Wir wollen auswandern
Gio Caligaris
Aktives Mitglied
Hallo Pelle,
Ich kann nur aus meiner Erfahrung berichten
Grundsaetzlich wuerde ich jedem raten , der nach Sardinien auswander moechte, erstmal ein ganzes Jahr hier zu verbringen , ohne in Deutschland gleich alle Bruecken abzureissen.
Bevor ich hierhin gezogen bin, kannte ich Sardinien auch nur vom Sommer, schon der erste Winter war fuer mich ein schock. War damals 24 und aus einer Grossstadt.
Ich lebe hier seit 29 Jahren in einem kleinen Ort der Provinz Oristano, meine Kinder sind hier zu Welt gekommen und aufgewachsen.
Oft habe ich drann gedacht Sardinien zu verlassen, was aber in der damaligen Situation nicht moeglich war. Anderer seits wollte ich meine Kinder nicht entwurzeln also bin ich geblieben. Es gab schwierige Zeiten wo wir mit sehr wenig auskommen mussten. Aber irgendwie geht es immer. Im nachhinein kann ich sagen, dass uns das Ganze nicht wirklich geschadet hat, es hat uns staerker gemacht, meine Kinder haben gelernt mit wenig auszukommen,. Sogar heute wenn ich drauf bestehe dass Sie sich ein paar neue Schuhe kaufen, bekomme ich als Antwort, ich habe nur 2 Fuesse, ein paar Schuhe reichen vollkommen. Ich weis nicht wie begnuegsam ihre Kinder sind, ob sie sich dessen bewusst sind, auf einiges verzichten zu muessen.
Es gibt hier kein Ausbildungssystem wie man es aus Deutschland kennt aber studieren kann man.
@ bea
Ich finde nicht, dass Studieren hier viel teurer ist, Studiengebuehrer bezahlt man je nach
Einkommen, wenn man wenig hat, bezahlt man auch wenig, dazu kommt dass man relativ einfach ein Stipendium bekommen kann. Steht einem ein Stipendium zu , hat man die Moeglichkeit im Studentenwohnheim KOSTENLOS ein Zimmer zu bekommen, dazu kommen Kostenlose Mahlzeiten ( ich glaube eine pro Tag) in der Mensa.
Mein Sohn studiert in Deutschland, er muss fuer 17 qm Wohnraum 270, 00 Euro bezahlen. Dazu kommen fuer jede dieser kleinen Wohneinheiten Fernsehgebuehren (glaube ca. jeder 200,00 Euro im Jahr), Mahlzeiten gratis gibt es auch nicht.
So wie ich es sehe, die jenigen die wenig Einkommen haben, sind hier besser drann.
Und hier kommen wir zum Thema "sardische Sproesslinge"
Sicherlich gibt es junge Leute, die sich ihr Studium selber finanzieren. Kenne auch Einige.
Die meissten aber die ich kenne, haben mit 23; 24, 25 Jahren noch keinen Tag im ihren Leben gearbeitet aber das wollen die Familien oft nicht anders, sie wollen ihre Kinder verwoehnen.
Oft unterhalten wir uns ueber dieses Thema. Wenn ich dann sage dass mein Sohn, der alleine in Deutschland lebt, sein Studium selber finanziert, d.h. neben dem studentischen Aushilfsjob, muss er auch andere arbeiten annehmen, wie Tellerspuelen und putzen und so wie er tausende andere junge Menschen, bekomme ich als Antwort: wir sind halt bessere Eltern, wir tun mehr fuer unsere Kinder.
@ pelle
1000€ sind nicht viel, wenn man alles davon bezahlen muss, aber die haben Sie schon mal sicher, etwas koennen sie sich dazu verdienen. Sollten sie es schaffen im Sommer einen versicherten Hausmeisterjob zu bekommen, besteht die Moeglichkeit fuer die Wintermonate arbeitslosengeld zu bekommem, unter bestimten bedingungen. Viele die Saisonarbeiten verrichten, nutzen das aus.
Es stimmt das man Zur aerztlichen Untersuchungen zuzahlen muss, man kann aber auch von der Zuzahlung befreit werden, je nach Einkommen und bei gewissen Krankheiten, da muessen Sie sich genau erkundigen ob es Ihnen zusteht.
Am Anfang waere optimal ein Tausch, Unterkunft gegen kleine Arbeiten, kann man sich erstmal die Miete sparen, oder ein kleines Haus mit Garten wo man etwas anbauen kann, was man selber anbaut, muss man nicht kaufen.
Wenn Sie sich noch in Sardinien befinden, gerne koennen Sie bei uns vorbei kommen. Ich haette Ihnen noch viel zu erzehlen.
Gio
Ich kann nur aus meiner Erfahrung berichten
Grundsaetzlich wuerde ich jedem raten , der nach Sardinien auswander moechte, erstmal ein ganzes Jahr hier zu verbringen , ohne in Deutschland gleich alle Bruecken abzureissen.
Bevor ich hierhin gezogen bin, kannte ich Sardinien auch nur vom Sommer, schon der erste Winter war fuer mich ein schock. War damals 24 und aus einer Grossstadt.
Ich lebe hier seit 29 Jahren in einem kleinen Ort der Provinz Oristano, meine Kinder sind hier zu Welt gekommen und aufgewachsen.
Oft habe ich drann gedacht Sardinien zu verlassen, was aber in der damaligen Situation nicht moeglich war. Anderer seits wollte ich meine Kinder nicht entwurzeln also bin ich geblieben. Es gab schwierige Zeiten wo wir mit sehr wenig auskommen mussten. Aber irgendwie geht es immer. Im nachhinein kann ich sagen, dass uns das Ganze nicht wirklich geschadet hat, es hat uns staerker gemacht, meine Kinder haben gelernt mit wenig auszukommen,. Sogar heute wenn ich drauf bestehe dass Sie sich ein paar neue Schuhe kaufen, bekomme ich als Antwort, ich habe nur 2 Fuesse, ein paar Schuhe reichen vollkommen. Ich weis nicht wie begnuegsam ihre Kinder sind, ob sie sich dessen bewusst sind, auf einiges verzichten zu muessen.
Es gibt hier kein Ausbildungssystem wie man es aus Deutschland kennt aber studieren kann man.
@ bea
Ich finde nicht, dass Studieren hier viel teurer ist, Studiengebuehrer bezahlt man je nach
Einkommen, wenn man wenig hat, bezahlt man auch wenig, dazu kommt dass man relativ einfach ein Stipendium bekommen kann. Steht einem ein Stipendium zu , hat man die Moeglichkeit im Studentenwohnheim KOSTENLOS ein Zimmer zu bekommen, dazu kommen Kostenlose Mahlzeiten ( ich glaube eine pro Tag) in der Mensa.
Mein Sohn studiert in Deutschland, er muss fuer 17 qm Wohnraum 270, 00 Euro bezahlen. Dazu kommen fuer jede dieser kleinen Wohneinheiten Fernsehgebuehren (glaube ca. jeder 200,00 Euro im Jahr), Mahlzeiten gratis gibt es auch nicht.
So wie ich es sehe, die jenigen die wenig Einkommen haben, sind hier besser drann.
Und hier kommen wir zum Thema "sardische Sproesslinge"
Sicherlich gibt es junge Leute, die sich ihr Studium selber finanzieren. Kenne auch Einige.
Die meissten aber die ich kenne, haben mit 23; 24, 25 Jahren noch keinen Tag im ihren Leben gearbeitet aber das wollen die Familien oft nicht anders, sie wollen ihre Kinder verwoehnen.
Oft unterhalten wir uns ueber dieses Thema. Wenn ich dann sage dass mein Sohn, der alleine in Deutschland lebt, sein Studium selber finanziert, d.h. neben dem studentischen Aushilfsjob, muss er auch andere arbeiten annehmen, wie Tellerspuelen und putzen und so wie er tausende andere junge Menschen, bekomme ich als Antwort: wir sind halt bessere Eltern, wir tun mehr fuer unsere Kinder.
@ pelle
1000€ sind nicht viel, wenn man alles davon bezahlen muss, aber die haben Sie schon mal sicher, etwas koennen sie sich dazu verdienen. Sollten sie es schaffen im Sommer einen versicherten Hausmeisterjob zu bekommen, besteht die Moeglichkeit fuer die Wintermonate arbeitslosengeld zu bekommem, unter bestimten bedingungen. Viele die Saisonarbeiten verrichten, nutzen das aus.
Es stimmt das man Zur aerztlichen Untersuchungen zuzahlen muss, man kann aber auch von der Zuzahlung befreit werden, je nach Einkommen und bei gewissen Krankheiten, da muessen Sie sich genau erkundigen ob es Ihnen zusteht.
Am Anfang waere optimal ein Tausch, Unterkunft gegen kleine Arbeiten, kann man sich erstmal die Miete sparen, oder ein kleines Haus mit Garten wo man etwas anbauen kann, was man selber anbaut, muss man nicht kaufen.
Wenn Sie sich noch in Sardinien befinden, gerne koennen Sie bei uns vorbei kommen. Ich haette Ihnen noch viel zu erzehlen.
Gio