Insel Budelli, rosa Strand (spiaggia rosa)

Sardinista

Moderator
freiwillig wird Mauro diese Insel niemals verlassen und ich bin sicher, dass wir in den Medien noch einiges davon hören werden
 

Sardinista

Moderator
https://www.change.org/p/sergio-cos...tm_campaign=share_petition&utm_term=triggered

unabhängig von der e-mail Aktion gibt es eine Petition zur Unterstützung von Mauro, die möglichst große Resonanz finden sollte - bitte unterzeichnen

Es gilt die Parkverwaltung zur Rücknahme dieser Kündigung zu bewegen und Mauro seinen ( kostenlosen ! ) so wichtigen Beitrag für den Umweltschutz weiter leisten zu lassen

saludos Andrea
 

Sardinista

Moderator
@ Su Gustu - sei nicht so streng, Hauptsache Modena stimmt und - noch viel wichtiger - der Artikel !! Der Autor hat Mauro und seine Lebenssituation sehr schön beschrieben und ich hoffe, dass nach der Lektüre des deutschen Textes doch der ein oder andere hier aus dem forum die Petition unterzeichnet oder eine mail an den Presidente des Parco schreibt.

Der Umgang der Parkverwaltung mit Mauro ist unsäglich und völlig inakzeptabel. Nach 29 Jahren Dienst zum Erhalt von Budelli, die letzten Jahre ohne jedwede finanzielle Unterstützung , hat Mauro wahrlich Dankbarkeit und Zuwendung verdient!
Er selbst hat dem Presidente einen handschriftlichen mehrseitigen Brief zugesandt, in dem er die gesamte Entwicklung seiner Aktivität auf der Insel darstellt und ich hoffe auf Einlenken bzw. Änderung der aktuellen Vorhaben !!!

forza Mauro !
 

Su Gustu

Sehr aktives Mitglied
@Sardinista - sollte nur eine Richtigstellung sein, keinesfalls den autentischen Bericht in keinster Weise schmälern. Es haben schon viele die Petition unterschrieben und ich hoffe, wie viele andere auch, das das Vorhaben nicht umgesetzt wird anzi man sollte Mauro finanziell unterstützen und seine Bleibe verbessern und den angesammelten Müll der Besucher entsorgen.
 

varawolf

Aktives Mitglied
Hallo,

bin ziemlich entsetzt, wie wohl viele Forumsmitglieder. Weiß denn jemand um die Hintergründe für die Vertreibung? Kann es sein, dass die Parkverwaltung einen unliebsamen "Aufpasser" los werden will?
Vielleicht gibt es ja schon Pläne, die Insel für zahlungskräftige Touris zu öffnen. Würde so ein bißchen in das Bild passen, was ich so in den letzten Jahren an Entwicklung auf Sardinien festgestellt habe.:(
 

Sardinista

Moderator
gestern war bei RTL ein aktueller Beitrag zu der geplanten Vertreibung Mauros aus dem Paradies / von seiner Insel , den ich auf die Schnelle nicht gefunden habe . Möge das öffentliche Interesse nutzen, dem entgegenzuwirken.

forza Mauro !
 

mare

Sehr aktives Mitglied

mare

Sehr aktives Mitglied
In Gedanken an das Archipel und Budelli bin ich hierauf gestoßen :
Mauro, mit dem wohl schönsten Qarantäne Platz Sardiniens,
versucht Positivität zu posten, anstatt so viel Negativität zu verbreiten.

 
Zuletzt geändert:

rescueman

Sehr aktives Mitglied
Baja Sardinia, 10.09.2014

Salve a tutti,

seit Tagen wusste ich doch schon Forumsbesuch zu haben und Massimiliano (Kapitän der Emibel) schlug vor, anläßlich des Besuches von Andrea und ihrem Mann nebst Daisyno und ihrem Gatten mit dem Segelschiff die Insel Budelli, dessen rosa Strand und den Wächter Mauro ( vgl. auch dazu "Mauro di Budelli" unter https://www.facebook.com/pages/Mauro-di-Budelli/138790866246496?fref=ts ) im Naturschutzgebiet des Archipels der Maddalena zu besuchen.

Ich kenne Mauro, und ich kenne auch Massimiliano und was augenscheinlich sich immer wieder hinsichtlich des italienischen "laissez faire" als leicht beschrieben wurde, entpuppt sich im Nachhinein als schwieriges Unterfangen so daß ich Massimiliano immer wieder gefragt habe, ob wir denn auch wirklich die Insel Budelli betreten und Mauro (den seit 25 Jahren dort lebenden Wächter der Insel) besuchen darf.

Ich hatte große Bedenken und entgegnete Massimiliano, daß ich wisse daß er eine persönliche Begegenung mit Berlusconi abgelehnt hat, einen Herrn Briatore der Insel verwies und Herrn Steven Spielberg verhaften ließ und sagte ihm, daß ich keinerlei Lust habe meinen Nachmittag in einer Polizeistation verbringen möchte um mich zu erklären als mir Massi via Mauro erklärten: "Du darfst das".

Also habe ich mir meinen Mut, die Gäste und Forianer zusammengenommen und habe die Insel betreten und stand dort vor dem rosa Strand wie angewurzelt stehen (ich glaube, es geht einfach jedem so) als es aus der Hütte brüllte: "Marco, Marcoooo, Marcoooooooooooooooo....ma mi spieghi perché tu parli straniero ?" - zu Deutsch: "Marco, erklärst Du mir jetzt bitte warum Du auch ausländisch sprichst ?"

Das Eis war damit gebrochen und Mauro bat alle Gäste und Forianer einen Kreis um ihn zu bilden und begann über sich, seine Geschichte, die Besonderheit der Insel, der Vergangenheit bis 1989 zu erzählen als sich pro Tag bis zu 3000 Touristen auf dem Strand vergnügten und den wissenschaftlichen Erkenntnissen zu sprechen die dazu geführt haben, den Zutritt ausnahmslos und komplett zu verbieten.

Mauro ist ein geübter Redner der sätzweise spricht und mir die Zeit lässt, das Gesprochene in der "Ich"-Form zu übersetzen. Dieser kleine, hagere, unscheinbare 75 jährige blitzgscheite Mann mit den gewitzten Augen weiß seine interessierten und neugierige Besucher zu begeistern und erklärt über die 11 000 jährige Geschichte, über die sich an der Posidonia befindlichen Mikroorganismen (maximal 5 rosa Kerne pro Posidonia) , über den Sauerstoffgehalt den 1 m2 Posidonia pro Stunde herstellt, den unwiderbringlichen Schaden den Segelboote verursachen, wenn sie mit ihren Ankern großflächig auf dem Meeresboden verursachen und des vermeintlichen weißen Sandes, der in Wahrheit aus Kalziumkarbonat besteht und so in dieser Konsistenz eigentlich nur noch in Polynesien zu finden ist.

Und dann fragt er mich: Nachdem Du das jetzt alles von mir weißt, traust Du Dich jetzt noch diesen Strand zu betreten ? Traust Du Dich noch ein Glas des rosa Sandes mitzunehmen wenn Du weißt, daß sich innerhalb eines Glases 10 000 von Jahren befinden und Du an Deinen Fußsohlen abertausende von Mikroorganismen unwiderbringlich wegschleppst ?

Nein Mauro. Ich traue mich nicht.

Ich freue mich ja immer wieder über solche Ausflüge und die Anwesenheit gleich dreier Kapitäne wie Massi, Beppe Mike und bin so "useless as you could be".

Einfach wunderbar.
Wunderbar beschrieben und ich bin dankbar das ich Mauro 2017 genau so erleben durfte.
 

MMMusic

Aktives Mitglied
Solche Aussagen werden immer mal wieder aufgegriffen, um einen Artikel mit bekannten Informationen aufzuwärmen. Bis jetzt haben die Behörden ihn mehr oder weniger geduldet. Sie werden ihn bis zum Lebensende dort leben lassen. Er tut ja keinem was. Im Gegenteil, er sorgt dafür, dass diese schönen Fleckchen nicht auch noch touristisch vermarktet werden. Solche Ankündigungen sollen evtl.verhindern, dass jemand in seine Fußstapfen tritt. (p.s. das ist meine persönliche Meinung)
 

MariaJ.

Mitglied
Hallo
hm, ich hab etwas rumgestöbert.........man darf oder kann nur hoffen, dass SIE den Mann in Ruhe lassen und er bis zum Ableben dort bleiben darf.
Eine Eingliederung wird er wohl nimmer schaffen und wenn, dann müsst er wohl in ein Altenheim. Dies würd doch den Staat nur kosten, da er sicher kein Erspartes mehr hat O_O Vielleicht überlegen die Zuständigen sich das auch?
Er tut ja niemandem 'weh', also lasst ihn doch dort leben ;))

LG
MariaJ.
 

Howie

Sehr aktives Mitglied
Eine salomonische Entscheidung wäre, wenn ihn die Umweltbehörde für einen symbolischen Euro im Monat als "Inselwächter" einstellt.
Natürlich mit Unterkunft (oder auch Wachhäuschen) auf Budelli. ;)
 

Beppe

Sehr aktives Mitglied
@Howie

die werden sich hüten -allein aus versicherungsrechtlichen, arbeitsrechtlichen und sozialrechtlichen Gründen - eine solch angedachte 'salomonische' (?) Entscheidung zu treffen und einen 81jährigen "anzustellen".
 

Su Gustu

Sehr aktives Mitglied
Ganz mittellos ist er nicht, ich bin sicher man findet eine menschenwürdige Lösung auch in diesem speziellen Fall. Bzgl. Anstellung gebe ich Beppe recht da die arbeitsrechtlichen Vorschriften in Italien es kaum zulassen einen 81 jährigen anzustellen.
 

Howie

Sehr aktives Mitglied
Bei einem fest angestellten und vollbeschäftigten Mitarbeiter würde das natürlich nicht gehen.
Es gibt aber auch in Italien Rentner die einen "Nebenjob" wie zb Parkplatzwächter haben.
Ich stelle mir das ja auch eher so wie ein "ehrenamtlicher Helfer" oder "Fachberater" vor.
 

Sabina

Sehr aktives Mitglied
Man fragt sich wirklich, warum ein älterer Mann, der doch niemanden stört und sich auch um den Naturschutz kümmert, da weg soll (??)
 
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