9.09.12 Sonntag
Ankunft in Olbia, die Insel begrüßt mich mit wunderbarem Wetter, die Autovermietung mit einem freundlichen Mitarbeiter... Die Formalitäten sind schnell erledigt, ich kann losfahren... Mein Weg führt nach Brunella, dort werde ich Italienischunterricht haben. Brunella ein kleines Dorf (nicht weit von Budoni) in der Nähe vom Marktplatz wartet Su Corvo auf mich ...wir fahren los, das Haus liegt oberhalb des Dorfes... Die Straße (wie viele in Sardinien) steil und kurvig, für mich gefühlte 40% Steigung, 90 Grad Kurve... und dann passiert es... ich würge das Auto ab... mir steht der Schweiß auf der Stirn... zwei Versuche bleiben erfolglos... beim dritten klappt es... Günther wartet geduldig auf mich...
In Su Corvu herzliche Begrüßung... Giampiera - meine Lehrerin...
Wir sitzen zusammen auf der Terrasse mit wunderschönem Blick ins Tal... es duftet herrlich... die Natur und das Essen, die Ruhe wird nur durch unsere Gespräche unterbrochen ... ein schöner Abend, der mit Spaziergang, mit leckerem Mirto und Finocchio endet...
10.09.12 Montag
Am Vormittag Italienischunterricht mit Giampiera. Sie ist eine erfahrene und kompetente Lehrkraft, es macht Spaß in dem "Klassenzimmer" mit dem schönen Ausblick zu sitzen und zu lernen... Es wird nur italienisch gesprochen... sie erklärt mit viel Geduld, man merkt die jahrelange Erfahrung...
Irgendwann macht sich bei mir die Anspannung von der Reise bemerkbar... meine Konzentration lässt nach... Günther versorgt mich mit vielen Büchern... jetzt kann ich schmökern und entspannen...
Am Nachmittag ein langer Spaziergang... unterwegs werden Brombeeren gesammelt... tolle Gespräche geführt, die schöne und ruhige Gegend erkundet, das Haus San Nicola liegt idyllisch gelegen, mit freiem Blick aufs Meer und die Berge...
11.09.12. Dienstag
Am Vormittag ist wieder Italienisch angesagt, der Nachmittag ist für das Meer vorgesehen...
Die Gegend vom Budoni ist mir absolut unbekannt... Ich fahre zur Spiaggia Salamaghe... ein schöner feinsandiger Strand aber auch ein schöner Pinienwald, der viel Schatten spendet und wunderschön duftet... dort bleibe ich... lese meine Urlaubslektüre (Empfehlung aus der Buchabteilung)...beobachte die emsigen Ameisen... gehe durchs Budoni (keine schöne Stadt), beobachte die Touristen, die dort Urlaub verbringen... Fahre nach Hause..ich kenne den Weg, die Steigung, die Kurven...das Auto würge ich nicht mehr ab...ein ruhiger und entspannter Tag geht zu Ende...
12.09.12 Mittwoch
Am Vormittag wieder das gleiche Programm... Nachmittag steht eine Wanderung auf dem Programm, ich will in die umliegende Berge... Giampiera zeigt mir und erklärt mir genau den Weg zu einer Wasserquelle... Ich muß bis zu bestimmten Stelle mit dem Auto fahren und weiter zu Fuß... es ist ein schöner Weg, mit Blick auf die Berge, die Ruhe, der Duft... auf einmal stinkt es bestialisch...unterhalb vom Weg liegt ein Kadaver, ich gehe schnell weiter... ich finde das Mandelbäumchen... dort in der Nähe muß die Quelle irgendwo sein... ich suche, und suche und finde leider nichts...
komme etwas enttäuscht zurück... im Rucksack nur drei Mandeln und kein Quellwasser...
Ich nutze die Abendstunden und lese ein Sardinienbuch aus Günthers Bibliothek zu Ende...(mehr dazu bald in der Buchabt.)
Am späten Abend kommt der maestrale... es wird kalt...
13.09.12. Donnerstag
Kurz nach 7uhr Aufbruch Richtung Barbagia...
Die erste Station Orgosolo (dazu habe ich schon was geschrieben)...
danach Nuoro, die Stadt, die als Eingangstor zur Barbagia bezeichnet wird...
Mein erster Ziel... Duomo Santa Maria della Neve, nicht weit von hier... im Schatten der Kathedrale finde ich das Museo Archeologico, der Eintritt kostet nur 2 Euro und es lohnt sich!
Ich frage nach dem Weg zum Museo Deleddiano... ein junges Pärchen erklärt mir den Weg... bis zum Dolci Tentazioni und dann rechts... Dolce Tentazioni....so viele leckere Sachen...ich kann nicht widerstehen...
Komme zum Geburthaus von Grazia Deledda, der Eintritt ist frei... ich besichtige das Haus, stelle mir vor wie sie hier gelebt hat... Nehme mir viel Zeit durch die Räume zu gehen... ich gehe in den Hof...ich fühle mich wie in einer anderen Zeit... Ich könnte hier stundenlang bleiben...
Ich verlasse Nuoro... fahre nach Orune, das Dorf mit den bunten Häusern, so malerisch gelegen.. auf dem Berg gebaut... von weitem sieht es so schön friedlich aus... ich will nicht an die Geschichte und die blutigen Auseinandersetzungen denken...
Es fängt an zu regnen, schwarze Wolken am Himmel ...ich bin auf dem Weg nach Su Tempiesu...der nuraghische Brunnentempel...für mich ein magischer Ort und die Ruhe, die dort herrscht...
Das Tor zum Besucherzentrum ist geschlossen... ich gebe nicht auf... gehe von der anderen Seite.. habe Glück...es ist offen... und ich darf kostenlos ins Tal ... (nachdem ich die Frage, ob ich wirklich bei dem Wetter dorthin gehen will mit überzeugenden ja geantwortet habe...)
Ich kenne den Weg , es hört auf zu regnen... die Luft, so frisch nach dem Regen... man kann die Tropfen auf den Blättern hören... sonst absolute Stille, man hört nur noch das Wasser...
die Zeit vergeht...
ich muß zurück...auf dem Weg nach Orune... ganze Herde Schafe vor mir... der Schäfer will mich vorbei winken...das möchte ich nicht... ich bleibe stehen...die Schafe...sie sind hier zu Hause, sie sind hier wichtig... sie sind Teil von der Insel... kilometerlang fahre ich im Schritttempo, erst vor dem Friedhof in Orune wird der Weg wieder frei...
Zurück nach Brunella... am Abend bin ich zum Essen eingeladen in Agriturismo Tra Sicca...
Es liegt oberhalb von Brunella, wunderschön gelegen... ein opulentes Menü, unzählige Vorspeisen, Ferkel und mein Lieblingsnachtisch Seadas... das Essen und der Wein schmecken vorzüglich...wir sitzen lange am Tisch... ein sehr langer und voller Erlebnisse Tag geht zu Ende...
14.09.12. Freitag
Am Vormittag Italienisch... Am Nachmittag brauche ich Ruhe, die Eindrücke von gestern beschäftigen mich immer noch... das Wetter ist sehr unbeständig, das nutze ich aus... fahre über Siniscola bis Parco Naturale di Bidderosa, ich freue mich auf die Wanderung, auf dem Parkplatz stehen 3 Autos...
meine Wanderung kann beginnen, ich kriege einen Plan in die Hand gedrückt... das Wetter spielt mit, es ist sehr kalt und windig aber es regnet nicht...ich gehe zu Fuß, geniesse die Natur, die Ruhe, beobachte die Vögel, am Stagno Sa Curcurica vorbei bis zu den leeren Stränden...irgendein Schiff kommt vorbei... die Strandlilien leisten dem Wind Widerstand... es wird spät, ich muß zurück...
in dem Tickethäuschen sitzt niemand mehr, mein Auto steht einsam auf dem Parkplatz...
Auf dem Weg zurück fahre ich über Santa Lucia... der Wind hat dort das Sagen... das dunkle Meer... die großen Wellen... in der Ferne Monte Albo, ein schöner Anblick...
Fortsetzung folgt...
Ankunft in Olbia, die Insel begrüßt mich mit wunderbarem Wetter, die Autovermietung mit einem freundlichen Mitarbeiter... Die Formalitäten sind schnell erledigt, ich kann losfahren... Mein Weg führt nach Brunella, dort werde ich Italienischunterricht haben. Brunella ein kleines Dorf (nicht weit von Budoni) in der Nähe vom Marktplatz wartet Su Corvo auf mich ...wir fahren los, das Haus liegt oberhalb des Dorfes... Die Straße (wie viele in Sardinien) steil und kurvig, für mich gefühlte 40% Steigung, 90 Grad Kurve... und dann passiert es... ich würge das Auto ab... mir steht der Schweiß auf der Stirn... zwei Versuche bleiben erfolglos... beim dritten klappt es... Günther wartet geduldig auf mich...
In Su Corvu herzliche Begrüßung... Giampiera - meine Lehrerin...
Wir sitzen zusammen auf der Terrasse mit wunderschönem Blick ins Tal... es duftet herrlich... die Natur und das Essen, die Ruhe wird nur durch unsere Gespräche unterbrochen ... ein schöner Abend, der mit Spaziergang, mit leckerem Mirto und Finocchio endet...
10.09.12 Montag
Am Vormittag Italienischunterricht mit Giampiera. Sie ist eine erfahrene und kompetente Lehrkraft, es macht Spaß in dem "Klassenzimmer" mit dem schönen Ausblick zu sitzen und zu lernen... Es wird nur italienisch gesprochen... sie erklärt mit viel Geduld, man merkt die jahrelange Erfahrung...
Irgendwann macht sich bei mir die Anspannung von der Reise bemerkbar... meine Konzentration lässt nach... Günther versorgt mich mit vielen Büchern... jetzt kann ich schmökern und entspannen...
Am Nachmittag ein langer Spaziergang... unterwegs werden Brombeeren gesammelt... tolle Gespräche geführt, die schöne und ruhige Gegend erkundet, das Haus San Nicola liegt idyllisch gelegen, mit freiem Blick aufs Meer und die Berge...
11.09.12. Dienstag
Am Vormittag ist wieder Italienisch angesagt, der Nachmittag ist für das Meer vorgesehen...
Die Gegend vom Budoni ist mir absolut unbekannt... Ich fahre zur Spiaggia Salamaghe... ein schöner feinsandiger Strand aber auch ein schöner Pinienwald, der viel Schatten spendet und wunderschön duftet... dort bleibe ich... lese meine Urlaubslektüre (Empfehlung aus der Buchabteilung)...beobachte die emsigen Ameisen... gehe durchs Budoni (keine schöne Stadt), beobachte die Touristen, die dort Urlaub verbringen... Fahre nach Hause..ich kenne den Weg, die Steigung, die Kurven...das Auto würge ich nicht mehr ab...ein ruhiger und entspannter Tag geht zu Ende...
12.09.12 Mittwoch
Am Vormittag wieder das gleiche Programm... Nachmittag steht eine Wanderung auf dem Programm, ich will in die umliegende Berge... Giampiera zeigt mir und erklärt mir genau den Weg zu einer Wasserquelle... Ich muß bis zu bestimmten Stelle mit dem Auto fahren und weiter zu Fuß... es ist ein schöner Weg, mit Blick auf die Berge, die Ruhe, der Duft... auf einmal stinkt es bestialisch...unterhalb vom Weg liegt ein Kadaver, ich gehe schnell weiter... ich finde das Mandelbäumchen... dort in der Nähe muß die Quelle irgendwo sein... ich suche, und suche und finde leider nichts...
komme etwas enttäuscht zurück... im Rucksack nur drei Mandeln und kein Quellwasser...
Ich nutze die Abendstunden und lese ein Sardinienbuch aus Günthers Bibliothek zu Ende...(mehr dazu bald in der Buchabt.)
Am späten Abend kommt der maestrale... es wird kalt...
13.09.12. Donnerstag
Kurz nach 7uhr Aufbruch Richtung Barbagia...
Die erste Station Orgosolo (dazu habe ich schon was geschrieben)...
danach Nuoro, die Stadt, die als Eingangstor zur Barbagia bezeichnet wird...
Mein erster Ziel... Duomo Santa Maria della Neve, nicht weit von hier... im Schatten der Kathedrale finde ich das Museo Archeologico, der Eintritt kostet nur 2 Euro und es lohnt sich!
Ich frage nach dem Weg zum Museo Deleddiano... ein junges Pärchen erklärt mir den Weg... bis zum Dolci Tentazioni und dann rechts... Dolce Tentazioni....so viele leckere Sachen...ich kann nicht widerstehen...
Komme zum Geburthaus von Grazia Deledda, der Eintritt ist frei... ich besichtige das Haus, stelle mir vor wie sie hier gelebt hat... Nehme mir viel Zeit durch die Räume zu gehen... ich gehe in den Hof...ich fühle mich wie in einer anderen Zeit... Ich könnte hier stundenlang bleiben...
Ich verlasse Nuoro... fahre nach Orune, das Dorf mit den bunten Häusern, so malerisch gelegen.. auf dem Berg gebaut... von weitem sieht es so schön friedlich aus... ich will nicht an die Geschichte und die blutigen Auseinandersetzungen denken...
Es fängt an zu regnen, schwarze Wolken am Himmel ...ich bin auf dem Weg nach Su Tempiesu...der nuraghische Brunnentempel...für mich ein magischer Ort und die Ruhe, die dort herrscht...
Das Tor zum Besucherzentrum ist geschlossen... ich gebe nicht auf... gehe von der anderen Seite.. habe Glück...es ist offen... und ich darf kostenlos ins Tal ... (nachdem ich die Frage, ob ich wirklich bei dem Wetter dorthin gehen will mit überzeugenden ja geantwortet habe...)
Ich kenne den Weg , es hört auf zu regnen... die Luft, so frisch nach dem Regen... man kann die Tropfen auf den Blättern hören... sonst absolute Stille, man hört nur noch das Wasser...
die Zeit vergeht...
ich muß zurück...auf dem Weg nach Orune... ganze Herde Schafe vor mir... der Schäfer will mich vorbei winken...das möchte ich nicht... ich bleibe stehen...die Schafe...sie sind hier zu Hause, sie sind hier wichtig... sie sind Teil von der Insel... kilometerlang fahre ich im Schritttempo, erst vor dem Friedhof in Orune wird der Weg wieder frei...
Zurück nach Brunella... am Abend bin ich zum Essen eingeladen in Agriturismo Tra Sicca...
Es liegt oberhalb von Brunella, wunderschön gelegen... ein opulentes Menü, unzählige Vorspeisen, Ferkel und mein Lieblingsnachtisch Seadas... das Essen und der Wein schmecken vorzüglich...wir sitzen lange am Tisch... ein sehr langer und voller Erlebnisse Tag geht zu Ende...
14.09.12. Freitag
Am Vormittag Italienisch... Am Nachmittag brauche ich Ruhe, die Eindrücke von gestern beschäftigen mich immer noch... das Wetter ist sehr unbeständig, das nutze ich aus... fahre über Siniscola bis Parco Naturale di Bidderosa, ich freue mich auf die Wanderung, auf dem Parkplatz stehen 3 Autos...
meine Wanderung kann beginnen, ich kriege einen Plan in die Hand gedrückt... das Wetter spielt mit, es ist sehr kalt und windig aber es regnet nicht...ich gehe zu Fuß, geniesse die Natur, die Ruhe, beobachte die Vögel, am Stagno Sa Curcurica vorbei bis zu den leeren Stränden...irgendein Schiff kommt vorbei... die Strandlilien leisten dem Wind Widerstand... es wird spät, ich muß zurück...
in dem Tickethäuschen sitzt niemand mehr, mein Auto steht einsam auf dem Parkplatz...
Auf dem Weg zurück fahre ich über Santa Lucia... der Wind hat dort das Sagen... das dunkle Meer... die großen Wellen... in der Ferne Monte Albo, ein schöner Anblick...
Fortsetzung folgt...
