Sant'Antioco - Essen am Strand ist verboten: Bußgelder bis zu 500 Euro

Beppe

Sehr aktives Mitglied
Sant'Antioco - Essen am Strand ist verboten: Bußgelder bis zu 500 Euro

Ziel ist, so der Bürgermeister: Mega-Essen zu vermeiden: aber die Verordnung ist wohl nicht genau,
so dass auch diejenigen, die ein Eis oder ein Sandwich essen, mit einem Bußgeld belegt werden können.

Quelle:
 
Tja....immer mehr Verbote! Eigentlich schade, denn würd jede Person das Mitgenommene auch wieder heim nehmen, also Teller/Becher usw., wären die Verbote kaum nötig, oder?
 
Ja. Aber Eigenverantwortung am Arsch ... die Leute bekommen es einfach nicht hin, sich auch nur halbwegs zivilisiert aufzuführen. So nach dem Motto "Was nicht explizit verboten ist, ist erlaubt"
 
Gilt dieses Verbot auch für die Pinienwälder hinter den Stränden? Da findet ja normalerweise das Essen speziell der italienischen/ einheimischen Familien statt mit dem Phänomen der an Bäumen hängenden Mülltüten.
 
Was schlechter Journalismus immer anrichten kann^^

Hier die originale Verordnung, die auch nicht neu ist, sondern dieses Jahr nur ergänzt wurde, weil große Steine auf die Sandstrände geschleppt wurden und diese die Sandreinigungs- und Glattziehmaschinemaschine beschädigt haben:

Gemeinde Sant'Antioco
Provinz Südsardinien
GEWERKSCHAFTLICHE VERORDNUNG NR. 5 VOM 03/07/2023
Gegenstand: STRANDBENUTZUNGSVORSCHRIFTEN
DER BÜRGERMEISTER
- gestützt auf die Verordnungen des Bürgermeisters Nr. 6 vom 05.03.2019 und Nr. 20 vom 22.06.2020
die den Gegenstand "STRANDBENUTZUNGSREGELN" haben;
- Um die friedliche Nutzung der Strände zu gewährleisten, wird es für angebracht gehalten
die vorgenannte Verordnung anzupassen und zu ergänzen;
- In Anbetracht des Gesetzesdekrets Nr. 267/2000
- gestützt auf das Gesetz 689/81
ANORDNUNGEN
An den Stränden und entlang der Küstenlinie ist es VERBOTEN:
1. Das Rauchen;
2. Das Entfernen von Elementen, die die natürliche Struktur des Strandes ausmachen (wie z.B.,
(z. B. Sand, Kies, Kiesel usw.);
3. Das Fahren und/oder Parken mit Kraftfahrzeugen, Motorrädern, Mopeds und Fahrzeugen aller Art
Fahrzeugen aller Art; ausgenommen sind Fahrzeuge, die zur Strandreinigung, zur Rettung und
andere speziell zugelassene Fahrzeuge;
4. Campen mit Wohnwagen, Wohnmobilen, Zelten oder ähnlichen Einrichtungen; 4.
ähnliche Ausrüstungen;
5. Aufstellen von Zelten, Aufbauten von Schirmen, Planen und ähnlichen Konstruktionen;
6. Das Besetzen mit Sonnenschirmen, Liegestühlen, Stühlen, Hockern usw., sowie Booten, die
6. mit Sonnenschirmen, Liegestühlen, Stühlen, Hockern usw. sowie Booten den Streifen von 5 Metern ab der Uferlinie zu besetzen, der ausschließlich für die freie Durchfahrt bestimmt ist.
Dies gilt nicht für Einsatzfahrzeuge. Der oben genannte Abstand ist
auf den durchschnittlichen sommerlichen Meeresspiegel und nicht auf die Niedrigwasserlinie bezogen;
7. Das Abstellen von Sonnenschirmen, Liegestühlen und Zelten an öffentlichen Stränden nach Sonnenuntergang
Liegestühle und Zelte;
8. Das Aufnehmen, Ablegen oder Benutzen von Steinen, Ziegeln oder anderen Gegenständen (auch zum Festbinden von
Schirme), Steine, Ziegel oder ähnliche Materialien;
9. Picknicken oder Mahlzeiten jeglicher Art zu sich nehmen;
10. das Ablegen, Vergraben und Verklappen von Abfällen aller Art, sowohl an Land als auch auf See
10. das Ablagern, Vergraben und Verklappen von Abfällen und/oder anderen Materialien jeglicher Art an Land und auf See
11. die Anlieferung von Abfällen in anderen als den für die jeweilige Abfallart vorgesehenen Behältern
Abfälle;
12. die Verwendung von nicht kompostierbaren Einwegbeuteln oder -behältern;
13. das Wegwerfen von Kaugummi;
14. während der Badesaison im Sommer die Durchfuhr oder den Aufenthalt von Tieren jeglicher Art
Tiere, auch wenn sie einen Maulkorb tragen oder angeleint sind, von 8.00 bis 8.00 Uhr.
Verordnung des Bürgermeisters
Computerkopie zur Einsichtnahme
Stadtverwaltung von Sant'Antioco
Provinz Südsardinien
20,00. Von dem Verbot ausgenommen sind Rettungshundeeinheiten mit Ausweis
Ausgenommen sind Rettungshunde mit Ausweis und Blindenführhunde;
15. die Ausübung jeglicher sportlicher Spiele und Aktivitäten (z.B. Fußball oder Fünferfußball, Beachtennis, Volleyball, Bowling
(z.B. Fußball oder Fünferfußball, Beachtennis, Volleyball, Boccia usw.) ;
16. die Benutzung von Abspielgeräten mit einer Lautstärke, die die Ruhe stört;
17.das Abstellen von Booten, wenn dadurch der Badebetrieb gestört wird, mit Ausnahme von
17.das Abstellen von Booten, wenn dadurch der Badebetrieb gestört wird, mit Ausnahme der Boote, die für Hilfs- und Rettungsmaßnahmen eingesetzt werden; 17.
Rettungseinsätze;
18. das Entzünden von Feuer;
19. die Verwendung von Seife und Shampoo;
20. das Einbringen und Verwenden von Gasflaschen oder anderen brennbaren Stoffen;
21. die Durchführung von Reparaturen an der Motorausrüstung oder von Wartungsarbeiten an
21.die Durchführung von Reparaturen an der Motorausrüstung oder von Wartungsarbeiten an Booten und Schiffen im Allgemeinen, die gegen die Umweltvorschriften verstoßen, entweder
21. die Durchführung von Reparaturen an Motorgeräten oder Wartungsarbeiten an Booten und Schiffen im Allgemeinen, die gegen die Umweltvorschriften verstoßen, sei es am Strand oder auf See;
22. die Durchführung von Werbung, sowohl am Strand als auch auf dem Wasser, durch
22. die Werbung sowohl am Strand als auch im Wasser durch das Verteilen und Werfen von Plakaten
23. das Fischen vom Land aus mit jeglichem Gerät (Schnüre, Ruten, Rollen usw.)
in den Badegebieten, von der Morgendämmerung bis zur Abenddämmerung;
Zuwiderhandlungen werden mit einer Geldstrafe von 25,00 bis 500,00 € geahndet, gemäß
Artikel 7 bis des Gesetzesdekrets 267/2000.
Die Verordnungen Nr. 6 vom 05.03.2019 und Nr. 20 vom 22.06.2020 werden aufgehoben und ersetzt
durch die vorliegende ersetzt.
Das städtische Polizeipräsidium, die Carabinieri und alle Polizeidienststellen sind
mit dem Vollzug dieser Verordnung betraut.
Gegen diese Verordnung sind zulässig
- Einspruch beim Präfekten innerhalb von 30 Tagen, oder
- innerhalb von 60 Tagen an den TAR von Sardinien, oder
- außerordentlicher Rechtsbehelf beim Staatsoberhaupt innerhalb von 120 Tagen, jeweils beginnend mit dem
Datum der Zustellung oder der vollständigen Kenntnisnahme dieses Beschlusses.
Herausgeber: LEFONS GIANFRANCO VITO
Vom Wohnsitz der Gemeinde, 03/07/2023
Unterzeichnet vom Bürgermeister/Vizebürgermeister


Ich denke, solch eine Verordnung hat jede Gemeinde mit Strandabschnitt, mehr oder weniger ähnlich ;)
 
Huch........also muss man als Tourist zuerst auf die Gemeinde um all das zu wissen. Da vergeht einem die Lust wirklich!
Für mehr Touristen sind diese Gesetze sicher nicht förderlich......
 
Oft genügt der gesunde Menschenverstand. Aufpassen muss man leider in der Hauptsaison mit Hunden am Strand, da ist sind viele ziemlich unflexibel.
 
An den Stränden stehen ja auch Schilder und man weiß meistens auch, was man darf oder nicht darf. Sant`Antioco hat ja zwei bandiera blue Strände und ist deshalb sicher etwas strenger, was aber die Strände wirklich nicht leerer macht, eher im Gegenteil.
 
Wer soll das kontrollieren ?

Schwierig . Hoffe ,man darf sich künftig noch mit Handtuch und Sonnenschirm an die Strände legen .

Und auch noch ein Wasser mitbringen .

Sollte man das irgendwann auch verbieten fände ich schwierig .
 
An den Stränden stehen ja auch Schilder und man weiß meistens auch, was man darf oder nicht darf.
Genau das ist das Vertrackte, wenn man nicht immer nur an denselben Strand fährt.
Hat man sich einmal an einem Strand ausführlich mit den Strandregeln beschäftigt, glaubt man doch schnell, man wüsste, wie es sich damit auf (ganz) Sardinien verhält. Dann fährt man an Strände anderer Gegenden/Regionen/Kommunen und kommt von alleine gar nicht erst auf die Idee, dass einiges dort ganz anders sein könnte. Und schaut sich die Schilder vermutlich nicht mehr gewissenhaft an, bevor man den jeweiligen Strand betritt.

So ist es uns vor Jahren als Sardinien-Neulinge jedenfalls mit der Mülltrennung gegangen. Es war uns peinlich, was falsch gemacht zu haben. Aber wir waren uns halt so sicher gewesen, dass wir wüssten, wie wir den Müll auf Sardinien trennen müssten, dass wir uns an einem anderen Ort nicht noch einmal alles im Detail durchgelesen hatten.
Danach waren wir schlauer... Man muss halt wissen, dass jede Gemeinde auf Sardinien ihr eigenes Süppchen kocht.
 
Hm, Schilder?
Die haben wir auch gesucht.....ein paar Spitter waren noch und somit wunderschöner Meerblick zum Lesen!;)
Kontrolle? Oh ja.........da marschieren Damen oder Herren am Strand entlange. Deren Halswirbel möcht ich nicht haben, zägg links, zägg rechts....meist mit so einem Tablet, dunklen Hosen und weisses T-Shirt..
Wenn die ein Sündenfall entdecken, auweja......Reden in Maschinengewehrgeschwindigkeit und mit Finger oder Stick schon 'multa'!}:-)
 
Gilt dieses Verbot auch für die Pinienwälder hinter den Stränden? Da findet ja normalerweise das Essen speziell der italienischen/ einheimischen Familien statt mit dem Phänomen der an Bäumen hängenden Mülltüten.
Joo... schlagt mich, aber meinem Empfinden nach (ich habe keine genaue Statistik geführt) sind es sehr wohl die Einheimischen, bzw Festland-Einheimischen, die Krawall und Müll am Strand verursachen. Ich jedenfalls habe noch keine Urlauber aus jenseits der Alpen gesehen, die sich daneben benehmen. Liegt wohl auch daran, daß wir nicht auf campingnahen Stränden unterwegs sind.... Aber so als Big Picture haben wir uns sehr oft gesagt, daß solche Maßregelungen und Vorschriften die Folge üblen Benehmens eben dieser Urlauber sind.
Manche Sachen fallen uns z.B. erst gar nicht ein, ohne überhaupt ein Gesetz dazu erlassen zu müssen (Glasscherben, Müll und Kippen im Sand?? Radio am Strand?). Wir sind ja nicht alleine auf dem Strand, der Straße, der Welt...
 
Regeln die keiner kennt und keiner kontrolliert, gibts vielerorts seit ich mich erinnern kann, nicht nur auf sardinien, es liest doch keiner die in landessprache auf irgendeiner webseite publizierten ellenlangen bestimmungen irgendeiner ferienregion. Die berichterstattung in den sardischen medien ist reine staubaufwirbelei, das ist eher das problem als irgendeine neue bestimmung für strand xy, polemik ohne ende egal worum es geht.
 
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