Welche Gegend (Sassari, Pulau oder Süden bei Chia)

Jenniliee

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Hallo zusammen!
Wir sind immer noch bei unserer Reiseplanung (2 Wochen im Juni) und kommen gerade nicht wirklich weiter... Die erste Woche haben wir ein Haus bei Orosei gebucht. Jetzt brauchen wir noch was für die zweite Woche und können uns einfach nicht entscheiden. Wir haben drei Häuser zur Auswahl:

- Eines ganz im Süden (Capo Spartivento)
- Eines unweit von Sassari
- Eines bei Luogosanto im Nordosten

Was uns jetzt in der Entscheidung so unsicher macht ist, dass wir nicht unbedingt den ganzen Tag im Haus sein wollen, sondern viel unterwegs. Wir wollen schöne Orte sehen, wandern gehen und ab und zu auch mal an den Strand (wir haben 2 kleine Kinder). Es wäre also schön, wenn man auch mal abends oder nachmittags ein Eis essen gehen kann o. ä. Wir wollen aber auch nicht jeden Tag stundenlang im Auto sitzen...

Die Unterkunft im Süden ist in Laufnähe von schönen (nicht ganz so überfüllten?) Stränden, aber so wie ich das sehe, bietet die Lage wenig Wandermöglichkeiten. Sehe ich das richtig? Aufgrund der Abgeschiedenheit gibt es aber natürlich auch kaum Einkaufsmöglichkeiten/Ortschaften/Restaurants.

Die Unterkunft bei Sassari ist von der Infrastruktur her super gelegen, aber von schönen (nicht überfüllten) Stränden halt relativ weit weg (mind. 30 bis 45 Min Fahrzeit). Die Unterkunft "in der Nähe" von Palau liegt von den Rahmenbedingungen "ähnlich" wie die bei Sassari. Hier bin ich mir einfach unklar, ob der Nordosten oder Nordwesten landschaftlich und von den Ortschaften reizvoller ist (wenn man wandern möchte und auch was die Strände angeht).

Könnt ihr mir evtl. hier weiterhelfen und die Vor- und Nachteile der drei Gegenden (Sassari, Palau und südlichster Zipfel) aufzeigen? Mir ist klar, dass jeder auch andere Vorlieben hat, aber vielleicht unterschätze ich eine Gegend ja (und es gibt im südlichen Bereich mega schöne Wanderungen). Wenn es der Norden werden sollte, habt ihr den Nordosten oder Nordwesten landschaftlich reizvoller gefunden? Können die Strände im Nordwesten oder Nordosten mit denen im Süden mithalten?

Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir ein paar Denkanstöße mitgeben könntet, damit uns die Entscheidung hoffentlich etwas leichter fällt. Vielen Dank schon mal :)

Viele Grüße, Jenni

 
Also, der Süden könnte evtl. ausfallen, wenn Ihr wieder von Olbia oder ....? Steh gerade auf dem Schlauch...Hafen nördlich von Olbia...
zurück fährt.
Von Orosei runter und rüber ans Capo Spartivento ist nicht schön. Die Küste von Orosei Richtung Süden werdet Ihr erforschen. Da gibt es unzählige Wandermöglichkeiten.
Capo Spartivento hatten wir mal für eine Nacht gebucht und dachten, wir wären so richtig schön vorne am Steilhang. Aber nein, wir waren richtig schön weit oben auf dem Berg! Zählt auch noch zum Capo.
Dennoch, wenn Euer gewähltes Haus Nahe der kurvigen Straße liegt, könnt Ihr gut an der Küste entlang laufen.
Wird aber auch schnell heiß, weil ohne Baumbestand.
Die Strände können noch so schön sein, mit Pech gibt's da öfter Quallen (am nächsten Tag weg) und mit weiterem Pech sind die Südseezauberstrände noch mit Seegras belegt, so dass man vom Puderzuckerstrand nichts sieht.
Teulada oder, andere Richtung Pula sind dann wieder schön urlaubig. Insbesondere Pula. Ist aber weit weg.
Und dann zurück zum Hafen oder zum nächsten Haus?!
O.k., dann wäre da Luogosanto/Sassari.
Die Gegend um Luogosanto eignet sich hervorragend zu kurzweiligen Wanderungen, eine großartige Nurraghenwelt dort oben.
Der Ort selber liegt auf einem "Hügel ".
Serpentinen hoch und runter.
Aber mit Charme. Ich glaube, die Einwohner kann nix und niemand aus der Ruhe bringen.
Die Fahrt zum Strand könnte durchaus kürzer werden, weil es in dort oben ein paar Staubstraßen runter ans klettertolle Meer gibt und Steinbrocken am Strand und bestimmt da und dort Seegras :).
Aber um Luogosanto herum gibt's besonders Frühmorgens und erst recht am Abend tolle Tiere zu entdecken: mal nen Uhu, der auf dem Weg hockt, Fette Schildkröten, Wildschweine, Füchse.
Die wahren Erlebnisse halt, die lange im Herzen bleiben.
Dann Agriturismo La Cerra, auf dem Weg nach Sassari.
Ein wirkliches Muss.
Das Essen und diese tollen Felsen drumherum sind wunderschön.
Und Sassari selber, tja, liegt wirklich etwas ungünstig.
Wäre es nicht so, wäre es ein jährliches Pflichtprogramm.
Tolle, sehr sympathische Altstadt mit allen Geschäften, die man braucht oder auch nicht. Aber da ist Leben!
Erst mal bis hier. Mit blödem Handy ist das Schreiben ja fast eine Strafe :).
Viele Grüße
Giovanina
 
In und um Palau hat mir immer die Weite gefehlt.
Es war uns zu Fjordartig, kennen wir so von Norwegen.
Aber ansonsten bietet Palau selber das Rundum-Angebot und auch die Ausflugsmöglichkeiten sind hier groß.
Wie eben überall auf der Insel. Ja, leider :).
Hör mal hübsch auf Dein Bauchgefühl und der Rest kommt im Herbst oder nächstes Jahr.
 
Von Orosei runter und rüber ans Capo Spartivento ist nicht schön.
Warum?
(und es gibt im südlichen Bereich mega schöne Wanderungen).
Es gibt genügend Wanderführer, auch hier im Shop. Natürlich kann man im Süden wandern, tagelang sogar, Monte Arcosu, Iglesiente, etc. Die Frage ist vielmehr, was man sich unter "wandern" vorstellt, noch dazu mit kleinen Kindern ...

Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir ein paar Denkanstöße mitgeben könntet, damit uns die Entscheidung hoffentlich etwas leichter fällt.
Mein Denkanstoß: Sardinien hat 24.000 km² (Mallorca: 3600 km²). Und du zwei Wochen Zeit. Die Straßen sind mitunter beschissen (auch im Wortsinne) kurvig. Es dürfte im Normalfall zumindest sehr warm sein. Umziehen heißt durch die Reise verlorene Tage (putzen, packen, abreisen, fahren, ankommen). Du hast Urlaub. Du hast zwei kleine Kinder. Warum muss es denn unbedingt "alles" sein?

Du hast dich für den Osten entschieden, strategisch nicht einmal für die dümmste Ecke, mir fallen schon aus dem Kopf mindestens 15 Strände ein, Grotten, Höhlen, Hochebenen, Buchten, Berge/Hügel, Bootsfahrten, Panoramastraßen, ... die man besichtigen kann. Wenn es nicht ein Jahr wird, in dem es im Juni 35°C hat, was den Wanderelan dann doch deutlich bremst. Theoretisch lässt es sich in Orosei wunderbar 14 Tage aushalten.

Du wirst vermutlich am gleichen (Flug-)Hafen ankommen und abfahren, sollte es Olbia sein, warum möchtest du dann in den Süden, sollte es Cagliari sein, warum noch weiter in den Norden? Wenn Palau günstig liegt (d.h. Anreise via Olbia), dann finde ich es vertretbar, alternativ ergibt so etwas wie Santa Maria Navarrese oder Bari Sardo auf der anderen Seite der Berge mehr Sinn. Das reicht vollkommen, Sardinien eignet sich nicht für "fomo". Notfalls muss man eben wiederkommen.

Und, unpopular opinion: Verglichen mit anderen Regionen Italiens gibt es in Sardinien keine schönen Orte. Es gibt recht ansehnliche Städtchen (Alghero, Bosa, Castelsardo, Posada, Iglesias und noch ein paar mehr), ne im italienischen Vergleich mittelmäßig schöne Hauptstadt ... aber so dramatisch schöne Städte bzw. pittoreske Dörfer wie man sie auf dem Festland oder auf Sizilien findet, wirst du völlig vergeblich suchen.
 
Mein Denkanstoß: Sardinien hat 24.000 km² (Mallorca: 3600 km²). Und du zwei Wochen Zeit. Die Straßen sind mitunter beschissen (auch im Wortsinne) kurvig. Es dürfte im Normalfall zumindest sehr warm sein. Umziehen heißt durch die Reise verlorene Tage (putzen, packen, abreisen, fahren, ankommen). Du hast Urlaub. Du hast zwei kleine Kinder. Warum muss es denn unbedingt "alles" sein?
Hervoragent @qwpoeriu !!!

Bea
 
Ohje! ACHTUNG! Ich habe Tempio Pausania mit Sassari verwechselt!
Tempio ist die Schöne. Sassari fast ne Großstadt.
Also von Luogosanto Richtung Tempio wollte ich beschreiben.
Oh, und selbst bei Castelsardo waage ich zu zweifeln.
Der Reiz, den Castelsardo für viele hat, hat sich mir bisher nie erschlossen.
 
Schon mal vielen Dank! :) Und Giovanina, das war bestimmt nicht umsonst! Ich werde mir das heute Abend mal in Ruhe anschauen, was du geschrieben hast :)

Klar, könnten wir theoretisch auch 2 Wochen im Osten bleiben, aber wir hätten gerne einen Eindruck von wenigstens 2 Regionen. Alles können wir eh nicht sehen, aber SOLLTE es uns im Osten z. B. doch nicht so gefallen (keine Ahnung, ob das möglich ist), wäre es natürlich blöd, wenn wir da dann den ganzen Urlaub abhängen. Und eine Woche pro Region, ist denke ich noch recht entspannt :)

Als Reiseführer habe ich mir vor längerer Zeit mal den Reise Know How geholt. Irgendwie finde ich den aber nicht so hilfreich bei der Entscheidung. Vielleicht hole ich mir jetzt doch noch einen anderen.

Was die Wanderungen angeht: Wir bevorzugen da eher "bergige" Landschaften. Küstenwanderung ist auch mal schön, aber nicht unser Favorit. Unsere Kinder (7 und fast 6) sind gut zur Fuß, von daher können wir da schon recht viel machen (aber natürlich auch nicht bei 35 Grad).
 
Es gibt einen Wanderführer "Sardinien mit Kindern". Ob es diesen noch gibt, musst Du mal suchen. Falls Du Interesse hast, kann ich Dir meinen auch - einfach so - mal für paar Monate leihen und schicken.
Ist zwar älter (manche der genannten Campingplätze gibt es bspw. nicht mehr), aber toll zur Inspiration.
Du könntest mir in diesem Fall eine Privatnachricht mit Deiner Adresse (oben rechts Briefsymbol) schicken.
Ich bin sehr seriös, keine Angst!
 
Wir sind seit ca. 30 Jahren im Osten ( Posada, La Caletta, Budoni) unterwegs. Damals waren unsere Kinder im Kindergarten/Grundschulalter. Wir sind immer gerne gelaufen, Hügel / Berge gibt es dort auch. Und damals gab es Tante Google noch nicht. Die Suche nach den Wanderwegen war oft schon Abenteuer genug .
Lasst euch doch einfach auf die Insel ein und plant nicht zu viel.
 
Vielen Dank für das Angebot Giovanina! Das ist echt nett :D Ich habe den Wanderführer gebraucht im Internet gefunden. Evtl. hole ich mir den.

Aktuell tendiere ich irgendwie zu der Unterkunft bei Luogosanto. Was Giovanina zu dieser Gegend geschrieben hat, klingt finde ich ganz reizvoll. Zu schönen Stränden hat man es wohl nicht weit (30 Minuten definiere ich als nicht weit ;D)

In der Gegend Sassari gefällt meinem Mann die von mir gefundene Unterkunft halt am besten... Aber eigentlich hält man sich ja in erster Linie draußen auf, von daher sollte das Hauptaugenmerk finde ich auf der Umgebung liegen.

Aber jetzt gucke ich mir mal den von Bisso verlinkten Reiseblog an.
 
Ich sag auch Luogosanto, herrliche Erinnerung vor der Bar gegenüber dem Rathaus und der Wand mit den bunten Keramikblumen (für jedes Kind aus dem Ort eine) zu sitzen und einer hitzigen Duskussion aus den geöffneten Fenstern des Rathauses zu lauschen. Ich mag die Galluragegend mit ihren tollen Felsformationen sehr.
 
übrigens mit "Lieblingsort Luogosanto" eine lesenswerte + informative Hommage auch auf:

 
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