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Überschwemmungen in Posada, S. Giovanni, La Caletta u. Torpè
Durch das starke Gewitter mit stundenlangen Wolkenbrüchen standen am Sonntag im Raum Posada-Torpè weite Teile der Ortschaften unter Wasser. Die Menschen befürchteten Überflutungen wie am 18. November 2013. Der Zivilschutz u. die Feuerwehr waren sofort im Einsatz, die Bevölkerung wurde diesmal rechtzeitig gewarnt (La Nuova, 28.9.15).
 
Wir sind gestern auf der Fahrt von La Caletta nach Budoni zum Treffen in Posada zwar auch über Straßen gefahren auf denen 8 cm hoch das Wasser stand, aber als wirklich kritisch haben wir das nicht empfunderen.
Es war eben ein Wolkenbruch der die Abflüsse kurzfristig überlastete.

Wenn man vorher das Laub aus den Gullys entfernt hätte wäre es wohl besser abgelaufen.
 
Sorry, aber als Rheinländer muss ich immer etwas lachen, wenn es um "Überschwemmungen" in Südeuropa geht. Das fängt schon bei uns hier in Bologna an: der Sommer war (bzw. ist noch immer) sehr trocken, und erst kam das ganze Laub in die Gullys, dann wuchsen Pflanzen drüber, niemand hat sich drum gekümmert (ich werde mich wohl mal freiwillig zumindest um ein paar in der Nähe kümmern) - da hat sogar mein Hund letztens ganz verwundert geguckt ;-)
 
Hallo Norbert,
hier ging es um Unwetter in der oben genannten Region, u. was die mit "Bologna" u. dem "Rheinland" zu tun haben soll, erschließt sich mir nicht. Und was gibt es da zu lachen? Hast Du nicht mitbekommen, wieviele Menschen am 18. Nov. 2013 von der Barbagia bis in die Gallura ihr Leben verloren haben, wieviele Häuser und landwirtschaftliche Flächen zerstört worden sind? Und das hatte mit "Laub in den Gullys" nichts zu tun, sondern lag einfach an den gewaltigen Wassermassen. In unserer Gegend sind sie vor allem über der Gegend von Torpè abgeregnet, haben den Stausee zum Überlaufen gebracht u. sich dann durch Torpè u. die unteren Stadtteile von Posada ihren Weg zum Meer gesucht.

Günther
 
Naja, Norbert ist halt als Rheinländer eine Frohnatur, ob bei Überschwemmungen, Baden in unruhigem Meer und überhaupt......
 
Ja, habe ich mitbekommen, Günther. Ziemlich viel Theater um ein bisschen Regen. Es regnet eben auch mal in Sardinien, wer hätte das gedacht, und jedes Mal wundert man sich. Was das mit dem Rheinland, Deutschland oder Norditalien zu tun hat? Da laufen keine Stauseen bei ein paar Regenfällen über, zum Beispiel, da wird das Wasser abgeleitet. Das sind nun mal keine Naturkastastrophen, sondern menschengemachte Desaster, was für die Opfer natürlich zunächst mal keinen Unterschied macht.
 
Norbert,

"Ziemlich viel Theater um ein bisschen Regen", sagts Du zur Katastrophe im November 2013. Bist Du noch bei Sinnen? Zynischer gehts wohl nicht!
Meine Frau hat seinerzeit mit einem dt. Freund alle betroffenen Menschen in Torpè besucht, um die Verteilung der Spenden zu organisieren. Das Elend, was sie dabei aus eigener Anschauung erlebt hat, kannst Du Dir nicht vorstellen.
Also halte bitte den Mund, denn Du bist schlicht ein Ignorant.
 
Sardinienfans,
danke für Deinen Kommentar! Ich lebe ja nun in dieser Kommune, gottseidank abseits gelegen auf dem Berg, aber es war hier über viele Tage eine sehr schlimme Notstandssituation. Wie jemand so faseln kann (das ist noch gelind ausgedrückt!) wie dieser "Norbert", verstehe ich nicht.

Günther
 
Hallo Norbert
Was du da von dir gibt's ist nicht nur unnötig sondern ganz besonders hässlich! Es scheint, dass du keine Ahnung hast, was 2013 wirklich passiert und wie viel Leid und finanzielle Not entstanden ist.
Gruss Sardinienfans

Doch, ich habe sogar mehr als eine Ahnung, aber diese Katastrophen sind nun mal menschengemacht und nicht gottgegeben. Mir geht das Theater der Italiener wegen ein bisschen Regen nun mal auf den Geist, das mögen zartbesaitete Touristen gerne anders sehen. Finanzielle Not in Sardinien, naja... da gibt es ganz andere Regionen in Italien.

Wer Italienisch kann, hier findet sich etwas über die Ursachen (Stand Januar 2014):

"(...)la gravità di quanto accaduto è sostanzialmente figlia di due problematiche: l’annosa e costante incuria del territorio e la mancata informazione, in termini anche di interfaccia tra le varie autorità ed enti preposti, durante lo sviluppo del fenomeno che poi ha portato all’emergenza ed alla catastrofe. (...)"

http://www.meteoweb.eu/2014/01/allu...dia-ferite-cause-e-soluzioni-tecniche/253897/
 
Den "polemischen Unsinn" gebe ich dir mal ungeöffnet zurück mit der Bitte um etwas mehr Kinderstube.


Kein Unsinn, sondern ein sehr fundierter Artikel, der das menschliche Fehlverhalten am Ursprung sowie während und nach der Katastrophe darstellt und aufzeigt, was zu tun ist. Vermutlich ist seitdem nahezu NICHTS geschehen (man verbessere mich, wer andere Informationen hat).

Mir fällt gerade wieder meine Schwägerin ein. Die hat eine Waschmaschine im Garten stehen, damit sie von mehreren Gästen benutzt werden kann. Auf meine Frage, was sie denn tue, um sie gegen Nässe zu schützen, wenn sie ihr Anwesen mal länger verlässt, hieß es: "Nichts, es regnet doch nie!" Als es dann doch geregnet hat, war sie ziemlich froh, dass ich den Stecker zuvor gezogen und die Maschine wasserdicht abgedeckt hatte. So ähnlich handlet man das hier (in Sardinien) auch mit der Wasserwirtschaft - im Artikel wird es erklärt.
 
unabhängig von den Ursachen : bei dieser Naturkatastrophe haben unzählige Menschen nicht nur ihr Hab und Gute sondern einige auch ihr Leben verloren.
Jedwede Kommentare, die das herunterspielen , sind nicht mit rheinischer Frohnatur zu entschuldigen, sondern schlicht und einfach ignorant und unerwünscht. Da brauchts auch nicht zu wundern, wenn die Reaktionen entsprechend emotional und heftiger ausfallen!
 
unabhängig von den Ursachen : (...)n!

Die Diskussion sollte eben NICHT "unabhängig von Ursachen" geführt werden, sonst ist man bei der nächsten Katastrophe wieder genau da, wo man schon mal war. Fakt ist, dass in Sardinien (nicht nur dort), Regenfälle, die anderswo kaum Auswirkungen haben, eben genau solche Katastrophen auslösen können. Und wer diesen Zusammenhang herunterspielt, ist weitaus eher eine "Frohnatur" als derjenige, der darauf hinweist. So, ich bin jetzt raus aus diesem Thema.
 
(...)
Also halte bitte den Mund, denn Du bist schlicht ein Ignorant.

Das sehe ich ja jetzt erst und gebe ich dir auch das mal ungeöffnet zurück. Verschiedene, vielleicht auch provokante Meinungen sind das eine. Beleidigungen und persönliche Angriffe das andere. Damit disqualifizierst du dich.

Ein Forum ist ein Marktplatz der Meinungen, und ich habe die meine, die zwar kein physikalisches Gesetz ist, aber doch sehr gefestigt dadurch, dass ich Sardinien nicht als Tourist oder Rentner sehe und erlebe.

"Halte den Mund" ist kein Argument, auch wenn man irgendwie tatsächlich sprachlos bleibt, denn was soll man darauf schon erwidern?
 
http://www.meteoweb.eu/2014/01/allu...dia-ferite-cause-e-soluzioni-tecniche/253897/

"Norbert" weiß zwar nicht aus eigener Anschauung was am 18. November 2013 passiert ist, aber er verweist auf einen Artikel aus dem Archiv dieses Wetterdienstes. Wettervorhersagen zu ´machen, u. gesicherte Erkenntnisse über die spezifischen Rahmenbedingungen der Folgen des Unwetters auf der Insel zu haben, sind zwei grundsätzlich verschiedene Dinge. Der Mitarbeiter von meteoweb hat sich nur sehr kurze Zeit auf Sardinien aufgehalten u. erlaubt sich Schlußfolgerungen, die nicht zutreffen.

Für die Region Torpè z.b. behauptet er, von offizieller Seite sei kein Unwetteralarm ausgelöst worden. Das ist schlicht falsch. Die Protezione Civile in Siniscola hat die betroffenen Gemeinden (also auch Torpè) frühzeitig informiert, aber die Gemeinden konnten wegen fehlender Logistik diese Information nicht an die Bevölkerung weitergeben. Deswegen wird jetzt im Raum Posada/Torpè ein Warnsystem installiert (darüber habe ich berichtet). "Menschengemachte", selbstverschuldete Ursachen (z.b. Bausünden, fehlende Abwasserkanäle ... ) hat es in Torpè nicht gegeben. Die riesige Wassermenge ergoss sich direkt über Torpè, der Stausee "Diga di Posada" konnte die "Wasserbombe" nicht auffangen, und so strömte die Flut durch die Kleintadt Torpè u. weiter durch Posada ins Meer.

So war es hier. Und wer seinerzeit nicht auf der Insel war, u. nicht in dieser Region, u. nur Hypothesen aus zweiter Hand kolportiert, ist nicht glaubwürdig.

Günther
 
Hallo Norbert, wenn Du meinst, bin ich gerne eine Troll. Aber ist es nicht so, daß sich ein Troll unsichtbar macht? Ich kenne hier aus dem Forum über 200 User persönlich, von Angesicht zu Angesicht. Viele sind Freunde geworden, Einige sogar sehr gute Freunde.

Wie viele User aus dem Forum kennen Dich persönlich?

Du hast schon eine eigentümliche Betrachtungsweise. Katastrophen sind und bleiben welche, egal ob durch Menschenhand oder Naturgewalten verursacht. Das menschliche Leid, das über die Familien hereinbricht, ist denen schnurz und piepe, von wem sie verursacht wurden.

Etwas mehr Zurückhaltung würde Dir auch gut stehen.

Dieter
 
Hallo Norbert, wenn Du meinst, bin ich gerne eine Troll. (...)

The bully is always the victim

Du hast den Troll ins Spiel gebracht. In den fernen Pionierzeiten des Internets war es mal ein grober Verstoß gegen die Netiquette, anderer User ohne Not als Troll zu bezeichnen, heute gehört es irgendwie dazu, naja...

Beleidigungen, persönliche Angriffe und Zurechtweisungen sind mir im Prinzip egal, die stehen jedem frei, wenn es nach mir geht. Wer mir aber den Mund verbieten will und/oder mich als Troll bezeichnet, der hat aus meiner Sicht seine Argumente - erst mal - verspielt, da muss dann schon was ganz Besonderes komme, bevor ich noch mal zuhöre.

Stimmt, aus diesem Strang wollte ich raus und bin es jetzt auch.
 
da jetzt im september und davor untypischerweise auch im august schon einiges runterkam, stehen die chancen ja für oktober eigentlich gar nicht so schlecht. ab dem wochenende soll es wohl ein bisschen besser werden, auch wenn ich die jetzigen prognosen nur mit vorsicht genieße. aber es käme mir schon seeeeehr entgegen :)

und für euch ende oktober drücke ich auch meine wetterdaumen.

lg anke
 
(...) Aber weil der Boden auf Sardinien durch die Sommermonate "Knochenhart" ist nimmt er überhaupt kein Wasser auf - das hat mit einem verstopften Gully nichts zu tun. (...).

Kein Einwand. Das weiß man aber und sollte es eben in der Wasserwirtschaft berücksichtigen. Einen überflutenden Stausee erklärt das wirklich nicht. Es prasselt ja nun auch nicht jeden Tag auf den trockenen Boden.

Mir gefällt diese Mentalität nicht, mit der man die Dinge höherer Gewalt zuordnet. Im Februar hatten wir in Bologna 2 Meter Schnee, in Cesena sogar 4 Meter. Das hat man hier erstaunlich gut bewältigt. In Rom bricht bei 2 cm Schnee, der noch nicht einmal liegen bleibt, alles zusammen, "man sei halt nicht vorbeireitet" heißt es dann - aber liebe Leute: genau das ist ja das Problem!

Ok, fine, dir einen schönen trockenen Aufenthalt!
 
Eine Frage an alle Forianer, die in Sardinien heute sind: wie ist das Wetter jetzt? Es regnet schon viel oder nicht?
Ein "ciclone" ist für morgen abend angekündigt...
 
Im Februar hatten wir in Bologna 2 Meter Schnee, in Cesena sogar 4 Meter. Das hat man hier erstaunlich gut bewältigt.

Also hier muss nun doch ein Tiroler das letzte Wort haben :) 4 Meter Schnee in Cesena! Da kommt mir doch ein gewisses Schmunzeln über die Lippen. Nichts für ungut. lg aus Tirol
 
Also hier muss nun doch ein Tiroler das letzte Wort haben :) 4 Meter Schnee in Cesena! Da kommt mir doch ein gewisses Schmunzeln über die Lippen. Nichts für ungut. lg aus Tirol

Hm. Doch, stimmt, auch wenn es unglaublich klingt. Ich habe 12 Jahre meines Lebens in Bayern verbracht und so etwas noch nie erlebt. Bologna kann ich selbst mit hunderten von Fotos belegen (es gibt sogar ein Buch über diesen Februar 2012), Cesena und Umgebung müsste man mal suchen. Damals waren viele Orte komplett von der Umwelt abgeschnitten und konnten nur per Hubschrauber versorgt werden. Das Besondere war die Dauer des Ganzen - Schneefälle, auch recht heftige, bis Ende April sind gar nicht so selten hier, aber in der Regel taut es immer sehr schnell weg, aber damals schneite es und schneite es und schneite es, und dann klarte es auf, und wir hatten - 12 °C, was sehr ungewöhnlich ist! Das Ganze in drei Schüben zwischen Ende Januar und Mitte Februar, der Schnee war Mitte März noch nicht ganz weg damals.

Und das Kurioseste war, du als Tiroler wirst dich vielleicht erinnern, die gleichzeitige Schneeknappheit in den Alpen. Das weiß ich noch ganz genau, ich bin nämlich in einer Schneepause von Bologna nach Köln gefahren und habe mich über die grünen Berghänge zumindest in Südtirol gewundert, auf dem Fernpass hätten auch Sommerreifen gereicht ;-)

Oh je, offtopic war das, sorry ans Forum ;-)

Die zwei Meter in Bologna habe ich selbst erlebt, die vier Meter in der Gegend um Cesena waren keine Verwehungen, sondern an manchen Stellen schneite es tatsächlich tagelang, in drei Schüben:
 
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