jährliche Kosten für Hausbesitzer ohne Residenzia

buona-giornata

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Hallo liebes Forum!

Ich versuche gerade eine Übersicht jährlich anfallender Kosten aufzustellen und habe bisher folgende Positionen festgestellt:

- Tari (Steuer) 196€ pro Jahr
- Imu ???
- Enel (Strom) 85€ pro Jahr Fixkosten plus Verbrauch
- Abbanoa (Wasser) 35€ alle 3 Monate Fixkosten plus Verbrauch
- Abbaco (Müll) ??

Falls mir jemand weiterhelfen könnte, würde ich mich sehr freuen!

herzlichste Grüße
 
Das lässt sich so nicht berechnen.
Die Steuer für das seconda casa hängt vom Standort und der Größe ab. Genauso legt jede Gemeinde selbst ihre Müllgebühren fest. Beim Strom kommt es auch darauf an, was für einen Vertrag du mit wem abschließt.
Zudem brauchst jemanden, der sich zumindest ums lüften vom Haus kümmert, sonst hast die Feuchtigkeit als Dauergast, wenn du nicht viel Hier bist und auch nicht heizt. Oder du machst eine Wärmepumpe, die du fernsteuern kannst. Aber da darf dann der Strom nicht ausfallen.
 
Vielen Dank für die schnelle Rückmeldung!

Ich habe meine bisherige Aufstellung anhand alter Rechnungen gemacht. Nur ist in der Vergangenheit leider nicht alles dokumentiert worden, weshalb ich jetzt gerne eine Aufstellung machen würde. Das Haus ist in Quartu Sant Elena und etwa 100qm groß.

TARI:
Da sind jeweils 196€ in Rechnung gestellt worden in den letzten beiden Jahren.

Enel:
Hier bekomme ich Rechnungen, die vom Verbrauch abhängig sind und zusätzlich anscheinend auch eine Rechnung im Jahr als Fixkosten ohne Verbrauch über etwa 85€.

Die wiederkehrenden Kosten für Abbaco und Abbanoa und IMU sind leider nicht bekannt.
 
Buonasera @buona-giornata, da wir auch im Bezirk Quartu ein Haus, Seconda Casa, mit knapp 100 Quadratmeter + knapp 3.500 Grundstück haben, teile ich gerne mit Dir unsere jährlichen Kosten.
TARI 2025: 217,- €
IMU 2025: ca. 624,- €
Strom (Edison, je nach Tarif und Verbrauch) Für zwei Monate zwischen 80,- € und 190 €).
Wasser kann ich Dir leider nicht sagen, da wir hier autark "unterwegs" sind.
Ich hoffe, dass ich Dir damit ein wenig helfen konnte. :)
Schöne Grüße, Marc
 
Danke dir Marc! Ja, das ist interessant. Kannst du eine Versicherung empfehlen, die nicht nur Italienisch spricht wie groupama?
Alle größeren Versicherungen haben Agenturen auch in Südtirol. Ansonsten bin ich der Meinung wenn man ein Haus auf Sardinien hat, sollte man sich bemühen, italienisch zu sprechen. In Deutschland verlangt man von Ausländern ja auch, dass sie sich um Deutschkenntnisse bemühen sollen.
 
Ich mache für meine Wohnungen (Versicherung bei Generali in Olbia) alles per Email, mit der Hilfe von deepl und meinen drei Brocken italienisch geht das wunderbar!
 
Hallo und besten Dank für die Rückmeldungen!

Mich würde noch die Eröffnung eines Kontos in Italien interessieren. Bisher ist das daran gescheitert, dass ich keine Residenzia habe, aber vielleicht habt ihr da andere Infos?
 
Residenza ist nicht erforderlich, um ein Konto in Italien zu eröffnen, lediglich codice fiscale.
 
Es gibt schon Banken, die keine Ausländer wollen. Die Intesa Sanpaolo wollte mich damals nicht. Daher bin ich zur Banco di Sardegna.
 
Beim Banco di Sardegna mussten wir horrende Quartalsgebühren bezahlen, das war allerdings noch zu Zeiten von Lire. Das Konto ist längst wieder gekündigt. M.E. braucht man dort kein Konto, kann man alles mit einem deutschen Konto machen.
 
Was bei uns - und das ist neu - jährlich dazu kommt, ist die imposta di soggiorno (Aufenthaltsteuer/Kurtaxe), die Nicht-Residenti wohl auch zahlen müssen. Das ist aber nicht in jeder Gemeinde so.
 
Nicht alle Banken in Italien bieten Konten für Nichtansässige an. Die Banco di Sardegna ist unverhältnismäßig teuer. Man benötigt nicht unbedingt ein italienisches Konto, allerdings kann man damit öffentliche Abgaben z.B mit PagoPA oder dem F24-Formular auch online bezahlen. Das ist von Vorteil, da die Zahlungen direkt dem Debitorenkonto gutgeschrieben werden. Bei Überweisung mittels IBAN auf ein Konto der Gemeinde muss jemand händisch diese Zuweisung vornehmen. Das klappt manchmal - manchmal auch nicht. Man stellt dann häufig beim Vererben oder Verkauf eines Hauses beim Notar fest, dass noch offene TARI- oder IMU-Beträge bestehen, die man zwar bezahlt hat, die aber nicht zugeordnet sind. Das ist im
besten Fall nur lästig, ich kenne aber Fälle, in denen die Betroffenen ein zweites Mal zahlen mussten, da sie auch keine Kopie der Belege hatten.

Ich habe bei der RAIKA Ritten ein Konto, kostet 48€/a und man kann mit einer Debitkarte kostenlos im gesamten Euroraum Bargeld abheben. Das Onlinebanking funktioniert problemlos, man muss nur alle 5 Jahre einmal persönlich vorbei, um eine neue Debitkarte abzuholen.

P.s. es heißt „Residenza“, nicht „Residenzia“
 
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Nicht alle Banken in Italien bieten Konten für Nichtansässige an. Die Banco di Sardegna ist unverhältnismäßig teuer. Man benötigt nicht unbedingt ein italienisches Konto, allerdings kann man damit öffentliche Abgaben z.B mit PagoPA oder dem F24-Formular auch online bezahlen. Das ist von Vorteil, da die Zahlungen direkt dem Debitorenkonto gutgeschrieben werden. Bei Überweisung mittels IBAN auf ein Konto der Gemeinde muss jemand händisch diese Zuweisung vornehmen. Das klappt manchmal - manchmal auch nicht. Man stellt dann häufig beim Vererben oder Verkauf eines Hauses beim Notar fest, dass noch offene TARI- oder IMU-Beträge bestehen, die man zwar bezahlt hat, die aber nicht zugeordnet sind. Das ist lästig und ich kenne Fälle, in denen die Betroffenen ein zweites Mal zahlen mussten, da sie auch keine Kopie der Belege hatten.

Ich habe bei der RAIKA Ritten ein Konto, kostet 48€/a und man kann mit einer Debitkarte kostenlos im gesamten Euroraum Bargeld abheben. Das Onlinebanking funktioniert problemlos, man muss nur alle 5 Jahre einmal persönlich vorbei, um eine neue Debitkarte abzuholen.

P.s. es heißt „Residenza“, nicht „Residenzia“
Das ist in Europa inzwischen etwas schwierig geworden... zumindest im Verhältnis zu EU-Bürgern. Aber tatsächlich konnten wir bis vor wenigen Jahren von unserer "deutschen" Kreditkarte die Enel-Rechnungen nicht abbuchen lassen, das Enel-System hatte sie nicht akzeptiert.
 
Hi @buona-giornata, wir waren zuerst bei der banco di sardegna in Villasimius. Für den Kauf ok, danach aber viel zu teuer. Wir sind dann zur Inbank (RAIKA Ritten ) gewechselt. Absolut top, klare Empfehlung. Kannst auch in Südtirol machen, also ein Konto eröffnen. Bzgl. Gebäudeversicherung, Hausrat, Haftpflicht etc. sind wir bei der Intasure. Hier gibt es aber auch die Allianz Italien, Generali oder Hiscox. Je nachdem was Du gerne versichern möchtest. :)
 
Auch als residente ist die banca di Sardegna nicht wirklich billig, aber ich habe Ansprechpartner vor Ort, die mir geduldig erklären, was ich wissen möchte.
 
Hi @buona-giornataWir sind dann zur Inbank (RAIKA Ritten ) gewechselt. Absolut top, klare Empfehlung. Kannst auch in Südtirol machen, also ein Konto eröffnen.
Nur damit nichts durcheinander kommt - die Bank heißt Raika Ritten (it. Cassa Rurale Renon) und gehört zum Bankenverbund Gruppo Cassa Centrale. Die gemeinsame Banking-App dieser Gruppe heißt Inbank. Wenn jemand Interesse hat, dort ein Konto zu eröffnen - die Ansprechpartnerin in der Filiale Bozen ist Frau Kemenater. Man kann mit ihr die komplette Vorbereitung der Kontoeröffnung per Telefon und E-Mail erledigen und muss dann beim Termin auf der Bank nur noch unterschreiben, die Debitkarte kann man auch gleich mitnehmen, wenn man unmittelbar nach Unterschrift und Freischaltung eine Sofortüberweisung auf das Konto ausführt.
 
@Fiori

wenn Du aufmerksam mitgelesen hast, dann dürftest auch Du mitbekommen haben, daß die
Banca Sardegna augenscheinlich unglaubliche Gebühren erhebt.
 
Ja, ich bin auch da, aber wie hoch ist die Differenz? Loht sich das? Ich habe 10€ im Monat beinder Banco di Sardegna bezahlt, was bezahlt man bei der anderen?
Banken sind grundsätzlich teurer in Italien.
 
Ja, ich bin auch da, aber wie hoch ist die Differenz? Loht sich das? Ich habe 10€ im Monat beinder Banco di Sardegna bezahlt, was bezahlt man bei der anderen?
Banken sind grundsätzlich teurer in Italien.
Es wurde eingangs nach den Bedingungen für ein Konto für Nichtansässige (also ohne Residenza) gefragt. Die Bedingungen dafür sind bei der Banco di Sardegna unangemessen hoch. Jede Buchung wird extra berechnet und so kommen zu den monatlichen Gebühren noch „spese e competenze“ hinzu. Das kann sich dann je nach Unsatz auf 100€ und mehr pro Quartal summieren. Alternative Angebote für Nichtansässige sind nicht so breit gestreut, viele Banken (darunter auch reine Onlinebanken) bieten solche Konten einfach nicht an. Für Personen mit Residenza sieht es anders aus - da gibt es ein breites Angebot an Alternativen. Meiner Meinung nach ist die Raika Ritten in beiden Kategorien mit ihren Angeboten gut positioniert. Natürlich kann es woanders auch noch bessere Bedingungen geben, aber 4€ pro Monat sind für Italien günstig.
 
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