Chinesen wollen auf Sardinien investieren
Leider schaffen die chinesischen Läden keine Arbeitsplätze für Sarden. Die Familie arbeitet immer mit auch wenn die Frau kurzzeitig im hinteren Eck ihr Baby stillt... Was mich aber wirklich stört das immer wieder festgestellt und beschlagnahmt wird die teilweise gefährlichen Dinge die dort für wenig Geld verkauft werden, jehnseits jeglicher Sicherheitsnormen:-( Sie spekulieren halt auf die teils geringe Kaufkraft der Sarden die dieses dann unwissend kaufen da sie aufs Geld achten müssen und nicht gute Qualität in sardischen Fachgeschäften bezahlen können...:-((
 
Nicht nur auf der Insel, auch hier folgender Artikel https://www.wiwo.de/22637028.html?share=mail
Genau so ist es.
Auf die sogenannte gelben "Gefahr" wurde bereits vor 20 Jahren hingewiesen.
Nun nehmen die Chinesen Geld in die Hände und investieren Weltweit.
Aus Kommunalpolitischer Sicht.......viele Vorteile......sollte man auch nutzen.
Staatspolitisch und aus Europäischer Sicht.........Europa schläft immer noch und zankt sich um banalitäten, um die
eigenen Kassen mit Zinserträgen aus der sogenannten Solidargemeinschaft zu füllen.
 
Hallo
also dass mit den chinesen ist die eine Sache .......
was mich aber richtig nervt ist, dass man jetzt überall höllisch aufpassen muss um keine "pomodori" aus ollandia zu erwischen
mfg felix
 
Die Textilindustrie im Norden der Toscana ist doch schon lange in 'chinesischer Hand', leider.

Einzelne Läden okay, kann wohl keiner verbieten, allerdings ging es ja in der Ausgangsfrage um 'Investitionen' und das kann ja alles und nichts bedeuten; ich wünsche mir für Sardinien auf jeden Fall, dass keinerlei 'Ausverkauf' (Schlussverkauf ????!!) stattfinden wird, egal an wen oder was, die Sache mit der Costa Smeralda und dem dort verkauften Land vor einigen Jahrzehnten sollte doch als Erfahrungswert reichen;

salve
Sabine
 
die Sache mit der Costa Smeralda und dem dort verkauften Land vor einigen Jahrzehnten sollte doch als Erfahrungswert reichen
Im Fall der Costa Smeralda würde ich nicht von Ausverkauf sprechen. Natürlich wollte Aga Khan, als er 1962 den keinen Landflecken in der Gallura kaufte und das Konsortium gründete, in erster Linie Geld verdienen. Aber mit heutigen Landübernahme-Projekten à la Katar kann man das nicht vergleichen. Die von renommierten internationalen Architekten entworfenen Villen und Städtchen sind zwar aus der Retorte konstruiert, aber kein Schandfleck für die Insel.
Hier ein (wie immer) lesenswerter Artikel von "Pecora Nera":

https://pecora-nera.eu/costa-smeralda-die-alte-kueste-gibt-es-noch/
 
hai ragione, Günther, ich sehe die Costa Smeralda auch von 2 Seiten, die Architektur ist auf jeden Fall gelungen, wenn auch etwas künstlich; aber man kann immer noch schöne Ecken finden; dennoch gibt es auch Kritik..
 
hallo günther
schön wärs......aber wenn in san Pantaleo aus der ehemaligen schönen dorfbar eine trattoteria wird und 0.3 ichnusa radler 4 € kosten(mitte September) und diese Wucherpreise bis nach smn durchschlagen......dann ist er mir nicht mehr wurst ob die "tolle Architektur" jetzt aus einem alten John wayne film so einmalig ist..und die Wasserversorgung für dieses Ödland ist der lago liscia(bezahlt aus Geldern der casa die mezzogiorno).
das Prinzip der Privatisierung der gewinne und der Sozialisierung der kosten hat sich ja mittlerweile weltweit durchgesetzt.
nur mal so nebenbei: der jetset war ja eine Zeitlang wo anders und ist mittlerweile wieder zurück......das das etwas mit dem störfall auf dem ehemaligen atomstützpkt auf st stefano zusammenhängt? oder ist das nur zufällig irgendwie zeitgleich passiert?
mfg felix
 
Da gibt es keine Entscheidungsfreiheit, wir leben mit der Globalisierung und müssen die Nachteile in Kauf nehmen.

Jepp... das große Problem... auch diejenigen, die versuchen ohne Globalisierung durch Leben zu kommen werden einfach veransprucht, weil man gar keine tatsächliche Kontrolle mehr hat wo die Waren des täglichen Bedarfs herkommen....
Da kann man nur im Kleinen noch ein wenig un-global leben... Beispiele sind da bei mir Spargel und Erdbeeren... die kommen hier nur a) in der Saison und b) aus der Region auf den Tisch... okay.. Spargel wird dann auch noch Portionsweise geschält und ungekocht eingefroren... klappt ganz gut.
Aber bei vielen anderen Produkten fehlen einfach die Alternativen...

wir haben eine kleine Änderungsschneiderei in Bosa, auch von einem fleißigen, netten Chinesen "besetzt"

Oft frage ich mich,WARUM macht das kein Sarde/in?

In Braunschweig sind seit Jahren alle Änderungsschneidereien fest in türkischer (Frauen)Hand. Warum? Weil keine deutsche Frau den Job machen will... oder kann... welches Kind lernt denn heute noch zu Hause selber etwas zu nähen? Und das geht ja nicht erst seit gestern so, daß ehemalige "Hausarbeiten" wie nähen, kochen etc. irgendwie "bäh" sind...

Auch auf der Ledermesse in Bologna und Mailand, wurde fotografiert, um später zu kopeiren.

Ich habe mal irgendwo aufgeschnappt, daß dies einen kulturellen Hintergrund hat. In weiten Teilen Asiens werden Sachen gelernt, indem man seinen Lehrer so gut wie möglich kopiert. Ob nun Kampfkunst, Malen oder Handwerk - man versucht erstmal so gut wie möglich das zu kopieren, was der Lehrer produziert... danach fängt man dann an eigene Einflüsse einzubringen und nach möglichkeit das Produkt zu verbessern (oder die Produktion zu vereinfachen).

Insofern ist es eigentlich ein Kompliment, wenn Produkte von Chinesen kopiert werden... ;)
 
Die chinesischen Inestitions-Pläne nehmen Gestalt an. Am Wochenende kommt eine chinesische Delegation zusammen mit Regionalpräsident Pigliaru zur Ortsbesichtigung nach La Maddalena. Konkret geht es um das Ex-Arsenal, für den G 8-Gipfel (der dort nie stattgefunden hat), umgebaut zum 5- Sternehotel mit Yachthafen und das das Marinekrankenhaus, welches nie eröffnet wurde. Die beiden Objekte sollen für künftigen "Elite"-Tourismus aus China genutzt werden (La Nuova, 2.7.18).
 
Kurz und knapp. Ich hoffe und bete, dass die Sarden es auch weiterhin schaffen, die ausschließlich auf Rendite bedachten real ruinierenden Großinvestorenkraken von ihrer Insel fern zu halten, egal woher sie kommen, ob aus China oder sonst wo her.
 
Zuletzt von einem Moderator geändert:
Vielleicht sollten sich die Bewohner von La Maddalena ihre eigene Meinung bilden. Dass das Ex-Arsenal seit 10 Jahren verfällt, ist doch auch kein Zustand.
Damit klar ist, wovon wir sprechen: Das Ex-Marinearsenal ist 2008 nach den Plänen des Architekten Boeri zum Hotel mit 100 Betten umgebaut worden. Außerdem gibt es einen Konferenzsaal mit 600 Plätzen, ein Restaurant, ein Termalzentrum u. ein Schwimmbad.
 
Zuletzt geändert:
Kurz und knapp. Ich hoffe und bete, dass die Sarden es auch weiterhin schaffen, die ausschließlich auf Rendite bedachten real ruinierenden Großinvestorenkraken von ihrer Insel fern zu halten, egal woher sie kommen, ob aus China oder sonst wo her.

Wäre vielleicht sinnvoller statt nur zu beten und auf Götter zu vertrauen nach Alternativen zu suchen, die den Sarden eine andere Option bieten Einnahmen zu erzielen?!? Gibt doch heutzutage überall auf der Welt genug Leute, die aus den unterschiedlichsten Gründen eine ökologisch orientierte Ökonomie fördern wollen - warum also nicht ein Internet-Startup Projekt, um durch Ankauf der fraglichen Projekte die ungeliebten Großinvestoren draußen zu halten? Selbst wenn es nicht klappt, wäre der Versuch mindestens so effektiv wie Beten... :cool:

Vielleicht sollten sich die Bewohner von La Maddalena ihre eigene Meinung bilden. Dass das Ex-Arsenal seit 10 Jahren verfällt, ist doch auch kein Zustand.
Damit klar ist, wovon wir sprechen: Das Ex-Marinearsenal ist 2008 nach den Plänen des Architekten Boeri zum Hotel mit 100 Betten umgebaut worden. Außerdem gibt es einen Konferenzsaal mit 600 Plätzen, ein Restaurant, ein Termalzentrum u. ein Schwimmbad.

Wow... bei einem derartigen Großprojekt ist dann ja wohl damit zu rechnen, daß da jährlich mindestens 10 millionen Chinesen die Insel überfluten.... /ironie off
 
Kurz und knapp. Ich hoffe und bete, dass die Sarden es auch weiterhin schaffen, die ausschließlich auf Rendite bedachten real ruinierenden Großinvestorenkraken von ihrer Insel fern zu halten, egal woher sie kommen, ob aus China oder sonst wo her.

Vor allem die, die dann ihre Steuern, woanders zahlen, und dann auch noch, statt der wirklichen Beiträge wenige Cent, aber die Infrastruktur,
die von der Allgemeinheit, bezahlt wird, nutzen und zu guter Letzt auch noch von der rechtlichen Seite gedeckt sind,
wobei ich, wenn ich bei einem Maroccino am Strand, ein Handtuch kaufe, ohne Quittung, betraft werde.

Bea2
 
Auf jeden Fall gibt es immer mehr dieser Chinesen-günstig-Läden auf La Maddalena; ich war ja gerade dort und vergleiche es dann zwangsläufig von Jahr zu Jahr; unten am Hafen werden es immer mehr.. obwohl - oder zum Glück - es so viele sehr schöne sardische Geschäfte gibt, in allen Bereichen; Kleidung, Lebensmittel, meine Lieblingsbar etc, hoffe sehr, dass es so bleibt!
 
Gestern ..Sonntag alle Geschäfte zu alle China-Geschäfte waren auf - in Muravera - vielleicht haben Sie Sondergenehmigung - wenn ich in Deutschland mein Geschäft aufmachen wollte Sonntags brauchte ich eine Genehmigung -aber nur 3 X im Jahr war das erlaubt.
 
Auch von der Maschinenbaufirma,(LPKF-Lasertechnik) in der mein Sohn arbeitet, haben sie, das schon, vor 15 Jahren
3 Maschinen bestellt. Als die Mitarbeiter zur jährlichen Revision kamen, standen 5 da.
Bea2

was stand da, fünf Chinesen oder fünf Maschinen? Und warum?
Und dein Sohn arbeitet in ner deutschen oder sardischen Firma?
 
und ja, der grosse Chinesen-Handel in Oristano hat sieben Tage die Woche geöffnet, nix Siesta und Sonntag und telegiornale-Zeiten und so...
der kleine Chinesen-Handel in Tresnuraghes hat freilich sonntags geschlossen und hat auch sonst ganz sardische Öffnungszeiten...

soll jetzt nicht unbedingt Werbung für den Chinesenhandel an sich sein, nur kommt mir da ein leiser schleichender Impuls für andere Geschäfte in frequentierten Zonen in den Sinn, so ganz unverbindlich.... manchmal biste halt in der klassischen Siesta auch mal echt aufgeschmissen, wenn alles zu hat und du auf Reisen bist und dringend irgendwas brauchst..... naja, wer Geld machen will macht Geld, die anderen machen halt was anderes....
 
@Christine17684
fünf Maschinen, weil sie seit Jahren alles kopieren.
Ein echter wirtschaftliche Schaden.

Mein Sohn arbeitet in einer deutschen Firma.

Saluti
Bea
 
Nicht nur die Chinesen haben Sonntags geöffnet die Einkaufszentren und Discounter haben ebenfalls ganzjährig Sonntags geöffnet ;)
 
weiss net wo genau du das gesehen hast, vielleicht in den grösseren Städten,

klaro, Auchan in Olbia und Cagliari hat ganzjährig sonntags geöffnet den ganzen Tag,
hier in Bosa haben nur die vier grossen Supermärkte geöffnet sonntags, am Sonntag aber nur vormittags in der Wintersaison und in der Sommersaison zum Teil auch sonntags abends nochmal, dazwischen aber natürlich Siesta...

aber gut, wegen mir brauchen die Sarden sich auch nicht unbedingt gehirnwaschen müssen um rund um die Uhr maximal Kohle scheffeln zu können...

hat schon auch einiges, die sardische Mentalität... und Siesta ist für Touris vielleicht unbequem und für hibbelige Zugewanderte, aber ansonsten ist sie durchaus ein grosser Zuwachs an Lebensqualität... :cool:
wie oben schon gesagt, wer Geld machen will macht Geld, die anderen machen was anderes, hat beides Vorteile...
nur klaro, in ner sehr frequentierten Gegend tät es Sinn machen aus meiner Sicht, auch zu Zeiten zu öffnen wenn andere schlafen...
 
@ Corona Niedda, ich wohne in der Nähe von Olbia..... Für mich muss allerdings niemand Sonntags öffnen...... War nur zum Verständnis das hier die gesetzliche Vorgaben anders sind als in Deutschland ....
 
Zuletzt geändert:
jo, in Deutschland macht kein Supermarkt am Sonntag auf.... egal ob vormittags oder nachmittags oder sonstwann, dito andere Geschäfte, halt nur die Tankstellen und Bahnhofsshops und 24-Stunden-Läden in der Grosstadt
 
Was ich an der ganzen Diskussion noch nicht verstanden habe ist wo das Problem liegt?

Wenn Investoren, egal ob Chinese, Russe oder sonst wer ein leerstehendes Hotel Areal auf La Maddalena erwirbt, heißt das ja noch lange nicht, dass er dieses ausschließlich mit chinesischen oder russischen Gästen vollpackt.

Und selbst wenn, waeren mir die Chinesischen Gäste 1000 mal lieber als die gleiche Menge an besoffenen Russen.

Ich kann mir gut vorstellen, dass auch andere zahlungskräftige Urlauber dort Urlaub machen können und von da es ist mir ziemlich egal, ob das Investitionskapital aus China oder anderen Stellen kommt. Aus sardischen Quellen jedenfalls kommt das wenigste Kapital, was Sardinien für eine positive Entwicklung seiner Wirtschaft benötigt.

Zur Diskussion über die Chinesischen Laeden muss man sich fragen, weshalb Chinesen offenbar bereit sind, viel ihrer Zeit fürs Geschäft zu investieren und Sarden eben nicht?

In Familienunternehmen kann jeder doch selbst entscheiden, wann er bei liberalisierten Oeffnungszeiten in Italien sein Geschäft öffnet oder nicht.

In Tortoli jedenfalls haben ganzjährig auch die italienischen Super-, Elektro- und Baumärkte am Wochenende geöffnet.

Dies bestimmt nicht aus Barmherzigkeit, sondern mit dem Ziel, Geld zu verdienen.

Und zu guter Letzt:
Auch wir kaufen gerne im chinesischen Supermarkt- Kaufhaus in Tortoli ein, weil es durchgehend von morgens 9 Uhr bis abends 20 Uhr geöffnet hat, die Auswahl deutlich besser ist, die Preise niedriger sind und eine Vielzahl der in den Regalen befindlichen Artikel die gleichen sind, wie in italienischen Supermärkten und Bekleidungsgeschäften.

Mittlerweile haben das auch die Sarden entdeckt ;-)
 
Kann es sein, dass die verschiedenen Mentalitäten der Völker die verschiedenen Ergebnisse hervorbringen?

Beispiel: Der Weinhändler in Calasetta verkaufte seinen Laden, der ihm zu klein war, an einen Chinesen, der das übliche Chinesen-Kleinangebot zu bieten hatte.

An den ruhigen Nachmittagen ruft der Weinhändler seine Familie zusammen und sie sitzen lachend und redend vor dem Laden auf Stühlen und amüsieren sich.

An dem selben Nachmittag sitzt der junge Chinese auf den Stufen seines Ladens und LIEST.

War mir ein sehr einprägsames Bild. Wer am Abend mehr in der Kasse hatte, entzieht sich natürlich meiner Kenntnis.
 
Ich hab die Diskussion so eingeordnet, dass es um die Sorge geht dass womöglich lieblos aufgekauft, expandiert und "verscherbelt" wird und das unabhängig der Chinesischen Nationalität- also dass natürlich niemand etwas gegen chinesische Menschen hat, sondern dass das mehr als Synonym steht für "nicht traditionell", also nicht sardisch und ursprüngliches Kulturgut. Die Sorge bewegt die Menschen in Zeiten der Globalisierung ja nicht Nur auf Sardinien, aber hier sicherlich besonders weil es noch so ein ursprüngliches fleckchen erde ist.
 
An den ruhigen Nachmittagen ruft der Weinhändler seine Familie zusammen und sie sitzen lachend und redend vor dem Laden auf Stühlen und amüsieren sich.

An dem selben Nachmittag sitzt der junge Chinese auf den Stufen seines Ladens und LIEST.

Daraus ziehen wir jetzt den (Trug-?)Schluß:

Sarden sind eher lebensfroh und familiär, Chinesen eher intellektuell und egozentrisch.. :cool:

Und nach einem Besuch des Vietnamesenmarktes in Berlin kann man den Eindruck bekommen, die Vietnamesen wären die Sarden Süd-Ostasiens. Insbesondere in den Restaurants (die weitgehend authentische vietnamesische Küche anbieten, da sie überwiegend von Vietnamesen frequentiert werden) in denen es ähnlich familiär "zugeht". Und der dort zu findende chinesische Supermarkt ist an Angebot und Lautstärke mit dem Mercato Communale di San Benedetto in Cagliari gleichzusetzen.
 
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