Empfehlung sehenswerter Zwischenstopp zur Fähre Livorno?

Carl28

Mitglied
Hallo Sardinienfreunde,
ich habe mich gerade Eurer "Gemeinde" angeschlossen, da wir Ende Mai für zwei Wochen erstmalig Sardienen entdecken wollen.
Unterwegs sind wir mit VW T6 California zu zweit und kommen aus Mitteldeutschland (Leipzig).
Bisher Null-Erfahrungen im "Großraum" Italien, Kroatien, Inseln Mittelmeer.
Ich lese auch schon eine Weile hier im Forum quer bzgl. Fähren etc..
Nun stellt sich die Frage:
1.200 am Stück durchfahren (ca. 11 h) über Österreich oder Zwischenstopp?
Wenn Zwischenstopp (auf der Hin oder Rückfahrt), dann vielleicht mit was Sehenswerten verknüpfen (also 1-2 Übernachtungen - die natürlich dann auf der Insel fehlen)?
Spontan fällt mir da Verona oder Florenz ein. Beides noch für uns ein weißer Fleck auf der Karte.

Was raten die Kenner?
Sind die beiden Orte mit dem Zeitfenster eine gute Investition oder eher dann doch weder Fisch noch Fleisch?
Bereuen wir die fehlenden Tage auf der Insel?
Ich weiß noch nicht mal ob wir die Insel umrunden oder doch eher nur einen Bereich anvisieren. Erkunden ist schon verlockend vieles, aber es soll ja auch Urlaub vom Job sein und nicht nur stressig durch die Gegend fahren.
Dazu noch ein Hinweis: Ich fotografiere semiprofessionell und danach sind auch meine Ziele ausgerichtet. Kultur mal etwas kennenlernen ja, Architektur, Landschaft vorrangig.

Na da lass ich mich mal von Euren Meinungen überraschen.
Vielen Dank auf jeden Fall schon mal für die Unterstützung. ... kommen sicher noch paar Fragen. ;)
 
1) Ich gehe aufgrund Deiner Beschreibung davon aus, dass ihr in Livorno auf die Fähre nach Sardinien wollt. Dann ergibt im Hinblick auf die Fahrstrecke Florenz nicht so richtig Sinn, da ist man ja schon fast in Livorno gemessen am ersten Teil der Fahrt. Etwas „mittiger“ wäre da vernünftiger.

2) Die Strecke über den Brenner ist aufgrund von Baustellen in diesem Jahr recht stauanfällig, v.a. an den Wochenenden. Die Strecke Leipzig-Stuttgart-Bodensee-Mailand nach Livorno ist nur unwesentlich länger, Genua oder Savona als Abfahrtshäfen sind dann sogar nähere Alternativen.

Der Rest Deiner Fragen sind eher persönlicher Geschmack, zwei Wochen sind für Sardinien nicht sehr lange.
 
Zuletzt geändert:
Danke für Deine Einschätzung. Ja, Livorno übersetzen ist der erste Plan.
Ich bin völlig bei Dir, dass die beiden Orte als reine Zwischenstops um die Strecke aufzuteilen sinnfrei wären. Ich hatte es rein unter dem Aspekt des "Sehenswerten" mal überlegt.
Mich interessieren auch einfach mal die Erfahrungen von Insidern, ob so eine Strecke durchzufahren (auch wenn dann auf der Fähre die Nachtruhe winkt) oder wirklich ein mittiger Zwischenstop hilfreich ist.
Dabei trauer ich den 2x2 Tagen An- und Abfahrt halt noch und würde es im Block abrocken wollen.

Danke für den Baustellentipp Brenner!
Genua hatte ich zurück gesetzt, da dort die Überfahrt noch länger dauert und "Madame" bedenken hat wegen seekrank.
Schweiz durchqueren problemloser als über den Brenner?
Savona noch garnicht auf dem Schirm. Schau ich mir an.

Bei den zwei Wochen ist noch etwas Spielraum von 2-3 Tagen zusätzlich.
Ob wir dann die ganze Insel abfahren, würde sich vor Ort zeigen. Denke eher, dass der Norden schon vieles bietet und dann noch Ostenseite und da wird die Zeit schon nicht reichen.
 
Wir persönlich sind Nachtfahrer, ich finde es angenehmer. Wir reisen aber auch mit Kindern. Finde Zwischenübernachtung lohnt sich nie so richtig, verlängert nur die Anreise.
Ihr könntet ja sogar notfalls, falls gar nichts mehr geht wegen Müdigkeit, ne Runde Schlaf im Campervan einschieben.
Sollte die Route nachts durch die Schweiz gehen nur die Schließtage für Wartungsarbeiten am Gotthardt-Tunnel im Blick haben. Kannst du auf der Internetseite beim ADAC nachlesen.
Ansonsten landschaftlich toll und auch ein sinnvoller Zwischenstopp auf dieser Route wären die oberitalienischen Seen (Comer See, soooo schön).
Bei der Strecke übern Brenner vielleicht Südtirol. Am Kalterer See gibt's auch ein Camping direkt am See.
 
Ich würde euch dann den Gardasee empfehlen. Wir waren schon öfter auf den Cp Lido bei Lazise.
Bei dem passt eigentlich alles, hat u m die Zeit mit ACSI auch recht günstige Preise. Wir sind im Mai dort gewesen und sogar mit dem Fahrad nach Verona gefahren. Wirklich sehenswert.
 
Persönlich bin ich ein großer Fan von Mantua (Mantova) als Zwischenstopp auf der Strecke. Hübsche mittelalterliche Stadt, tolle Architektur und Kultur, Palazzo di Te, Palazzo Ducale. Außerdem ist das Essen hervorragend (mit Kürbis gefüllte Tortellini <3 ). Von dort sind es noch etwa 3-4 Std. nach Livorno, deshalb empfiehlt sich dann die Nachtfähre.
 
Sollte die Route nachts durch die Schweiz gehen nur die Schließtage für Wartungsarbeiten am Gotthardt-Tunnel im Blick haben. Kannst du auf der Internetseite beim ADAC nachlesen.
Wenn man von Leipzig über Nürnberg und Ulm fährt, wäre der Gotthard ein Umweg, üblicherweise nimmt man dann den San Bernadino. Die Strecke von Leipzig nach Genua bzw. Savona beträgt dann etwas mehr als 1000km, ist also deutlich kürzer als nach Livorno. Aber es hängt natürlich davon ab, wie man die Fahrt gestalten will. Eine Übernachtungspause im Allgäu ist auch nett.
 
Hallo Carl,
da Du ja weder Sardinien noch die Strecke dorthin mit all den verschiedenen Möglichkeiten kennst, wird es bestimmt schwierig für Dich zu entscheiden.
Alleine jetzt gibt es schon viele unterschiedliche Empfehlungen.
Das Gute an den Empfehlungen ist, dass Du alles neu kennen lernst und denkst wahrscheinlich überall, wie toll es dich dort ist.
Aber warte mal, bis Du erst am eigentlichen Ziel, nämlich Sardinien, bist.
Danach siehst Du manche Ort von der Hinfahrt bestimmt anders.
Muss nicht sein, aber ist schon wahrscheinlich.
Weil Gardasee mit Lazise? Das fand ich schon auch mal reizvoll, vor Sardinien.
Aber jetzt würde ich dort keine Nacht verbringen wollen. Auch nicht am Lago Maggiore.
Ist natürlich subjektiv. Ganz klar.
Tendenziell würde ich Dir auch zur Fahrt durch die schöne Schweiz raten. Und zu einem Tag Pause. Weil mit km "runterreißen", um dann einen Tag mehr auf der Insel zu haben, jedoch diesen Tag nach der Ankunft einfach erst mal geplättet von der Fahrt einfach genervt zu sein, alles irgendwie doch nicht so schön zu finden...das passiert häufig, wenn man Stress hat.
Für den Anfang auf der Insel mit Fotoapparat eignet sich wunderbar das Capo Testa. Und von dort aus lässt Uhr Euch treiben.
Aber nur Mut. Die Planung im Vorfeld, wenn man noch kein Gefühl für die große Insel hat, nicht weiß, in welche Richtung, ist wirklich anstrengend.
Aber Ihr habt Euch ein tolles Ziel ausgesucht. Und ein tolles Forum:).
Viele Grüße
Giov
 
Die Planung im Vorfeld, wenn man noch kein Gefühl für die große Insel hat, nicht weiß, in welche Richtung, ist wirklich anstrengend.
Hallo @giovanina, da muss ich dir gerade vehement widersprechen. ;)
Sardinien ist für mich DIE Insel oder Urlaubsregion zum Sich-treiben-lassen.

Vor gut 10 Jahren hatten wir uns sehr kurzfristig erstmalig für eine Woche Sardinien (im September) entschieden, größere Planungen waren gar nicht möglich. Nur Flug (Cagliari), Mietwagen und Übernachtungen für eine Rundreise hatten wir auf die Schnelle gebucht.

Dann haben wir geschaut, was kommt. Es war genial. Alleine schon die unterschiedlichen beeindruckenden Landschaften und die verschiedenartigen tollen Strände: ein Traum! Dann noch jede Menge Hinweisschilder zu mehr oder auch weniger bekannten Sehenswürdigkeiten, denen wir nach Lust und Laune gefolgt sind: fantastisch! Verköstigt haben wir uns unterwegs mit den lokalen Spezialitäten aus Tante-Emma-Läden in kleinen Ortschaften: einfach nur lecker!

So war jeder Tag war gefüllt mit Staunen und Genießen. Es war eine im wahrsten Sinne des Wortes wundervolle Reise. Und selbstverständlich nicht die letzte nach Sardinien. Außer den Übernachtungen haben wir auch danach nie etwas geplant, sondern haben uns immer treiben lassen und dadurch auch viel Schönes auf eigene Faust entdeckt, das man kaum bis gar nicht in Reiseführern findet.

@Carl28: Ich kann dir nur raten, die Reise ganz entspannt angehen zu lassen. Fotomotive wirst du zuhauf finden. Jagt nicht irgendwelchen Must-Sees hinterher, die durch die Presse getrieben werden und schon tausende Male fotografiert wurden, sondern entdeckt eure eigenen Highlights. Sardinien bietet viel mehr davon, als man sich aufgrund der immer gleichen Hotspots in den Medien vorstellen kann.

Ich wünsche euch ganz viel Vorfreude!
Karin
 
Kary, da habe ich mich wohl falsch ausgedrückt.
Denn genau das, was Du schreibst, ist das, was ich meine :).
Anstrengend ist die Planung.
Wenn man auf der Insel ist, kommt's eh anders, als geplant.
Aber bzgl. der Planung und dem Sich treiben lassen hatte es vor gar nicht allzu langer Zeit mal eine rege Unterhaltung hier gegeben.
Für manche ist es nun mal einfach notwendig, einen ungefähren Plan, eine Vorstellung von dem zu haben, was einen im unbekannten Land erwarten könnte, dessen Sprache man womöglich nicht kann.
Zudem setzt man sich gleichzeitig mit dem Urlaubsland auseinander und freut sich umso mehr darauf.
 
Ein Aufenthalt auf dem italienischen Festland lohnt sich in meinen Augen auf jeden Fall, vor allem auch wenn Du Dich für Architektur interessierst und wenn ggf auch zwei Übernachtungen in Frage kämen. Persönlich würde ich eher einen kleineren Ort wählen als Florenz.
Zur Route kann ich nichts sagen. Nur dies: Am Do 29.5. ist ja Auffahrt, da machen viele ein verlängertes Wochenende im Süden oder legen den Ferienbeginn auf dieses Datum, Staus sind vorprogrammiert. Auch darum würde ich, sofern ihr dann fahren wollt, nicht planen, durchzufahren, sondern das eher für die Rückreise in Betracht ziehen.
 
Guten Abend zusammen,
jetzt bin ich aber gleich mal geflasht von der super Beteiligung an einem Thema, was für viele von Euch längst nicht (mehr) so im Vordergrund steht.
Bei weniger Beteiligung hätte ich via Zitat jeden "geantwortet", aber so danke ich Euch allen für die echt hilfreichen Tipps.
Ja, eine grobe Planung brauche ich ja schon um die beiden Fährüberfahrten zu buchen. DEn Rest werden wir sicher dann vor Ort mehr oder weniger spontan angehen.
Die Insel komplett zu Umrunden habe ich aber doch schon fast verworfen. Ich kann mir halt, auch wenn ich schon einige YouTube-Trailer geshen und Beiträge gelesen habe kein richtiges Bild davon machen, ob es "unsere" Insel werden könnte. Euere Statements sprechen aber ja schon eine klare Sprache.
Ich/wir sind bisher immer die Ost-Nordsee-Fan´s und haben uns bisher z. Bsp. auch immer gegen Kroatien entschieden (Steinstrände, schon viel Betrieb ...).
Dazu kommt, das ich August letzten Jahres auf Island war mit meinem Sohn (23) und wir beide extrem fotoaffin sind und da an Orten waren, die abseits der Ringstrasse liegen. Und da ist die Frage, ob Sardinien da ran reicht.
Aber dafür locken da die beschriebenen "Karibikstrände", Badetemp., gut Essen und natürlich Entspannung.
Ich bin auch schon dabei, mehr Urlaubstage einzuplanen., da ich genau wie es Giov schreibt, mir sicher bin, das ich beim "Durchheizen" dann einen Tag zur Erholung erst mal brauche, da meine Holde den Bulli nicht fahren will.
Schweiz würde passen, mit den Pässen muß ich mich noch beschäftigen, genauso wie mit den Fähren (ist ja hier auch ein endlos Thema).

Auf jeden Fall erst mal Danke, ich arbeite mich weiter durch.
Und wehe - es ist auf der Insel nicht sooooo toll wie ihr alle schwärmt. ;)

VG Jörg
 
Persönlich bin ich ein großer Fan von Mantua (Mantova) als Zwischenstopp auf der Strecke. Hübsche mittelalterliche Stadt, tolle Architektur und Kultur, Palazzo di Te, Palazzo Ducale.
Da kann ich nur zustimmen. Mantova ist wirklich schön und sehenswert. Vor allem ist es nicht so überlaufen, wie Florenz oder die Städte am Gardasee. Der Palazzo Ducale ist eine Wucht, riesig und eigentlich noch prachtvoller als der Dogenpalast in Venedig. Falls ihr über diese Strecke fahrt und Zeit habt, dann ist auch Borghetto, die heimliche Tortellini Hauptstadt, einen Abstecher wert.20230913_132122.jpg20230913_124215.jpg
 
Hallo Jörg,
an einem Thema, was für viele von Euch längst nicht (mehr) so im Vordergrund steht
das würde ich so nicht sehen. Die Welt ist so groß und bietet so viele interessante Urlaubsmöglichkeiten. Sardinien war für uns jedoch das erste und bisher einzige Reiseziel, an das es uns wegen seiner Schönheit und Vielfältigkeit immer wieder hinzieht. Auch nach x Urlauben kann man dort immer noch viel Neues entdecken.

Ostsee-/Nordsee-Urlaube kenne ich auch. Sehr schön, aber längst nicht so abwechsungsreich.

Auf Island bin ich auch schon gewesen. Das war super. Sardinien ist zwar ganz anders, aber nicht weniger spektakulär, auch hinsichtlich der Fotomotive (wir sind leidenschaftliche Hobbyfotografierer), und bietet erstaunlich viel mehr als nur die wirklich tollen "Karibikstrände".

Und Kroatien & Co. haben wir aus denselben Gründen wie ihr auch immer gemieden.

Es hört sich für mich so an, als wärt ihr auf unser aller Lieblingsinsel genau richtig. Freut euch auf diesen Urlaub!

LG Karin
 
Ein kleiner Tipp falls ihr die Route durch den Gotthardtunnel wählt. Wir fahren mehrmals im Jahr durch den Tunnel und schauen immer, dass wir vor 6 Uhr morgens durchkommen, danach gibt es oft lange Staus. Aber auch unbedingt, wie oben beschrieben, die Nachtsperrungen im Blick haben.
Viele Grüße Dagmar
 
Hallo,

du hast ja wirklich schon sehr viel Inspiration erhalten. Ich komme jetzt auch noch:

Wir fahren im Mai ab Livorno und starten in der Bamberger Gegend.

Mit Zwischenübernachtung in der Schweiz (geplant Sufers). Wir fahren mit Motorrädern und der Weg ist das Ziel. Denke mit einem Camper ist es ähnlich - man möchte ja nicht möglichst schnell von A nach B kommen.

Übrigens: nach unserer letzten Sardinien Reise waren wir noch am Gardasee (Lazise)...danach nie wieder. Wir haben es als laut, voll und teuer empfunden....aber das ist nur unsere subjektive Meinung.

Viel Spaß bei deiner Planung und noch viel mehr Spaß auf einer traumhaften Insel.

Grüße
 
Guten Abend,
meine Güte, ihr werdet ja echt nicht müde zu schwärmen. Top!
Wir waren nach den genannten Gründen (Fahrstrecke, Frauchens Angst vor der schlimmen Seekrankheit - die sie real noch nie erlebt hat, der ganzen Reizüberflutung mit den Fährverbindungen) schon nach Alternativen für die "Mai-Runde" schauen (Lofoten, Polen, Baltikum, GB etc.), aber jetzt müssen wir uns einfach Sardienen anschauen.

Thema Fähre buchen:
Ich hatte bei Turisada auf der Seite mal eine Anfrage gestartet. Seit 3 Tagen gibt es aber da keine Reaktion/Angebot. Gibt es da was zu beachten, was ich übersehen habe?
Ist das wirklich so vorteilhaft bei denen?
 
Nur dies: Am Do 29.5. ist ja Auffahrt, da machen viele ein verlängertes Wochenende im Süden oder legen den Ferienbeginn auf dieses Datum, Staus sind vorprogrammiert. Auch darum würde ich, sofern ihr dann fahren wollt, nicht planen, durchzufahren, sondern das eher für die Rückreise in Betracht ziehen.
Das hatte da eher gedacht, die Massen kommen uns da entgegen und wir fahren mal fein antizyklisch in die Gegenrichtung. Wollte darum nicht am 31.05. zurückfahren, da dann ja die Rückreise schon wieder anrollen könnte. Muß ich noch mal durchdenken. Vieleicht auch erst am 17.05. starten und am 02.06. zurück. Aber da ist wiederum der Berufsverkehr am Start. Da es aber auch rückwärts einen Zwischenstop geben könnte/würde wären wir da auch flexibel.
 
Turisarda am besten telefonisch kontaktieren.
Und wenn ihr bisher eher gen Norden orientiert wart kann es auch sein, dass Sardinien doch nicht so passt, ist schon eine ganz andere Welt.
Fährüberfahrten können bei Sturm schon nicht ohne sein.
 
@Carl28 , ich hatte dich falsch verstanden, dachte dass ihr ende mai nach sardinien fahren wollt. Wenn ihr früher fahrt und ggf nach dem 31.5. zurückkommt ist durch touristen verursachter stau deutlich weniger wahrscheinlich.
Bei turisarda dauert es öfters mit einer antwort wenn der reisetermin noch eher weiter weg ist.
Was meinst du denn mit reizüberflutung? Ich fand die vergleichsweise kurze überfahrt von civittavecchia nach olbia am tag immer am angenehmsten, die autofahrt wird damit allerdings markant länger und wie die fahrpläne mittlerweile sind weiss ich auch nicht.
 
Bitte keine Angst vor Fährüberfahrten, insbesondere in der Jahreszeit. Ich habe bei insgesamt sicherlich über 40 Fahrten nur eine einzige mit richtig Wellengang erlebt. Und mittlerweile sind die Fähren auch so groß, dass sie einiges verkraften.
 
Schließe mich im Wesentlichen dem Mantova-Tipp an, von dort dann gleich weiter auf der Landstraße nach Parma und von dort via A15 ans Meer.

Alternativ, wenn du zwei Tage für die Anreise nimmst und auf Kontraste stehst: In Kufstein abfahren, via Felbertauern in die Dolomiten. Dort (morgens!) ein Highlight angucken - 3 Zinnen, Pragser Wildsee, whatever. Und dann via A27 und A13 nach Bologna. Umfährt das Elend auf den österreichischen Autobahnen bestmöglich.
 
hi Carl,

ich habe jetzt nicht alles gelesen. aber da wir seit inzwischen 26 jahren auch von leipzig nach sardinien via livorno pendeln, ein paar gedanken:
jung mit kleinem kind sind wir die strecke durchgefahren, das war stressig, aber ging doch, weil die urlaubstage begrenzt waren. teilweise am anfang sind wir auch nachts gefahren mit dem ergebnis: kind ausgeschlafen und unternehmungslustig, eltern am anschlag... wir mochten es nicht.

seit 2015 legen wir immer einen stopp in südtirol oder im trentino ein. wir fotografieren beide auch und allein deshalb ist es schon lohnenswert. wenn ihr also 2 nächte mehr einplanen könnt, wäre das vielleicht eine idee - campingplätze gibt es genug, zumal im mai. außerdem entzerrt es natürlich den stress über den brenner. natürlich auch gardasee, wie oben schon angeregt.

zurück sind wir bis vor ca. 5 jahren eigentlich immer in einem stück durchgefahren. anstrengend, aber es ging gut. notfalls bei stau könntet ihr ja noch irgendwo einen stopp einschieben, wenn ihr die urlaubstage auf sardinien nicht ganz ausreizt.

die brenner-situation behalten wir dieses jahr im auge, wir wissen noch nicht genau, wie wir es machen (wir fahren im september) - aber da solltet ihr schon auch ein auge drauf haben.
das mal zur anreise.

zu urlaubsorten: ihr müsst schauen, ob es gerade pfingstferien gibt bzgl vorbuchungen, denn dann ist es recht voll und man meint, halb freiburg und bayern ist mit dem womo auf der insel ;-) - wir haben schon verschiedenste urlaubsvarianten ausprobiert: einfach nur relaxen, relaxen mit wandern und kultur, viel sehen wollen, von ort zu ort, von norden nach west nach süd nach ost, sprache lernen und stadturlaub, meer und berge.... alles hat spaß gemacht. nur: insel umrunden in 2 wochen ist fast ein wenig respektlos gegenüber der insel - ist einfach zu groß und viel mehr als ein urteil über den straßenzustand, ein paar cps und strände hat man dann gar nicht zu erzählen.

was uns immer gefallen hat: ein ort für 7-14 tage und dann in die umgebung ausschwärmen (wandern, fotografieren, archäologie und immer den wegweisern nach), abwechselnd mit strand und jeder wie er will. oder auch 20 tage mit 3 standorten oder komplett ungeplant, alles schön. für uns passt es immer, wie wir es uns ausgesucht haben. das wünsche ich euch auch.



viele grüße durch die stadt
anke
 
Zuletzt geändert:
Früher sind wir von Berlin nach Sardinien gefahren. Morgens um 400 los und zum Mittagessen im München, Tegernsee… herrlich. Dann sind es weitere 6h nach Livorno. Ihr habt ja 2h weniger Fahrt. Durchfahren ist nachts auch kein Problem.

Sardinien ist ein derartiges Paradies, dass wir hier ganzjährig wohnen. Aber auch ca. 84 Wochen (7 Jahre mal 2 Wochenurlaub) gebraucht haben um alles zu sehen.

Kenne auch die Ostsee sehr gut (naja als in Berlin wohnhaft ehemals logisch) und die Farben des sardischen Meeres sind einfach umwerfend. Also da wird das Fotografieren nicht langweilig. Da bleibt kein Auge trocken…

Es gibt eigentlich nur 2 Optionen, entweder „Der Weg ist das Ziel“ oder „Ich brauche keine Therapie, ich brauche Sardinien“ … also nichts wie hin. Gerade je weniger Urlaubszeit desto mehr.

Und nicht zufiel planen. Schönen Urlaub!
 
Und wieder: DANKE an alle ... sowie spezielle Grüße an Anke!
Die Urlaubstage sind dieses Jahr etwas das Problem, da ich anspare für 2026 um min. 4 Wochen Patagonien zu machen neben den "normalen" Urlauben.
Habe gestern einen Bekannten getroffen, der ist auch schon durch gefahren, würde es aber nicht mehr tun.
Ich neige fast dazu die Insel noch mal zurück zu stellen und dann übernächstes Jahr min. 3 Wochen zu bleiben. Dann entspannt es sich und wir haben wirklich genug Zeit.
Ich denke die Entscheidung fällt am WOE.
Turisada hat heute übrigens auf meine Mail-Anfrage mit einem Angebot geantwortet. Macht wirklich einen sehr ordentlichen Eindruck. Zusatznachlass wäre auf der Rückfahrt auch drin, aber dazu müssen wir eher zurück als ursprünglich geplant.

Wie sind Eure Erfahrungen im Bereich Sanitär/WC auf mittleren bis etwas gehobenen CP?
Hatte mir gestern wieder paar YouTube-Trailer angeschaut und dort schnitt der WC-Bereich eher unterdurchschnittlich ab. Klar, bei 5-Sterne passt das dann alles.

VG Jörg
 
Wenn wir auf der Rückreise über Livorno fahren, dann planen wir gerne 1- 2 Nächte um Brixen ein. Brixen ist wunderschön, kleine Gassen, schöne Geschäfte und eine tolle Umgebung.
Geb ich Dir Recht, haben wir vor Jahren auch so empfunden. Hatten da mal im Skiurlaub einen Tagesausflug hin unternommen.
Interessante Bilder von den Kreuzgewölben, aber sowas schauen wir uns 1-2x an.
Mein Bekannter von gestern (s. zeitgleiche Antwort) erwähnte aber auch, das viele interessante Städte auf der Insel für SEINEN Geschmack nicht so vordergründig eine Rolle spielen, viel eher die Strände.
 
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