Olivenernte
Hallo liebe Forianer,
wir sind am Oliven ernten ...dieses Jahr gibt es reichlich und wir würden uns über Unterstützung freuen.
Vielleicht ist jemand in der Gegend und hat Lust mal einen Tag ( oder länger) Olivenernte zu erleben und sein eigenes (Bio)- Öl mit nach Hause zu nehmen.
Unser Hof liegt bei Dorgali , einfache Unterbringung bzw. Stellplatz ist kein Problem.
Sonnige Grüße Franziska
 

Sbodeschuh

Sehr aktives Mitglied
Liebe Franziska,
bin gut am Ammersee gelandet - Fahrt war total entspannt und unproblematisch...
Nochmals hier öffentlich meinen herzlichen Dank für die überaus freundliche und komfortable Aufnahme auf eurem Traum-Anwesen. Ihr seid ja mit den Oliven ziemlich durch, aber falls nächstes Jahr wieder ein Aufruf ergeht, kann ich jedem hier nur empfehlen, mal für ein, zwei oder drei Tage mitzuhelfen, falls er gerade in der Nähe ist. Es waren wundervolle Erlebnisse sowohl in der Natur als auch bei der Arbeit und vor allem mit den lieben Menschen auf dem herrlichen Anwesen.
Ich habe immer noch ein Lächeln im Gesicht, wenn ich an die vergangenen Tage denke!

Wir sehen uns sicher mal wieder!
Liebe Grüße
Sonja
 

Velablu

Aktives Mitglied
Ciao Regina,
sind ab Dezember für immer auf Sardegna zurück, wenn Du ab dann Hilfe brauchst würden wir uns freuen von Dir zu hören.
Saluti Claudi e France
 

Olivia

Mitglied
Hat jemand Lust und Zeit uns bei der Olivenernte von Oktober bis Ende Nov.18 zu helfen. Wir sind eine kleine biodynamische Olivenkultur - mit etwa 500 verstreuten Bäumen. Es ist unser teures Hobby. Den Lebensunterhalt bestreiten wir mit Trickfilmproduktion für Kinder. Ort: Golfo di Arzachena, etwas vor Baia Sardinia.

Die Arbeit ist schön, aber auch anstrengend. Die Bäume werden in Planen gekämmt und wir gehen etwa alle 4-5 Tage zur Mühle.
Am Abend kochen wir gemeinsam. Es stehen Zimmer mit Bad zur Verfügung. Evtl. können wir auch mal etwas anderes unternehmen oder die Mühle besuchen. Wir freuen uns auf interessante Menschen. Saluti di Hedwig und Andreas
 

luna sarda

Sehr aktives Mitglied
Wir werden in etwa 4 Wochen auch unsere Oliven ernten; da kommen wie jedes Jahr viele Freunde und Bekannte. Meist sind wir 10 - 14 Personen, da wir die Oliven am gleichen Abend oder spätestens am Morgen danach zur Mühle (ca. 50 km entfernt) bringen wollen. Da heißt es, schnell sein, denn die Qualität des Öls leidet mit jedem Tag mehr, an dem die gepflückten Oliven herumstehen. Wir lassen seit Jahren unser Öl analysieren und haben selbst anfangs den Unterschied feststellen müssen. Unsere zahlreichen Helfer werden natürlich auch verköstigt.
Und das stimmt auf jeden Fall: es ist ein teures Hobby. Wenigstens kommt etwas davon zurück, da wir das meiste Öl in Deutschland verkaufen und zwar zu einem sehr guten Preis.
 
G

Gast 9896

Gast
Hallo Luna

Ich würde mich freuen mitzumachen

Lass mich die die genauen Daten wissen

Saluti

Kader
 

Olivia

Mitglied
Hi Luna,
bei 15 Euro mach ich lieber Seife draus oder verkaufe das von vor 2 Jahren. Wir haben kein Plantagenöl. Die Bäume sind relativ jung, 50 Jahre, und stehen verstreut in der Macchia. Sie werden aus eigenen Brunnen bewässert, deshalb teuer aber ohne Chlor. Biodynamisch ist auch sehr anstrengend, das ganze Jahr über und ich glaube tatsächlich nicht, daß man jeden Abend in die Mühle muss, was für uns auch 160 km wären. Wenn man die Oliven gut durchlüftet und flach im Schatten lagert passiert ihnen garnichts. Unsere Messwerte sind seit über 40 Jahren jedenfalls weit besser als die Klassifizierung für Extra Vergine. Weisst du dass in den Häfen von Tunesien und Marokko Oliven wochenlang im Hafen stehen, bevor aus ihnen in der Toskana kalt gepresstes Extra Vergine wird? Man muss auch mal die Kirche im Dorf lassen können. Viel wichtiger ist doch Sorgfalt das ganze Jahr über und Hygiene bei der Verarbeitung. Ich schau lieber daß ich morgens der erste in der Mühle bin, wenn die Maschinen dort noch frisch gespült stehen. Dann hab ich keine Rückstände irgendwelcher Spritzmittel und wir benutzen auch keine.
 

luna sarda

Sehr aktives Mitglied
Auch unsere Olivenbäume werden aus eigenen Brunnen bewässert, wieso Chlor? Da käme ich gar nicht drauf.
Unsere Abnehmer kaufen überwiegend 5 l Gebinde und wissen, dass sie hervorragendes Öl bekommen, das weder gepantscht noch chemisch 'veredelt' wurde (wie oft das vorkommt, welche Skandale schon aufgedeckt wurden, ist mir schon bekannt).
Abnehmer von kleineren Mengen zahlen halt etwas mehr. Ich finde das fair, aber ich muss ja nicht davon leben.
Was die Mühe und die Sorgfalt das Jahr über angeht, bin ich absolut der gleichen Meinung.
Und wenn die geernteten Oliven luftig und kühl lagern, ist sicher auch ein weiterer Tag kein Problem.
Wir fahren eben jeden Tag, immer morgens mit den am Vortag geernteten Oliven zur Mühle. Was hat das mit der 'Kirche im Dorf lassen' zu tun.
 

pcu

Mitglied
Hallo ihr 2 Streitköpfe,

seit beide froh so ein schönes anstregendes Hobby zu haben.
Ihr könnt stolz sein eine Olivenplantage zu besitzen, ich finde das ist etwas ganz besonderes.
 

Olivia

Mitglied
Meinte ja nur...:) . Ich glaube das einfach nicht, mit dem täglich zur Mühle fahren, ok bei dir gern, ja und natürlich gibt es das, auch bei den Grossplantagen. Und ist ja vielleicht noch mal ein i-Tüpfelchen. Aber wenn es auf jeder 2. Flasche im Supermarkt steht und dann noch für 3 Euro 90. Es ist nun mal so, daß kein Lebensmittel so verfälscht und gefälscht wird wie Olivenöl. Dann heisst es noch bei Lebensmittel chemikern und Ernährungsberatern: kaufen sie ruhig 2. und 3. Pressung. (Was soll das sein, Auszugsöl?9 Es sei physiologisch - also für den Körper kein Unterschied feststellbar, sagen sie tatsächlich, und in dem Zusammenhang sehe ich dann diese "sofort in die Mühle - Manie" eben etwas überzogen. Biodynamisch heisst ja auch- nicht zu viel und unnötig Sprit zu verpulvern. Nichtwahr? :)
Wegen des Chlors.. Würdest du das Wasser hier aus einem Wasserhahn von Abbanoa trinken? Ich bestimmt nicht. Dieses Jahr haben wir endlich mal, seit 7 Jahren, ausreichend Wasser, selbst unser Fluss läuft wieder, allerdings fürchte ich die Abbanoa hat ausserhalb ein Leck irgendwo.
 

luna sarda

Sehr aktives Mitglied
Ah, jetzt verstehe ich das mit dem Chlor. Wir haben keinen Abbanoa-Anschluss hier auf dem Land - nur unser Brunnenwasser. Und das ist für Haus und Garten sowie auch für die Olivenbäume.
Wir haben wirklich einen Unterschied festgestellt, als wir anfangs wegen der zu geringen Erntemenge erst nach 2 oder 3 Tagen zur Mühle gefahren sind. Die Analyse zeigte ein wesentlich besseres Ergebnis, nachdem wir schneller mit dem Pressen waren. Lag sicher auch daran, dass wir die Oliven gleich seinerzeit direkt in die Kassetten gepflückt und auch so aufbewahrt hatten.
 

pcu

Mitglied
Warum presst ihr eure Oliven nicht selbst? Lohnt sich die Anschaffung nicht oder ist der Preis fürs Pressen günstiger? Ich denke das würde doch den Preis auch noch einmal amheben!?
 

casa sardegna

Sehr aktives Mitglied
Die vielen kleinen Mühlen, die es früher in den Dörfern gab, haben meistens zugemacht weil es sich für sie nicht mehr lohnt oder sie keinen Nachfolger gefunden haben.

Traditioneller Olivenanbau ist mittlerweile, wie schon geschrieben, eher ein teures Hobby bzw. wird nur noch von den älteren Menschen und Enthusiasten auf Sardinien betrieben, der Rest ist Plantagenwirtschaft.

Daraus erklären sich die relativ geringen Mengen, weshalb die Anschaffung einer eigenen Mühle sich niemals rentiert.
 

Olivia

Mitglied
Oliven selbst Pressen ginge schon. Es müsste sich auch hier vorne am Meer schon wieder lohnen, mit den vielen kleinen Coltivatori, die auf ihren angeblichen 1 ha grossen Agrar-Grundstücken mit 100 Bäumen sitzen - für die Baugenehmigung. Aber man brauch auf jeden Fall einen AgrarWasser Anschluss, weil der Wasserverbrauch enorm ist. ME starten kleine Mühlen bei einem Preis von etwa 50.000 €uronen. Da muss eine alte Frau vieel für pflücken....
Es ist ja nicht das Pressen allein. Vorreinigung vom Laub, Waschen, Mahlen, Rühren (aufbereiten), Decantieren, die Reste separieren und entsorgen. Da ist Mosten doch erheblich einfacher.
 

Sabina

Sehr aktives Mitglied
Ich kann es nur noch einmal wiederholen - ich würde soooo gerne kommen und helfen für eine Woche, aber diesmal bin ich nach langer Zeit einmal wieder in der Maremma im Oktober ;)
 

luna sarda

Sehr aktives Mitglied
Wir haben die beiden trockenen und überwiegend sonnigen Tage genutzt (Montag und Dienstag dieser Woche, mit 10 Leuten in 1 1/2 Tagen fast eine Tonne geerntet und am zweiten Tag, also am Dienstag nachmittag zur Mühle gebracht. Bin glücklich, dass das Wetter gepasst und die Helfer kurzfristig verfügbar waren! Die Ausbeute an Öl ist etwas geringer als letztes Jahr, da die Oliven wegen der vielen Niederschläge in diesem Sommer einfach mehr Wasseranteil hatten. Aber wir sind sehr zufrieden und warten nun auf die nächsten schönen Tage, um den Rest zu ernten.
 

luna sarda

Sehr aktives Mitglied
Aufgrund des instabilen Wetters mit immer wieder Gewitter und Regen mussten wir den zweiten Teil der Ernte verschieben und letzte Woche hat uns das Unwetter und seine Folgen einen dicken Strich durch unsere Pläne gemacht. Jetzt werden wir einen neuen Versuch am Montag/Dienstag machen. Viele Oliven sind bereits abgefallen.
 

Sabsebinchen

Sehr aktives Mitglied
Das ist wirklich so traurig. Ich drücke euch feste die Daumen dass ihr noch das beste draus macht und vielleicht hinterher zwar nicht die Quantität so wie sonst ist,dafür aber die Qualität besonders hoch ist!
 

luna sarda

Sehr aktives Mitglied
Haben heute mit 9 Helfern ca. 1300 kg geerntet, morgen bis Mittag dürften wir den Rest von etwa 250 kg schaffen (nur noch zu sechst), damit wir nach dem gemeinsamen Essen zur Mühle fahren können. Wir sind doch überrascht, dass es so viel geworden ist, vor allem auch, da wir vielerorts gehört haben, wie schlecht die Ernte dieses Jahr sei.
 

stelladimare

Mitglied
Wir werden in etwa 4 Wochen auch unsere Oliven ernten; da kommen wie jedes Jahr viele Freunde und Bekannte. Meist sind wir 10 - 14 Personen, da wir die Oliven am gleichen Abend oder spätestens am Morgen danach zur Mühle (ca. 50 km entfernt) bringen wollen. Da heißt es, schnell sein, denn die Qualität des Öls leidet mit jedem Tag mehr, an dem die gepflückten Oliven herumstehen. Wir lassen seit Jahren unser Öl analysieren und haben selbst anfangs den Unterschied feststellen müssen. Unsere zahlreichen Helfer werden natürlich auch verköstigt.
Und das stimmt auf jeden Fall: es ist ein teures Hobby. Wenigstens kommt etwas davon zurück, da wir das meiste Öl in Deutschland verkaufen und zwar zu einem sehr guten Preis.
wo in Deutschland kann man das kaufen?
 
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