Viele deutsche Touristen auf Sardinien, aber kaum Deutsch sprechende Reiseführer

Beppe

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Viele deutsche Touristen auf Sardinien, aber es gibt kaum Deutsch sprechende Reiseführer

Heute in der Nuova Sardegna ein interessanter Artikel zur Problematik, der Verfügbarkeit und des Fehlens von Deutsch sprechenden Reiseleitern auf Sardinien.

Quelle:
 
Zuletzt geändert:
Wir kennen 2 Personen, die als Reiseführer (auch Deutsch) arbeiten - sie berichten von schlechter Bezahlung und sehr „spontaner“ Anfrage. Ob das typisch ist weiß ich nicht.
 
Viele deutsche Touristen auf Sardinien, aber es gibt keine Deutsch sprechenden Reiseführer

Heute in der Nuova Sardegna ein interessanter Artikel zur Problematik, der Verfügbarkeit und des Fehlens von Deutsch sprechenden Reiseleitern auf Sardinien.

Quelle:
Bei dem Titel stand der Admin bestimmt kurz vor dem Herzinfarkt :p
 
Als ich vor 7 Jahren einen deutsch sprechenden Reiseführer für eine kleine Gruppe benötigte, konnte Turisarda mir aufgrund eigener gewachsener Kontakte jemanden mit entsprechender Lizenz vermitteln.
Ob das heute noch so möglich ist, weiß ich leider nicht.
 
Das Problem wurde zum einen im Artikel beschrieben. Was sollen sie in den übrigen Monaten arbeiten? Zum anderen wird die deutsche Sprache von den Italienern ja vernachlässigt. Jeder, der die Insel besuchen möchte, sollte sich mit der ital. Sprache intensiv auseinandersetzen (was sich ja auch gehört).
 
Vielleicht haben sich Menschen als Reiseführer sowieso bald überlebt.
Ich erinnere gerade eine Reise in die Toskana, wo wir z. B. in Pisa ein Headset bekamen, das sich an verschiedenen markierten Punkten einloggte und den jeweiligen erklärenden Text "vom Band" in der voreingestellten Sprache abspielte.
 
@Kary

das ist bereits heute weltweit in vielen Museen und auch Sightseeing-Sides so, daß den Besuchern entsprechende Kommunikationsgeräte umgehängt werden und diese sich sprachgerecht einwählen können.
 
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Habe ich als nichtitalienischsprechender Besucher nie so vermisst. Auch der Besuch bei einem Messerschmied in Luras zu Hause in seinem Wohnzimmer war sehr offen und mit Hand und Fuß sehr angenehm zu erleben ! z.T. nach italienischer Begrüßung auch auf "sparsamen" Englisch
 
Das Problem wurde zum einen im Artikel beschrieben. Was sollen sie in den übrigen Monaten arbeiten? Zum anderen wird die deutsche Sprache von den Italienern ja vernachlässigt. Jeder, der die Insel besuchen möchte, sollte sich mit der ital. Sprache intensiv auseinandersetzen (was sich ja auch gehört).
Italien ist teilweise ja auch begnadet ob der deutschen Sprache. Zumindest im Trentino-Südtirol wird Deutsch (und natürlich auch Italienisch) gesprochen. Insoweit sollte zumindest von hier aus, auch entprechend qualifiziertes 'Personal' zeitweise angeworben werden können. Darüberhinaus gibt es ebenfalls auch Deutsche mit begnadeten Italienisch-Kenntnissen sowie hervoragenden Sardinienkenntnissen. Allein die großteils unsinnige (willkürliche ?) Handhabe und Vergabe der sogenannten 'Fremdenführer-Lizenzen' ist einfach eine Farce.

Hier werden einfach, oft und allein diese Lizenzen nach dem "alleinseeligmachenden" Credo:
nur ein echter Sarde kann auf Sardinien Fremdenführer sein - ausgesprochen und zugeteilt.

Inwieweit jeder Besucher eines Landes sich auch intensiv mit der jeweiligen Sprache auseinandersetzen sollte ist zwar durchaus wünschens- bzw. empfehlenswert, aber entzieht sich komplett dem individuellen Befähigungs- und Sprachvermögen. Inwieweit sich insofern auch dazu Besuchsland-Sprachvermögen gehört, bleibt diesseits äußerst diskutabel.
 
Zuletzt geändert:
Vielleicht ist daran auch Englisch nicht so ganz unschuldig?
Wer die Sprache nicht kann, ist eher sehr aufgeschmissen...... Eigentlich schade, dass Landessprachen auch deswegen weniger erlernt werden.
 
Jetzt doch noch zwei Anmerkungen:
1. Wer ist denn in Bezug auf das Reiseführerthema ein "Besucher" der Insel? Das geht touristisch vom kulturell interessierten Kurzzeit-Städtereisenden bis zum mehrwöchigen Familienurlauber, der zwischendurch auch mal die ein oder andere Sehenswürdigkeit besichtigen möchte. Es bringt doch nichts, von sich selbst als regelmäßigem Sardinien-Urlauber auszugehen und von diesen möglicherweise Einmal-Touristen vor dem "Besuch" der Insel eine intensive Beschäftigung mit der Sprache einzufordern. M. M. n. sollte man ihnen eher durch passende sprachliche Angebote entgegenkommen, so dass sie Lust bekommen, noch mehr von Sardinien zu entdecken und wiederkommen werden -- und dann im zweiten Schritt ggf. auch ein Interesse an der Landessprache entwickeln.
2. "Englisch nicht unschuldig" am mangelnden Erlernen der Landessprachen? Es kommt auf die Perspektive an. Ich sehe es eher so, dass Englisch ein verbindender Türöffner für all diejenigen ist, die interessiert daran sind, (durchaus weltweit) andere Kulturen und Lebensräume kennenzulernen, ohne dass die jeweilige Landessprache ihnen im Weg steht.
 
@Kary, naja die meisten 'Besucher' bekommen ja das Sardinien-Fieber......

Ich finds halt auch 'nett' wenn man als Tourist wenigstens ein paar Wörter der Landesprache kennt. Zumal das meistens die Türen öffnet und man dann mit Hand und Fuss zu lustigen 'Gesprächen' kommt....
Haben wir öfter erlebt, wenn Touris am Nebentisch, beim Parken usw. kein Italienisch konnten. Klar, wir halfen dann und erlebten so auch schöne 'Mitmenschenmomente'.
 
Nachdem Italien eins der Lieblingsurlaubsländer der Deutschen ist, war es zumindest früher schon üblich ein wenig von der Sprache zu lernen.
Ich glaube aber, dass sich das in Zeiten von Internet, Übersetzer Apps etc gewandelt hat.
Sehr schade.
 
Ein wenig von der Sprache zu lernen, ist nett und verbindend. Aber alles was über "quatro stazione":D ciao, buongiorno hinausgeht, kann man doch von einem gelegentlichen Urlauber nicht erwarten, und das tut auch kein Einheimischer.
Die jungen Sarden, besonders die, die im Tourismus tätig sind, bemühen sich immer mehr, Englisch zu sprechen, und ich habe den Eindruck, dass sie das auch gerne tun. Selbst wenn man sie im Restaurant, in Eisdielen etc. auf italienisch anspricht, sprechen sie weiter Englisch, zumindest die Brocken, die sie gelernt haben. Sie wollen ihr Gelerntes auch anwenden. Dann lasse ich ihnen die Freude und sage thank you statt grazie.
 
Das mit dem Englischen hat sich in den letzten 25 Jahren extrem gewandelt. So komme ich kaum mehr dazu mein rudimentäres Italienisch einzusetzen und lerne in der Folge auch kaum mehr dazu.
 
"aufreisen21" leider erfüllen nicht mal die Leute, die sich ein Haus auf Sardinien kaufen,
dieses Kriterium. Erst heute wieder, war ich erschrocken, dass man nach 20 Jahren Ferienhausbesitzer auf der Insel, kein Italienisch spricht.
Wie auf Mallorca! Gruselig!

Bea2
 
Ja, es gibt sogar Junge die Französisch sprechen....... Verstehen ist dann wat anderes ;)
Auch Englisch.........da wähl ich echt lieber mein nicht immer korrektes Italienisch (brauchs ja nur auf der Insel) und verstehe dann gem. 'Landesprache' mehr :D
 
@Beppe Mit meinem Englisch bin ich ganz zufrieden. Lässt sich sicherlich auch noch verbessern. Aber kein Vergleich mit meinem Italienisch - trotz großem Latinum.
 
zum Einfluß des Lateinischen aufs Englische:

siehe hierzu auch:

 
@hary...aber Englisch stammt doch nicht aus dem Latinum ab?
Der Anteil der Worte lateinischen Ursprungs im Englischen ist beträchtlich, deutlich höher als z.B. im Deutschen. Bei der Grammatik ist dies weniger der Fall.

 
Ja, Latein hat mir anfangs auch geholfen beim italienisch verstehen und teilweise auch sprechen.
Salve ist geblieben zum Beispiel :D
 
Viele sardische Worte sind germanischen Ursprungs.
Beispiele: casu, tomato, sellere.
Ich lache jedesmal mit meinem Gemüsemann auf dem Wochenmarkt, wenn ich Stangensellerie kaufe. Er sagte mir den sardischen Namen sellere und zur Erklärung das italienische Wort sedano. Ich erklärte ihm, dass er mir das nicht auf italienisch übersetzen müsse, das deutsche Wort hieße Sellerie. Er war begeistert. Ich kaufe jetzt immer sellere bei ihm zweimal die Woche auf dem Wochenmarkt, ob ich's brauche oder nicht, alleine wegen des gemeinsamen Lachens. Es gibt bei uns jetzt nichts mehr ohne sellere:D
 
Hallo Georgie, da fällt mir noch ein.: setze di(setz dich), drincare( trinken) oder Dassa ( Trinkglas);)
 
Viele sardische Worte sind germanischen Ursprungs.
Beispiele: tomato
Darf ich wieder mal was besserwissen?
Tomate/tomato/tamata kommt nicht aus dem Germanischen, sondern aus der alten Aztekensprache Nahuatl. Vor der spanischen Eroberung Mexicos zu Beginn des 16. Jhts. gab es das nicht in Europa, erst die Conquistadoren brachten die Tomate - wie auch die Kartoffel, den Mais, den Tabak, Chilischoten, Kakao, ein bisschen Gold, und einiges mehr - aus Amerika mit, und mit den Früchten auch etliche indianische Namen (weil man eh nicht wusste, wie man sie hätte nennen sollen).
{Klugscheissmodus aus}

Wieso ich das weiß? Weil ich mich eine Zeitlang sehr intensiv mit dieser Thematik beschäftigt habe (u.a. auch bei den Recherchen dafür: Moctezuma)
 
Spannend fand ich vor Jahren, als wir Besuch von Sardinien hatten und der auf eine romanisch sprechende Bekannte traf. Sie sprach romanisch (4te Landessprache CH) und er sardisch und die Zwei haben sich bestens verstanden :D
 
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