationales Medieninteresse generiert, schon die 1-Euro-.Häuser in diesem Dorf (obwohl es das ja vielerorts gab) waren Thema in US-Medien wie CNN (2018).

Die Einwohnerzahl ist bis heute weiter gesunken, dafür ist das Durchschnittsalter gestiegen. Aus dem europäischen Raum ist offensichtlich überhaupt niemand zugezogen, wen wunderts, was in aller Welt soll man dort wenn man nicht vollkommen eskapistisch veranlagt ist. Dass Leute aus Übersee, die die Nase voll haben von den politischen Gegebenheiten in ihrer Heimat, dahin ziehen werden, halte ich für völlig illusorisch.

Möglicherweise ist die Einwohnerzahl nicht so stark gesunken, wie sie ohne die bisherigen Initiativen gesunken wären.
 
Tja...und mit ganz viel Humor, wenn die Amerikaner dann ins Dorf geflüchtet sind, kommt der Orange sie besuchen...

Im Ernst, klar können andere Lebensweisen bereichernd sein. Sei dies allgemeine Lebensart oder halt gewisse Spezialitäten. Trotzdem, viele Dinge sind in einem 'fremden' Land anders und Einreisende länger 'Gäste'..
Wenn 'verlassene' Gemeinden von solchen Zuwanderer profitieren, haben sie Glück...
 
heute in der La Nova betr. Ollolai:

Die Zahlen des Phänomens „Ein-Euro-Haus“ sind folgende: neun Verkäufe in einem Jahrzehnt, fast einer pro Jahr. Für eine Stadt mit 1.150 Einwohnern sind das große Zahlen. „Die Käufer“, sagt Francesco Columbu, “kamen aus den unterschiedlichsten Verhältnissen. Der Pionier war ein Mann aus Calasetta, dann drei niederländische Paare und auch Franzosen. Leute, die bis zu viermal im Jahr nach Ollolai kommen. Wenn sie bei uns wohnen, sind sie voll in das Gemeinschaftsleben des Dorfes integriert, von einem einfachen Kaffee an der Bar bis hin zu kulturellen Veranstaltungen und Dorffesten“, fährt er fort.

Ich dachte, Bedingung für den Kauf sei, dass man sich da dann niederlässt, also residente wird. Somit ists natürlich kein Wunder, dass die offiziellen Daten lediglich 8 aus dem Ausland stammenden Personen aufführt, darunter niemand aus den Niederlanden oder aus Frankreich zB. Die Käufer scheinen eher weniger häufig nach Sardinien zu reisen als viele hier im Forum.

Wenn man da also kaufen kann und gar nicht hinziehen muss, läufts möglicherweise darauf hinaus:
Mir fallen in den Centri Storici halt überall und immer wieder viele toll renovierte Häuser auf, die außerhalb der Saison unbewohnt sind.
 
Es wird wie so oft sein:

erst großes, oberflächliches, evtl. auch naives Interesse (3 Euro im Briefumschlag für 3 Häuser).
Spätestens wenn man dann langsam die Details, Bedingungen, Hindernisse,... erkennt, hat sich für die Allermeisten das Thema erledigt. Oder auch für die Kommune.
Ein Verkauf (= Zuwachs) pro Jahr ist sicherlich weniger, als in der Zeit gestorben oder weggezogen sind.

Bei der Miet-Variante wird es vielleicht etwas einfacher, weil es keine Renovierungs-Auflagen gibt und schon Monat möglich ist. Wäre ich völlig ungebunden, hätte ich mal 2 Monate mitgemacht.
 
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