Deutsche Touristin im Mont'Albo vermisst

leerotor

Sehr aktives Mitglied
Hallo Helga
danke für die genaue info
Dieser autofundort ist genau der "Parkplatz(km 20)" wie im rotherführer tour nr 13 pt catarina:
das heisst hier wurde nicht einfach so rumgewandert sondern ganz gezielt diese tour angegangen.
damit kann man mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit sich auf diese überschaubare tour beschränken.
pt catarina1.jpg

es gibt hier eigentlich nur zwei Bereiche wo man "spurlos " verschwinden kann: die imho grösste Wahrscheinlichkeit ist der rote Bereich.
in diesem Bereich mit üppiger Vegetation reicht es nicht einfach den weg abzugehen(das dürfte sicher bei dieser Suchaktion gescheen sein)

ich hab in diesem Bereich hauptsächlich schöne Schmetterlinge fotografiert, aber zwei bilder zeigen die dichte Vegetation doch
pt catarina rot1.JPG


pt catarina rot2.JPG

Wie schon in einem früheren beitrag erwähnt wäre eine suche mit Spürhunden hier angezeigt.


Der andere Bereich mit verdeckender Vegetation wäre die kleine ecke im Bereich campu susa, da in diesem flachstück die Wahrscheinlichkeit eines ausrutscher ehr gering ist (auf dem Foto die bäume am sattel links)
pt catarina blau.JPG
blick vom gipfel pt catarina auf den aufstiegsweg. die gr grüne fläche ist der campu susa

sollte es jemand geben der mehr als meine drei worte ital spricht kann er/sie sich mit der suchmannschaft austauschen um näheres zu erfahren
gruss felix
 

helga

Sehr aktives Mitglied
@leerotor, Deine Fotos und Karte veranschaulichen die Situation ganz gut.
In einem Bericht wird der Einsatz von Suchhunden erwähnt, die unità cinofile. Hier wurde wahrscheinlich schon das Mögliche getan.
Le ricerche, partite subito dopo la segnalazione del 18 ottobre, sono proseguite senza sosta con vigili del fuoco, unità cinofile, carabinieri e personale di Forestas e soccorso alpino, senza però alcun risultato.
 
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Sabina

Sehr aktives Mitglied
Es gibt wirklich sehr einsame 'Ecken' auf Sardinien... ich bin auch schon einmal allein gewandert.. aber habe dann genaue Infos weitergegeben, wann ich wo sein werde (sollte) und einen Treffpunkt mit meinem Partner ausgemacht.. ich bin niemandem auf der Strecke begegnet und es gab Geröllfelder etc..

Sicher ist es auch schön so einsam, aber ich würde längere Strecken nicht allein gehen;
 

sirena

Sehr aktives Mitglied
"Wie schon in einem früheren beitrag erwähnt wäre eine suche mit Spürhunden hier angezeigt."

Es kommt darauf an zu welchem Zeitpunkt man mit welchen Hunden sucht und auf welche "Gerüche" die Hunde trainiert sind.

Nach so langer Zeit wäre es sicher sinnvoll in dem besagten roten Bereich mit gut ausgebildeten Leichenspürhunden zu suchen.

Sollte es auf Sardinien keine solche Hundestaffel geben, könnte man sich auch an eine Staffel in Deutschland wenden. Die Helfer dort arbeiten i.d.R. ehrenamtlich und bezahlt werden müssen die Reisekosten, Unterkunft und Verpflegung.
Über das Deutsche Rote Kreuz oder Bergwachten kommt man an die Adressen von Hundestaffeln/Hundeführern, die auch privat tätig werden können.
 
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DianaH

Mitglied
Danke für die interessanten Beiträge. Wie schon im Bericht 16 von mir erwähnt, glaub ich das sie nicht einem alpinen Unglück ausgesetzt wurde
sondern einer anderen "Machenschaft" zum Opfer gefallen ist. Und deswegen wäre jeder Hinweis wichtig, da sie evtl. auf der Insel anderweitig
noch gesehen wurde. Kriminalität gibt's in jedem Land, aber durch Berichte aus den Medien ist es wohl nicht das erste mal, dass Menschen auf
Sardinien verschwinden bzw. das andere schlimme Dinge passiert sind :-(
 

sirena

Sehr aktives Mitglied
@DianaH: Was meinst du mit "andere Machenschaft"?
Sprichst du da die Entführungen in den späten 70 igern und 80 iger Jahren an?
Die "wilden und kriminellen" Jahre sind doch längst vorbei und so weit ich weiß, sind damals keine Deutschen entführt worden.

Ich habe keine Berichte über andere verschwundene Menschen auf Sardinien gefunden.
 

DianaH

Mitglied
Das hoffe ich sehr, dass die italienische Polizei in allen Richtungen ermittelt.... @sirena, ja das spreche ich an und noch andere Dinge...
Wir hoffen einfach weiter, dass es bald Erkenntnisse gibt...
 

HansP1

Sehr aktives Mitglied
Jetzt beruhigt euch mal wieder, Diana kennt sich auf unserer Insel nicht aus und wer halt keine persönliche Beziehung hat, ängstigt sich mehr als wir das tun. Selbst hier im Forum gibts noch Leute, die nur mit gemischten Gefühlen in die Barbagia fahren, einen großen Bogen um Orgosolo machen und wahrscheinlich durch Nuoro mit Vollgas fahren.
Die neu hinzugekommenen möchte ich davon unterrichten, dass Diana und ich aus der gleichen Stadt kommen und wir uns auch privat austauschen. Es ist halt für alle Freunde und Verwandten eine Achterbahnfahrt zwischen Bangen und Hoffen und da seid doch so gut und seht Diana die eine oder andere Äußerung nach. Mir hat Diana z.B. gesagt, man befürchte auch, daß ihre Freundin der Organspendemafia in die Hände gefallen ist, lassen wir das einfach mal so stehen. Diana hat gerademal 10 Beiträge geschrieben hat also keine Vorstellung, wie das so ist bei uns.

Hans
 

Feuerpferd

Sehr aktives Mitglied
Ja klar, die Phantasie lässt sich nicht aufhalten in dieser Situation, dass kann ich mir lebhaft vorstellen. Ich habe diese Organhandel-Geschichten auch mal gehört, allerdings ging es da um Sizilien. Aber wenn wir davon ausgehen, dass das ein lukratives Geschäft sein soll, dann legt man sich nicht dort auf die Lauer, wo alle Jubeljahre mal ein einsamer Wanderer vorbeikommt. Das soll jetzt um Himmels Willen nicht herzlos rüberkommen, aber vielleicht nimmt es Deiner Sorge eine grässliche Variante ab.
 
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DianaH

Mitglied
Danke Feuerpferd und Hans für die Beiträge... Es ist einfach diese Ungewissheit was passiert ist und da "spinnt" man sich alles mögliche zusammen. Wir hoffen,dass bald Lichts ins Dunkle kommt und hoffen weiterhin....
Ich werde die Insel auf jedenfall Anfang nächstes Jahr besuchen und mir selbst einen Eindruck davon machen...
 

DianaH

Mitglied
Nein wir wissen leider nach wie vor nichts ... Ich werde jetzt hoffentlich zeitnah die Insel besuchen ...möchte mir selber einen Eindruck machen...
 

Sabsebinchen

Sehr aktives Mitglied
Ich dachte das auch gerade... Ich hoffe ganz fest dass es eurer Freundin gut geht. Wo auch immer sie sich befindet.
 

Verano

Mitglied
Beim Durchstöbern des Forums eben auf diese traurige Ansammlung von Suchanfragen und -Infos zu dieser Frau gestoßen. Puh!
Konnte die Angelegenheit denn geklärt werden endgültig?
Oder blieb die Suche bis heute ohne Ergebnis?

Was ich mich gerade ganz persönlich frage - ob ich mich überhaupt allein auf Wanderung begeben würde?! Eher nicht.
Es bleibt immer ein Restrisiko.
Aber vielleicht ist diese Frau ja sehr erfahren und kennt sich überdies bestens aus vor Ort.

Tragisch so oder so.
Der Mann meiner Cousine ist einmal vor 8 Jahren im Harz verschwunden - nach drei Tagen wurde er gefunden - war mit dem Mountainbike verunglückt. Man hat ihn gerade noch rechtzeitig gefunden. Es war Hochsommer und entsprechend heiß... Seine Fitness rettete ihm das Leben, wie es seinerzeit hieß. Weniger sportlich hätte er das nicht überlebt, wurde gemunkelt.
Heute geht's ihm mit leichten Einschränkungen gut.
 

Beppe

Sehr aktives Mitglied
Traurige Gewißheit,

gestern morgen wurden im Montalbo (nach nunmehr ca. 2,5 Jahren) die sterblichen Überreste der vermißten Deutschen gefunden. Die Identifikation war insofern einfach, da sie auch Ausweispapiere mit sich führte,

 

iKebben

Mitglied
Eine sehr traurige Gewißheit aber sicherlich auch eine "Erleichterung" nun endlich abschließen zu können.
Bleibt zu hoffen das es kein Fremdverschulden war.

Mein Beileid an Freunde und Familie.
 

AnnaM

Neues Mitglied
Hallo zusammen, wir waren Freunde seit unserer Jugend. Wir haben uns nicht mehr oft getroffen, dafür aber umso intensiver. Sie fehlt uns sehr. An dieser Stelle möchte ich mich noch ganz herzlich bei Euch bedanken – Eure Beiträge und Diskussionen haben uns mehr Einsicht gebracht, als die kurzen Meldungen in den Zeitungen. Danke auch, dass ihr das Thema sachlich und trotzdem mitfühlend angegangen seid.

Jetzt hat man sie also gefunden. Wisst Ihr wo? Ich frage mich immer, wie kann ein Waldarbeiter per Zufall über Ihre Überreste stolpern, wo Suchtrupps bis zu 100 Mann erfolglos waren… ist sie eine andere Strecke gelaufen als vermutet? Wir waren vor 2 Jahren auf Sardinien und sind eine Strecke gelaufen, die mir nicht besonders gefährlich erschien. Falls Ihr etwas dazu wisst, wäre schön, wenn Ihr uns einen Hinweis geben könnt.
 

sardegnaorange

Sehr aktives Mitglied
liebe Anna,

ich kann nichts beitragen zur aufklärung zum tod deiner freundin - aber fühl dich mal gedrückt von mir (fremden).

ich trauere gerade um meine eltern und weiß, wie sich das anfühlt (und viele andere hier sicher auch). ich weiß auch nicht so genau, wie, woran oder warum meine mama gestorben ist. es ist jetzt einfach realität und das innerliche fragen bringt keine antworten - wir müssen das einfach akzeptieren, wie es ist - oder?

lass uns einfach trauern. ich glaube, dass in der trauer auch eine kraft ist oder daraus eine neue kraft entstehen kann. man "irrlichtert" irgendwie - aber ich denke, es rückt sich zurecht, denn das ist das leben... mit dem tod.. . zumindest wünsche ich das allen, die ihre menschen vermissen.

ganz liebe grüße und ich hoffe, du kannst damit umgehen - und natürlich auch die angehörigen der familie
 

Sabina

Sehr aktives Mitglied
Liebe Anna,
es ist immer schwer das Richtige zu schreiben, wenn man jemanden nicht kennt oder kannte. Ich wünsche Dir und der Familie viel Kraft in dieser Situation!

Was aber das Wandern auf Sardinien angeht, es ist wohl so, dass die Insel und die 'wilde' Natur hier manchmal unterschätzt werden - es gibt sicher auch einige Wege, die 'einfach' sind oder wo noch so mancher unterwegs ist - die nicht ganz so einsam sind;
aber es gibt auch viele Strecken, die komplett einsam sind und auch nicht ungefährlich - das muss gar nicht weit von dem nächsten kleinen Ort entfernt sein oder von dem nächsten Parkplatz, man wandert eine halbe Stunde und es gibt nur noch Natur pur; es kann sehr heiss sein, steinig, ich bin mal ein ausgetrocknetes Bachbett hinter San Pantaleo hochgewandert - und es war eine sehr anspruchsvolle Wanderung - keine Menschen unterwegs, aber wir waren zu zweit - allein und hier stolpern wäre sehr gefährlich, auch wenn das nächste Dorf nah ist; Telefonempfang gab es hier auch nicht. Es hilft jetzt niemandem mehr, aber man sollte nicht allein gehen.
 
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