Fähre Reise nach Sardinien mit Hunden

KayS

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Hier mal mein kurzer Reisebericht unserer Übersiedlung von Irland nach Sardinien.

Nachdem hier oft Tourisarda empfohlen wird habe ich auch zweimal angerufen um meine Fähren zu buchen. Auf die zugesagten Rückrufe warte ich noch heute.

Also direkt bei DFDS in Berlin angerufen und für Montag Abend die Fähre von Rosslare nach Dünkirchen gebucht. Da wir drei Jack Russell Terrier haben brauchten wir leider zwei Kabinen, das machen die nicht anderst. Die Hunde müssen während der Fahrt in den Kabinen bleiben, man kann mit ihnen aber überall im Außenbereich laufen. Häufchen natürlich aufsammeln. Pipi kein Problem, draußen ist alles mit durchlässigen Gummimatten ausgelegt.

Die Kabinen waren relativ geräumig und sauber. Alle Mahlzeiten als Buffet reichlich, gut und im Preis inklusive.

Die Reise dauert genau 24 Stunden. Wir waren mit der Regina Seaways bei teils etwas rauer See unterwegs, es waren nur zwei Pkw und der Rest Lkw Warentransport.

Nun begann unsere mehrtägige Fahrt von Dünkirchen nach Toulon. In ganz Frankreich finden gerade Bauern Proteste statt und die Autobahnen sind immer wieder gesperrt. Aber mit Hilfe von Google Maps sind wir bestens ans Ziel gekommen und kennen jetzt alle Landstraßen und Feldwege in Frankreich. Eile hatten wir nicht, da die Fähre nach Sardinien nur Samstags fährt.
Am Donnerstag hatte ich Corsica Ferrys per App gebucht. Ist ja im Februar problemlos, kurzfristig möglich.

Der Hafen in Toulon liegt etwas ungünstig mitten in der Stadt. Wir waren früher da und sind erstmal mit dem Auto in ein Parkhaus gegenüber da der Einschiffungsbereich noch geschlossen war. Aber dann ging es pünktlich am Abend los.

Wir sind mit der Mega Regina gefahren. Hier benötigten wir nur eine Kabine. Die Außenkabine war einfach aber sauber. Das Essen war sehr gut. Ich empfand es aber als etwas umständlich denn ich hatte zwei Abendessen/ Frühstück Pakete gebucht bei denen dann aber das tatsächlich vom Buffet genommene dagegen gerechnet wurde. Das WiFi Paket funktionierte meistens auch gut.

Die Hunde dürfen überall auf dem Schiff sein, Maulkorb ist nur theoretisch Pflicht. Das ein Hund die mit Steinen ausgelegte Metallwanne, die im achten Stock als Klo gedacht ist, benützt kann ich mir nicht so Recht vorstellen.

Auf alle Fälle hatten wir eine angenehme und sehr ruhige 16 stündige Nachtfahrt und waren am Sonntag Mittag in Porto Torres.

Jetzt noch 20 Minuten bis zu unserem neuen Heim.....
 
Ich nehme diesen Eintrag für meine Nachricht. Es gab an vielen Stellen hier im Forum, immer mal zum Thema Beiträge.
Ich bin vorgestern mit einer der Fähren zurück gefahren.
Ja, es gibt Hundekabinen und nein, keine Möglichkeit, für die Hunde ihr "Geschäft" zu hinterlassen. Und ich habe hier schon viel gelesen, wie die Hunde auf so eine Reise vorbereitet werden, so dass die Überfahrt für ALLE problemlos wird. Sei es während der möglichen (langen) Wartezeit im Hafen, den überhitzten Parkdecks, die engen Treppen hoch, die Mitnahme und Pflege danach einer Kabine und nun ja, den Bedürfnissen eines Hundes generell.
Ich bin schon echt viel gefahren, aber das war echt extrem. So viele Kackhäufchen, die es auf dem Weg nach oben an Deck bereits gab und die im Laufe des Morgens immer weiter verschmiert wurden...
Was nur eig, echt!
Viele Pinkelpfützen an Deck, Hunde, die alle möglichen Säulen anpissen, auch mal dort, wo Leute sitzen, weil da vorhin auch schon ein anderer Hund das Bein gehoben hat...
Und Herrchen/Frauchen, die völlig entspannt dabei zugucken, wie bei der morgendlichen Runde im Park!
Dann gab es einen gestressten Dauerkläffer, der kaum zu beruhigen war und andere Hunde häufig animiert hat, dies dann eben auch zu beantworten...
War wenig spaßig. Und abgesehen davon, die Temperaturen auf der Insel waren wirklich so übel heiß, dass mir jedes Tier dort leid tut! Unabhängig von der Fähre, gab es sogar Hunde, die auf dem brütend heißen Sand lagen... Klar, unterm Schirm, unter Tüchern ..aber jeder, der die letzten Tagen zu anderen Zeiten als Frühmorgens da war, weiß dass man rennen musste. Und denkt an die empfindlichen Pfoten der Hunde...
Tierfreunde, denkt nach!
Wie gesagt, würde schon ganz viel Positives hier geschrieben, wie es gehen kann, muss auch nicht alles wiederholt werden. Es war aber einfach ein Zuviel.
 

Wie gesagt, würde schon ganz viel Positives hier geschrieben, wie es gehen kann, muss auch nicht alles wiederholt werden. Es war aber einfach ein Zuviel.
Was uns immer vor allem Ende August und später auffällt, sind die Tonnen an Toilettenpapier und Hinterlassenschaft hinter vielen Sträuchern, Windeln, Tampons, Kondome, Plastik jeglicher Art überall, Müll jeglicher Art etc.

„Sie beschweren sich über uns Vierbeiner und hinterlassen alles, was man sich vorstellen kann“
 
Also mir tun die Hunde echt leid, die bei den Temperaturen reisen müssen. Und es sind wirklich viele. Man sieht auch die Folgen der "maleducati" Herrchen oder Frauchen hier im historischen Zentrum. Die Hinterlassenschaften stinken.
 
Es ist halt doch immer der am anderen Ende der Leine.
Da fragt man sich wirklich manchmal was in den Köpfen vorgeht. Und dann wohl noch so eine Art "Herdentrieb", wenn viele andere das schon nicht wegmachen .... wie mit dem Müll, wenn irgendwo schon etwas liegt, legt man es wohl leider leichter einfach dazu und mit den Campern vielleicht auch...

Auf der Moby Legacy und Fantasy ist mir das die letzten Male jetzt nicht negativ aufgefallen. Da waren generell wenig Hunde. Das könnte auch daran liegen, dass bei Moby die Hunde nur in die (relativ begrenzte) Anzahl an Tierkabinen (sonst Box) und an Deck plus den jeweiligen Zugang dürfen, eben nicht in alle öffentlichen Gemeinschaftsbereiche, Restaurants, Bars. Und in diesen Bereichen habe ich auch keine Hunde gesehen. Deshalb buchen evtl. nicht so viele mit Hund bzw dann eher andere Reedereien.
Bei SF ist es mir schon öfter negativ aufgefallen. Da hat es immer sehr viele Hunde, die auch mit hin in die öffentlichen Bereiche dürfen.
 
Tja, es war in diesem Fall auch auf der Moby. Moby Aki.
Und zum "negativen Vorbild": dem Kind einer Familie hinter mir fiel eine Dose auf dem Boden. Kind sprang vom Stuhl und wollte die rollende Dose aufheben. Was sagt die Mutter? "Lass einfach liegen!"
Kind setzt sich wieder. Das sind genau die Situationen, in denen ich mich dann häufig unbeliebt mache, weil ich dann einfach nicht stiller Zuhörer sein kann. Und ja, deutsche Familie.
Das nervt mich so. Dieses Kleingeistige. Und dann wird sich über den Dreck im Meer, Nanoplastikteile nach Sturm am Strand philosophiert...
Man selbst sieht sich offenbar nie als Mitschuldigen.
 
Ok, ja, interessant. Was die Hunde betrifft evtl. auch abhängig von der Anzahl der Tierkabinen, dem Personal o.a. auf einem bestimmten Schiff? Man weiß es also nicht, auch das ist nur eine Vermutung. Wie auch immer, der entscheidende Faktor bleibt aber der am andere Ende der Leine bzw der Mensch selbst.
 
So schade diese Entwicklung ist, bin ich doch mal froh zu lesen, dass ich nicht alleine sehe und finde, dass sich das in eine falsche Richtung entwickelt.
Vor allem seit ich Kinder habe fällt es mir noch stärker auf. In Deutschland sind gefühlt mehr Leute hundefreundlich als kinderfreundlich.
In Italien bzw Sardinien sind sie immerhin meistens noch dazu kinderfreundlich.

Auf Campingplätzen ist das Verhalten der Hundebesitzer leider oft ähnlich ignorant wie auf den Fähren. Hunde laufen ohne Leine trotz Leinenpflicht, Häufchen überall (auch auf Stellplätzen), Hunde werden mit zum Poolbereich genommen (obwohl ausdrücklich verboten) und machen es sich dort auf den Sonnenliegen bequem.
Letztes Jahr sind mir fast die Augen aus dem Kopf gefallen als eine Dame mit ihrem wirklich großen, patschnassen Hund aus der Duschkabine kam.
Meine Tochter ist letztes Jahr böse gefallen weil ein Hund ohne Leine auf unseren Stellplatz gewetzt kam, einmal quer noch über die Picknickdecke. Er wollte nichts böses,sondern zu einem anderen Hund am Stellplatz dahinter rennen, aber sie hat sich total erschrocken. Klar, wenn ein fremder Hund bellend angerannt kommt.
Von Einsicht ist meistens nicht viel zu spüren, wenn man es anspricht.
So hat ein älterer italienischer Herr seinen Hund in aller Seelenruhe einen Haufen auf den Spielplatz setzen lassen, und meinte dann nur lapidar, er würde es ja gleich mit der Türe einsammeln, kein Problem.

So macht das keinen Spaß mit den Hunden und ihren Besitzern.
 
Da wir beim Thema Hunde sind, muss ich das jetzt doch noch erzählen: Zum Ende des Urlaubs mache ich immer einen Großeinkauf für verschiedene Familienmitglieder. Nun zog ich dafür einen Einkaufswagen aus der Reihe und war kurz irritiert... Ich wurde aber auch sogleich angepfiffen, dass ich den Wagen nicht nehmen dürfte!?????
Er wäre für Hunde! Und ich hätte ja ganz offensichtlich keinen dabei. Ja, jetzt machte die besondere Auslage des Wagens Sinn. War doch der Boden des Wagens mit irgendeinem schwarzen Zeug ausgepolstert . Das heißt, auch dort dürfen die Hunde sich auf ein Einkaufserlebnis freuen.
In Anbetracht der Temperaturen draußen oder gar im Auto, ist das sehr umsorgend, wenn auch ungewohnt.
 
Ah, das war bestimmt beim CONAD. Hatte ich am Anfang auch gemacht, den Hund da rein gesetzt, aber war ziemlich stressig für beide. Da gibt es so viele Leute, die meinen sie müssen streicheln ohne zu fragen.
Aber die Idee ist echt nett.
 
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