Meridiana u. Airberlin im Streichkonzert, Ryanair bedroht
Keine guten Nachrichten für diejenigen, die nach/von Sardinien fliegen:

  • Die Meridiana reduziert die Flotte von 38 Flugzeugen auf 27. Die von eurofly geerbten Langstreckenflugzeuge u. die Boeing der Air Italy werden verkauft, die alten MD kehren zurück. Auch das Personal ist natürlich betroffen: Bis zu 350 Piloten u. Flugbegleiter kommen in die Cassa integrazione zu den bereits darin befindlichen 633 Beschäftigten hinzu. Meridiana will sich künftig auf den Regionalverkehr konzentrieren u. auch von Alghero fliegen, wenn Ryanair dort die Segel streichen sollte (Quelle: La Nuova, 7.12.2012, S. 1 u. 15).
  • Ryanair ist massiv bedroht (nicht nur in Alghero). Der Senat hat bereits ein Dekret beschlossen, wonach Ryanair die Steuern in Italien u. nicht in Irland zu zahlen hat. Auch die Staatsanwaltschaft in Bergamo hat in diesen Tagen Ermittlungen aufgenommen wg. Steuerhinterziehung u. Wettbewerbsverzerrung.
  • Nach den Google-Nachrichten von heute (aus dem Tagesspiegel) will Airberlin ihre Flotte drastisch reduzieren (u. das heißt natürlich auch Strecken streichen u. 500 Arbeitsplätze). Inwieweit Sardinien davon betroffen ist, ist unklar.
Jetzt hoffen wir mal, daß LH u. Tochter Germanwings diese Lage nicht zu drastischen Preiserhöhungen ausnutzen werden. Aber in der "freien Marktwirtschaft" wird es selbstverständlich so kommen.
:mad:
Günther
 
Hi Günther

Ich denke, es ist eben einfach ein stetiger Wandel in diesem Bereich. Ab der Schweiz (Zürich) hat Air Berlin Flüge Richtung Sardinien 2013 stark ausgebaut (dafür haben andere die Strecke aufgegeben). Und dann fliegt ja Germanwings auch vermehrt auf die Insel aus Deutschland, soweit ich weiss. Es ändert einfach immer wieder alles.

Das mit Ryanair verwundert mich etwas. Also ich kenne mich da nicht im Detail aus, denke mir jedoch, dass das doch eher heisse Luft ist, aber möglicherweise gibt’s ja irgendwelche Gesetze, laut denen Fluggesellschaften ihre Steuern nicht mehr an den Firmensitzen sondern in den Ländern, in die sie fliegen, zahlen müssen (klingt für mich absolut unglaubwürdig).

Aber wie gesagt, kenne mich nicht gut aus. Doch wenn sich Ryanair zurückziehen sollte, dann darf doch stark vermutet werden, dass zB Easyjet (die ab der Schweiz ebenfalls stark ausbauen 2013; wie es ab Berlin ist weiss ich nicht) oder sonst eine Gesellschaft in die Bresche (bzw. Marktlücke) springt - das ist momentan doch bei fast allen Flugzielen so.

Also kurz und gut: ich mache mir da keine Sorgen. Grüsse, Maren
 
Wie mir Bekannte gesagt haben, geht es dabei um Folgendes:

Das Personal von RA wird (wurde) in Irland versteuert und versichert. Nun soll das Personal am Heimatort bzw. Einsatzort versteuert und versichert werden. Dieses hätten die Gewerkschaften sich erstritten. Aber wie gesagt, nur von hören-sagen.

Abwarten undTee trinken!

Dieter
 
Hallo Dieter
Danke – mit Verspätung – für Deine Erklärung. Nun ja, was du da schreibst ist für mich vollkommen undurchsichtig, weil: In der Schweiz zahlen die Arbeitnehmer die Steuern und nicht der Arbeitgeber, dass man also für Personal am Firmensitz Lohnsteuern bezahlen kann finde ich schon sehr bemerkenswert. Wenn mans kann wird das kaum nur Ryanair so machen denke ich mir mal.
So oder so: Schaun wir mal.
Grüsse, Maren
 
Hallo Maren,

die Praxis ist durchaus üblich. Z.B. haben einige Firmen ihren Sitz nach Luxemburg verlegt. Da profitieren nicht nur die Arbeitgeber, sondern auch die Arbeitnehmer. Eben duch die niedrigen Steuern und die Lohnnebenkosten. Die Autos werden dort auch zugelassen und man spart wieder ein paar Euro.

Du weißt ja, man wird nicht reich durch das was man verdient sondern durch das, was man nicht ausgibt.

LG

Dieter
 
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