Offshore-Windpark vor der Küste von Sulcis - "So stirbt der Thunfisch-Fang"

Beppe

Sehr aktives Mitglied
Offshore-Windpark vor der Küste von Sulcis - "So stirbt der Thunfisch-Fang"

Offshore-Windpark vor der Küste von Sulcis, angeblich laut Bürgermeistern: "So stibt der Thunfisch-Fang"

In Carloforte und Portoscuso Alarm für das Projekt von 42 Windkrafttanlagen, die das 'angebliche marine Ökosystem' zu zerstören drohen.

„Wenn ein Offshore-Windpark vor der Küste von Sulcis installiert würde, wären die bisherigen historischen Festnetz-Thunfischfallen fatal, so dass der Rote Thun seine jahrtausendalten Routen ändern würde.“

Der Alarmruf der Bürgermeister und der Betreiber der Tonnara von Carloforte und Portoscuso, die vor dem Ichnusa Windkraftanlage-Projekt warnen, welches im Golf von Sulcis 42 Windkraftanlage-Türme mit einer maximalen Leistung von 504 Megawatt und 160 Meter hohen Türmen und jeweils mit einem 125 Meter Radius Propeller installieren möchte. Eine künstliches Insel-System, das das marine Ökosystem für immer verändern könnte.

Auch der Unione Sarda ist anscheinend nichts zu schade, um gegen jegliches Windkraftprojekt zu poltern und zu lamentieren. Da wird einfach jedmögliches Register gezogen, um hier irgendwie und überhaupt irgendeinen Protest gegen so etwas generell zu machen.

Was dem jeweiligen Leser hierbei wichtiger erscheint (ob: Energiewende, Klimawandel, traditioneller Fischfang (?!), weiterhin Thunfisch-Abschlachten, u.v.a.m.) ist anscheinend hierbei völlig unerheblich und nebensächlich und wird nicht im entferntesten erwogen bzw. in irgendeiner Weise kritisch erwähnt.

Hauptsache laut Unione Sarda: Keine Windparks (!)

Quelle:
 
Zuletzt geändert:
Ein wichtiges Detail scheint dir entgangen zu sein:

Tutti i dettagli nell’articolo su L’Unione Sarda in edicola e nell’edizione digitale

Kannst du den Rest des Artikels nachliefern? Oder jemand anderes der Zugang zum ganzen Artikel hat? Mich würde es interessieren.

Wenn nicht (und wohl darüber hinaus), sind die Mutmaßungen über das was dem Leser vorgeblich wichtig ist und angeblich fehlt unbegründet.
 
Ist hinter der Bezahlschranke. Eine Veröffentlichung hier wäre somit zumindest grenzwertig.
 
Ich verstehe die Leute, die solche Monster-Kraftwerke nicht vor der Tür haben wollen. Die Dinger müssen verankert werden, Kabel verlegt etc.
Es gibt genug Alternativen. Angefangen bei Photovoltaik und Energiesparen bis hin zu Gebäudeisolation etc.
Der Strom wird letztlich auch ans Festland weitergeleitet. Die Insel hat quasi nichts davon.
 
@Buongiorno

Ich verstehe die Leute, die solche Monster-Kraftwerke nicht vor der Tür haben wollen. Die Dinger müssen verankert werden, Kabel verlegt etc.
Es gibt genug Alternativen. Angefangen bei Photovoltaik und Energiesparen bis hin zu Gebäudeisolation etc.
Der Strom wird letztlich auch ans Festland weitergeleitet. Die Insel hat quasi nichts davon.
ich bin da ganz bei Dir. Sollen sie doch solche Monster-Kraftwerke in Nachbars Garten implantieren. So ne Verankerung (wenn denn überhaupt nötig!) ist relativ unproblematisch und unterseeige oder erdige Kabel dürften insoweit auch keinen weiter stören.

Leider haste zu den "genug Alternativen" hierzu zu wenige bzw. überhaupt gar keine genannt. Zum äquivalent 1 (eines) solchen Windrads müßteste dann etwa rund 10.000 Photovoltaik Panels installieren, ein unglaublicher Platzbedarf!

Energiesparen ist von mir aus gesehen überhaupt nicht einzusehen, ich brauch einfach mein kaltes Bier und für die paar kalten Tage hier, was soll ich mich da in meiner kleinen Strohhütte mit Gebäudeisolation noch auseinandersetzen!?

Ist doch toll, wenn der evtl. nicht benötigte Strom exportiert (aufs Festland weitergeleitet) wird - die Insel sollte das einfach vertragsmäßig aushandeln und berücksichtigen und insoweit vernünftig wirtschaftlich und politisch ausarbeiten.
Dann hat die Insel auch wirklich und tatsächlich was davon!
.
 
Zuletzt geändert:
Leider haste zu den "genug Alternativen" hierzu zu wenige bzw. überhaupt gar keine genannt. Zum äquivalent 1 (eines) einen solchen Windrads müßteste dann etwa rund 10.000 Photovoltaik Panels installieren, ein unglaublicher Platzbedarf!
Nimm von mir aus noch Solarthermie und Erdwärme hinzu. Auch, wenn da der Platzbedarf deutlich größer ist, werden diese Energiequellen nur selten genutzt. Das ist ein verschwendetes Potential.
Energiesparen ist von mir aus gesehen überhaupt nicht einzusehen, ich brauch einfach mein kaltes Bier und für die paar kalten Tage hier, was soll ich mich da in meiner kleinen Strohhütte mit Gebäudeisolation noch auseinandersetzen!?
Man kann auch Energie sparen, ohne sich einschränken zu müssen. Ich sehe zum Beispiel fast nirgends SMD-LED‘s in den Elektomärkten, obwohl die deutlich weniger Energie verbrauchen und heller leuchten. Und auch bei anderen elektrischen Geräten gibt es jede Menge Einsparpotential. Da muss man sich nicht einschränken. Alle elektrischen Geräte, die erneuert werden müssen, verbrauchen ja heutzutage deutlich weniger Energie, als früher. Und sie sind alle in ihrer Verbrauchsklasse eingestuft, was dem Verbraucher bei der Orientierung hilft. Da kann man seinen Verbrauch schon ordentlich senken. Smart Home und Bewegungssensoren dienen weiterer Stromsenkung. Also da ist noch viel viel Luft in vielen Haushalten auf der Insel.
Ist doch toll, wenn der evtl. nicht benötigte Strom exportiert (aufs Festland weitergeleitet) wird - die Insel sollte das einfach vertragsmäßig aushandeln und berücksichtigen und insoweit vernünftig wirtschaftlich und politisch ausarbeiten.
Dann hat die Insel auch wirklich und tatsächlich was davon!
Das wäre zu begrüßen, wenn durch den Stromverkauf die neue Infrastruktur finanziert würde. Letztlich werden die Gewinne aber wahrscheinlich eher kleingerechnet und an Aktionäre, Chef-Etagen und über Beraterverträge/Jobs an Politiker ausbezahlt. Mal ganz allgemein: Wieso soll die Insel den Strom fürs Festland produzieren, damit dort niemand ans Sparen denkt und sich dafür auch noch die Natur verschandeln lassen?
 
Also ich wundere mich immer wieder, wenn wir auf der Insel sind, wie wenig Solarpanells auf Dächern sind.....klar sowas kostet, aber man könnt ja das Geld den Hausbesitzern bieten um umweltfreundlich zu Strom zu kommen......
Für mich stellt sich die Frage, was ist wenn grosse Stürme sind? Da lassen sie die Räder nicht laufen oder es wird möglicherweise sehr gefährlich.......
Auch Vögel, Natur mögen die grossen Dinger nicht so...wenn, warum dann nicht die kleineren, vertikalen Windräder???? von google: 'Ein paar Vorteile haben vertikale Windräder auf jeden Fall: Sie liefern unabhängig von der Windrichtung Energie, sie sind leiser und bieten möglicherweise mehr Vogelschutz als andere Windräder'
 
Fahr mal von Porto Torres nach Stintino und schau dir an, wie dort das Kraftwerk durch Windräder und Solarpanels direkt nebenan entlastet wird. Mit dem Vorteil, dass es schon alle Leitungen gibt, um die erzeugte Energie abzutransportieren. Würde das auch bei anderen Kraftwerken so gehandhabt?
 
Tja, wenn Du mich meintest.......wir sehen jeweils auf der SS131 auch Solarpanel-Kraftwerke.... Trotzdem wundert mich halt, dass die Wohnhäuser eher sehr selten Panels aufem Dach haben.
Über der Autobahn wär dies sicherlich auch eine Idee, schön Schatten auf der Fahrbahn und viel Strom ;))
 
Die Regierung Draghi hat unter anderem einen EcoBonus eingeführt, der auch Fotovoltaik Anlagen auf Dächern gefördert hat. Durch die darauf folgende große Nachfrage gab es Lieferschwierigkeiten, die bis heute andauern. Die nachfolgende Regierung Meloni hat viele Förderprogramme wieder gestoppt, dieses wird auch dazu gehören.
 
In Deutschland sorgt die herrschende grüne Energie-Ideologie dafür, dass der Windkraft schützenswerte Flora, Fauna und Landschaften geopfert werden. In Frankreich hingegen ordnen (wenn auch nur wenige) Gerichte inzwischen sogar den Rückbau von Windparks an. So hat das Appellationsgericht im südfranzösischen Nîmes den Rückbau von sieben Windrädern auf dem Gelände der Gemeinde Lunas im benachbarten Département Hérault angeordnet, die seit immerhin sieben Jahren im Betrieb waren. Den Betreibern bleiben 15 Monate, um den ursprünglichen Zustand der Landschaft wieder herzustellen. Dieser Gerichtsentscheidung ging ein ähnlicher Richterspruch in der Bretagne voraus. Dort ging es um den Rückbau von drei Windkraftanlagen, die errichtet worden waren, bevor die gesetzliche Einspruchsfrist gegen das Projekt verstrichen war. Diese Windindustrie-Anlagen mussten inzwischen nach längeren Rechtsstreitigkeiten tatsächlich zurückgebaut werden. Dabei stellte es sich heraus, dass die Rückbaukosten mit etwa einer halben Million Euro je Windrad etwa das Zehnfache der für diesen Zweck vorgeschriebenen Kaution von 50.000 Euro erreichten.....Luftströmungen, Feuchtigkeit, das Wetter, alles wird von den Dingern beinflusst. (und uns dann als Klimawandel verkauft)..und da haben wir die verwendeten Rohstoffe für die Herstellung der Windmühlen, plus deren Fundamente, plus den Transport und den Betrieb noch gar nicht inkludiert....aber ich denke es ist allemal besser diese Windmühlen Offshore zu bauen als an Land....am Besten man baut sie gar nicht.....da ich viel reise, im speziellen in südlichen Ländern, welche ja eigentlich von der Sonne eher verwöhnt sind als wir Deutschen, sollte man doch meinen dass man überall Fotovoltaik findet? man komischerweise aber deutlich weniger Fotovoltaikanlagen sieht als bei uns... warum wohl? Spanien, Griechenland, Türkei, Italien, Portugal....egal wohin man kommt...die wenigsten Häuser besitzen dort Anlagen zur regenerativen Energieerzeugung.
 

Hier ist zu lesen, dass es sich lediglich um einen Formfehler im Lärm- Messprotokoll handelt. Die alten Messprotokolle behalten weiter Gültigkeit, die Windkraft-Räder sind legal, der Formfehler wird korrigiert. Viel Wind um nichts.
 
Hm, ich muss ax7 im Bereich Sonnenenergie schon beipflichten. Fraglich ob Fördergelder für das nicht eingesetzt werden?
Oder stehen die 'falschen' Profiteure dahinter?
Ja, es gibt Solar-Anlagen auf Sardinien, bloss warum sind Dächer in Dörfern, Städten nicht auch dabei? Heut gibts ja diverse Solar-Panel-Arten bis hin zu 'Ziegeln', die wirklich nicht schwarzglänzend aussehen....
Lieferantin Sonne wär ja ausreichend da........
 
Oder stehen die 'falschen' Profiteure dahinter?
das scheint mir eines der wichtigsten Details zu sein.

Meiner Meinung nach sollte so viel Sonnen- und Wind-Energie hergestellt werden wie möglich, aber/und es braucht Regeln, dass die Leute, die optisch oder akustisch Nachteile davon haben (und meist kein Land besitzen), finanzielle Vorteile bekommen.
Wo das so gemacht wird, verwandelt sich Wiederstand schnell in Befürwortung.
 

Hier ist zu lesen, dass es sich lediglich um einen Formfehler im Lärm- Messprotokoll handelt. Die alten Messprotokolle behalten weiter Gültigkeit, die Windkraft-Räder sind legal, der Formfehler wird korrigiert. Viel Wind um nichts.
Diese "Informationen" samt entsprechendem Vokabular, verbreitet er seit Corona - im Vergleich zu uns Systemlingen ist er eben aufgeklärt.

Der Ehrlichkeit halber hätte man erwähnen können/müssen, warum Frankreich nicht in diesem Ausmaß auf "die grüne Ideologie" angewiesen ist. Durchaus diskussionswürdig, es sei dann aber eben auch noch einmal daran erinnert, dass Sardinien in der Verlosung um das Endlager ganz weit oben dabei war. Eventuell ist einem der Windpark dann doch lieber als ein paar anders genutzte Schächte im Sulcis, aber jeder, wie er mag ...
 
@ax7, @MariaJ., @Manohara: Ihr merkt aber schon, dass eine "Diskussion", wer was glaubt, denkt oder vermutet, niemanden ein Stück weiter bringt, solange keiner belastbare Fakten beizutragen hat. Oder?

Wie wär's statt dessen denn mal mit ein bisschen Recherche? Man muss nicht gleich reflexartig die Verschwörungskeule "falsche Profiteure" schwingen, was - nebenbei gesagt - immer und überall möglich ist und heutzutage nur allzu gerne gemacht wird.

Wahrscheinlich gibt es statt dessen ganz banale sardinientypische Hürden für die vergleichsweise wenigen privaten Solaranlagen.
Ich erinnere Beiträge, sogar hier in diesem Forum, in denen es um den behördlichen Aufwand bei Veränderungen an der Außenfassade ging, sobald es etwas mehr als nur den Farbanstrich betrifft.
Schaut euch dazu doch mal diesen Thread an, insbesondere die Beiträge #25 und #26:
Ich zitiere daraus:

von casa sardegna: "Genehmigungspflichtig ist so ziemlich alles, was an der Außenhaut oder im Außenbereich des Objekts verändert oder ergänzt wird, so auch die Plattierung einer Terrasse, die Errichtung eines gemauerten Gartengrills, das Setzen eines Zaunes etc."

von aranxiu (Architekt): "Alle Arbeiten an der Fassade brauchen eine "Comunicazione" an die Gemeinde. Um welche Art es sich dabei handelt, darueber informiert Sie sicherlich gerne ein "tecnico abilitato". Das haengt nicht nur von der Art der Massnahme ab, sondern auch davon, wo sich die Immobilie befindet. Eventuell in einem geschuetzten Bereich, in der Naehe eines Baudenkmals, eines Naturschutzgebietes oder schlicht in Meernaehe (fascia costiera). Dann muss der Antrag nicht nur bei der zustaendigen Gemeinde, sondern auch bei der zustaendigen Natur- und Denkmalschutzbehoerde eingereicht werden."

Da geht's nicht um persönliches Schönheitsempfinden wie "nicht schwarzglänzend aussehen", sondern um bürokratischen Aufwand bei Veränderungen oder Ergänzungen an der Außenhaut (wozu auch das Dach gehört) und vermutlich das Fehlen einheitlicher Vorgaben der verschiedenen Kommunen für Solaranlagen. Das schreckt doch von vornherein erst mal ab....
 
Zuletzt geändert:
@Kary, ja das ist mir bekannt und dass es streng ist und seeeehr lange dauert, bis eine Genehmigung oder Ablehnung vorliegt.

Falsche oder richtige Profiteure sind m.E. eigentlich nur Menschen die Profit wollen. Nichts desto trotz, ist es denn so abwägig, wenn man mitbekommt, welche Personen oder Firmen hinter einem Projekt sind? Darf man dabei nicht vermuten, erkennen, dass eben persönlicher Profit mit persönlichem Interesse eng verbunden ist?

Ich selber frage ja nur, warum keine oder nur kleine staatliche Unterstützung für weniger belastende Energiegewinnung da ist. Grossprojekte die Natur, Tierwelt und dann auch Mensch belasten anders 'behandelt' werden?
Eben genau diese Fassaden- oder Dachgesetze.......riesiger Aufwand! Aber nach wie vor 'da', obwohl niemals so belastend wie Grossprojekte mit Windrädern?

Wir haben schon öfter mit Einheimischen darüber diskutiert und ja, man kennt das schweigende Schulterzucken... denn sich auflehnen kann ungut sein.
 
es denn so abwägig, wenn man mitbekommt, welche Personen oder Firmen hinter einem Projekt sind?
Dann bitte "Butter bei die Fische".
Darf man dabei nicht vermuten, erkennen, dass eben persönlicher Profit mit persönlichem Interesse eng verbunden ist?
Aber das ist doch eine Binsenweisheit, die über das eigentliche Thema hier weit hinausreicht und allenfalls zu allgemeinen populistischen Polit-"Diskussionen" führt.
das schweigende Schulterzucken... denn sich auflehnen kann ungut sein
Ich schätze mal, dass das bei den Einheimischen auf Erfahrungen beruht. Die wirst du mit noch so viel gut gemeintem Willen nicht wegdiskutiert bekommen.
 
@Kary,
- Butter bei die Fische.........etwas schwierig, da bislang nur eine Firma Vestas bekannt. Die Wind Power Development gehört scheinbar in die Vestas.
- Binsenweisheit, mag sein. Ich hab halt noch nie erlebt, dass eine Grossfirma ihre Interessen soweit reduziert, dass Einheimische berücksichtig sind.
Du weisst ja auch, Geld regiert und das eher rücksichtslos.
- Tja, ich kenne seit vielen Jahren Einheimische auf Sardinien und weiss, sie schweigen lieber. Jüngere Generationen etwas weniger.
 
Tja, ich kenne seit vielen Jahren Einheimische auf Sardinien und weiss, sie schweigen lieber.
Sie handelnwhistling
Eine kleine Anekdote zum Thema Solarpanele auf dem Dach zur Entspannung.
Ein Nachbarhaus hat Solarpanele auf dem Dach. Sehr erfreulich, vor allen Dingen für die Tauben, die unter den Panelen ihren Schlafplatz geschützt vor Ungemach von oben gefunden haben. Jeden Abend haben wir "Kino", der eine Nachbar schlägt mit einer leeren Plastikflasche gegen seine Mauer, um die Tauben zu vertreiben, der andere, der stolze Besitzer der Solarpanele versucht mit einer langen Stange die Tauben zu vertreiben. Solarpanele auf den Dächern in eng bebauten sardischen Orten - Freud und Leid. Hoffentlich artet das Ganze nicht in einen handfesten Nachbarstreit aus, wenn es nicht schon längst passiert ist. Gott sei Dank sind meine Fenster nicht in unmittelbarer Nähe des Geschehens, sonst würde ich vielleicht auch einen Weg suchen, die Tauben unter den Panelen zu vertreiben ;)
 
Wasser, in Form eines Druckstrahls, ist ein probates Mittel. Das muss man aber gleich zu Beginn tun, bevor die Tauben nisten und Junge haben. Ansonsten wird es problematisch, da man die Aufmerksamkeit anderer erregt.

Deswegen bei der Errichtung einer PV-Anlage gleich die Taubenabwehr mit installieren.
 
hallo zusammen, wir leben in Portoscuso und glaubt mir hier wehrt man sich. wir haben schon einen Windpark. Diese wunderschöne Küste. Es gibt auch hier Freiflächen die nicht genutzt werden z.b. Militärgelände. Was den Thunfischfang bzw den Fischfang angeht sollte man sich bewusst sein, dass es sich hier um Existenzen handelt und ganz wichtig es gehört hier zur Kultur. Der Thunfischfang wird jedes Jahr mit einem großen Fest begonnen und verabschiedet. Wenn ich auf dieser Insel lebe muss ich mich auch mit dieser Kultur leben. Die Einwohner hier und in der Umgebung , auch die Bürgermeister, werden es nicht zulassen, dass hier alles zugepflastert wird. Ich werde jetzt jede menge Gegenwind bekommen aber das ist meine Meinung und die Meinung der Menschen die hier geboren sind, leben und arbeiten. Einen schönen Abend Marina
 
@Kary : Das verblüfft mich nicht wenig. Ich dachte bisher, dass es in den Ländern südlich der Alpen deutlich entspannter zugeht. Langsamer, ja. Auch (sichtbar) korrupter. Aber, dass tatsächlich so viel geregelt ist, das ist verblüffend.
Dennoch ist es vielleicht, grad weil alles durchregelt ist, möglich, die Entscheider mit Fachwissen zu beeindrucken. Gibt man an, dass es in § 081.5 So & So steht, ist der Beamte meist eher geneigt seine Erlaubnis zu erteilen. Auch weil ihm bewußt ist, dass er/sie, wenn er/sie etwas dagegen einzuwenden hat, diese Beweise sich selbst aus den Untiefen der Regularien heraus suchen muss.

Vielleicht gibt dies dem ein oder anderen Mutigen den Anstoß, sich tiefer mit der Thematik zu beschäftigen.

@Georgie : Nix gegen Tauben. Aber, der Kot ist enorm ätzend. Sicher auch für die üblichen, meist aus einem Tongemisch bestehenden terracotta-ähnlichen Dachziegel bzw. -pfannen, wie sie in südlichen Gefilden vorkommen (Glasierte kenn ich von dort nicht). Ich würde ihm schnelle Handlung empfehlen. Drahtgeflecht, Stachel, ...

@All: Hoffen wir, dass diese Jahrtausende Jahre alte Insel und deren Geschichte nicht von der Moderne getilgt....nahhh landflächig verhunzt werden - wie es weltweit geschah....über Jahrtausende bis heute. Wer kann schon von sich behaupten, intakte Bauwerke mit derartiger Vergangenheit erhalten zu haben?
 
Hm

Halten wir mal fest

Da gibt es Tauben die nisten unter den Solar Panels

Gibt nur Streit und verschandelt Sardinien


Dann soll es einen Windpark geben ,den aber auch keiner haben will

verhindert den Thunfang


Dann gibst hier Leute die sich über die immer mehr kommenden Ladestationen freuen und sich über die immer mehr werdenden E Autos begeistern


Voll zu recht

Aber….

Na da sitzen wir aber voll in der Zwickmühle

Keine Solardächer und auch kein böser Windpark

Wo kommt nochmal der dann dringend benötigte Strom her ?


Ich hasse den Spruch aber trotzdem…...

"Findet den Fehler"
 
Also, mein Tauben-Beitrag sollte eine Anekdote sein, kein ernsthafter, kritischer Beitrag gegen Solartechnik, so habe ich das auch geschrieben. Das ist doch lächerlich. Du kannst die Tauben aus deiner Negativliste rausnehmen.
 
hallo, das ist alles korrekt aber warum hier im Südwesten von Sardinien? Weil der Verlust vertretbar ist? Arbeitsplätze, Kultur Traditionen,Tourismus und die Lebensqualität? auf das wenige vom Südwesten kann man ja verzichten. Warum baut man nicht vor Venedig oder Amalfi an der Küste nach Positano oder wie sie alle heißen? Natürlich ich vergaß den Tourismus braucht man in Italien auf dem Festland. Der Strom der auf Sardinien produziert wird reicht für diese Insel. Gespräche mit meiner Familie und den Einheimischen die das alle bestätigen. Entschuldigt mich bitte aber da bin ich sehr Emotionol. Ich weis warum ich mich entschieden habe auf dieser Insel zu leben, weil sie so ist wie sie ist, einfach wunderschön. Ich wünsche euch einen wunderschönen Tag mit einem wunderbaren Weitblick auf das Meer. Gruß Marina
 
Gegen Tauben gäb es auch so Glitzerdinger, die man aufhängen kann........helfen sogar generell gegen Vögel und dann wohl auch gegen deren Hinterlassenschaft.

@JürgenS.. wo kommt der Strom her? Vielerorts und in vielen Häusern natürlich aus der Steckdose :D
 
Da wir hier schon über Portoscuso sprechen lohnt es sich vielleicht auch mal, sich den Schornstein von Portovesme anzuschauen. Der ist ca. 250 Meter hoch und die aktuellen Windräder daneben sehen aus wie Lego.

Was es wirklich für Mensch , Natur und Landschaft bedeutet, wenn man diese Megawindmühlen in der Größenordnung von diesem Schornstein aufstellt, (auch weiter draußen auf dem Meer), das kann dann jeder für sich noch mal überdenken.
 
Zum Thema PV auf Sardinien muss man sich wahrscheinlich in die Sarden hineindenken. Es gibt Gemeinden mit rührigen Bürgermeistern die Projekte auf Agrarland stemmen, von denen dann auch die Gemeinde profitiert. Das funktioniert.

Nicht hingegen funktionieren wohl die meisten Sarden, wenn es um sie selbst geht. In unserem sardischen Bekanntenkreis ist es z.B. eine weitverbreitete Meinung, dass die Stromrechnung nach der Investition nicht wesentlich geringer ausfällt als davor. Das ist bei Grundgebühren von 60 Euro pro Monat (incl. RAI ;) auch nicht ganz von der Hand zu weisen. Weiterhin will man nichts verschenken, dem Staat nicht, ebenso wie dem Energielieferanten. Und da eine Anlage, egal wie groß, in Sardinien immer viiiiel mehr produziert als man verbraucht, wird man eben dummerweise sehr schnell zum Schenker.
Ein weiteres Problem ist die Anschlussleistung, denn die Anlagengröße darf die Leistung des Hausanschlusses nicht übersteigen. Welche Leistung hat der übliche Hausanschluss? So what.... Wenn es die Kabel zulassen, dann kann man die gebuchte Leistung heraufsetzen, aber das erhöht zugleich wieder die Grundgebühr empfindlich. Dazu kommt dann noch mangelndes Wissen (woher auch, man kann ja nur italienisch... ;) ), was dazu führt, dass die Inverter falsch eingestellt bzw. falsch angeschlossen werden. Da hat man nämlich mal schnell 30 - 50 KWh im Monat zusammen, die sich der Inverter als Eigenverbrauch gönnt und die nimmt er aus dem Netz und nicht vom Dach.

Wir haben gegen den Willen von Elektriker und Bauingenieur eine 8,3 KW Drehstromanlage installiert. Die liefert im Januar so viel Strom, dass den ganzen Tag die Wärmepumpe davon laufen kann. Aber soweit konnte keiner der Herren denken. Uns wurde mehrfach, von wenigstens 3 Seiten erklärt, dass wir völlig bekloppt sind. Mehr wie 4 KW mit einer 4 KW Batterie und einer 1-pasen Wärmepumpe würde kein Sarde je in Erwägung ziehen. Damit ist auch gleich klar, warum das Stromnetz so im Eimer ist.
Wir bezahlen jetzt null Euro für gekaufte Energie und "verschenken" dafür im Jahr wahrscheinlich so um die 9000 KWh. Die Rückerstattung ist ein Witz, ich kann trotzdem gut damit leben.
 
Anzeige

Top