Für ein halbes Jahr zum leben und arbeiten nach Sardinien....

Fernweh

Neues Mitglied
Hallo liebe Forum-Mitglieder,
ich mach es kurz und knapp: ich möchte ab september für ein halbes Jahr auf Sardinien leben
und arbeiten. Ich muss meiner Heimatstadt Hamburg mal den Rücken kehren und meinen Platz
finden.....vielleicht sogar für länger...aber erstmal zur Probe, da ich mich hier noch nie beheimatet
gefühlt habe sondern mein Herz schon immer in Italien ist.
Hat jemand von Euch einen Tip für mich, wo ich am besten wegen einem Job und einer
Unterkunft schauen kann?
Danke schön, grazie mille
Tine
 
Hallo Tine,
schau mal unter "Suche" oben rechts . Zu dem Thema ist schon viel geschrieben worden. Unterkunft dürfte kein Problem sein, aber eine Arbeit finden. Kommt auch drauf an, was Du beruflich kannst u. in welchem Bereich Du arbeiten möchtest.
Günther (lebt auf der Insel)
 

Fernweh

Neues Mitglied
Hallo Günther,
vielen Dank für deine Antwort :) Ja ich war eine ganze Weile nicht hier im Forum und bin deswegen ein wenig "raus".....Och ich bin
da sehr flexibel....habe zwei Ausbildungen (Bürofachkraft sowie Automobilverkäuferin), war aber auch schon als Hausmeisterin
oder Servicekraft tätig. In welcher Region hätte ich denn eher eine Chance, Arbeit zu finden? Eventuell beides miteinander verbunden?...hm..
 

Maria

Sehr aktives Mitglied
Hallo Fernweh
ich will dir nicht die Lust verderben.....Dann stell dich mal bei den Arbeitsuchenden hinten an. Bereite dich vor, die Schlange ist seeeehr lang.:eek:
Dann auch noch im Winter , da gibt es gar nichts !!
Die Idee mal abzuhauen , ist an sich ist ja gut aber man sollte sich immer erst einmal mit dem Land / Insel und deren momentane Situation auseinandersetzen.
Bitte nicht falsch verstehen.,aber es gibt es viele Sarden die in Deutschland leben und arbeiten und liebend gern nach Hause gehen würden., wenn die Situation auf dem Arbeitsmarkt einigermaßen akzeptabel wäre

lG Astrid
 

stammi bene

Sehr aktives Mitglied
C

CiaoCiaoSardegna

Gast
Ciao Tine,

sprichst du eigentlich Italienisch? Ohne wirklich gute Sprachkenntnisse kannst du es komplett vergessen. Und auch falls du des Italienischen mächtig bist, wirst du dir die Frage gefallen lassen müssen, was gerade DU als "reiche" Deutsche (in den Augen von ca. 30 % jugendlichen Arbeitslosen auf Sardinien) auf Sardinien willst. Als Konkurrentin auf ihrem schon sehr schlecht bestückten Arbeitsplatzmarkt wirst du nicht freundlich willkommen geheißen. Du bist dann keine Touristin mehr, die Geld ins Land bringt, nein du willst dort Geld verdienen! Das muss dir klar sein. Dann kannst du es versuchen und hast ja immer noch das soziale Netz in Deutschland in der Hinterhand, wofür jeder Italiener vieles gäbe, denn eine vergleichbare soziale Absicherung wie in Deutschland findest du sonst nirgends in Europa!

Und warum gehst du nicht über Sommer nach Sardinien, denn da gibt es wenigstens Saisonjobs im Tourismus. Als Automobilverkäufer sind italiienische Machos einsame Spitze - die warten nicht auf dich. Bei den Bürojobs müßtest du tatsächlich ein superglückliches Händchen haben, aber vielleicht hast du das ja.

Hier mein Rat, von einer, die es auf dem sardischen Arbeitsmarkt bereits versucht hat: Überleg' es dir gut, bevor du deine definitive Entscheidung triffst.

LG - Barbara ;)
 

Fernweh

Neues Mitglied
Guten Morgen oder moin moin, danke für die vielen Antworten. Da ich kein Teenie bin, ist mir die Lage sehr wohl bewußt und natürlich spreche ich italienisch und natürlich setze ich mich mit der Lage vor Ort auseinander....nur mal so nebenbei angemerkt. Ich weiß, ihr meint es gut aber manche Sätze naja...........Ich wünsche allen, die ein Ziel haben Mut, Zuversicht und das sie nicht immer auf das "das geht eh nicht" hören. Allen anderen noch viel Glück und den Arbeitssuchenden sowieso.
LG auf die Insel
 
Tina,
um noch einmal auf Deine Frage zu kommen: Eine Region, die wirtschaftlich relativ gut dasteht, ist m.E. der Nordosten, also die Gegend um Olbia herum u. dann weiter südlich bis über S. Teodoro hinaus. Allerdings ist auch hier der Tourismus deutlich eingebrochen, und damit auch die Arbeitsmöglichkeiten in Beherbergungsbetrieben u. Gaststätten. Aber da gibt es Nischen, wo deutsch-italienschsprachige Menschen gefragt sind. An der Hotelrezeption u. in der Ferienhausvermittlung z.b., Bekannte von mir arbeiten da jedes Jahr in der Saison.

Alles Gute,
Günther
 

stammi bene

Sehr aktives Mitglied
Das wichtigste hier unten bei der Arbeitssuche ist auf Mindestlohn zu verzichten auch für 3,50 arbeiten zu wollen, keine Renten und Sozialversicherungen zu verlangen und auf Kündigungsschutz gänzlich zu verzichten. aber das macht man bei nem Studentenjob auch und die die ein Wanderjahr in Australien machen auch und wenn man dann noch vergisst das man eigentlich überqualifiziert ist fürs Toilettenschrubben. Nun ja die Arbeitslage ist schwer und für viele hoffnungslos, aber man muss ja nicht zu den vielen gehören. Das Arbeitsamt in D vermittelt übrigens auch Jobs in Italien, meist sind diese jedoch in Milano oder Rom. Stepstone ist mittlerweile auch international.
 

corona niedda

Sehr aktives Mitglied
für ein halbes jahr, ist ja nun nicht soooo lange, kann frau/man auch eventuell mal auf kündigungsschutz und sozialversicherungen und andere deutsche privilegien verzichten und das eventuell vorhandene diplom oder sonstige quali ganz unten im dokumentenkoffer versenken - auch mental gesehen - , wenns dann zu einem job führt, den man mit gehobeneren ansprüchen sicher nicht bekäme, der einem aber für den moment möglichkeiten eröffnet, die sonst verschlossen bleiben würden.

wünsche dir viel glück und spannende erfahrungen

christine
 
Zuletzt geändert:

Fernweh

Neues Mitglied
Danke.....das sind Antworten, über die ich mich freue :) und klar: dann schrubb ich halt z.B. Klo´s.....das seh ich nicht so eng ;

Lg von Christine zu Christine
 
Noch einmal: Laß Dich nicht entmutigen. Wenn Du mutig bist, komm her. Reinigung von Häusern Deutscher ist echt eine Möglichkeit. Wir nehmen zwischen 7 u. 10 € pro Stunde. Oder, wie gesagt, Verwaltung von Immobilien.
 

Sabina

Sehr aktives Mitglied
Gibt es nicht auch immer wieder Deutsche, Engländer etc., die gerne jemanden zur 'Hausbewachung' inkl Gartenpflege haben wollen - wenn sie zB im Winter nicht auf der Insel sind?
 

isa-rossa

Neues Mitglied
Mein Mann und ich haben's genauso gemacht wie du's vorhast. Wir haben uns im Feber/März herum initiativ bei ganz vielen Hotels beworben und eines hat uns dann tatsächlich genommen. Sind nun grade in Isola Rossa und arbeiten hier bis Anfang Oktober an der Hotelrezeption. Du siehst also, es geht. Schreib einfach Intiativbewerbungen, such dir die Hotels, Bars oder sonstige Firmen raus, wo du dir eine Arbeit vorstellen könntest du schreib einfach hin. Lass dich von Absagen nicht entmutigen. Allerdings befürchte ich auch, dass es ab September hier schwierig wird, da Sardinien hauptsächlich im Sommer auflebt und im Winter Ebbe herrscht. Ich wünsche dir aber ganz viel Glück und Durchhaltevermögen bei der Suche, dann wird das schon klappen.
 

Frank

Sehr aktives Mitglied
War von der Zeitplanung sicherlich intelligenter , also vor Saison sich drum kümmern , aber erzähl doch mal die ganze Wahrheit , isa-rossa.
Wie ist euer Gehalt ( euer beide oder arbeitet nur einer ? , wieviel Arbeitsstunden pro Tag/Woche , welcher Arbeitsvertrag genau ( mit oder ohne Sozialabgaben, eingeschrieben bei INPS? ), sardischer/italienischer oder ausländischer Arbeitsgeber , was zahlt ihr an Miete und wo , wieviel , oder wie wohnt ihr....? Habt ihr ein Fahrzeug/Auto ...usw. Also unterm Strich wieviel Geld bleibt wirklich zum Leben vom schwer verdienten Gehalt in Nordsardinien , oder zapf man doch nochmal hier und da ein paar Rücklagen aus Deutschland an um das Leben hier auch ein bisschen zu genießen?

Ich will ja auch keinem die Lust oder den Mut verderben , aber gaukelt hier nichts vor , bevor ihr nicht alles von A-Z erzählt habt wie es in der sardischen Arbeitswelt aussieht.Und dann will sehen , wer sich heute hier her traut arbeitstechnisch gesehen !
Kleine Gedankenanstösse von mir und Gruß aus Südsardinien.
 

isa-rossa

Neues Mitglied
Also vielleicht hab ich Glueck gehabt, aber mir bleibt unterm Strich deutlich mehr als in Oesterreich zum Leben. Wir zahlen daheim zwar weiterhin Miete, wohnen aber sehr guenstig. Hier haben wir Unterkunft und Verpflegung dabei, haben ein schoenes Zimmer im Hotel, als brauchen wir so gut wie kein Geld und unser Netto-Verdienst liegt ueber 1000 Euro. Arbeitgeber ist eine sardische Familie, das Hotel ist ein Familienbetrieb. Wir sind angemeldet (ja, das hab uns selbst ueberrascht) und bekommen am Ende der Saison auch noch eine Sonderzahlung. Also alles perfekt. Aber du magst schon recht haben, dass das hier nicht alltaeglich ist und wir womoeglich einfach Glueck gehabt haben.
 

isa-rossa

Neues Mitglied
Ach ja noch was zu den Arbeitsstunden: wir arbeiten beide 40 Stunden pro Woche, 7 Stunden taeglich auf 6 Tage verteilt. D.h. wir haben auch ganz viel Freizeit zum Geniessen :)
 

Frank

Sehr aktives Mitglied
Naja , in einem Hotelzimmer zu wohnen finde ich ehrlich gesagt überhaupt nicht prickelnd . Die Miete in Österreich bezahlt ihr also von euren sardischen Gehalt , oder wer? Ich wünsche euch , dass der Arbeitgeber wirklich sowas wie Sozialabgaben überweist , denn da gibts schon mal Überraschungen am Ende der Saison, eine einfache Anmeldung lagt da auch nicht , da müsste man den Genauen Vertrag kennen , denn ich hab hier schon Pferde kotzen sehen.. Aber euch scheinst zu passen , das ist die Hauptsache für euch , ob das anderen gefallen würde weiß man ja nicht ... aber ich bleib dabei , wenn das wirklich so idyllisch ist , sind das eher Ausnahmen ....

die Tageszeitungen schrieben hier in diesen Tagen , dass sich die Zahl der Italienern , auch Sarden, die Italien den Rücken gekehrt haben und im Ausland Arbeit suchen sich in den letzten Monaten verdoppelt hat....
 
Ja Frank, hier wird in den Zeitungen von Leuten, die von Migration null Ahnung haben, viel Blödsinn geschrieben. Im Jahr 2012 emigrierten in andere EU-Länder aus dem Großraum Cagliari z.b. gerade mal um 180 junge Leute - das wurde "Exodus der Gehirne" genannt. So ein Schwachsinn.

Und: Nicht immer alles schlecht reden. Wenn ein Paar aus Ö. gute Erfahrungen auf Sardinien macht, dann ist das doch eine Erfolgsgeschichte. Mit gehts hier auch gut, ich weine D. keine Träne nach (außer der Rostbratwurst).
 

Fotoclaudi

Sehr aktives Mitglied
Gefällt mir SEHR, Sommerlaune! Ich war zwar noch nie für ein halbes Jahr im Ausland. Aber trotzdem bin ich auch schon Risiken eingegangen, bei denen ich für bekloppt gehalten wurde. Hätte ich das nicht gemacht, dann wäre zum Beispiel unser Kochbuch "Sardinien sehen und schmecken" nicht entstanden. Auf eigene Faust, eigene Kosten und als Selbständige zählst du jede Stunde die du kein Geld verdienst. Aber: ich habe dadurch tolle Momente erlebt, bereichernde Kontakte bekommen (und damit meine ich nicht Geld!) und mein Wunschprojekt umgesetzt. Tine: Hau rein, ich wünsch dir alles Gute!!! Vielleicht fällst du hin, aber du wirst auch dann wieder aufstehen, die Krone zurechtrücken und weitermachen. Die Erfahrungen kann dir letztendlich keiner nehmen. Egal was du tust, es wird dich auf irgendeine Weise weiterbringen. Würde mich über einen Efahrungsbericht freuen.
 

demetra

Neues Mitglied
Hallo Fernweh, die Insel ist schon sehr velockend aber auch sehr schwierig. Man muß sehr anpassungsfähig und flexibel sein, dann kann man hier leben. Auf jeden Fall kann man es mit dem Leben in Deutschland nicht vergleichen, also eine Türe schließen und eine andere öffnen. Ich lebe schon seit 33 Jahren auf der Insel...man muß sie einfach nehmen wie sie ist und viel Glück.
 

pcu

Mitglied
Hallo,

Es gibt auf sardinien wohl einen stromanbieter der sich in cagliari einen Zweig aufbaut und dort Mitarbeiter mit deutschkenntnissen sucht. Wie er heißt weis ich nicht mehr genau. Aber das wäre doch was
 
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