Kulinar. div. Pizza, Pizzagewerbe - Weltpizzatag in Covid-Zeiten
Beppe
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Die PIZZA leidet, aber sie widersteht: 2022 wird hoffentlich ein Jahr der Erholung
Die Auswirkungen der Pandemie auf die 6 000 Restaurants der Insel sind schwerwiegend, aber eine Erholung ist in Sicht
Ein ganz normaler PIZZA-Tag in Pandemiezeiten
Der Heißhunger auf Pizza aber auch die Pandemie und ihre Auswirkungen führen doch tatsächlich dazu, daß man nun entweder daheim die Hände selbst im Teig hat, um eine zuzubereiten, alternativ auch einfach die Hände nur in die Gefriertruhe steckt, um eine gefrorene Pizza herauszunehmen oder letztendlich auch die Hände nur einen dampfenden Pappkarton greifen, dessen Gerüche im Auto beim Heimtransport dann sogar nach 2 Tagen dort noch 'ruchbar' bleiben.
Welch ein Wunsch - eine frisch gemachte PIZZA zu genießen und gemütlich oder in geselliger Runde am Tisch eines Restaurants zu sitzen, wie es seinerzeit vormals üblich war; - was die augenblickliche Covid-Situation allerdings nahezu komplett unmöglich macht. Vor einem Jahr wurde der "Weltpizzatag" im Ursprungsland Italien gefeiert - allerdings nur in den Farben rot und orange (rote und orangen Zonen) und mit geschlossenen Lokalen. Dieses Jahr auf Sardinien mit seinen rund 6.000 Pizzerien, die immer noch von der Pandemie betroffen sind aber immerhin in der weißen Zone liegen, wird der Weltpizzatag etwas anders sein: die Branche, von der Pandemie zwar stark gebeutelt aber nicht besiegt, wagt vorsichtig einen Neuanfang. Hierzu gehört allerdings auch eine Portion unerschütterlicher Liebe und Zuneigung nach dem Motto: Mens sana in corpere sano (ein gesunder Geist in einem gesunden Körper).
Im Verhältnis zwischen der Zahl der Betriebe und der Einwohner liegt es jetzt 'nur' noch an zweiter Stelle, weil es von den Abruzzen überholt wurde. Nicht unbedingt schlecht, aber zeugt es doch vom eventuellen Leid, das diejenigen getroffen hat, die sich vor allem auf den Tisch- und Restaurantservice konzentriert hatten mit großen Räumen und vielen Sitzplätzen. Sämtliche großen Räumlichkeiten wurden von Covid im Nu leer gefegt.
Diejenigen, die bereits mit Take-away gearbeitet haben und diejenigen, die schnell auf Take-away und Hauslieferung umgestellt haben, hatten weniger Probleme. Und in dieser Hinsicht schlägt Sardinien alle: Alghero ist die Stadt der Pizzaliebhaber 2021 und laut einer Deliveroo-Umfrage die Nummer 1 bei den Pizzabestellungen. Deshalb wird zukünftig der Imbiss/Lieferservice unabhängig von Covid wohl auch bestehen bleiben: Niemand wird ihn aufgeben, nicht einmal diejenigen, die ihn unter tausend Zweifeln eingeführt haben. Ähnlich auch wie bei Geschäftsbesprechungen via Zoom, Meet oder Teams oder auch Online-Schulgesprächen:
Sie alle haben es möglich gemacht, in einem völlig neu erfundenen Alltag voranzukommen, auf den man vorerst nicht mehr verzichten möchte.
PIZZA trotz(t) Covid
Für Sandro Cubeddu (39), Inhaber und Chefkoch der Pizzeria Re|Mi in Sassari, die wegen ihrer originellen und innovativen Angebote als herausragend in der Branche gilt, war die Entscheidung für das Take-away zwangsläufig: "Unsere Philosophie war anders, wir konzentrierten uns auf die Tischservice-Qualität und begleiteten die Kunden sowohl bei der Auswahl und Verkostung. Covid dagegen hat uns eine völlig andere Strategie auferlegt:
Um den Betrieb während der langen Schließungszeiten aufrechtzuerhalten und weiterhin einen Service anbieten zu können, haben wir die spezielle Pizza zum Mitnehmen erfunden, die zu Hause im Ofen "zu Ende gebacken" werden muss Nur so war es möglich, die Nachfrage zu befriedigen, pünktliche Lieferungen zu gewährleisten und die Qualität des Produkts aufrechtzuerhalten. Der Service wird vorerst vorbeibehalten, denn er ist sehr nützlich und wird in dieser Zeit der großen Unsicherheit, die keine Prognosen zulässt, sehr geschätzt".
In diesen Zeiten hagelt es täglich an Stornierungen: "Kunden, die unter Quarantäne stehen oder einfach nur erkältet sind, bleiben aus Angst zu Hause". An Silvester "waren wir innerhalb einer Stunde von einem vollen Haus auf ein halb volles". Aber wir blicken mit vorsichtigem Optimismus in die Zukunft, denn Pizza ist einfach etwas, worüber sich alle einig sind, und es unmöglich ist, sie aufzugeben.
Am Weltpizzatag ist es also an der Zeit, trotzdem zu feiern. "Wenn ich an die ideale Pizza denke, denke ich an die Margherita, die nur deshalb einfach aussieht, weil sie lediglich aus drei Zutaten besteht: Mozzarella, Basilikum und Tomaten. Aber wenn man die Mengen und Ingredenzien falsch einschätzt und man nicht alles gut ausbalanciert, dann ist es ganz einfach aus. Und in der Küche sind schließlich die größten Fallstricke halt in den einfachen Dingen versteckt".
Die Auswirkungen der Pandemie auf die 6 000 Restaurants der Insel sind schwerwiegend, aber eine Erholung ist in Sicht
Ein ganz normaler PIZZA-Tag in Pandemiezeiten
Der Heißhunger auf Pizza aber auch die Pandemie und ihre Auswirkungen führen doch tatsächlich dazu, daß man nun entweder daheim die Hände selbst im Teig hat, um eine zuzubereiten, alternativ auch einfach die Hände nur in die Gefriertruhe steckt, um eine gefrorene Pizza herauszunehmen oder letztendlich auch die Hände nur einen dampfenden Pappkarton greifen, dessen Gerüche im Auto beim Heimtransport dann sogar nach 2 Tagen dort noch 'ruchbar' bleiben.
Welch ein Wunsch - eine frisch gemachte PIZZA zu genießen und gemütlich oder in geselliger Runde am Tisch eines Restaurants zu sitzen, wie es seinerzeit vormals üblich war; - was die augenblickliche Covid-Situation allerdings nahezu komplett unmöglich macht. Vor einem Jahr wurde der "Weltpizzatag" im Ursprungsland Italien gefeiert - allerdings nur in den Farben rot und orange (rote und orangen Zonen) und mit geschlossenen Lokalen. Dieses Jahr auf Sardinien mit seinen rund 6.000 Pizzerien, die immer noch von der Pandemie betroffen sind aber immerhin in der weißen Zone liegen, wird der Weltpizzatag etwas anders sein: die Branche, von der Pandemie zwar stark gebeutelt aber nicht besiegt, wagt vorsichtig einen Neuanfang. Hierzu gehört allerdings auch eine Portion unerschütterlicher Liebe und Zuneigung nach dem Motto: Mens sana in corpere sano (ein gesunder Geist in einem gesunden Körper).
PIZZA-Tag im Pizza-Gewerbe
Ein furchtbares Jahr 2020, mit halbierten Umsätzen und vielen geschlossenen Läden. Die endgültige Bilanz ist immer noch negativ, mit weiteren Schließungen, mit Hunderten oder auch Tausenden von verlorenen Arbeitsplätzen und einem stark reduzierten Angebot. Das Jahr 2021 verläuft ebenfalls recht holprig wie mit Verboten, Teilöffnungen und einem Boom bei der Hauszustellung und dem Lieferservice. Diejenigen, die früher sieben Tage in der Woche geöffnet hatten, machen jetzt einen Tag zu, und für viele ist es riskant geworden, neben einem abendlichen Angebot auch mittags noch zu öffnen. Die nationalen Zahlen sprechen von Verlusten in Höhe von etwa 5 Milliarden mit der Folge, daß Sardinien nicht mehr unangefochtene italienische Pizzakönigin ist.Im Verhältnis zwischen der Zahl der Betriebe und der Einwohner liegt es jetzt 'nur' noch an zweiter Stelle, weil es von den Abruzzen überholt wurde. Nicht unbedingt schlecht, aber zeugt es doch vom eventuellen Leid, das diejenigen getroffen hat, die sich vor allem auf den Tisch- und Restaurantservice konzentriert hatten mit großen Räumen und vielen Sitzplätzen. Sämtliche großen Räumlichkeiten wurden von Covid im Nu leer gefegt.
Diejenigen, die bereits mit Take-away gearbeitet haben und diejenigen, die schnell auf Take-away und Hauslieferung umgestellt haben, hatten weniger Probleme. Und in dieser Hinsicht schlägt Sardinien alle: Alghero ist die Stadt der Pizzaliebhaber 2021 und laut einer Deliveroo-Umfrage die Nummer 1 bei den Pizzabestellungen. Deshalb wird zukünftig der Imbiss/Lieferservice unabhängig von Covid wohl auch bestehen bleiben: Niemand wird ihn aufgeben, nicht einmal diejenigen, die ihn unter tausend Zweifeln eingeführt haben. Ähnlich auch wie bei Geschäftsbesprechungen via Zoom, Meet oder Teams oder auch Online-Schulgesprächen:
Sie alle haben es möglich gemacht, in einem völlig neu erfundenen Alltag voranzukommen, auf den man vorerst nicht mehr verzichten möchte.
PIZZA trotz(t) Covid
Für Sandro Cubeddu (39), Inhaber und Chefkoch der Pizzeria Re|Mi in Sassari, die wegen ihrer originellen und innovativen Angebote als herausragend in der Branche gilt, war die Entscheidung für das Take-away zwangsläufig: "Unsere Philosophie war anders, wir konzentrierten uns auf die Tischservice-Qualität und begleiteten die Kunden sowohl bei der Auswahl und Verkostung. Covid dagegen hat uns eine völlig andere Strategie auferlegt:
Um den Betrieb während der langen Schließungszeiten aufrechtzuerhalten und weiterhin einen Service anbieten zu können, haben wir die spezielle Pizza zum Mitnehmen erfunden, die zu Hause im Ofen "zu Ende gebacken" werden muss Nur so war es möglich, die Nachfrage zu befriedigen, pünktliche Lieferungen zu gewährleisten und die Qualität des Produkts aufrechtzuerhalten. Der Service wird vorerst vorbeibehalten, denn er ist sehr nützlich und wird in dieser Zeit der großen Unsicherheit, die keine Prognosen zulässt, sehr geschätzt".
In diesen Zeiten hagelt es täglich an Stornierungen: "Kunden, die unter Quarantäne stehen oder einfach nur erkältet sind, bleiben aus Angst zu Hause". An Silvester "waren wir innerhalb einer Stunde von einem vollen Haus auf ein halb volles". Aber wir blicken mit vorsichtigem Optimismus in die Zukunft, denn Pizza ist einfach etwas, worüber sich alle einig sind, und es unmöglich ist, sie aufzugeben.
Am Weltpizzatag ist es also an der Zeit, trotzdem zu feiern. "Wenn ich an die ideale Pizza denke, denke ich an die Margherita, die nur deshalb einfach aussieht, weil sie lediglich aus drei Zutaten besteht: Mozzarella, Basilikum und Tomaten. Aber wenn man die Mengen und Ingredenzien falsch einschätzt und man nicht alles gut ausbalanciert, dann ist es ganz einfach aus. Und in der Küche sind schließlich die größten Fallstricke halt in den einfachen Dingen versteckt".
Zuletzt geändert:

Ich halte mich an die althergebrachten Überlieferungen. Der Berufsstand des Pizzaiolo ist ja noch nicht sooo alt
