Wohnmobil mit Anhänger

brubowa

Neues Mitglied
Wir fahren am 7. September 2019 mit unserem Wohnmobil LMC und dem Anhänger (Wheely) nach Sardinien. Das Gespann hat eine Länge von total 9.40 Meter. Wir möchten die Inser mit dem Womo erkunden und alle 1-3 Tage auf einem anderen Campingplatz wohnen. Nun stellt sich für mich die Frage ob wir erstens Plätze für unser Gespann finden und zweitens ob es überhaupt möglich oder ratsam ist mit Anhänger die Strassen zu befahren. Hat jemand Erfahrung damit gemacht und war selber mit Womo und Anhänger auf der Insel. Danke für das Feedback. Bruno
 

casa sardegna

Sehr aktives Mitglied
Es fahren auf Sardinien auch LKW mit Anhänger. Hängt also eher von Deiner Route und Fahrkunst ab als von der Gespannlaenge.

By the way:
Erstaunlich, was manche Leute meinen, alles für den Urlaub mitnehmen zu müssen, wenn dafür schon ein Womo allein nicht ausreicht ;-)
 

Howie

Sehr aktives Mitglied
Es fahren auf Sardinien auch LKW mit Anhänger. Hängt also eher von Deiner Route und Fahrkunst ab als von der Gespannlaenge.

By the way:
Erstaunlich, was manche Leute meinen, alles für den Urlaub mitnehmen zu müssen, wenn dafür schon ein Womo allein nicht ausreicht ;-)
Beim ersten Absatz muß ich voll zustimmen. Man muß mit solch einem Gespann aber sehr genau auf Schilder "Lkw-Verbot" und "Sackgasse". achten. Auch Bergdörfer und Altstädte sollte man auch lieber meiden.

Zum zweiten Teil:

Die Polizei und auch die Wohnmobilbesitzer hier sind auch oft erstaunt, wie wenig Zuladung manche Wohnmobile/Wohnwagen wirklich haben.
Da darf man sich nie auf die Daten des Fahrzeugscheines verlassen und dann die rechnerische Zuladung nutzen.

Bei manchen Herstellern bezeichnet das eingetragene Leergewicht nämlich das Fahrzeuggewicht OHNE Einrichtung. Da bleiben manchmal weniger als 50 Kg Zuladung übrig.
Wer dann meint, zwei Tauchausrüstungen oder auf einem Heckträger mit wahlweise drei Fahrrädern/Surfbrettern /einen Motorroller mitnehmen zu können hat dann schon überladen.
Da mache ein Anhänger schnell Sinn.

Darum eine wichtige Regel für Wohnmobilfahrer: Fahrt möglichst vor dem Kauf auf eine Waage, schreibt das reale Leergewicht ohne/mit Wasser auf einen Merkzettel und heftet diesen an zum Fahrzeugschein und das Handbuch.
Sonst ist so eine Urlaubsfahrt schneller beendet als einem lieb ist.
 

brubowa

Neues Mitglied
Danke für die Infos. LKW mit Anhängern fahren vermutlich nicht die gleichen Strecken wie Womos, da Camping oder Stellplätze häufiger etwas abgelegen liegen. Ausserdem habe ich auf Foren/Photos keine Womos mit Anhänger gesehen. Danke für den Hinweis von Howie wegen der Zuladung. Genau dieses Problem haben wir auch. Wir können weder Fahrräder noch Roller aufladen ohne das Gesamtgewicht zu überschreiten. Darum haben wir uns für einen Anhänger entschieden. Es würde mich doch interessieren, was für Erfahrungen Womo-Fahrer mit Anhänger gemacht haben.
 

Howie

Sehr aktives Mitglied
Ich bin selbst nicht mit Womo unterwegs, habe aber schon welche mit Anhänger gesehen.
Wenn du nicht unbedingt im letzten wilden Eck Sardiniens Campieren möchtest sehe ich wenig Probleme.

Grundsätzlich hast du es als Gespann oft leichter als zb ein LKW oder ein Womo mit 9,40 m.
Du kannst im Notfall den Anhänger abkuppeln, das Fahrzeug wenden und wieder ankuppeln.
Ebenso kannst du den Anhänger notfalls vorm Campingplatz abhängen und schieben.

Leider kann dir niemand alle Orte und Campingplätze aufzählen die von dir angefahren können.
Dafür ist Sardinien mit einer Fläche vergleichbar mit Hessen einfach zu groß
und keiner von uns weiß bisher wohin du alles möchtest.

Plätze findest du auf der Insel aber genügend.
Wenn du dir bei einem Platz Sorgen machst, dann schau doch vorher einfach mal bei Streetview die Zufahrt an.
In Italien sind die Aufnahmen des Strassennetzes lückenloser als in Deutschland.

Grundsätzlich gilt: Eine "SS" ist mit einer Bundesstrasse vergleichbar. Da kommst du gut durch.
Wobei zb die SS131 meist eine Schnellstrasse (oft wie eine Autobahn) ist
und die SS125 (Orientale Sarda) eher eine "normale" Bundesstrasse mit interesannterer Aussicht.

Hier hab ich dir mal ein Beispiel rausgesucht auf was du achten mußt.
Das ist der Ortseingang von Dorgali. (Link)
Die alte SS125 ging gerade aus durch die Altstadt. Nun eine Umgehungsstrasse rechts und links an dieser vorbei.
Wenn du so ein Schild wie da rechts übersiehst hast du ein Problem.
Im übrigen gibt es auch Strassen in Ortschaften oder Städten die man nur zeitweise befahren darf.
Achte darauf, weil es da auch Kammeraüberwachung und anschließend Strafzettel gibt.
 

rocky

Aktives Mitglied
Ich fahre ungern mit dem Hänger.
Dennoch musste das schon häufiger auf Sardinien sein (9,25 m).
Außer mal, als es entgegen der Angabe, doch nicht über einen Staudamm ging.
Und einmal mitten in Tempio.
Sonst bin ich noch nicht in böse Situationen gekommen.
Notfalls hänge ich ab und rangiere per Hand.
Tausende fahren mit Wohnwagen, die länger und breiter sind und kommen auch auf den CP´s an.
 

casa sardegna

Sehr aktives Mitglied
Lass´ es mich mal so formulieren.

Als Fahrer eines PKW mit Wohnwagen am Haken (2,30 m Breit, 2,50 m hoch) mit ca. 9,5 Metern Gesamtlänge habe ich auf Sardinien bisher noch nie Probleme gehabt, einen Campingplatz anzulaufen. Darauf achtet allein schon der CP-Betreiber, er lebt schließlich davon. Dürfte dabei egal sein, ob die große Kiste die kleine zieht, wie bei Dir oder umgekehrt.

Mit dem Gespann durch die Altstadt z.B. von Alghero zu juckeln, bin ich nicht auf die Idee gekommen. Was Howie schreibt, beschreibt esdazu ganz gut. Heißt also eher, den Hänger und Womo auf dem CP zu lassen, die darauf transportierten Räder oder Roller oder sonstwas zu nutzen und damit die Städtchen zu erkunden als mit dem WoMo. Und mit WoMo am idyllischen Strand wild zu campen, dazu ist hier schon einiges geschrieben.
 

leerotor

Sehr aktives Mitglied
hallo
bin selbst mit einem Alkoven 6m und motorradanhänger unterwegs
1; fähren:
noch vor ein paar jahren konnte man mit Moby/sard Ferry problemlos vorwärts rauf und wieder runter.....
meine letzten 3 fahrten mit der Grimaldi.....nun da war auf der fähre rückwärtsrangieren gefragt:mad: mit meinem kurzen mopedanhänger so gar nicht lustig
leider kostet auch ein kleiner Anhänger so richtig Geld: d.h. für den Anhänger zahlt man soviel wie fürs womo
2; Ortsdurchfahrten: wenn es eine lkw Umfahrung gibt dann diese unbedingt nutzen!!!!! nie und nimmer versuchen in die städte reinzufahren!!!!
es gibt einige otschaften wie z.b baunei da muss man halt durch.....wenn möglich zu ruhigen Zeiten d.h. zur Siesta so zw 13.30- ca 15.00 und wieder ab 22.00-5.00
auf ganz sadinien gibt es linienbusverkehr(blaue arst-busse) ,das sind die einzigen Fahrer auf der ganzen Insel die wirklich fahren können :)und nicht im rallyestil die ganze Fahrbahn nutzen. leider sind das auch die einzigen die falle einer begegung an einer(zugeparkten) innerörtlichen engstelle nicht zurücksetzen.(die pkw Fahrer tun das nach einem ausführlichem hupen und lautstarkem palaver letzttendlich dann doch.
also wenn möglich am Ortseingang auf einen dieser artsbusse warten und dann hinterher.
Ortsdurchfahrten zu den Geschäftszeiten sind oft gnadenlos zugeparkt(die Halteverbotsschilder gelten als Dekoration) erst mal in ruhe anwarten, wenn sich eine lange schlange hinter dir angesammelt hat, dann kommt auch irendwann mal die parksünderin und mit einem freundlichen winken geht's dann weiter.

Achtung Balkone etc nicht überall ist der Luftraum entsprechend freigehalten Markisen etc können da schon mal "demontiert" werden.


3.strassen zustand ausserhalb der Ortschaften eigentlich sehr gut(auf vielbefahrenen "Rennstrecken" in den letzten jahren zunehmend schlechter also langsam und nicht mit hurra über die Sprungschanzen hinweg)

4 campingplätze die schatten anbieten...….haben dann auch schon mal äste

5 wanderparkplätze, strandzufahrten, sind mit dem ganzen fuhrwerk schon mal unereichbar(im Gegenteil fast alle wanderführer waren scheinbar mit einem allrad Panda unterwegs......dafür habe ich meine Enduro auf dem hänger dabei.

6 wenden: wenn ein Kreisverkehr in Reichweite dann diesen nehmen(eine Ehrenrunde auf diesem "entsorgt"
auch die quengelomaten hinter einem). manchmal hilft auch nur abkoppeln (d.h. ein Stützrad für den Anhänger sollte immer griffbereit sein. bei einem kurzen Anhänger dieses Stützrad während der fahrt demontieren um eine Beschädigung während der fahrt(aufsetzen) zu vermeiden .

7 alle womoführer vorsorglich verbrennen(anzünden des grillfeuers) diese herren haben eine scheinbar sadistische Freude daran ihre kunden in die haarigsten Situationen hineinzuführen. das gilt insbesondere für den schulz aber auch "der beste führer von allen" ist z.b. im falle von aggius nicht in der lage die Umfahrung anzugeben.
mfg felix
 

Jens der Erste

Neues Mitglied
Weiß gar nicht was ihr für Probleme habt, mein Gespann ist 13,10m. 7,50m Wohnmobil und 5,60m Kofferanhänger. Bin bis jetzt überall hingekommen und auch wieder zurück. Natürlich fährt man nicht da rein wo nur ein Panda oder Ape reinfährt. Ansonsten immer entspannt bleiben, den Verkehr beobachten und los geht's.
 
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