Hallo ihr Lieben,
keine Ahnung ob ich jetzt mit meinem Versuch etwas die Schärfe rauszunehmen nicht alles noch schlimmer mache.
Also mit einem Wort, die Auseinandersetzungen zum "Reichsbedenkenträger" haben mich nachdenklich gemacht, und haben mich veranlasst zu reflekieren, was verbinde ich denn damit???
Erstmal, es ist ein "bombastisches" Wort, das wohl einen übertrieben bedenklichen Menschen darstellen soll der "Bedenken zu haben" als etwas betreibt was einer Berufung gleichkommt, oder also für das ganze Reich zutreffend versteht. Könnte also ich sein

, ein "Bundesbedenkenträger", hört sich aber längst nicht so flüssig locker an wie der "Reichbedenkenträger", der auch da und dort andernorts noch angeführt wird? Nur, ich bin überhaupt nicht beleidigt, auch wenn man es mir persönlich sagen würde, denn diesen Schuh ziehe ich mir niemals an. Ein Versuch die Zukunftsaussichten eines Menschen/einer Sache möglichst objektiv zu durchleuchten anhand der Wahrscheinlichkeiten und Möglichkeiten die ich dafür sehe und dann kein Positivum erkenne, hat nichts mit Bedenkenträger zu tun. Bedenkenträger sind für mich solche die ohne genaues abwägen und überprüfen schon einfach von vorne herein einer Sache/Person keinerlei Zukunftschancen geben können.
Der Vorsatz "Reichs" kommt dann also aus der Zeit des "Deutschen Reichs" mithin also aus der Zeit zwischen 1871 - 1945. Gibt es einen Grund anzunehmen, dass der "Reichsbedenkenträger" aus dessen letzten 12 Jahren kommen soll? Für meine Begriffe überhaupt nicht. Wir hatten doch auch einen "Reichs"Kanzler Bismarck, Ebert, Stresemann, usw.; einfach zu viele davon. Auch die damalige Gewohnheit Titeln das Beiwort "Reichs-" zu verleihen ist nicht auf die letzten 12 Jahre des Bestandes beschränkt. Für mich passt also dieser Bedenkenträger wesentlich besser zu den Zeiten der "Wilden Zwanziger" kurz nach der Kaiserzeit als man die alten Zöpfe abschneiden wollte und das Leben genießen. Da wurden vlt. die ewig Reaktionären als Reichsbedenkenträger bezeichnet? Also ich habe etwas gegoogelt und für keine der vertretenen Positionen eine entsprechende Berechtigung gefunden und zusehr möchte ich das ganze ja auch nicht verwissenschaftlichen. Es spricht aber nach meinem Dafürhalten gar nichts dafür dass dieses Wort dem 3. Reich zuzuordnen zu sei. Dort wurden nach m.M. andere/viel härtere Begriffe geprägt, LEIDER! Bedenken und Nazi passt nicht zusammen, ist zu weich; dieses gedankliche Zusammenspiel geht für mich nicht.
Darüber hinaus wurde dieses Wort in letzter Zeit auch mal von "Promis" angewandt, und das ganz ohne kollektiven Aufschrei von Politik und Medien oder Anmahnung von "Political Correctness".
Also Gallura, wärst du bereit meine Aussagen auch mal wohlwollend in deine Betrachtungen miteinzubinden und evtl. BlueDaisys Aussage zukünftig nicht mehr in diesem Zusammenhang zu vermuten?
Wünsche euch allen noch einen Schönen Sonntag!
Ginus