thomas münster, nicht auf der liste, jedoch ein schriftstellerisch gesehen wesentlicher aufenthalt, wenngleich er zufällig war, link italienisch da man auf deutsch sozusagen nichts biografisches findet.
https://edizionimaestrale.it/prodotto/parlane-bene/
Hier wurde sein Buch im Forum vorgestellt:
Aus dem Titel: "Zwar ist Sardinien kein weißer Fleck auf der Landkarte, aber man wird auch im "dunklen Afrika" lang suchen müssen, bis man ein Fleckchen Erde findet, das ebensowenig bekannt ist. Erst seit einigen Jahren, seit mit dem famosen DDT die Malaria ausgerottet wurde, ist die Insel in...
www.sardinienforum.de
Auf dieser Seite findet man mehr Biografisches auf Italienisch über Thomas Münster:
Entre récit, photographie, reportage la rédécouverte par la traduction italienne d'un auteur oublié.
crlv.org
" Thomas Münster wurde am 24. September 1912 in Mönchengladbach (Nordrhein-Westfalen) geboren. Nach dem Besuch des Gymnasiums studierte er Kunstgeschichte und Germanistik an der Universität Königsberg (Ostpreußen).
Ausschlaggebend für die Wahl des Studienortes so weit weg von der Heimat war seine Weigerung, dem Nationalsozialistischen Studentenbund beizutreten, denn nur in den an Polen angrenzenden Gebieten war die Mitgliedschaft nicht obligatorisch.
Der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs zwang ihn, die Uniform zu tragen, obwohl er gegen das Hitler-Regime und den Krieg im Allgemeinen war. Gerade als er seine Dissertation fast abgeschlossen hatte, nahm er als Funker am Afrikafeldzug teil, an dessen Ende er auf dem Weg zur italienischen Front eine Pause in Sardinien einlegen musste.
Das Flugzeug, mit dem er unterwegs war, stürzte nämlich auf der Insel ab, und obwohl er überlebte, war er gezwungen, seinen Aufenthalt zu verlängern, da er an Malaria litt.
Wahrscheinlich hinterließ Sardinien einen tiefen Eindruck in seiner Seele, wenn er einige Jahre später das Bedürfnis verspürte, mehrmals dorthin zurückzukehren.
Als er im Gefolge der deutschen Truppen auf dem Kontinent war, machte er in der Romagna Halt, wo er sein Leben riskierte, um zwei italienische Familien (Felicori und Raimondi) vor dem Massaker von Marzabotto zu retten. Die Freundschaft mit diesen beiden Familien wird ein Leben lang halten, und Thomas Münster gibt zwei seiner Söhne die Namen von
von zwei italienischen Familienmitgliedern (Mario und Norma).
Er geriet in britische Gefangenschaft und wurde in einem Lager in der Nähe von Rimini inhaftiert.
Nach Kriegsende kehrte er nach München zurück, wo er sich an der Fakultät für Ingenieurwissenschaften einschrieb, sein Studium abschloss und sich auf Bauingenieurwesen spezialisierte. Diese Wahl war mehr von der Notwendigkeit als von einem wirklichen Interesse diktiert, denn Thomas Münster fand in einem fast völlig zerstörten Deutschland mehr Möglichkeiten, als Ingenieur zu arbeiten.
Seine große Liebe zur Literatur ließ jedoch nie nach, und er begann, Kurzgeschichten für die Seiten von Tages- und Wochenzeitungen zu schreiben.
Er gehörte der berühmten "Gruppe 1947" an, die 1947 von Hans Werner Richter gegründet wurde und der unter anderem Böll, Grass, Johnson und Enzensberger angehörten. Er wurde ein "freier Schriftsteller", wie er sich selbst nannte, wobei er den Begriff "frei" betonte, der ihm besonders am Herzen lag. Er übersetzte mehrere Werke aus dem Englischen, Französischen und Italienischen.
Fasziniert von den Anrainerstaaten des Mittelmeers, war er ein unermüdlicher Reisender und drehte mehrere Dokumentarfilme für das Fernsehen.
In den frühen 1950er Jahren reiste er mehrmals nach Sardinien und verbrachte dort ein Jahr zu Fuß.
Er schrieb auch Themen für das Fernsehen, Romane, Kurzgeschichten und Romane für Kinder. Er starb 1983 in München[20].
[20] Für die biographischen Angaben danken wir Dr. Anna Maria Ganga, der Übersetzerin von Münsters Reisebericht nach Sardinien, die sorgfältig Informationen über das Leben des Autors gesammelt hat."
Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)