Sardinien in den 60er und 70 er Jahren
Forumarchiv
(Beitrag aus dem alten Forum übernommen)
Autor: bo-ju
Datum: 17.06.10 16:25
Lieber Marco,
Das deutsche Fernsehen ist auch nicht besser.
Heut Nacht hab ich mich in den Schlaf gelacht, von wegen "es ist nicht angebracht den Ortspfarrer zu erschlagen." Solche Begebenheiten tun in der Seele gut, zu lesen, daß die Welt irgendwo noch in Ordnung ist. Zumindest in der Ordnung die man kennt und liebt.
Mein Kopf ist leider voller Wut über die Zeiten, die immer unsicherer werden. Mich hat man bisher 3 mal beraubt, das trägt nicht zum Seelenfrieden bei.Das erste mal in Afrika (selbst Schuld. Was müssen wir reichen Europäer auch in armen Ländern zelten.) Das 2. mal auf der italienischen Autobahn (was mich ein für alle mal von meiner Hilfsbereitschaft bei anderer Leuts Pannen kuriert hat) und das 3. mal direkt vor meiner Haustür in meinem kleinen 6000Seelen Dorf in Deutschland. Und der junge Mann hat etwas Unverzeihliches getan: er hat mir die Sicherheit in meiner gewohnten Umgebung genommen.
Wir haben ein Grundstück auf Sant Antioco, wo wir viele Jahre mit unserem VW Bus geschlafen haben. Heute hätte ich dabei ein mulmiges Gefühl, denn es kommen ab und zu "clandestini" von Afrika an Sardiniens Küsten. Sie werden meist am nächsten Tag schon aufgegriffen, die Küstenwache ist ganz auf Zack.Aber eine Bootsladung Verzweifelter, die nachts vor unserem Auto stünden u. um Wasser u. Nahrung bäten, würde mich inzwischen einfach überfordern. Einziger Trost: bei uns hats hohe Steilküste, sie ziehen flache Strände vor.
Warum erzähl ich das eigentlich alles? Ach so, nicht alles haben wir nur aus dem Fernsehen. LG Ju
Datum: 17.06.10 16:25
Lieber Marco,
Das deutsche Fernsehen ist auch nicht besser.
Heut Nacht hab ich mich in den Schlaf gelacht, von wegen "es ist nicht angebracht den Ortspfarrer zu erschlagen." Solche Begebenheiten tun in der Seele gut, zu lesen, daß die Welt irgendwo noch in Ordnung ist. Zumindest in der Ordnung die man kennt und liebt.
Mein Kopf ist leider voller Wut über die Zeiten, die immer unsicherer werden. Mich hat man bisher 3 mal beraubt, das trägt nicht zum Seelenfrieden bei.Das erste mal in Afrika (selbst Schuld. Was müssen wir reichen Europäer auch in armen Ländern zelten.) Das 2. mal auf der italienischen Autobahn (was mich ein für alle mal von meiner Hilfsbereitschaft bei anderer Leuts Pannen kuriert hat) und das 3. mal direkt vor meiner Haustür in meinem kleinen 6000Seelen Dorf in Deutschland. Und der junge Mann hat etwas Unverzeihliches getan: er hat mir die Sicherheit in meiner gewohnten Umgebung genommen.
Wir haben ein Grundstück auf Sant Antioco, wo wir viele Jahre mit unserem VW Bus geschlafen haben. Heute hätte ich dabei ein mulmiges Gefühl, denn es kommen ab und zu "clandestini" von Afrika an Sardiniens Küsten. Sie werden meist am nächsten Tag schon aufgegriffen, die Küstenwache ist ganz auf Zack.Aber eine Bootsladung Verzweifelter, die nachts vor unserem Auto stünden u. um Wasser u. Nahrung bäten, würde mich inzwischen einfach überfordern. Einziger Trost: bei uns hats hohe Steilküste, sie ziehen flache Strände vor.
Warum erzähl ich das eigentlich alles? Ach so, nicht alles haben wir nur aus dem Fernsehen. LG Ju
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