Deutscher Kindergarten/ Schule in Alghero?

StellaCadente

Neues Mitglied
Hallo zusammen,

wir (mein Mann und ich) haben schon lange den Traum, unser Haus hier in Bayern zu verkaufen und nach Sardinien zu gehen. Weiß hier jemand, ob es einen deutschsprachigen Kindergarten in Alghero gibt? Bzw. eine deutschsprachige Schule?

Bitte nicht falsch verstehen, natürlich wollen und werden wir uns integrieren. Jedoch habe ich ein wenig Sorge, dass unsere Kinder, die kein Italienisch sprechen, Probleme haben könnten. Primär lernen Kinder Sprachen schnell durch Freundschaften, aber wenn es zB um Hausaufgaben geht könnten wir als Eltern ab einem gewissen Level evtl. nicht mehr helfen. Unser Großer hat leider auch das Problem, dass er schwer mit Kindern ins Spiel kommt. Er bekommt daher hier in D seit einer ganzen Zeit eine therapeutische Begleitung. Deswegen wäre es für ihn auch sehr viel leichter, wenn er erstmal "nur" die Gegend, nicht aber die Sprache wechseln müsste (das nur in aller Kürze zum Hintergrund meiner Frage).

Ich danke euch vorab!

LG
 

Frank

Sehr aktives Mitglied
Die Bundeswehr ist schon lange weg von der Insel !!!
Also nix deutsche Schule oder Kindergarten !

Bei den überwiegend vielen residenten , teutonischen Rentnern , die sich hier auf der Insel rumtümmeln , wäre eher der Beruf als deutschsprachiger Kranken-oder Altenpfleger eventuell zukunftsorientierter.:D

Wer heut zu Tage Kinder hier in Sardinien groß ziehen will , muss schon sehr sehr mutig sein. In einer Region mit einem der schlechtesten Schulsystemen und der höchsten Schulabbrecher-rate sollte man sich das sehr gut überlegen. Von den Lücken und Folgen der Pandemie ganz zu schweigen.
Lieber mit den Kids jedes Jahr zumindest einmal in den Urlaub nach Sardinien kommen.;))
VG F.
 

corona niedda

Sehr aktives Mitglied
Hi stella cadente,

hab mehr als ein Jahrzehnt auf der Insel gelebt.
aber wenn ihr im Vorhinein schon sagt dass eure Kids wohl Sprachprobleme haben werden, dann hab ich echt Zweifel dass das so toll für euch sein könnt
zumal derzeit auch viele Sarden den Ausländern megakritisch gegenüberstehen, weil die bringen ja das Virus, früher brachten sie immerhin Geld...................................... heut ist das definitiv anders und in dem Dorf wo ich bisher lebte mag ich definitiv nicht mehr leben, die sind alle irre vor Angst und gehen nicht mehr ohne Maske ausm Haus.........................................................................
da gibts enorme Spannungen und Ausländer sind halt oft die Sündenböcke
nicht so nett für junge Kiddis, würd ich net riskieren...................................
so sehr reflexionswillig sind die meisten da nicht, aber vielleicht ja woanders, weiss ich net

von daher überlegt euch das gut
Sardinien is nicht die Insel der Seligen
sondern auch da gibts Mobbing, Ausgrenzung, Dumpfbackentum und Rechtslinksdenken

könnt auch in DE euch nen guten halben Hektar Land anschaffen, habt ihr ne Existenzsicherung.......
 

Bea2

Sehr aktives Mitglied
@ Christine, wenn ich mich recht erinnere, hast du den ganzen Look down gar nicht hier bei uns gemacht
und denke du bist noch gar nicht zurück aus deinem "Exil".

Ich lebe ähnlich lange wie Christine in der Region Bosa, Magomadas oder Tresnuraghes.
Es stimmt, dass die Einheimischen, sogar die Emigranten aus Norditalien, die noch das Haus der Familie im Dorf haben, geschnitten haben, weil der Virus angeblich aus Norditalien eingeschleppt wurde, aber ich kann mich nicht beschweren.
Die Emigranten, jetzt meist im Rentenalter, die auch noch Familie hier haben, kommen meist zu Ostern und reisen Ende September wieder ab.
Ich kann mich nicht beschweren, alle behandeln mich wie die eine Einheimische.
Während des Look down wurde über die Deutschen und Frau Merkel insbesondere geschimpft,
weil sie nicht mit Masken ausgeholfen hat, aber das waren nur die Dummen und die gibt es überall.

Also lasst euch nicht bange machen.

Ich kenne eine Familie, die ist mit Kindern nach Sardinien gezogen, die waren im Abituralter, keiner in der Familie sprachen vernünftig Italienisch.
Sie haben hier ihr Abi gemacht und sogar studiert.

Eine andere sardische Familie, hat die ersten drei/fünf Lebensjahre der Kinder in Dublin gelebt.
Die Kinder sprachen also schon Italienisch und Englisch.
Von dort sind sie in die Schweiz gezogen.
Was für eine geniale Change für die Kinder, gleich drei Sprachen automatisch zu lernen.

Buona Fortuna

Bea2
 

Malo

Sehr aktives Mitglied
@corona niedda - das ist schon eine sehr negative Einstellung!
Wir leben seit über 10 Jahren auf Sardinien und haben keine derartigen Erfahrungen gemacht, auch in diesem Jahr nicht. Dass die Menschen hier die Regeln befolgen, finde ich eher gut, als dass ich darüber aufregen würde.
 

StellaCadente

Neues Mitglied
Muss es Alghero sein? Ich könnte mir vorstellen, dass Du im Großraum Cagliari wegen der Bundeswehr eher fündig wirst.
Nein, muss es nicht. Nur kennen wir da eben schon seit vielen Jahren recht viele Leute, da wäre es etwas einfacher als "ganz von 0" anzufangen......

Es kann auch im Süden sein. Da haben wir ein Angebot in Villasimius.
 

StellaCadente

Neues Mitglied
Genau deswegen bin ich hier. Damit ich eben NICHT blauäugig in ein Inferno renne. Wir haben langjährige Freunde in Alghero (Sarden), ich weiß nur zu gut um die "Nachteile". Aber es hat auch Vorteile, von D wegzugehen.

Ich würde sofort meine Zelte hier abbrechen, wenn ich keine Kinder hätte (ich bin selbstständig und kann überall auf der Welt mein Business online weiterführen). Und eben weil ich mich um ihre Zukunft sorge möchte ich mich vorher gut informieren. Meine Kinder gehen vor.
 

Claudius

Sehr aktives Mitglied
Hab es eventuell überlesen, könnt ihr denn italienisch? Also ihr als Eltern?

Zweite Frage: wie alt sind denn eure Kinder? Speziell der "Große"? Klingt nach 5?


Bilingualität von Kids ist sehr schnell erreichbar.... je jünger desto besser.
Haben hier in Berlin Nachbarn:
Mutter Schwedin, Vater Deutscher... die kleine 4jährige spricht deutsch, englisch und schwedisch /Lieder singt sie mir aber nur in schwedisch vor....)

Meine Empfehlung, wenn es der Business zulässt.... aufauf.
P.S.: auch unter dem Aspekt, das überraschend viele Sarden deutsch sprechen.... also es müsste sich was finden für die kids.
 

LA -Lorenz

Sehr aktives Mitglied
Genau deswegen bin ich hier. Damit ich eben NICHT blauäugig in ein Inferno renne. Wir haben langjährige Freunde in Alghero (Sarden), ich weiß nur zu gut um die "Nachteile". Aber es hat auch Vorteile, von D wegzugehen.

Ich würde sofort meine Zelte hier abbrechen, wenn ich keine Kinder hätte (ich bin selbstständig und kann überall auf der Welt mein Business online weiterführen). Und eben weil ich mich um ihre Zukunft sorge möchte ich mich vorher gut informieren. Meine Kinder gehen vor.
welche vorteile? ich bin seit1988 regelmäßig auf sardinien (2-3 pro jahr) haben das haus in olmedo, sowie ein großes grundstück. ich bin gerne hier, bin aber auch immer wieder froh wenn ich zu hause in landshut bin.
wirkliche vorteile um die zelte in bayern abzubrechen habe ich bis dato noch nicht erkannt, im gegenteil der bürokratismus ist hier schon grenzwertig, auch ist nicht alles so ehrlich wie man vermuten mag.
ich kenne jetzt nicht eure probleme, aber vieleicht hilft ja auch schon ein umzug in deutschland, denke einfach das der schritt schon gewaltig ist auf eine insel zu ziehen, wie gesagt insel, da ist es nicht so einfach mal irgendwo hinzufahren um bekannte zu besuchen, bzw mit kosten und viel zeit verbunden.
aber klar ihr könnt machen was ihr wollt, würde aber noch andere alternativen betrachten.
lg
lorenz
 

amichetto

Sehr aktives Mitglied
Wir haben hier deutsche Freunde, die seit 30 Jahren auf der Insel wohnen. Beide Kinder sind in Deutschland geboren und auf der Insel aufgewachsen. Den Eltern wurde empfohlen, mit den Kindern zuhause nur deutsch zu reden, denn italienisch würden sie von den anderen Kindern im Kindergarten/Schule lernen.
Beide Kinder haben in Cagliari das Abitur gemacht, die Tochter als Jahrgangsbeste. Sie spricht fließend italienisch, deutsch, englisch und spanisch.
Die Sprache dürfte also für die Kinder kein Problem sein.
In diesem Sinne, auf zu neuen Ufern!
 

Malo

Sehr aktives Mitglied
Auch wir haben Freunde ( aus Österreich), die mit einem damals noch nicht schulpflichtigen Kind vor 8 Jahren hierher ausgewandert sind und es bis heute nicht bereut haben. Das Kind sprach schneller gut italienisch als die Eltern!
Sie hatten sich erst für ein Jahr in einem Ferienhaus eingemietet, um zu sehen, ob ihnen der Ort zusagt und auch alles andere passt und dann ein Haus auf dem Land gekauft (in der Nähe eines ganzjährig belebten Städtchens mit Schulen und Einkaufsmöglichkeiten sowie einem Krankenhaus ).
 

Sbodeschuh

Sehr aktives Mitglied
Ich sehe das Problem auch von zwei Seiten.
1.Wer in Deutschland Mühe hat, ein zufriedenes Leben zu führen wird es in Sardinien nicht a priori einfacher haben. Da muss es schon wirklich stichhaltige Gründe fürs Auswandern geben. Aber das können wir hier aus der Entfernung sicher nicht beurteilen.
2.Was die Sprach-, Schul- und Kindergartensituation angeht, traue ich mir allerdings einige Kompetenz zu. Und da würde ich dringend zu einer Beschulung in der Landessprache raten. Kinder unter 8 bis 9 Jahren lernen rasend schnell die dort gesprochene Sprache. Das Aufwachsen im Dunstkreis einer deutschen Schule oder eines deutschen Kindergartens beeinflusst das komplette Leben der eingewanderten Familie in der Richtung, dass Integration doch eher erschwert wird. Einfach, weil die Kreise in denen man sich bewegt eher deutsch sein werden als einheimisch.
Der langen Rede kurzer Sinn: Ich würde meine Kinder immer in die Regelschule schicken.
 

sirena

Sehr aktives Mitglied
Ich stimme "Sbodeschuh"zu 100% zu aber mir wäre die schulische Bildung in Italien für meine Kinder nicht ausreichend genug.
Deshalb würde ich meine Kindern zusätzliche private Bildung in Form von Sprachkursen, musischer Bildung und auch auf mathematischem und naturwissenschaftlichen Gebiet zukommen lassen.
In wie fern man das über private Kurse oder Volkshochschulkursen auf Sardinien angeboten bekommt, weiß ich nicht.

Falls dies auf Sardinien nicht möglich ist, würde ich die langen Sommerferien in Italien dazu nutzen und meinen Kindern zusätzlich in Deutschland Kurse anbieten. Wenn sie älter sind auch in Form von Austausch mit Schülern anderer Länder.
Von diesen Schüleraustausch-Angeboten, die meine Kinder während ihrer Schulzeit mit England, USA, Indien und Frankreich hatten, hat die ganze Familie profitiert und ich sehe dies, gerade in der jetzigen Globalisierung als enorm bereichernd an.
Im Kindesalter lernt man auch viel leichter und schneller.
 

LA -Lorenz

Sehr aktives Mitglied
Deshalb würde ich meine Kindern zusätzliche private Bildung in Form von Sprachkursen, musischer Bildung und auch auf mathematischem und naturwissenschaftlichen Gebiet zukommen lassen.
..... eine vernünftige handwerksausbildung würde reichen, dafür reicht eine normale schulausbildung, die kinder muss man nicht unbedingt den stress schon so früh aussetzen.
meine meinung
 

Malo

Sehr aktives Mitglied
Die Tochter einer anderen befreundeten Familie (sie Deutsche, er Sarde - beide arbeiten) studiert in Sassari Zahnmedizin (bekam leider in Cagliari keinen Studienplatz), ihre Freundin will Kinderärztin werden und büffelt gerade für die Aufnahmeprüfung. Ich denke, beide werden es schaffen und später auch eine Anstellung finden.
 

ogliastra

Aktives Mitglied
Ich lebe seit ueber 10 Jahren in Sardinien und habe 2 Kinder bekommen hier. Mein Mann ist Sarde, die Kinder sprechen Deutsch, Italienisch und Sardisch. Mit der Schule habe ich keine größeren Probleme als meine in Deutschland lebenden Freunde, im Gegenteil, was die manchmal so gerade so aus Berlin erzählen, da stehen mit die Haare zu Berge.
 
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