Wasser nicht trinkbar in Siniscola u. La Caletta
no, ich meine einen reserve-wassertank, so ein teil mit 1000 litern oder so, das dann überbrückt, wenn aus der wasserleitung nur luft kommt.

sa rocca tunda ist auch abbanoa, aber in der gegend ist nicht so ein ansturm wie in bosa im august, sprich, nicht so viele festlandsitaliener, die fünfmal am tag duschen und die maroden nicht-gepflegten leitungen der verwaltung unter abbanoa zum bersten bringen...
 
Hallo zusammen. Wir sind seit heute in la caletta . Ich wollte mal nachfragen, ob jemand weiß ob sich die Wasserqualität mittlerweile gebessert hat und man in den Restaurants essen gehen kann. Ich mache mir gedanken, da ich schwanger bin. Danke im vorraus für die Info.
 
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So sieht das "Trinkwasser" von Abbanoa in Siniscola aus! (La Nuova, 1.8.15)
 
Reserve in diesem Fall? Irgendwann kommt es nur noch halb verseucht an, aber ihr habt einen 1000 Liter Reservetank voll mit dem Dreck gesammelt :eek:

(Beim Bild sieht es aus als hätte man irgendwo Abwasser mit der Versorgung verbunden.)
 
Zuletzt geändert:
Tumi,
Kluge Sarden haben seit jeher teils riesige Reservetanks, die aber nicht aus der Leitung gespeist werden, sondern ihr Wasser im Winter vom Dach reinleiten. Die ersten Winterregenfälle werden abgewartet, bis das Dach vom Sommerstaub gereinigt ist. Danach wird der Hebel umgelegt und die Regenfälle in den Tank geleitet. Im Lauf des Sommers bilden sich höchstens die reinigenden Algen. Mit Fäkalien kam dieses Wasser nie in Berührung.

Ich habe einen Tank gesehen in Maladroxia, der war im Haus integriert und man konnte durch eine Klappe in der Küche eimerweise Wasser schöpfen.

Das war noch zu den Zeiten, als die Sommer in Sardinien viel trockener waren als heute und jeder damit rechnen musste, dass tagsüber das Wasser abgestellt wurde.
 
Hallo bo-ju,

völlig richtig. Nur sterben diese klugen Sarden langsam aber sicher aus. Früher hatte auch fast jedes Haus auf dem Land einen eigenen Brunnen, heute haben die meisten Häuser nicht einmal eine Regenrinne, u. wenn, dann versickert das Regenwasser vorm Haus.

Wir versorgen unser Haus "Su Corvu", wie an anderer Stelle schon erwähnt, mit Wasser aus dem Tiefbrunnen u. Regenwasser. Beides (!) hat Trinkwasserqualität. Das Brunnenwasser kommt in eine 5.000-L.-Zisterne, das Regenwasser in eine 10.000-L.-Beton-Zisterne. So sind wir völlig autark, u. vor allem hat das Wasser eine Qualität, von der Abbanoa noch Lichtjahre entfernt ist (Analyse in einem dt. kommunalen Wasserwerk).

Warum machen das andere nicht auch so (ich meine nicht nur die Sarden, sondern auch z.b. Deutsche, die hier Häuser haben). Also, nicht nur der Monopolist Abbanoa hat schuld, sondern auch die Bevölkerung, die keine Alternativen ergreift. Ich habe früher viel "Reklame" gemacht für unsere Art der Wasserversorgung - ich habe es aufgegeben, den Prediger in der Wüste zu spielen. Wer nicht hören will, muss eben fühlen.

Bei uns im Dörfchen kam das Wasser damals (80er-Jahre) noch aus Quellen aus dem Mont'Albo - also gute Qualität, aber es floß nur alle 3 Tage.

Günther
 
Warum es die anderen nicht auch so machen, Günther?
Ganz einfach, weil sie den Überlebenskampf nach dem letzten Weltkrieg nicht mitmachen mussten und keine Ahnung mehr haben (müssen).
Wer seine Kindheit in den Berchtesgadener Bergen 1945 erleben musste, der kann Wasser ab- und umleiten, weiss, über welches Geröll es am saubersten fließt, weiss, welches Fallholz sofort brennt und nicht erst in 2 Jahren und welche Wiesengewächse essbar sind.
Aber das geht jetzt zu weit ab vom Wasserthema.
 
Hallo Günther,

in Alghero ( Randgebiete) werden immer mehr Neubauten gebaut. Alle bohren nach Wasser, da bis dort keine Wasserleitungen gelegt wurden. Wir hatten immer genügend Wasser in unserem Brunnen, mußten allerdings ca. 50 Meter tiefer bohren. Aber wie lange geht das dann noch gut, bei dem hohen Wasserverbrauch. Fast Jeder muß ja ein Schwimmbad vorm Haus haben.

Wir schauen uns das mal aus der Ferne an.

LG

Dieter
 
Lieber Dieter,

bei uns waren das 130 m.
Das Grundwasser wird in der Hochsaison knapp, wenn hundertausende Touristen in der Gegend sind. Wir verbrauchen zu zweit inkl. Wasch- u. Spülmaschine ca. 70 L. am Tag.

Günther
 
Hallo Günther,
deinen Beitrag über die Fäkalien hatte ich gelesen, daher auch meine Anmerkung zu den möglichen verkorksten Arbeiten irgendwo.

Besonders bedenklich ist, wie so oft, die ewig lange Zeit in der nichts geklärt wird. Man ist grundsätzlich zu lässig. Vor allem bei Trinkwasser müssten die Leute sofort losrennen und die Strecke der Bespeisung prüfen, mit strafrechtlichen Folgen und immensen Geldstrafen bei Versäumnis. Stattdessen sind halt Fäkalien wochenlang im Trinkwasser, immer wieder, und die Leute sollen auch noch bezahlen?
 
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Das ist das von Abbanoa gelieferte Trinkwasser in Siniscola vor wenigen Tagen. Mit Fäkalien durchsetzt.
Da interssieren mich die juristischen Spitzfindindigkeiten von "safir" kaum noch.

Günther
 
Immer mehr Feriengäste verlassen auf Grund der unerträglichen Wasserverschmutzung u. der Angst vor Krankheiten vorzeitig die Gegend um Siniscola. Der Bürgermeister hat die Gesundheitsbehörden eingeschaltet, bislang ohne Erfolg (La Nuova, 1.8.2015).
 
Hallo zusammen,
gibt es denn schon was Neues zur Wasserqualität?
Ich bin in 2 Wochen in La Caletta und das ganze bereitet mir doch ganz schön Sorge.
Liebe Grüße
Alexandra
 
Ich habe über die Situation in La Caletta nichts mehr gehört. Du mußt Dich bei der Kommune erkundigen.
In Posada gibt es noch einige "fontanelle" mit Quellwasser, die Einheimischen werden wissen wo die sind.

Günther
 
bekannte von mir kamen gestern aus siniscola zurück. ihrer aussage nach, gab es keine probleme in siniscola und umgebung-

thomas
 
Hallo Alexandra,

mache Dir darüber keine Gedanken. Dort wohnen viele Leute, fürs saubere Wasser wird immer gesorgt und wenn es über Wasserwagen kommt.
Dein Vermieter wird sich schon darum kümmern wenn die Sache nicht sogar schon behoben ist.

LG

Dieter
 
Bekannte aus Deutschland sagen es gibt keine Probleme mit dem Trinkwasser in Siniscola und Umgebung, und deswegen sind die Probleme gelöst?

Probleme mit dem Trinkwasser gibt es dort seit Jahren, und immer wieder wurden Verbote veröffentlicht, nicht nur in diesem Jahr.

Die Notfallversorgungen (Wasserwagen) wurden erst vor 2 Wochen geändert/verlegt und bei der Gemeinde (comune) ist keine Aufhebung der Gesundheitswarnungen von Juli hinsichtlich Trinkwasser zu finden. Dabei geht es nicht "nur" um trinken sondern auch waschen. Leider kam in August erschwerend hinzu, dass manche alternativen Quellen trocken wurden.

Jedenfalls findet man Berichte von völlig entsetzten Besuchern die ihren Aufenthalt in August frühzeitig beendeten und ihr Geld zurück wollten, u.a. weil der Vermieter nichts bekanntgab. Sie merkten es erst am Gestank vom Wasser. Ganz üble Sache. Hier nur 2 Beispiele aus Trip Advisor.

Leider sorgt Abbanoa eben nicht für sauberes Trinkwasser. Inzwischen bekamen Leute gerichtlich 50% Nachlass an den Gebühren. Das ist allerdings keine Lösung, denn schädliches Wasser ist mit 50% immer noch viel zu teuer. Mir tun alle betroffenen Bewohner leid. Eine ganz große Schande wie man mit der wichtigsten Sache der Menschen umgeht.
 
Hallo Thomas,

Siniscola u. Posada werden zum Teil auch mit Quellwasser aus dem Mont'Albo versorgt - vielleicht haben Deine Bekannten in einer solchen Zone gewohnt.
 
Hallo Alexandra

Ich war ab von Mitte Juni bis vor drei Tagen in La Caletta und Siniscola. Und habe mich so verhalten, wie ich mich da immer verhalte: Zum Trinken und für die Küche kein Hahnenwasser verwenden. Die Wasserqualität in der Gemeinde war immer schon mal so, dann wieder so, wobei es stets auch darauf ankommt, wo man genau wohnt. Also bin ich gar nie davon ausgegangen, das Wasser trinken zu können, macht auch keiner meiner Freund vor Ort.

Braunes oder stinkendes Wasser habe ich nirgends angetroffen. Ausser einmal, offensichtlich nach Arbeiten an den Leitungen (braun bedeutet in dem Falle Fango und nicht Fäkalien wie hier geschrieben worden ist) für ein paar Minuten. Ich glaube weniger, dass ich einfach nur Glück gehabt habe. Denn ich war nicht an einem Ort, sondern bei unterschiedlichen Freunden zu Hause.

Ich würde schauen, dass genug Wasser im Haus ist. Kauft euch ein paar Flaschen bei Ankunft und fragt dann den Vermieter, wie sie Situation ist, darüber ist jeder vor Ort informiert, es gibt keinen Grund, euch keine Auskunft zu geben.

Duschen ist eh kein Problem (da sind der Sand und das Wasser in Strandnähe auf jeden Fall die schlechtere Option, was sich da so tummelt möchte lieber keiner so genau wissen, was jetzt aber natürlich nicht nur für Sardinien gilt). Ich könnt euch ansonsten auch ganz einfach an Regeln für Länder mit fragwürdiger Wasserqualität halten (davon gibt’s ja mehr als andere). In der Küche nur Flaschenwasser verwenden, keine Eiswürfel in Getränken, keine Rohkost wie zB Salat im Restaurant. Mir ging und geht es blendend, obwohl ich das mit den Eiswürfeln ständig vergessen habe und dass ich Früchte nicht mit Hahnenwasser waschen sollte usw. auch. Als Touristin wirst Du in meinen Augen keine Probleme haben, ich hatte auf jeden Fall keine.

Natürlich sind die Probleme mit dem Wasser wirklich schlimm, immerhin habe ich nichts von entsprechenden Krankheitsfällen in Siniscola gehört – ganz im Gegensatz zu einigen Gemeinden nördlich der Alpen diesen Sommer. Und mir ist auch nicht bekannt, nach welchen Kriterien genau wann Alarm geschlagen wird, es scheint immerhin zu funktionieren.

Also: Etwas vorsichtig sein und den Urlaub geniessen.

PS: Neu sind weitere Gemeinden betroffen. Gut für die, dass es nicht in der "La Nuova" steht und es somit auch nicht hier im Forum breitgetreten wird. Ansonsten bin ich schon gespannt, wann die ja mehrheitlich mit Archivbildern arbeitende "La Nuova" das oben gleich zweimal (aus welchem Grund?)
veröffentlichte Bild mit dem Lavabo das nächste Mal hervorkramt. Die haben das nämlich schon vor längerer Zeit in Zusammenhang mit einer ganz anderen Gemeinde veröffentlicht. Beim Siniscola-Bericht übrigens ohne Quellenangabe und Bildlegende, aber man kann da ja einfach eine erfinden.

Schöner Urlaub, Alexandra! M.
 
Hallo Maren,
ein informativer Beitrag!
In dem Leitungswasser, über das ich mit Foto hier berichtet hatte, waren aber eindeutig Fäkalien. Das hat das Chem. Analyselabor der ASL Nr. 3 (Nuoro) ganz klar herausgefunden.
Die Bürgermeister von Siniscola u. Posada (jeweils zu beiden Kommunen gehören Teile von La Caletta) mussten darauf hin die genannten Maßnahmen ergreifen.
Ohne Quellenangabe ist falsch: In meinem Beitrag Nr. 36 stand:
"So sieht das "Trinkwasser" von Abbanoa in Siniscola aus! (La Nuova, 1.8.15)"
Erfunden habe ich nichts!
 
Zuletzt geändert:
Noch ein Nachtrag: Vor einigen Tagen gab Abbanoa eine Pressemitteilung folgenden Inhalts heraus: Das Wasser in XYZ (es war ein Ort in der Barbagia, dessen Namen ich nicht parat habe, weil ich die entsprechende Papierausgabe der "Nuova" nicht mehr habe) könne wieder unbesorgt benutzt werden, da keine karzinogenen (krebserzeugenden) Substanzen mehr darin enthalten seien. D.h. im Umkehrschluß, dass diese vorher im Trinkwasser vorhanden gewesen sind. Das ist doch einfach ungeheuerlich!
 
Hallo Thomas,

Siniscola u. Posada werden zum Teil auch mit Quellwasser aus dem Mont'Albo versorgt - vielleicht haben Deine Bekannten in einer solchen Zone gewohnt.[/QUOTE]


das wäre möglich. kann ich aber nicht genau sagen.
 
Tatsächlich gibt es einige italienischen Zeitungen, und solche die sich online so nennen, die auf einer ganzen Seite lediglich ein oder zwei Sätze als Schlagzeile bringen, zusammen mit spannendem Foto oder auch Video. Wie dumme Tweets. Oft ohne Link oder sonstige Angaben. Die restlichen 98% der ganzen Seite ist allerdings Geldmache mit Werbung.

Man braucht aber nur die bisherige Geschichte bei der Gemeinde nachzulesen. 2012, 2013 usw.
http://www.comune.siniscola.nu.it/document/atti.asp?ta=29
Vor allem die ganzen Verbote wegen gesundheitlichen Risiken beim "Trinkwasser" (divieto d'uso dell'acqua potabile).

Ich denke es ist wichtig das Thema breitzutreten. Je lauter desto besser. Sonst wird es schlimmer. Das Phänomen kennen wir doch, oder nicht?
 
das trinkwasser scheint vielerorts nicht trinkbar, auch nicht zum kochen geeignet, leider! ...so auch in Castelsardo/Lubagnu...wuerde mich wundern wenn es andernorts besser waere...es bringt auch nichts dies tot zu schweigen!
Evtl. besser in den Gemeinden nach zuhacken, denn da bezahlen wir auch die Steuern...Abonnea sei so halb zustaendig, die Region zur andern Haelfte...???...was meint Ihr, die hier wohnenden?
LG Verena
 
In Siniscola gibt es seit 422 Tagen (!) kein Trinkwassser von Abbanoa. Der Bürgermeister Celentano wird daher von der Gesundheitskommission des Regionalparlament angehört (La Nuova, 24.9.15). Er hat im genannten Zeitraum bereits 60 Verbote erlassen müssen, das Wasser zum Trinken, zur Speisenzubereitung und zur Körperpflege zu benutzen.

In dem o.a. Zeitungsartikel wird behauptet, die mangelhafte Qualität des Wassers liege an der unzureichenden Aufbereitung des Wassers aus dem Stausee bei Torpè. Das ist mehr als unwahrscheinlich, denn das ist Regenwasser. Das Regenwasser in unserer privaten Zisterne haben wir mehrfach in einem Wasserwerk in D. analysieren lassen, es ist einwandfrei u. hat Trinkwasserqualität. Die vom Labor der ASL in Nuoro festgestellen Verunreinigungen (u.a. Fäkalien, Metallpartikel, Chemie) hängen m.E. mit dem maroden Zustand des Leitungssystems zusammen.

Abbanoa ("Neues Wasser") ist eine Aktiengesellschaft, Aktionäre sind ca. zur Hälfte die Region Sardinien u. die restlichen sind die sardischen Kommunen. Formell ist Abbanoa ein öffentlicher Eigenbetrieb, agiert aber nach privatwirtschaftlichen Prinzipien u. vergibt Aufträge auch an private Subunternehmer.

Günther
 
Zuletzt geändert:
Die unendliche Geschichte geht weiter. Der neue Bürgermeister von Siniscola, Farris, hat aufgrund der jüngsten Wasseranalysen der ASL erneut verboten, das von Abbanoa gelieferte Wasser zum Trinken u. zur Zubereitung von Speisen zu benutzen (La Nuova, 29.6.16). Von dem Erlass dürfte, wie in der Vergangenheit, auch La Caletta betroffen sein.
 
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