Zwangsenteignung auf Sardinien
Beppe
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Zwangsenteignung auf Sardinien
heute berichtet die Nuova Sardegna von der drohenden Zwangsenteignung durch die Verwaltung von Tempio.
Tempio: die frisch renovierte historische Villa von Ripa di Meana wird wahrscheinlich abgerissen
Der Erbe Richard Kluge: „Völlig unverständlicher Abriss!“. Und der Bürgermeister erklärt: „Dieses Gebiet soll in Zusammenhang mit Projekten für die UNESCO genutzt werden“
Unverständliche Abrißabsicht für die historische Villa der bekannten Familie Ripa di Meana in der Ortschaft und in der Nähe der Nuraghe Majori gelegen. Fast 60 Jahre nach seiner Erbauung wird das über 300 Quadratmeter große Gebäude, das erst vor kurzem, zwischen 2023 und 2024, aufwendig saniert und konservativ restauriert wurde und dem technischen Büro der Gemeinde so auch ordnungsgemäß mitgeteilt wurde, soll nun von der Gemeindeverwaltung für andere Zwecke genutzt werden.
Am 16. Juli informierten der Bürgermeister und der Gemeinderat den derzeitigen Erben und Eigentümer Richard Kluge über die Absicht, die Villa zu enteignen und abzureißen. Das Anwesen, um das es geht, war 1968 nach einem Entwurf des Vermessungsingenieurs Antonino Loriga, der von Professor Giovanni Andrea Cannas unterstützt wurde, fast vollständig aus Aggius-Granit erbaut worden, wobei die Gemeinde Tempio eine reguläre Baugenehmigung erteilt und Maria Gabriella Ripa di Meana auch die Bewohnbarkeit erklärt hatte. Sie ist in der Gallura sehr bekannt, da sie in den 1950er Jahren in Tempio gelebt und studiert hat, als ihr Vater Umberto Kommandant der Carabinieri war, und weil sie eine Cousine von Carlo Ripa di Meana ist, dem ehemaligen Umweltminister und EU-Kommissar.
Angesichts sowohl der historischen als auch emotionalen Verbundenheit mit der Villa, was auch allein durch die jüngsten aufwendigen Sanierungen zum Ausdruck kommt, schlug die Absicht und der Enteignungsbeschluss der Gemeinde geradezu wie eine Bombe ein.
"Die Mitteilung des Bürgermeisters Gianni Addis", so Kluge weiter, “mit dem Ziel, das touristische Potenzial des Ortes zu erhöhen, indem (völlig unbekannte und nur blind vermutete!) Ausgrabungen für eine Unesco-Kandidatur zusammen mit 31 anderen nuragischen Stätten durchgeführt werden, hat mich fassungslos gemacht. Man will ein Haus, das hier seit etwa 60 Jahren steht, enteignen und abreißen und damit eine Lücke von mindestens 1 Hektar in einem unter Landschaftsschutz stehenden Gebiet schaffen, mit dem Ergebnis einer völligen Zerstörung der Umgebung und einer erheblichen wirtschaftlichen und zeitlichen Belastung, obwohl das Haus für die Besucher völlig unsichtbar ist, die seine Existenz nicht einmal wahrnehmen, weil es von einem dichten Korkeichenwald bedeckt ist und die Nutzung und touristische Entwicklung der Nuraghe insoweit nie ausgeschlossen oder eingeschränkt hat. Ich hoffe, dass im Interesse der Gemeinde und ihrer Entwicklung weniger invasive und nützlichere Eingriffe für alle, Touristen wie Einwohner, geplant werden, wie z. B. ein Shuttle-Service, um den Ort und die Schönheit der Gegend optimal zu nutzen und zu erhalten".
Andererseits stellt der Bürgermeister klar:
"Die Nuraghe Majori ist eine der Stätten, die in der vorläufigen Liste Sardiniens für die Bewerbung als Unesco-Welterbe ausgewählt wurden und erhält zusammen mit 9 anderen Nuraghen einen Zuschuss in Höhe von € 2,2 Millionen für den Erwerb von Schutz- und Sperrgebieten, den Ausbau und die Schaffung von Parkplätzen sowie den Bau eines Geschäftszentrums mit einem Ticketschalter. Um diese Chancen nicht zu verpassen, müssen wir uns an die Fristen und Vorgaben der Unesco, der Universität, des Landschaftsschutzamtes und des Regionalen Planungszentrums halten; das betreffende Haus und das angrenzende Grundstück liegen in der maximalen Schutzzone der archäologischen Stätte und müssen daher entweder durch freiwillige Übertragung oder durch ein Enteignungsverfahren erworben werden. So verständlich und berechtigt die Argumente und Einwendungen seitens des Immobilieneigentümers auch sein mögen, angesichts des kollektiven Nutzens können wir uns als öffentliche Verwaltung keinerlei Zögern leisten".
Quelle:
www.lanuovasardegna.it
heute berichtet die Nuova Sardegna von der drohenden Zwangsenteignung durch die Verwaltung von Tempio.
Tempio: die frisch renovierte historische Villa von Ripa di Meana wird wahrscheinlich abgerissen
Der Erbe Richard Kluge: „Völlig unverständlicher Abriss!“. Und der Bürgermeister erklärt: „Dieses Gebiet soll in Zusammenhang mit Projekten für die UNESCO genutzt werden“
Unverständliche Abrißabsicht für die historische Villa der bekannten Familie Ripa di Meana in der Ortschaft und in der Nähe der Nuraghe Majori gelegen. Fast 60 Jahre nach seiner Erbauung wird das über 300 Quadratmeter große Gebäude, das erst vor kurzem, zwischen 2023 und 2024, aufwendig saniert und konservativ restauriert wurde und dem technischen Büro der Gemeinde so auch ordnungsgemäß mitgeteilt wurde, soll nun von der Gemeindeverwaltung für andere Zwecke genutzt werden.
Am 16. Juli informierten der Bürgermeister und der Gemeinderat den derzeitigen Erben und Eigentümer Richard Kluge über die Absicht, die Villa zu enteignen und abzureißen. Das Anwesen, um das es geht, war 1968 nach einem Entwurf des Vermessungsingenieurs Antonino Loriga, der von Professor Giovanni Andrea Cannas unterstützt wurde, fast vollständig aus Aggius-Granit erbaut worden, wobei die Gemeinde Tempio eine reguläre Baugenehmigung erteilt und Maria Gabriella Ripa di Meana auch die Bewohnbarkeit erklärt hatte. Sie ist in der Gallura sehr bekannt, da sie in den 1950er Jahren in Tempio gelebt und studiert hat, als ihr Vater Umberto Kommandant der Carabinieri war, und weil sie eine Cousine von Carlo Ripa di Meana ist, dem ehemaligen Umweltminister und EU-Kommissar.
Angesichts sowohl der historischen als auch emotionalen Verbundenheit mit der Villa, was auch allein durch die jüngsten aufwendigen Sanierungen zum Ausdruck kommt, schlug die Absicht und der Enteignungsbeschluss der Gemeinde geradezu wie eine Bombe ein.
"Die Mitteilung des Bürgermeisters Gianni Addis", so Kluge weiter, “mit dem Ziel, das touristische Potenzial des Ortes zu erhöhen, indem (völlig unbekannte und nur blind vermutete!) Ausgrabungen für eine Unesco-Kandidatur zusammen mit 31 anderen nuragischen Stätten durchgeführt werden, hat mich fassungslos gemacht. Man will ein Haus, das hier seit etwa 60 Jahren steht, enteignen und abreißen und damit eine Lücke von mindestens 1 Hektar in einem unter Landschaftsschutz stehenden Gebiet schaffen, mit dem Ergebnis einer völligen Zerstörung der Umgebung und einer erheblichen wirtschaftlichen und zeitlichen Belastung, obwohl das Haus für die Besucher völlig unsichtbar ist, die seine Existenz nicht einmal wahrnehmen, weil es von einem dichten Korkeichenwald bedeckt ist und die Nutzung und touristische Entwicklung der Nuraghe insoweit nie ausgeschlossen oder eingeschränkt hat. Ich hoffe, dass im Interesse der Gemeinde und ihrer Entwicklung weniger invasive und nützlichere Eingriffe für alle, Touristen wie Einwohner, geplant werden, wie z. B. ein Shuttle-Service, um den Ort und die Schönheit der Gegend optimal zu nutzen und zu erhalten".
Andererseits stellt der Bürgermeister klar:
"Die Nuraghe Majori ist eine der Stätten, die in der vorläufigen Liste Sardiniens für die Bewerbung als Unesco-Welterbe ausgewählt wurden und erhält zusammen mit 9 anderen Nuraghen einen Zuschuss in Höhe von € 2,2 Millionen für den Erwerb von Schutz- und Sperrgebieten, den Ausbau und die Schaffung von Parkplätzen sowie den Bau eines Geschäftszentrums mit einem Ticketschalter. Um diese Chancen nicht zu verpassen, müssen wir uns an die Fristen und Vorgaben der Unesco, der Universität, des Landschaftsschutzamtes und des Regionalen Planungszentrums halten; das betreffende Haus und das angrenzende Grundstück liegen in der maximalen Schutzzone der archäologischen Stätte und müssen daher entweder durch freiwillige Übertragung oder durch ein Enteignungsverfahren erworben werden. So verständlich und berechtigt die Argumente und Einwendungen seitens des Immobilieneigentümers auch sein mögen, angesichts des kollektiven Nutzens können wir uns als öffentliche Verwaltung keinerlei Zögern leisten".
Quelle:
Tempio, la storica villa di Ripa di Meana rischia di essere abbattuta
L’erede Kluge: «Demolizione incomprensibile». E il sindaco spiega: «Quell’area serve per progetti legati all’Unesco»
Zuletzt geändert: