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Wohnmobil / Van Freistehende Camper/Womos

giovanina

Sehr aktives Mitglied
Das "Freistehen", die Freiheit, sich ganz individuell, nach seinen Bedürfnissen, einen Platz zu suchen, ohne in eine Parzelle gepfercht zu werden, irgendwo mit Ruhe und Aussicht.... so stellt man sich das doch vor, oder nicht?
Letzte Woche war ich zum Sonnenuntergang an einem felsigen Ort, den ich entspannt, manchmal windumtost, sehr einzigartig vorfinde - Anfang September oder Ende Mai.
Dieses Mal war ich durch "Umstände" letzte Woche da.
Und nebst dem Schild, dass kein freies Camping erlaubt wäre und der Carabinieri, die mir entgegen kam, standen dann, noch vor Sonnenuntergang vielleicht ca. 20 Vans, Womos, Campingbusse... Dicht an dicht, in Reihen nebeneinander, dass jeder irgendwie noch hinpasst. Einer pumpt noch sein S.U.P. auf, der andere hat gerade Fisch gefangen und hetzt zum Van, der nächste holt die Gitarre raus und spielt (für sich?/nervt andere?), ein Kleinkind will wohl nicht einschlafen und ein Hund ist auch bei wem unzufrieden. Dann gibt's noch wilde Düfte aus verschiedener Richtung und....
Ich habe mich zumindest gefragt, ob es das ist, was man beim Freistehen sucht? Weil das gibt es eben auch auf dem Campingplatz. Sogar mit Klo, Dusche und Müllentsorgung. Aber natürlich kostet das dann etwas. Und den Nervenkitzel hat man dort auch nicht, ob man nachts weggejagt wird oder sonst was passiert.
Doch, ich habe schon auch den Sonnenuntergang betrachtet :)! Halt ein bisschen weiter der Küste entlang, paar Kurven weiter gelaufen.
Dort, wo keine Taschentücher mehr lagen.
 
Es wird halt der Traum von Freiheit und Abenteuer mit verkauft oder vermietet, wenn man sich ein Womo zulegt. Und das war sicher bis vor zehn, zwanzig Jahren auch meistens gegeben. Aber wenn man sich jetzt die Womo Parkplätze in Österreich oder Spanien anschaut, ist das ja überhaupt kein Individualismus mehr. Teilweise 400 Parkplätze und die reichen nicht aus. Daher meinen bestimmt viele, dass auf Sardinien noch das Glück zu finden ist. Aber auch hier kommt die Infrastruktur seit Corona an ihre Grenzen.
 
Jaja, frei stehen mit einem Bulli in schöner Umgebung, ungestört von anderen...

Ich bin froh, dass ich das noch umfangreich genießen durfte, auch wenn es schon damals Idioten gab, die sich in vielerlei Hinsicht nicht zu benehmen wussten.

Aber, siehe oben, seit Corona ist das durch die viel zu vielen WoMos und ihre rücksichtslosen Besitzer in der Tat mehr oder weniger vorbei.

Es sei denn, man ist mit einem kleinen, unauffälligen Fahrzeug unterwegs und verhält sich entsprechend unauffällig.

Dann geht noch eine ganze Menge.

Vorausgesetzt, geheime Plätze bleiben geheim und werden nicht mit allen möglichen Leuten in den unsozialen Medien geteilt.
 
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