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Route 5 Nächte verteilen von Olbia über den Norden bis nach Alghero

Lavendel

Mitglied
Hallo, liebe Sardinien-Fans! :)

Wir sind ein mittelaltes Pärchen aus Niederbayern, Nähe Landshut.
Sardinien hatte ich nie so richtig auf dem Schirm, weil ich irrtümlich dachte, es sei eine bergige, felsige Insel für Radfahrer und Wanderer mit wenigen Stränden. Tja, hatte ich dann wohl mit Korsika verwechselt :fc:

Schwerpunkt bei uns liegt auf Kultur, "alte Steine", Orte/Städtchen besichtigen, Fotostops, Strand, abends bummeln/essen.

Ich habe vor 2 Tagen recht spontan Flüge nach Olbia gebucht ab Mitte September, ingesamt 11 Tage (10 Nächte).

Normalerweise lese ich mich immer ordentlich ein, aber es war eigentlich was anderes geplant. Und so bin ich jetzt, wie die Jungfrau zum Kind, zu Sardinien gekommen! :D
Habe die Tage schon viel hier und online gelesen, bin aber noch unsicher wegen Machbarkeit einer Route für die ersten 5 Nächte ab Olbia Flughafen (Ankunft 11:15 Uhr).
Für die zweiten 5 Nächte habe ich schon ein Hotel bei Budoni gebucht (könnte ich aber stornieren). Mir haben die Bewertungen gefallen und Nähe Flughafen am Abreisetag und andere Strände in Fahrtweite.

Ich dachte an eine Route von Olbia nach Norden, Castelsardo, Alghero und am letzten Tag Fahrt über Bosa nach Budoni.
Ich glaube, die Costa Smeralda müssen wir auslassen, weil ich dann doch lieber den Nordwesten mit drin haben möchte und zu kostspielig soll es auch nicht werden.

Der Mann sagt nach einer kurzen Einführung meinerseits und einem kurzen Blick auf die Landkarte seinerseits:
Nee, nix viele Zwischenübernachtungen, sondern:
Von Olbia direkt Alghero/Umgebung, von dort aus Tagesausflüge z.B. nach Castelsardo und Bosa.
Und dann von Budoni aus 1 Tagesausflug die Costa Smeralda entlang.
Ihm wäre es also lieber, Ausflüge zu machen mit ca 1,5 Std. Fahrtzeit pro Strecke, als öfter das Hotel zu wechseln.
Hm, weiß ich jetzt auch nicht, was ich davon halten soll. Wenn ich mir die Hotels so anschaue in der Gegend um Alghero, weiß ich nicht, ob ich da so lange bleiben möche...

Was meint Ihr denn?
Ich freue mich auf Antworten und werde auf jeden Fall reagieren und einen Reisebericht schreiben! :-)

Viele Grüße aus Bayern,
Lavendel
 
Prinzipiell fahrt ihr mit den Tagesausflügen sicherlich entspannter. Ich würde evtl. noch ein 3. Quartier ganz im Norden mit einplanen. Und wenn ihr Quartiere sucht, schaut auch mal nach 'Agriturismo'. Da gibt es viele Angebote von ganz billig bis ganz schön komfortabel.
 
Hallo, ich schließe mich an und würde sternförmige Tagesausflüge empfehlen. Auf einer einer Strecke Olbia über den Norden (Santa Teresa) nach Alghero von rund 200 Kilometer 5 Übernachtungen einzulegen, macht wenig Sinn, sondern mMn in den 10 Nächten max 2 Standorte (höchstens 3), zB in der Umgebung von Alghero oder Bosa und Santa Teresa, von ST könnt ihr den Norden und die - Stichwort - Innere Gallura erkunden, da gibt es auch etliches Interessantes und Kulturelles. Lese dich doch erst mal noch etwas weiter ein, dann kannst du gerne auch konkreter weiter fragen. Viel Spaß beim weiteren Planen.
 
Hallo, euer bzw. dein erster Plan hört sich besser an.
Ich würde euch empfehlen die alten Olivenbäume am Lago Liscia anzusehen. Zudem in der gleichen Gegend, falls Interesse an Kork(Sughero) und dessen Verarbeitung, nach Calangianus ind Korkmuseum. Anschließend das Städtchen Aggius mit seinen tollen Felsformationen besuchen. Dazwischen könnt ihr euch auch die Altstadt von Tempio Pausania ansehen. Also schonmal eine Tagestour.
Weitere interessante Städtchen...
S. Teresa
Castelsardo
hier könnt ihr die beliebte Küstenstraße SP 90 nehmen...vorbei an Vignola Mare, Isola Rossa, Badesi, Valledoria und vor Castelsardo den Roccia dell' Elefante besichtigen. Anschließend ist es nur noch einen Katzensprung nach Castelsardo.

Ich wünsche euch viel Spaß hier im Norden der Insel
 
Hallo Zusammen!
Super, vielen Dank schonmal für Eure Antworten und tollen Vorschläge!
Ja, eine dritte Unterkunft (im Norden) kommt mir auch sinnvoll vor. Das schaue ich mir jetzt noch genauer an.

Schönes Wochenende!
Lavendel
 
Als Argument gegen zu wenig Standorte: Ziele wie Castelsardo haben abends und morgens ein ganz anderes Flair als wenn tagsüber die Touristenschwärme über sie herfallen. Zudem steht das Auto irgendwo am Hotel und man hat das Geschiss mit dem Parkplatz nicht.

Fünf Nächte Budoni kann man machen, muss man aber nicht. Eine Kürzung auf 2-3 Nächte würde die restliche Fahrt entspannter werden lassen.

P.S.: Auch auf Korsika gibt es jede Menge Strände!
 
Es lohnt sich auch, in das zauberhaft gelegene Isola Rossa mit seinen herrlichen Stränden zu fahren. Alleine die Fahrt von Paduledda hinunter nach Isola Rossa bietet spektakulär schöne Ausblicke. Unten locken 3 wunderbare Sandstrände und ein munterer Ort mit viel Gastronomie direkt am Strand.
 
Budoni würde ich tatsächlich komplett weglassen.
Die Unterkunft finde ich schon auch wichtig. Insbesondere, wenn man tatsächlich jeden Tag so lange Touren vorhabt, wie ihr beide.
Die km ziehen sich teilweise ewig. Unterwegs kann! es viel zu sehen geben. Aber evtl. ist das Wetter mies, ihr habt keine Lust mehr, ständig ins Auto rein und raus und wieder - kaum zurück im Hotel - die nächste Tagestour zu planen.
Ich bin für weniger Touren, schöne Unterkunft, entdecken und fahren, wenn man wirklich Lust hat. Dann sieht man und erlebt man auch Schönes.
Capo Testa, Aggius und die Landschaft drumherum, Alghero und Ausflüge von dort, finde ich auch ein sehr gutes Vorhaben.
Unterkunft ist tatsächlich sehr individuell, wer da etwas schön findet und wer nicht.
Ob das jetzt weitergeholfen hat? Ich zweifle ☺️.
Plant noch ein bisschen.
 
Zuletzt geändert:
In Porto Alabe, südlich kurz hinter Bosa, gibt es das süße kleine einfache Alabe Hotel (www.alabe.it) direkt am Meer und Bar/Pizzeria mit traumhafter Terrasse. Da kann man es gut ein paar Tage aushalten und die Westküste runter und rauf bis Alghero ausschwärmen.
 
.....Budoni würde ich mir sparen, es gibt rum um Alghero soviel zu sehen, egal ob Bosa, Casdelsardo, Isola Rossa, alles gut zu erreichen. Die Strecke von Alghero nach Bosa ist schon ein Traum.
Schöne Grüße aus Landshut
Lorenz
 
Hallo Allerseits!
Bin aus dem Sommerschlaf erwacht (allerdings letzte Nacht bei nur 6 Grad in die Kältestarre verfallen)!

Und schwubbs sind es nur noch 3 Wochen bis zur Abreise :) (muss aber noch die Schwimmflügerl bügeln und das mit dem Italienischkurs-unters-Kopfkissen-legen hat auch nicht so geklappt!) ;-)

Ich hatte dann Ende Juni für die ersten 5 Nächte gebucht, da gab es schon gar nicht mehr so viel Auswahl.
Aber ich denke, wir haben was Nettes gefunden, in Castelsardo: Vign'Alva

Die Reservierung für die weiteren 5 Nächte in Budoni habe ich beibehalten, da sind wir in einem kleinen Hotel "Villa Lentischio".

Mietwagen über ADAC gebucht.

Eure Tipps habe ich mir notiert und bin offen für weitere :-)

Grüße aus Landshut! (winke winke zum LA-Lorenz, der sich aber gerade auf der Insel befindet?)
 
Hallo!
Leider schon wieder vorbei..., uns hat die Insel, also der nördliche Teil, sehr gut gefallen! Grüner als ich dachte, wir haben auch nichts Verbranntes oder Feuer gesehen.

Vom Flughafen Olbia direkt mit dem Mietwagen die "romantische Route" nach Castelsardo rüber gefahren.
So sehr romantisch, dass wir gleich mal durch einen sehr holprigen Korkeichenwald gepoltert sind :D
Weiter auf der SS127, dann Hunger bekommen, nix gefunden über die Mittagszeit, dann im Supermarkt einfach Panini und Mortadella gekauft und in einem kleinen Örtchen am Straßenrand ein Bänkchen gefunden und Brotzeit gemacht, zusammen mit einer Miezekatze und 3 drei kleinen Wildschweinchen (Bortigiadas an der SP35). Das war doch schon mal ein guter Einstieg! :-)

Ausflüge:
Von Castelsardo runter nach Bosa, dort um die Mittagszeit rauf auf die Burg (gottseidank befindet sich kurz vor der Burg ein nettes kleines Cafe mit schöner Aussicht),
dann rauf nach Alghero, dort gebummelt und zu Abend gegessen und zurück nach Hause.
Man kann es schon gut schaffen, aber zu müde für die Heimfahrt darf man freilich nicht sein!

Von Castelsardo rauf nach Capo Testa, auf der Strecke zufällig dem Schild zum Nuraghe Tuttusoni gefolgt und geguckt.
Capo Testa: Parken ein Drama, aber es fahren auch ständig wieder Autos weg, so dass man dann doch auch mal einen Parkplatz bekommt. Nur seltsam war: wo sind dann all die Touristen hin? Auf dem Wanderweg hoch zu den Felsen schon mal nicht, da sind wir höchstens 3 Pärchen begegnet! Aber beim Leuchtturm scheinen die auch nicht angekommen zu sein! Alle im Ristorante am Wendehammer hängen geblieben?!?
Wir sind den Weg "Str. Cala Grande und weiter Sentiero Cala Grande hoch. Oben hat man einen Blick auf den Faro. Das lohnt sich auf jeden Fall, sehr toll dort!
Den Nachmittag haben wir am Strand Marmorata, östlich von Santa Teresa, verbracht.
Abendessen in Santa Teresa.

Selbstverständlich waren wir am Rocca del Elefante und in Isola Rossa waren wir mal. Leider zu den alten Olivenbäumen am Lago del Liscia haben wir es nicht geschafft, das ist doch sehr viel Fahrerei.

Von Budoni an der Ostküste aus sind wir in Posada gewesen (tolle Blicke auf die Stadt von allen Seiten) und durch die Altstadt von Orosei gestreift.

Als wir an der Ostküste angekommen sind, haben wir gleich mal einen kleinen "Preisschock" bekommen, im Vergleich zum Westen. Sonnenschirm und 2 Liegen am Strand gleich mal mindestens 10 Euro teurer, aber dafür ist auch weniger geboten.
Auch wenn ich mich unbeliebt mache (und bitte keine Sprüche von wegen "dann fahrt doch nach Rimini"),
aber schade ist es schon ein wenig, dass an kilometerweiten Stränden im Osten nur wenige Bereiche mit Mietschirmen vorhanden sind, nicht mal ein Verschlag als Umkleide und das einzige Dixiklo in der hintersten Ecke vom Parkplatz zu finden ist. Wenn man erst nachmittags kommt, kein Preisnachlass.

Nachdem wir aktuelle Bewertungen zur Cala Brandinchi gelesen hatten, haben wir verzichtet..., und am La Cinta kurz ausgestiegen, geguckt und schreiend davongelaufen... Hölle! ;-)

Preise füs Parken überall sehr fair - wenn auch etwas teuerer im Osten.

Mitte September verläuft es sich mit der Menge an Touristen, außer an den berühmten Stränden.

An beiden Küsten gab es Tage mit roter Flagge am Strand, also damit muss man rechnen.

Gelato: na ja..., mittlerweile halt überall das hoch aufgetürmte, aus Pulver angerührte Eis :-(

Strände (keine Sorge, hier keine Tipps zu einsamen Buchten ohne Service):
bei Isola Rossa: La Marinedda
Bei Santa Teresa: Marmorata
Unterhalb von San Teodoro: Spiaggia Isoledda (links rüber laufen zum anderen Schirmanbieter, da gibts auch später am Tag nen Nachlass und zum Caffe nen Mirto) :-)

Restaurant-Tipps:
Alghero:
Ristorante Enhorabona. Vorab reservieren wäre schlau. Sehr gute Fregola Sarda mit Meeresfrüchten für zwei Personen (heißt dort Paella Sarda) und sehr nettes Personal
Santa Teresa: Papa e Ciccia
Budoni: Pastamore. Zwei sehr nette Damen stellen frische Pasta her, anscheinend für andere Restaurants. Aber man kann vor Ort ein paar Gerichte draußen an Tischen im Plastikteller genießen. Dazu bekommt man geschenkt frischgebackenes, sehr leckeres Brot
Budoni: Eisdiele Gelateria BM&V. Vielleicht tatsächlich ohne Pülverchen selbst gemacht und andere Sorten
Budoni: Ristorante Pizzeria Symposium. Die besten Mallureddus, die ich über die Zeit gegessen habe

Markt in Valledoria, Samstag Vormittag. Hier gibt es u.a. frisch abgepackte Torrone (den Tipp hatte ich von hier) :-)

Unterkünfte:
Castelsardo, Vorort Lu Bagnu: Vign'Alva, ein Sardisches Haus mit 3 Zimmern, private Gastgeber
Budoni: Villa Lentischio, kleines modernes Hotel (12 Zimmer)
Beide Unterkünfte können wir weiterempfehlen, siehe Bewertungen bei Book....

So, ich höre nun besser auf, sonst ist es zu viel zu lesen whistling

Viele Grüße
Lavendel
 
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