Die 7 Todsünden Italiens: Carlo Cottarelli in Porto Cervo
Beppe
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Die sieben Todsünden der italienischen Wirtschaft: Carlo Cottarelli in Porto Cervo
Der Ökonom Carlo Cottarelli – der im Mai 2018 zuerst von Italiens Staatspräsident Mattarella mit der Bildung einer Übergangsregierung beauftragt wurde – sprach in Porto Cervo über sein Buch
“I sette peccati capitali dell’economia italiana” („Die sieben Todsünden der italienischen Wirtschaft“).
Zur Frage, "Warum schafft es die die italienische Wirtschaft nicht, sich aus sich selbst heraus zu erholen?",
lautet die Antwort Cottarelli's, "die Unsicherheit, welche die wirtschaftliche Erholung behindert, ist nicht an ein Schicksal gebunden, welches zwanghaft und immerfort ertragen werden muss. Es ergibt sich vor allem aus sieben schweren Fehlern, die das italienische Wirtschafts- und Staatssystem weiterhin begeht.
Er bezeichnet sie als die 7 italienischen Todsünden:
Bis heute wird insbesondere die Steuer- und Kapitalflucht nach wie vor noch immer gewaltig unterschätzt. Cottarelli fordert insofern, dass der Kampf hiergegen massive und umfangreiche Strukturreformen erfordert, „“weil das Phänomen viel umfangreicher ist, als wir in der Regel denken“ und das Gesellschaftssystem hiervon landesweit in allen Schichten durchsetzt ist.
Entsprechende Maßnahmen würden jedenfalls direkt schätzungsweise rund 150 Milliarden EURO
jährlich zusätzlich in den Staatshaushalt spülen, die jedenfalls helfen würden, die zerrütteten Staatsfinanzen zu konsolidieren und das Land wieder nach vorne zu bringen.
Das „Versickern und Verplempern“ von Staatsfinanzen hängt zudem eng mit der hypertrophen Bürokratie und dem äußerst langsamen und schleppenden Rechtssystem zusammen. Beides verschreckt ausländische Investoren und behindert die Schaffung neuer Arbeitsplätze.
Cottarelli ist überzeugt, daß die Fehler korrigierbar sind. Er selbst hat mehr als Einjahrzehnt beim IWF gearbeitet und seit seiner Rückkehr nach Italien mahnt er unablässig Strategien und Lösungen an, um das italienische Staats- und Wirtschaftssystem 'zu erneuern'.
Heute ist er Leiter der Rechnungsprüfung der katholischen Universität in Mailand.
Beim IWF war er Direktor der Abteilung Finanzpolitik. Er ist darüberhinaus einer der wenigen Wirtschaftsführer in Italien, die eine Deckelung der jährlichen Managervergütungen im öffentlichen Sektor auf Euro 240.000,-- vorschlagen.
Der aus Cremona stammendea Ökonom wurde der breiten Öffentlichkeit bekannt, als er von der Regierung Letta für die Überprüfung der öffentlichen Ausgaben als Sonderbeauftragter ernannt wurde. Jedenfalls traut man Cottarelli zu, tiefgreifende Änderungen und Neuerungen im Wirtschafts- und Staatssystem Italiens zu implementieren, ansonsten hätte Mattarella ihn nicht im Mai (wie bereits eingangs erwähnt), mit der Schaffung einer Übergangsregierung beauftragt-
Der Ökonom Carlo Cottarelli – der im Mai 2018 zuerst von Italiens Staatspräsident Mattarella mit der Bildung einer Übergangsregierung beauftragt wurde – sprach in Porto Cervo über sein Buch
“I sette peccati capitali dell’economia italiana” („Die sieben Todsünden der italienischen Wirtschaft“).
Zur Frage, "Warum schafft es die die italienische Wirtschaft nicht, sich aus sich selbst heraus zu erholen?",
lautet die Antwort Cottarelli's, "die Unsicherheit, welche die wirtschaftliche Erholung behindert, ist nicht an ein Schicksal gebunden, welches zwanghaft und immerfort ertragen werden muss. Es ergibt sich vor allem aus sieben schweren Fehlern, die das italienische Wirtschafts- und Staatssystem weiterhin begeht.
Er bezeichnet sie als die 7 italienischen Todsünden:
- Steuerhinterziehung
- Korruption,
- übermäßige Bürokratie,
- das komplizierte und langwierige Rechts- und Justizsystem,
- die Ignoranz gegenüber demographischem Wandel und Veränderungen,
- die Unfähigkeit mit dem EURO klar zu kommen,
- das Nord-Süd Gefälle
Bis heute wird insbesondere die Steuer- und Kapitalflucht nach wie vor noch immer gewaltig unterschätzt. Cottarelli fordert insofern, dass der Kampf hiergegen massive und umfangreiche Strukturreformen erfordert, „“weil das Phänomen viel umfangreicher ist, als wir in der Regel denken“ und das Gesellschaftssystem hiervon landesweit in allen Schichten durchsetzt ist.
Entsprechende Maßnahmen würden jedenfalls direkt schätzungsweise rund 150 Milliarden EURO
jährlich zusätzlich in den Staatshaushalt spülen, die jedenfalls helfen würden, die zerrütteten Staatsfinanzen zu konsolidieren und das Land wieder nach vorne zu bringen.
Das „Versickern und Verplempern“ von Staatsfinanzen hängt zudem eng mit der hypertrophen Bürokratie und dem äußerst langsamen und schleppenden Rechtssystem zusammen. Beides verschreckt ausländische Investoren und behindert die Schaffung neuer Arbeitsplätze.
Cottarelli ist überzeugt, daß die Fehler korrigierbar sind. Er selbst hat mehr als Einjahrzehnt beim IWF gearbeitet und seit seiner Rückkehr nach Italien mahnt er unablässig Strategien und Lösungen an, um das italienische Staats- und Wirtschaftssystem 'zu erneuern'.
Heute ist er Leiter der Rechnungsprüfung der katholischen Universität in Mailand.
Beim IWF war er Direktor der Abteilung Finanzpolitik. Er ist darüberhinaus einer der wenigen Wirtschaftsführer in Italien, die eine Deckelung der jährlichen Managervergütungen im öffentlichen Sektor auf Euro 240.000,-- vorschlagen.
Der aus Cremona stammendea Ökonom wurde der breiten Öffentlichkeit bekannt, als er von der Regierung Letta für die Überprüfung der öffentlichen Ausgaben als Sonderbeauftragter ernannt wurde. Jedenfalls traut man Cottarelli zu, tiefgreifende Änderungen und Neuerungen im Wirtschafts- und Staatssystem Italiens zu implementieren, ansonsten hätte Mattarella ihn nicht im Mai (wie bereits eingangs erwähnt), mit der Schaffung einer Übergangsregierung beauftragt-
Zuletzt geändert:


Punkt 1 und 2 kamen bei den Zuhörern in Porto Cervo sicher besonders gut an