Wasser knapp - Stauseen unter 50% - Dürre-Notstand droht
Solange es Abbanoa gibt, solange wird über Abbanoa geschimpft. Was für mich als Kunde bleibt, ist die Herrschaft über meine Verbräuche und Kosten zu behalten. Dabei hilft die App wenig, anders als bei der Enel App, wo ich meine Verbräuche sogar stundengenau verfolgen kann. Außerdem wähle ich als Bezahlart nicht Abbuchung, sondern Einzelüberweisung.
 
Abbanoa, Wasserverluste + marodes Wassernetz

siehe hierzu auch:

wie das Dilemma mit Abbanoa bzw. mit einer Neuausschreibung weitergeht, ist mir im Moment unbekannt.

Fakt ist, daß Abbanoa eigentlich einen Konzessionsvertrag bis 2028 gehabt hätte, aber aufgrund gewaltiger Rettungszahlungen im Jahr 2012/2013 was u.a. auch der Zustimmung der EU bedurfte und insofern auch zu einer "Gewährung von der Europäischen Kommission genehmigten Rettungs- und Umstrukturierungsbeihilfe führte". Nur dadurch wurde Abbanoa letztendlich vor der Pleite gerettet.

Um der öffentlichen Rettungsaktion, die den Markt zu verzerren drohte, das OK zu geben, hatte die EU jedoch Bedingungen gestellt: unter anderem ein Konzessionsende, das bereits 2025 ausläuft, und die Verpflichtung, im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung einen 'neuen' (?) "WASSERMANAGER" (Versorger) für die Zeit danach zu finden.

Aufgrund dieser Rettungszahlungen und der Herabsetzung des ursprünglichen Konzessionsvertrag auf Ende 2025 ist dieser m.E. eigentlich abgelaufen. Wie das jetzt weitergeht oder ob bereits Ausschreibungen stattgefunden haben oder ob schlimmstenfalls bestehende Verträge und/oder Vereinbarungen wieder revidiert wurden?

All das entzieht sich z.Zt. meiner Kenntnis. Weiß jemand mehr?
 
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Die Region will auch für die Jahre 2026-2028 Abbanoa als Kontraktor behalten.

 
@CarloK

irgendwie habe ich diesen Allerweltsschwachsinn, den die Todde da von sich gegeben hat, völlig übersehen und nicht mitbekommen.

wie z.B.
"das Vorgehen Abbanoas zu verstärken, das bereits erhebliche Fortschritte verzeichnet. Insbesondere: bei der Bewältigung des Dürrenotstands in den Gebieten Nurra und Baronia, dank rechtzeitiger Interventionen und einer ständigen Zusammenarbeit mit den Bürgermeistern der betroffenen Gebiete; bei der internen Reorganisation des Unternehmens, ausgerichtet auf eine modernere Struktur, effizient und in der Lage, besser auf die Bedürfnisse des Dienstes zu reagieren; bei der Stärkung der Kommunikation mit den Bürgern, mit kontinuierlichen Aktualisierungen in Bezug auf Arbeit, Unterbrechungen und Wiederherstellungsmaßnahmen ".

"Abbanoa hat auch einen Weg der Reinternalisierung strategischer Fähigkeiten eingeschlagen, mit dem Ziel, den gesamten Wasserkreislauf, von der Sammlung bis zur Reinigung, im Einklang mit der Natur und als hauseigenes Unternehmen, vollständig und autonom zu verwalten." ????????????????????????

Nix haben die geschafft, außer das sie mit den Bürgermeistern um Torpe Tankwagen für die Wasserversorgung organisiert haben und zeitweilig gezwungen waren, sogar die Wasserversorgung abzusperren bzw. völlig einzustellen. Dann haben sie nach monatelanger absoluter Durststrecke soviel Masseltow gehabt, daß es im November und Dezember reichlich geregnet hat und allein hierdurch die Stauseen langsam wieder voll liefern.

Gerade letzteres ist nicht wirklich ein besonderes Verdienst von Abbanoa oder haben die etwa sogar schon ne Telefonleitung zu Petrus?
 
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Also ... Hier in Der Gegend Sorso/Porto Torres/Castelsardo bis rein nachTissi/Ossi war die Wasserversorgung den ganzen Sommer immer wieder, d.h fast wöchentlich, unterbrochen. Manchmal ein paar h, manchmal tageweise. Bis jetzt Anfang November, da wurde das Wasser komplett abgedreht. Der Ausreden waren viele. Es war eine wirkliche Quälerei und für uns persönlich nur deshalb tragbar, weil wir über eine Notversorgung mit Brunnen und Zisterne mit Hausanschluss verfügen. Ich mag mir nicht ausmalen,wie viele Familien in den Orten darunter gelitten haben. Ich find ja die Idee von Georgie gut, einfach mal für Dezember als komplette Gemeine nicht zu zahlen!
 
Hierzu muß bzw. sollte man wissen, wer eigentlich der Eigentümer von Abbanoa ist.
70,94 % die Region Sardinien und 30 % die Gemeinden.


Als ob ne öffentlich rechtliche Institution unbedingt ein Garant dafür ist, daß Wasser öffentlich rechtlich bleiben muß. Die miserable Erfahrung von und mit Abbanoa aus 22 Jahren spricht eigentlich völlig dagegen. Ich habe bei solchen Gedankengängen jedenfalls erhebliche Bedenken.
Und die Arbeitsweise, deren Geschäftsgebaren, deren Missmanagement und andauernde und fortgesetzte Erfolgsmisere sprechen nicht wirklich und unbedingt für ein öffentlich rechtliches Unternehmen. Ganz zu schweigen von den über >50% Wasser, die permanent verloren gehen, aufgrund des löcherigen und maroden Leitungssystems in Sardinien.
Jedenfalls bloß nicht mehr weiter mit diesem desolaten Haufen!

Was die Todde da von sich gegeben hat, kann man nur ganz, ganz bedingt, wenn denn überhaupt, so akzeptieren.

Diese "Jobschieber" benutzen letztendlich die Abbanoa als Auffang- oder Weglobbecken bzw. als Abstellgleis für Exbedienstete, Expolitiker und/oder Unbequeme. Kein Wunder, daß mit diesem Sammelsurium von "hoch- und überqualifizierter" nichtsnutziger Wasserträgern sich nun wirklich kein Staat und noch viel weniger die Ausübung eines professionellen Wasserversorgungsunterehmen gewährleisten läßt.

Das einzige was die in Punkto Wasser geschaffen haben, ist:
die haben jetzt nen Riesen-Wasserkopf.

D.h. die Sarden lassen sich öffentlich rechtlich (quasi für nix) entreichern und ausnehmen, ohne dass irgendeine Qualität besser wird oder zunimmt. Auf jeden Fall funktioniert eins in dem ganzen Konstrukt gut:

Wer einmal in dem Riesen-Wasserkopf bei Abbanoa sitzt, dem geht's jedenfalls gut und der kann nicht klagen!.
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Eigentlich gibt es doch auch einen Abbanoa-Thread - oder?
Ich bin nur froh, dass ich mit denen nix zu tun habe.
Auch wenn mein Brunnen nicht gerade billiges Wasser liefert.
 
Wie ich aus Brüssel höre, zählt Abbanoa eher nunmehr zu einer derjenigen Wirtschaftsorganisationen,
der man mittlerweile eher nachsagt: "Too Big to Fail !"

Im Jahr 2013 erhielt Abbanoa von der Region einen Kredit i.H.v. € 59 Mill..
Desweiteren zur Finanzierung seiner Pläne wandte sich Abbanoa an die Europäische Investitionsbank (EIB) und unterzeichnete 2019 ein Darlehen über 200 Millionen Euro mit einer Garantie des Europäischen Fonds für strategische Investitionen.
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siehe hierzu im übrigen auch von der EIB

Die kostbarste Ressource Sardiniens
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und desweiteren für denjenigen, den es interessiert:
div. Bilanzen der Abbanoa der Jahre 2015 - 2024

z.B. letzte veröffentlichte Abbanoa Bilanz 2024
 
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