@Georgie
auch sprachetymologisch sowie linguistisch ist der heutige Gebrauch sogar eher falsch!
Die Begriffe: Männer und Frauen umfassen einfach die Gesamtheit einer Volksgruppe oder Volksgemeinschaft.
Die herausragenden, spezialisierten Einzelgruppen einer Volksgruppe waren/sind die Herren, Ritter, Spitzen- und Amateursportler u.ä. Insofern bezeichnet im Sportbereich die Verwendung von: Herren und Damen lediglich die aus der Gruppe der Männer und Frauen herausragenden Spitzen- oder Topathleten (Teilgruppe).
Ursprünglich war/ist Herr eine Standesbezeichnung und ein Herrschaftstitel und bezeichnete zunächst nur die Höhergestellten gegenüber den Geringeren (z.B. allen Männern). Im lateinischen leitet es sich von dem Wort "Dominus" ab und aus dem weiblichen Äquivalent "Domina" ist hieraus dann u.a. das deutsche Wort Dame entstanden.
In den Städten ging der Name Herr auf die obrigkeitlichen Personen über; allgemeiner wurde er auch für Familienoberhäupter, für Geistliche, überhaupt für Personen, die Gewalt über etwas hatten (wie z.B. auch auf Spitzen- und/oder auf Amateursportler übertragen) gebraucht. Auch der der heute durchaus noch verwendete Wortgebrauch von „Dienstherr“ macht z.B. das Unterstellungsverhältnis eines Beamten bzw. eines Angestellten im öffentlichen Dienst deutlich.
Die herausragenden, spezialisierten Einzelgruppen einer Volksgruppe sind die Herren, Ritter, Spitzensportler u.ä. Insofern bezeichnet im Sportbereich die Verwendung von: Herren und das weibliche Pendant Damen lediglich die herausragende(n) (leistungsstärkere(n) !) Gruppe(n) der Spitzen-, Profi- und/oder Amateursportler.
Ergebnis:
Die Verwendung von den Begrifflichkeiten: Herren und Damen z.B. in der Definition und Ergebnisberichtserstattung im Sportbereich, will hiermit nur wertfrei ausdrücken, daß es sich im folgenden um höher oder hochqualifizierte Sport-, Spitzen- oder Amateursportler handelt, also einer höher qualifizierten Teilgruppe aus einer Volksgemeinschaft (Männer + Frauen), quasi derjenigen, die auf der Erfolgsleiter bereits weiter oben sind und nunmehr bestrebt sind, ganz nach oben aufs Siegertreppchen zu kommen, nämlich: zu den Besten der Besten zu gehören!
Übrigens:
Bezeichnend für den wohl heute auch immer noch recht wirren bzw, bevorzugten Sprachgebrauch:
Cornelia Poletto in: Die Küchenschlacht diese Woche: "viel Spaß bei bei der Damen-Fußball WM" (sic)
Im Morgenmagzin der ARD diese Woche mehrfach: "...bei der Damen-Fußball WM .." (sic)
In diversen Sportsendungen des ZDF bei Berichterstattungen zu WM Spielen: " .bei der Damen-Fußball WM" (sic)
Wahrscheinlich ließe sich die Liste noch unendlich fortsetzen.
Und noch was
@Georgie:
Damenfußball (Neudeutsch jetzt: Frauenfußball) gibt's mit Ligen und Pokal jetzt seit gut etwa 40 Jahren.
Gute Freunde und Bekannte von mir, die u.a. Frauen-Nationaltrainerin in D war wie auch mein Freund F.,
der Damen-Bundesligaerfolgstrainer war, sowie Damen-Nationalspielerinnen, die mit mir segeln gingen, alle sprachen eigentlich immer nur vom Damenfußball. Der vehemente Gebrauch des neudeutschen Wortes 'Frauenfußball' gibt's gerade erst mal seit ein paar Jahren.
Und auch viele der ehemaligen National- und Bundeligaspielerinnen empfinden den jetzigen Gebrauch des Begriffes: Frauenfußball sogar eher als abwertend und bevorzugen insofern nach wie die Verwendung: Damenfußball (!!!).
so do I
