Weniger Urlauber?
Ist doch schön, dass die armen "Deppen", die nicht kochen können, Kochbücher kaufen, um es zu lernen. Der Jamie schafft es, mit einfachen Rezepten den Deppen das Kochen näher zu bringen und nebenbei auch noch herrliche Geschmacksrichtungen aus anderen Ländern zu kreieren.

Das englische Essen ist, wie England selbst, multi-kulti geworden. Nirgendwo in Europa isst man so gut asiatisch wie in England, es gibt neben der traditionellen Küche tolle internationale, auch italienische Restaurants. Tja, die kulinarische Szene in England hat sich längst total gewandelt, nur bei Leuten, die den Wandel nicht mitgekriegt haben, hält sich das Vorurteil unverändert.

Im übrigen teile ich die Meinung von Sardinienfans über die französische Küche. Früher sind wir oft über die Grenze ins Elsass gefahren, eigens um dort gut zu essen. Da war für uns ein Steak und Fritten was Besonderes. Heute gibt es immer noch Steaks und Fritten, na ja, wir fahren zum essen nicht mehr hin.

Gruß
Georgie
 
Ist ja auch ein Grund, weshalb Jamie Oliver so einen großen Erfolg hat: alle Deppen, die nicht kochen können, kaufen seine Bücher und Hefte. Nicht wegen der raffinierten Rezepte, nein! Sondern eben weil sie nicht kochen können (der gemeine Engländer schon gar nicht). Seine größten Erfolge hat er ja auch nachweislich mit adaptierter und "aufgejamieter" Italo-Küche...

Sodele, hiermit haben wir den Beweiss. Ich bin ein Depp...!! Endlich sagts mir mal jemand;)

Viele Grüssle, Mario!
 
Jedenfalls kommen wg. der Küche nicht weniger Urlauber nach Sardinien!
Gerage in RAI News:
In diesem Jahr machen gut 29 % der Italiener keinen Urlaub;)
In anderen Quellen (L'Unione Sarda) ist gut 60 % die Rede:mad:
 
über beide Küchen kann man sich stundenlang auslassen.
Die Italiener haben in der Renaissance den Franzosen das Essen beigebracht, in dem sie ihre Küche mit einer Hochzeit dorthin brachten. Mit der Barockmusik war es später ähnlich, ein Italiener kreierte für Ludwig 14 die franz. Barockmusik.
Dennoch muss man neidlos anerkennen, was die Franzosen aus ihrer Küche über die Jahrhunderte gemacht haben. Die Küchensprache ist nun mal französisch und gehobene ital. Lokale adaptieren schon gewisse franz. Methoden. Diese Küche ist absolut vielfältiger als die Italienische, allein die Käsevielfalt, Fische und Meeresfrüchte aus kälteren Gewässern, wie dem Atlantik können die Italiener nicht bieten, Geflügel aller Arten und Milchprodukte sind von nie erreichbarer Qualität.
Genauso gibt es natürlich italienische Produkte, die die französischen übertreffen. Was macht man also: sie miteinander kombinieren. so wie das im 18. Jahrhundert deutsche Musiker mit den Stilen machten, bringen heute deutsche Köche das Ganze auf die Spitze.
Wichtig finde ich, eine zeitgemäße Küche, wo sich niemand auf Rezepten seiner Mutter oder gar Großmutter ausruht. Leider gibt es in beiden Ländern viel zu viele Restaurants, die sich diese Mühe nicht machen und seit 50 Jahren immer den gleichen Kram kochen.
Wegen schlechter Küche kommen bestimmt nicht weniger nach Sardinien, das sehe ich auch so, denn selbst durchschnittliche Kost ist immer noch um längen schmackhafter, als in manch anderen Mittelmeer Region.

chefkoch
 
Als Sarde auf Korsika Urlaub machen? Na ja, es fahren ja auch deutsche nach Holland ;)
Insgesamt sehen wir es ähnlich wie die meisten hier, die Fähren sind zu teuer, die Preisvorstellungen einiger Vermieter eher Wunschvorstellungen und die vorherschende Meinung ist "habe ich 50% weniger Gäste muß ich logischerweise die Preise verdoppeln".
In unseren Augen braucht die Insel einen gewaltigen Preiseinbruch um dann "wieder von vorne" anfangen zu können.
Im übrigen kann ich aber auch DIE Vermieter verstehen die sich weigern die Preise zu senken und das damit begründen das sie damit ja nur die Preispolitik der Fährlinien unterstützen würden,
Ich würde wahrscheinlich auch nicht einen Cent runtergehen nur weil ein Gast 1000€ für die Fähre bezahlen muß... Dann bieten wir unseren Gästen lieber an sie vom Flughafen abzuholen und auch gerne einen Leihwagen zu organisieren....
Ich befürchte das dieses Jahr viele ihren Betrieb einstellen werden, möglicherweise hat das dann sogar einen positiven Nebeneffekt: Auch Wohnungen die das ganze jahr vermietet werden (und das sind nicht viele!) werden dann möglicherweise preiswerter...
So ganz nebenbei: Ich suche gerade eine Wohnung in Posada oder La Caletta für uns. Bevorzugt das ganze Jahr, auch gerne mit der Option das Haus später zu kaufen.
Kamin oder (Pellet-)Ofen wäre gut...

Weiß wer was?

ciao,
Thorsten
 
Lieber Dolce,

ich hab' Dich ja schrecklich gern - aber hier gehen unsere Meinungen und Gaumen einfach diametral entgegen mit Deiner Aussage: "Ja Tom, die Franzosen (und Korsen) kochen nunmal deutlich besser als die Italiener (und Sarden)".

Wenn dem so wäre, füllten sich in Deutschland die französischen Restaurants von Traunstein bis nach Emden und von Saarluois bis in die Uckermark - dem ist aber nicht so. Begreifen die Deutschen etwa die tolle französische Küche trotz der langanhaltenden Freundschaft nicht oder haben die Franzosen nur ein schlechtes Marketing und eine sperrige Sprache, die mir Normalsterblichen den Zugang zu ihrer Küche verwehrt ?

Da ich von Natur aus ein neugieriger Typ bin, wollte ich es wissen und habe privat- als auch berufsbedingt Frankreich kreuz und quer besucht, Einheimische gefragt, Bücher zur Hand genommen, selbst im Blindgang auf Karten getippt, mir angeschaut wo die Franzosen essen, in Küchen strawanzt und Leute Löcher in den Bauch gefragt. Mein Fazit ist und bleibt: "Die französische Küche ist gut, aber emotionslos und bisweilen entsetzlich fad, so daß ich entnervt seit Jahren in Frankreich zum Libanesen, Ägypter, Marokkaner, Eriträer usw. denn zum Franzosen essen gehe.

Um's ganz profan zu sagen: Wenn ich in einem 5 Sterne Lokal ein Stück Brot nehme, damit ich das Sößchen mit dem Brotfetzen so lange aufsauge, meine Synapsen Durchdrehen und ich mir dabei vorsumme: "I believe I can fly, I believe I can touch the sky" und anschließend in die Küche gehe, damit ich dem Koch persönlich die Hand gebe, weils mir einfach nur saugut geschmeckt hat und ich abends im Bett liege und das Essen Revue passiere, dann war's echt wirklich gut und ich schlafe mit einem Grinsen ein und streich mir aufs Bauchilein vor lauter Wohlsein.

Das ist mir in Frankreich und auch in Korsika noch nie passiert - in Italien aber oft und auch in Sardinien öfters.

Es gibt auch in Deutschland eine tolle regionale Küche und wer schon mal in Rheinhessen essen war, kann das bestätigen. Es ist vor allem eine sehr lebendige, experimentierfreudige, bodenständige Kochkunst und ich rege mich immer wieder darüber auf, wenn Italiener bestenfalls von der deutschen Küche: "Wurstel e Crauti" kennen und sonst nix.

Dat nächste Mal lieber Dolce, gehen wir im September zu Angelo und Arcangela (dem Engel und dem Erzengel) nach San' Antonio in deren Laden. Da setzt Du Dich einfach hin und kostest jeden Teller mit dem von ihnen vorgeschlagenen Wein und erlebst zum ersten Mal was ich mein :)oder nach Abbiadori ins "Belvedere": einfach sen-sa-tio-nell ! Selbst "Elia" in Cannigione zaubert in seinem Kabuff bessere Dinge, als ich sie in Paris auf Sacre Couer jemals gegessen hab.

I believe I can fly, I believe I can touch the sky....*träller*

Just my friggen one and a half cents.

Marcolino
 
...und auf Sardinien wird man wenigstens SATT - in Frankreich - sorry - nicht.
Ich als "Vielfraß" hab dann auch lieber mal ein ordentliches Spanferkel, mit den traumhaften, sonnengetrockneten und Schafskäsecreme bestrichenen Tomaten oder mit Schafsricotta gefüllte Tomaten oder - verdammt ich kriege Hunger...

Das Essen hier ist vielleicht bodenständig und "einfach" aber es ist ehrlich und nicht "designed" (und auch nicht phantasielos...)

Ich bleib dabei - Das Essen hier ist "spitze" und in Frankreich (gerade in Paris) hab ich immer das Gefühl gehabt der Kellner kommt gleich im "Tütü" (oder wie heißt das Ding?) vorbeigeschwebt und erklärt mir, das ich das Croissant nur mit zwei Fingern anfassen darf - obwohl - ich spreche nicht akzentfrei französisch und von daher ist die Gefahr des angesprochenwerdens ind Frankreich ohnehn gering... Im Gegensatz zu Sardinien, hier radebreche ich mit meinem desaströsen italienisch auch noch in dem kleinsten Bergdorf mit dem Bauern ohne blöd angeschaut zu werden...

Für mich zählt der Gesamteindruck, Sieger nach Punkten ist damit - wiedermal - SARDINIEN
 
Hallo Sandokan

Gibt es den Wein bei Elia in Cannigione immer noch in Plastikbechern? Für mich eine etwas merkwürdige Interpretation der "einfachen Italienischen Küche". Schade eigentlich um das sehr gute Essen, dass dort serviert wird.
Gruss Sardinienfans
 
Ist diese Fress-"Diskussion" nicht etwas albern. Die Qualität der zu vermuteten Restaurants war für mich noch nie das
entscheidende Kriterium bei der Wahl zwischen Frankreich, Italien-Nord -Mitte oder Sardinien, Österreich,
USA, Deutschland.. Übrigens auch für manche Diskutanten nicht, die es 17 mal nach Sardinien verschlagen hat,
obwohl es doch woanders so viel besser schmeckt.
 
Hi Bootsmax,

natürlich hast du recht. Wenn das Essen hier sooooo schlecht ist, warum kommt man dann wieder?

Es gibt natürlich noch immer die kulinarischen Kulttempel von Mc Donalds (haben wir hier jetzt eigentlich zwei oder drei?)
Dann muß man sich halt in deren Umfeld aufhalten um sich venünftig ernähren zu können ;)

Wie es denn auch sei, jeder hat seine Vorlieben und um einfach mal wieder den Dreh zum eigentlichen Thema zu finden:
In meinen Augen kommt nicht ein Gast WENIGER wegen des Essens. Ganz im Gegenteil, viele kommen auch und gerade wegen des Essens hierher
 
Ein sehr interessanter Thread für einen der ab 19.8-9.9 in Sardinien weilen möchte . . . vielleicht doch auf "Teufel komm raus" einfach so hinfahren ? Könnte klappen, wenn es tatsächlich einen derartigen Besucherrückgang gegeben hat/gibt ?
 
Da nach Ferragosto (15.08.) im allgemeinen die Abreisewelle einsetzt kann das funktionieren. Aber Achtung!
Unserer Beobachtung nach fehlen dieses Jahr vor allem die Festlandsitaliener! Das deckt sich auch mit Agenturmeldungen,
das etwa 30% der Italiener dieses Jahr keinen Urlaub machen b.z.w. nicht wegfahren.
Die anderen machen eben vielfach keinen Urlaub auf den Inseln weil die Fähren so teuer sind.
Ich persönlich rechne also mit einer "gemäßigten" Abreisewelle.
Nichts desto trotz wirst du etwas finden, mach dich aber trotzdem auch "normale" Preise gefaßt...
 
Servus Leute, das Essen ist selbstverständlich in Bayern am Besten......

Aber lasst mich da mal kurz einhaken, der P1 ist als frankophil bekannt und hört französisch 10 mal lieber als italienisch, dennoch kann er die Aussage von Dolce nicht so stehen lassen.
die Franzosen (und Korsen) kochen nunmal deutlich besser als die Italiener (und Sarden).
Franzosen in der Küche mit Korsen gleichzusetzen ist schon ein starkes Stück. Gemeinhin kennt man mich hier auch als Liebhaber der Nachbarinsel Korsika und desshalb dürfte es glaubwürdig sein, wenn ich hier behaupte die Küche auf Sardinien ist um einiges vielseitiger und phantasiereicher als auf Korsika, klar gibt es da auch sehr gute Restaurants, nur kochen die nicht korsisch. Es gibt einige Gerichte, die ich sehr gerne esse auf Korsika, z.B. tarte-au-brocciu ein Kuchen mit Ricotta, oder geschmorte Lämmer und Zicklein, schmecken ähnlich wie auf Sardinien, Kalbfleisch von der Insel Korsika, ganz großer Bahnhof, aber die ganze Vielfalt der Pasta fehlt einfach, Pecorino, ja Leute wo auf der Welt gibt es so einen grandiosen Käse wie auf Sardinien, der Pecorino Roma kann dem nicht das Wasser reichen, obwohl die Milch oft von der Insel kommt, auf Korsika gibt es einen Tomme de Brebis, im Prinzip das gleiche wie der Pecorino, auch sehr gut, wenn man den richtigen Erzeuger findet, der Cafe, klare Sache, der Punkt geht nach Sardinien.
Kulinarisch hat Sardinien gegenüber Korsika die Nase vorn.
So und jetzt, was ziehe ich für eine Küche vor, französisch oder italienisch?????
Ich kann es nicht sagen Leute, echt nicht, von der Sterneküche bis hin zu den kleinen Wirtschaften in denen ehrlich und gut gekocht wird, ich drehe die Hand zwischen den beiden Küchen nicht um, es ist einfach wunderbar sich verwöhnen zu lassen ob nun in einem italienischem Restaurant oder in einem französischem, ich freue mich immer wenn ich eine gelungene Interpretation auf dem Teller habe.

Aber was is nu mit den Touris kommen weniger, oder nicht, ich komme und freue mich aufs Essen und Trinken.

Grüße vom Hans
 
Aber was is nu mit den Touris kommen weniger, oder nicht, ich komme und freue mich aufs Essen und Trinken.

Grüße vom Hans

Ciao Hans,

meine Freundin ist gerade aus Bari Sardo zurückgekommen und berichtete, dass nur sehr wenig los gewesen sei. Massenhaft Platz an den Stränden, keine überfüllten Restaurants und supertolles Essen in dem Agriturismo unterhalb der Straße zwischen Bari Sardo und Tortoli!!! Leider weiß ich den Namen nicht, aber es soll absolut Spitze gewesen sein!

@ Alle:

Bezüglich der Essensdiskussion Italienisch/Sardisch - Französisch/Korsisch: Man kann diese 2 / 4 unterschiedlichen Küchen m. E. einfach nicht vergleichen. Jede ist für sich sehr gut und hat ihre ganz eigenen Besonderheiten.

Dass man in Paris an Sacré Coeur geneppt wird, dürfte jedem halbwegs bewanderten Frankreich-Touri klar sein, oder? Da sollte man sich dann bei Einheimischen informieren, wohin die zum Essen gehen. Genauso wie man auch in Rom genau wissen sollte, welche Etablissements man besser meiden sollte.

Früher sind wir oft über die Grenze ins Elsass gefahren, eigens um dort gut zu essen. Da war für uns ein Steak und Fritten was Besonderes. Heute gibt es immer noch Steaks und Fritten, na ja, wir fahren zum essen nicht mehr hin.

Gruß
Georgie

Das kann ich fast ausnahmslos unterschreiben, Georgie. Uns geht es nicht anders. Die Restaurantpreise im benachbarten Elsaß sind mittlerweile exorbitant gestiegen, nur das Essen ist nicht im selben Maße besser oder höherwertiger geworden. Und das haben sogar die Franzosen schon gemerkt. Denn weißt du, wohin die am Wochenende essen gehen? .... ins benachbarte Saarland (zu den ausgewanderten französischen Köchen, oder auch mal zu den wirklich guten Italienern und Sarden!)!

LG - Barbara ;)
 
Wenn weniger Urlauber kommen ist es ja sicher für diejenigen schlecht die mit Tourismus ihr Geld verdienen..:confused: aber für den Urlauber der kommt ist es sicher schön wenn die Strände usw nicht so überfüllt sind wie man es eigentlich um diese Jahrezeit gewohnt ist !!!!
Ist das wirklich soooo ??? wie siehts?s in San Teodoro aus da ist ja um den 15.August Feiertag der Teufel los....wie sind denn da die Prognosen...& der Cinta Strand nicht so voll wäre ja wohl traumhaft....:)
Im übrigen freue ich mich schon sehr auf die sardische bzw. italienische Küche die wie ich finde auf Sardinien sehr gut ist !!!:p naturlich von mir aus gesehen.....
Viele Grüsse ela
 
Die Kommune Budoni hatte Anfang August 2011 (war wohl etwas spät!) alle Betroffenen zu einem Tourismus-"Krisengipfel" geladen. Es wurde nur eine Idee geboren: Eine "Budoni-Card", mit der man in den Hotels, Restaurants, Geschäften usw. Rabatt bekommen sollte u. ausserdem mit Shuttle-Bussen umsonst zum Strand hätte fahren können. Nichts davon ist bis heute realisiert worden :D
Interessant war aber, wie der Touristenrückgang gemessen wurde: An der Quantität des angefallenen Mülls im Vergleich zum Vorjahr:)

Günther
 
Ein Freund von uns vermietet im Raum La Caletta, Posada, Budoni Ferienwohnungen. Er sprach von einem Buchungsrückgang im vergangenen Jahr von ca. 40%, in diesem Jahr von ca. 60%. Vielleicht ist der Müll doch nicht der richtige Bewertungsmaßstab???
Den Buchungsrückgang verzeichnet er besonders unter den ital. Urlaubern, die Zahl der deutschen ist schon vor ca. 4 Jahren etwas zurückgegangen, seitdem aber stabil.
 
Sardinien war für mich viele Jahre eine der schönsten Inseln im Mittelmeer.
Zumindest was die Natur und das Meer angingen wenn man sich an den Müll in der Landschaft gewohnt hatte.

Die Unterkünfte hatten schon immer eine Mischung aus Ritz-Hotel Paris und Sperrmüll.
Die Preise waren nach dem Ritz ausgerichtet, die Einrichtung nach Sperrmüll.

Diese Erfahrung hatte aber was Gutes. Ich kaufte mir ein Wohnmobil.

Und damit war auch das 2. Problem erledigt. Die Küche.

Wenn man auf den Märkten in Sardinien etwas schaut gibt’s da die leckersten Sachen der Welt. Von der Salami, Käse, Schinken bis Vongole, Muräne, Spada usw. Bei den Metzgern die besten Lammstücke, T-Bone, Kaninchen, Wachteln, Schweinefleisch von den Freilaufsuckeln.

Eigentlich mit der besten Küche der Welt.

Die Ernüchterung kommt dann im Restaurant.

Man kommt in der Nachsaison. Mittags auch noch. Niemand da, man hat das Gefühl man stört.
Tut man auch, aber mein Geld will man schon. Und das reichlich.
Alte aufgewärmte Antipasta. Vongole mit Sand. Durchgeschmorte kalte T-Bone. Ledersteak. Man hat oft das Gefühl man bekommt das was die Schweine nicht gefressen haben.

Bei den Preisen sind wir wieder im Ritz.

Aber man hatte es nicht nötig.

Ferragosto, jeder Festland-Italiener stürmte die Insel zu jedem Preis. Vermutlich mancher Hund musste seine Hütte räumen um sie als Zimmer zu vermieten.

Viele Leute verdienten ihr Jahreseinkommen in dieser Zeit.

Es begann dann die Zeit der Billigflieger.
Es war zu überlegen ob man nicht billiger flog und sich einen Leihwagen nahm wie Autostrada und Fähre.

Aber wenn man sowieso flog, warum in das teure Sardinien?

Für mich war Ende, als 2010 die Fährpreise verdreifacht wurden.

Und ich stellte fest, mein Horizont war viel zu viel auf Sardinien ausgerichtet.
Und wie singt Udo, ,hinterm Horizont geht’s weiter“

Die Fähre nach Igoumenitsa kostete genau den halben Preis und öffnete mir das Tor für Griechenland, Türkei. Nicht nur Traum Länder. Sondern mit gemütlichen Restaurants am Meer, lecker Essen und 2 Personen mit 1 Liter Wein gehen um die 25.-€ raus. Traum Strände sind normal.

Jetzt hat es etwas politischen Trubel dort. Aber der geht rum. Nun wird Sardinien, meine frühere Trauminsel, zum Lückenbüßer. Mit üblichem Ärger wie Fähren, Stellplatz, Restaurants. Aber so ist Sardinien und liebt man Sardinien.

Nichts für ungut an die Ausnahmen. Meist deutsche Vermieter die sich Mühe geben.
 
Ochja..., du klingst jetzt schon sehr gefrustet, was mir leid für dich tut.

Ich habe die Erfahrung gemacht, wenn man etwas weniger "deutsch" an die Sache heran geht und die Dinge einfach auch so akzeptiert wie sie in südlichen Ländern eben sind, dann verliert sich der ein oder andere Mangel von allein. Und weil ich im Urlaub eines nicht leiden kann, nämlich zu sparen, überraschen mich auch zu hohe Preise schon lange nicht mehr. Aber ok, das ist natürlich auch eine Frage des Budgets. Ich plane es halt einfach von vorneherein mit ein.


einkalkulierte Grüße
solo7... der auch griechische Tavernen kennt, die man nicht 2x besuchen muss
 
EUMEL,
Deine Daten zur Region Budoni usw. decken sich mit meinen aus den Medien u. meinen Eindrücken u. Erfahrungen.

Trotzdem ist die "Müll-Statistik" interessant, denn da werden im Endeffekt über die Menge ALLE erfasst (denn alle produzieren Müll, besondern hier auf der Insel), auch die Touristen, welche mangels Alternativen ihren Abfall am Straßenrand "illegal" in die großen Behälter werfen, u. egal auf welchem Weg sie nach Sardinien gekommen u. gezählt worden sind oder wo u. wie sie gewohnt haben.

Günther

P.S.: solo7, unsere Gäste waren gestern im unter "Essen & Trinken" erwähnten TraSicca u. mehr als begeistert. Warum sollten die also beim nächsten Mal nach Korsika (Beispiel) abwandern?
 
Ochja..., du klingst jetzt schon sehr gefrustet, was mir leid für dich tut.

Und weil ich im Urlaub eines nicht leiden kann, nämlich zu sparen, überraschen mich auch zu hohe Preise schon lange nicht mehr. Aber ok, das ist natürlich auch eine Frage des Budgets. Ich plane es halt einfach von vorneherein mit ein.


einkalkulierte Grüße
solo7... der auch griechische Tavernen kennt, die man nicht 2x besuchen muss

Ja du bist das perfekte Ofper. Der Lieblingstourist. In der Regel hinten und vorne keine Kohle aber im Urlaub der große Max. Auch wenn man über den Tisch gezogen wird.

Ich weiß vorher was das Essen im Restaurant kostet, wenn ich nach S. fahre, habe ich auch den Festpreis für die Rückfahrt.
Trotz fast unendlichen Budget lasse ich mich nicht über den Tisch ziehen. Obwohl ich min. 6 Monate im Jahr auf Reisen bin

So wie der Wirth meine guten""""" € will, will ich eine Gegenleistung.

Und wenn mir S. zu blöde wird, geht es halt nach Namibia oder Florida.




, unsere Gäste waren gestern im unter "Essen & Trinken" erwähnten TraSicca u. mehr als begeistert. Warum sollten die also beim nächsten Mal nach Korsika (Beispiel) abwandern?


Richtig, wenn nicht irgend etwas dazwischen kommt wie freche Flugpreise/Fähren.
Meine Einstellung, wo es schön ist soll man bleiben, oft kommt nichts Besseres nach.
Noch dazu wenn man gut Bemuttert wird. Auch wenn es der Vater ist.





unsere Gäste

?


Das muss man großschreiben. UNSERE
Nicht ein unangenehmes Pack, ungewunschene Gäste die nur 3 Tage bleiben wollen.
Man kümmert sich um sie. Und das ist die Erfolgsgarantie.



 
Hallo,

wenn man seit dreißig Jahren regelmäßig auf der Insel ist, u. seit einigen Jahren hier lebt, u. mit einer Sardin verheiratet ist, dann
  • verliert man den touristischen Blick durch die rosarote Brille. Das ist überall so, wenn man sensibel ist.
  • Auf der anderen Seite treten die Besonderheiten u. Vorzüge ins Bewusstsein. Und das ist - habe ich früher immer gehasst - "Familie". Oft nervig bis zum geht nicht mehr, aber dann auch solidarisch bis zum geht nicht mehr. Und das gilt für das ganze Dorf!!!
Und unsren Stammgästen versuchen wir diese "Mentalität" hier mitzuteilen, aber die meisten (schon z.t. seit 25 J.) wissen das von alleine. Erfahren das schon im Dorfladen oder in der Bar, oder wenn sie zum Arzt müssen.
Günther
 
Ja du bist das perfekte Ofper. Der Lieblingstourist. In der Regel hinten und vorne keine Kohle aber im Urlaub der große Max. Auch wenn man über den Tisch gezogen wird.

Ich weiß vorher was das Essen im Restaurant kostet, wenn ich nach S. fahre, habe ich auch den Festpreis für die Rückfahrt.
Trotz fast unendlichen Budget lasse ich mich nicht über den Tisch ziehen. Obwohl ich min. 6 Monate im Jahr auf Reisen bin

So wie der Wirth meine guten""""" € will, will ich eine Gegenleistung.

Und wenn mir S. zu blöde wird, geht es halt nach Namibia oder Florida.

Du bist lustig. Ich sehe mich eigentlich nicht als Opfer. Aber ich bin lieber großzügig als knauserig.
Wenn ich ein Restaurant betrete, egal ob im Urlaub oder zu Hause, dann kann ich einschätzen, ob mich das Essen 20, 50 oder 100 Euro kosten wird. Deshalb schaue ich auf der Speisekarte zuerst auf das, was man mir und meiner Begleitung anbietet und auf was ich Appetit habe und nicht auf den Preis.


entspannte Grüße
solo7... der Taschenrechner unterm Tisch unromantisch findet und das Zusammenrechenn dem Wirt (ohne h) überlässt.
 
Ja, ihr habt recht...... und zwar alle

Es gibt sie, die Abzockrestaurants mit schlechtem Essen und unfreundlichen Kellnern, und es gibt Ferienwohnungen voller Sperrmüll an einer Hauptstrasse neben einer Müllsammelstelle für 2500,00 Euro die Woche im August.

Und es stimmt, Sardinien ist nicht billig. Ich will auch nicht billig.
Als Tourist wünsche ich mir nachvollziehbare Preise. Ich wünsche mir Essen, was gut schmeckt und was das Geld wert ist, das ich bezahle (gemessen am deutschen Preisniveau), serviert von einem Kellner, der trotz Hitze und Stress seinen Job gerne macht, das ganze am liebsten auf einer schönen Terrasse mit Meerblick. Solche Restaurants gibt es !

Ich wünsche mir eine gepflegte Unterkunft, die meinem persönlichen Einrichtungsgeschmack nicht unbedingt entsprechen muss, aber mit Möbeln, die nicht auseinanderfallen, das ganze in angenehmer Lage und bezahlbar.
Und auch das gibt es !

Ja, die Sarden (Kommunen, einige Gastronomen und Vermieter) können mehr für ihre Gäste tun. Die Flaute sorgt vielleicht dafür, dass sich die Spreu vom Weizen trennt. Hoffentlich !

Ich liebe Sardinien trotz aller Schwächen. Und ich habe bislang Glück gehabt mit der Auswahl der Restaurants und des Ferienhauses
( danke an das Forum !!!). Ich war vor Sardinien schon in fast allen Ecken Europas, seit Sardinien möchte ich nirgendwo anders mehr hin.
Vielleicht habe ich ja diese rosarote Brille auf, aber alles nur schwarz sehen ist auch nicht richtig.
 
Andiha,

Du hast total recht! Ich begreife die Flaute als Chance.
Und Sardinien ist (abgesehen von den momentanen Flug- u. Fährpreisen) nicht teurer als der Westerwald ... wenn Du für Dich (& die Familie o.ä.) kochen kannst.
Mit "rosarote Brille" meinte ich u.a. meine vor 30 J., aber der Blick wird dann später ja nicht schwarz, sondern differenzierter.
 
Hallo Sardinienfans,

yupp. Ist leider immer noch so und ich habe mich wie alle anderen auch zu Beginn maßlos darüber geärgert. Wenn man allerdings mal deren Küche besichtigt hat, fragt man sich, wie man in diesem mikroskopisch kleinen Kosmos überhaupt kochen und so zaubern kan nund es wird einem auch ganz ganz schnell klar, daß dort aus Gründen des Zeit-Raum-Kontinuums kein Platz für Geschirr, geschweige denn eine Spülmaschine oder zusätzliches Personal hat.

Wenn Du Elia ein wenig ärgern möchtest, fragst Du ihn einfach mal nach einem Espresso, zumal es dort noch nicht mal mehr Platz für eine Kaffeemaschine hat.

In Anbetracht der Millionen Tonnen Müll die eine McDonald Corporation tagtäglich produziert ein verzeihlicher Fehler, lasse meine Korinthen zuhause, schließe die Äuglein und genieße die Küche.

Marco
 
verliert man den touristischen Blick durch die rosarote Brille. Das ist überall so, wenn man sensibel ist.
Du verlierst den Blick durch die rosarote Brille in Sardinien. Aber da bleibt noch genug über.

Wer in letzter Zeit den Absprung in Deutschland nicht geschaft hat den hilft keine r. Brille mehr.
Der haftet mit seinem Eigentum für den letzten Griechen, den französischen Rentner mit 55 Jahren und für alle Länder von Portugal über Spanien bis Estland. Demnächst mit Zwangsanleihen und Besteuerung auf ein Eigentum ab 15.000.-€. Da ist der Spass garantiert. Zumindest für den, der nicht in Deutschland mehr leben muss.
Ich verkaufe zur Zeit meine Rest- Immobilien in D. an Deutsche die der irrigen Meinung sind damit sind sie aus dem Schneider,ihr Geld gut angelegt.
Das wird ihnen der Staat schon zeigen.

Aber was solls.
Lasse es dir weiterhin gut gehen.
 
Hallo Su Corvo,

das war ein Scherz, oder misst die Comune Budoni ernsthaft das Touristenaufkommen an der Quantität des Mülls?????
 
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