Bootstouren Opferanoden - Sinn oder Unsinn??
Beppe
Sehr aktives Mitglied
Opferanoden - Sinn oder Unsinn??
Hatte heute ein interessantes Gespräch zum Thema Opferanoden, insbesondere an Schiffen sowie deren Notwendigkeit.
weitere generelle Infos hierzu auch auf:
de.wikipedia.org
Bei Segel-/Motorschiffen hat man oft 2 Opferanoden auf dem Ruderblatt sowie z.B. weitere auf der Motor-/Propellerwelle. Bei Stahlschiffen hat man oft noch weitere Opferanoden auch am Vorschiff. In der Skippersprache werden diese Opferanoden auch oft als "Zinkmäuse" bezeichnet.
Schiffe und Boote
Opferanoden dienen an Wasserfahrzeugen zum Schutz aller Metallteile im Wasser, wie Schiffspropellern, Antriebswellen, Ruder, Rumpf. Dies ist insbesondere bei Schiffen wichtig, die im elektrochemisch aggressiven Salzwasser fahren. Als Opferanode werden hier Blöcke aus Zink, früher Cadmium, in der erforderlichen Größe und Anzahl rings um den Propeller auf dem Schiffsrumpf aufgeschraubt oder aufgenietet, fallweise auch auf großen Ruderblättern.
Meist werden dazu bereits auf der Werft Anodenklötze mittels eingegossenen Stahlstreifen angeschweißt. Zusätzliche Opferanoden zum Schutz des stählernen Rumpfes werden meist in geringerer Zahl angebracht.
Schiffe und Boote, die im Brack- und Süßwasser fahren, besitzen Opferanoden aus Aluminium oder Magnesium. Die genaue Position der Anoden lässt sich nicht sicher vorherbestimmen, sondern muss nach Erfahrung geschehen und bei Werftaufenthalten gegebenenfalls angepasst werden.
Wirkungsweise
Das zu schützende Metall wird mit der Opferanode elektrisch leitend verbunden. Es entsteht ein Primärelement, bei dem das zu schützende Metall als Kathode und das unedlere Metall als Anode fungiert. Die Elektronen, welche die Anode abgibt, fließen durch die Leitung zum zu schützenden Metall, der technische Strom durch die Leitung wird in umgekehrter Richtung gezählt, also zur Opferanode. Statt dem zu schützenden Metall gibt jetzt das unedlere Opferanoden-Metall seine Elektronen an den Sauerstoff ab, wird oxidiert und geht in Lösung. Das Wasser ist in diesem Lokalelement der Elektrolyt, der den Transport der geladenen Teilchen (Kationen von der Anode) ermöglicht und so den Stromkreis schließt. Die Opferanode wird mit der Zeit verbraucht und muss erneuert werden.
Meine langjährige Erfahrung ist, daß man jedes Jahr diese Opferanoden erneuern/auswechseln muß! Die jährliche Investition hierfür ist recht überschaubar und dürfte bei Schiffen bis ca.15 m LÜA nicht mehr als ca. € 50,--- bis 150,-- (insgesamt) ausmachen. Die Eventualschäden, die hierdurch jedenfalls am Schiff durch Salzfraßkorrosion und Elektrolyse verhindert werden, sind kolossal!
Übrigens:
auch die Außenbordmotore z.B. von den Gommonis besitzen in der Regel 2 Zinkmäuse und/oder auch eine Zinkfinne am unteren Getriebeteil unterhalb der Wasserlinie mit dem Propeller.
Weiteres Wissenwertes über Opferanoden auch auf:
opferanode24.de
In Kurzform:
Das unedlere Metall der Zinkmäuse wird im Laufe des Jahres im Salzwasser zuerst zerfressen und verhindert so, daß das Salzwasser evtl. auch die edleren Metalle angreift (Elektronegativitätseffekt). Da nach ca. 1 Jahr so eine Zinkmaus (Opferanode) oft zerfressen und aufgebraucht ist (geopfert wurde) - daher auch der Name - kann man hierdurch weitgendst Schäden am Schiff vermeiden. Deshalb auch jährliche Erneuerung dieser Zinkmäuse!
Hatte heute ein interessantes Gespräch zum Thema Opferanoden, insbesondere an Schiffen sowie deren Notwendigkeit.
weitere generelle Infos hierzu auch auf:
Opferanode – Wikipedia
Bei Segel-/Motorschiffen hat man oft 2 Opferanoden auf dem Ruderblatt sowie z.B. weitere auf der Motor-/Propellerwelle. Bei Stahlschiffen hat man oft noch weitere Opferanoden auch am Vorschiff. In der Skippersprache werden diese Opferanoden auch oft als "Zinkmäuse" bezeichnet.
Schiffe und Boote
Opferanoden dienen an Wasserfahrzeugen zum Schutz aller Metallteile im Wasser, wie Schiffspropellern, Antriebswellen, Ruder, Rumpf. Dies ist insbesondere bei Schiffen wichtig, die im elektrochemisch aggressiven Salzwasser fahren. Als Opferanode werden hier Blöcke aus Zink, früher Cadmium, in der erforderlichen Größe und Anzahl rings um den Propeller auf dem Schiffsrumpf aufgeschraubt oder aufgenietet, fallweise auch auf großen Ruderblättern.
Meist werden dazu bereits auf der Werft Anodenklötze mittels eingegossenen Stahlstreifen angeschweißt. Zusätzliche Opferanoden zum Schutz des stählernen Rumpfes werden meist in geringerer Zahl angebracht.
Schiffe und Boote, die im Brack- und Süßwasser fahren, besitzen Opferanoden aus Aluminium oder Magnesium. Die genaue Position der Anoden lässt sich nicht sicher vorherbestimmen, sondern muss nach Erfahrung geschehen und bei Werftaufenthalten gegebenenfalls angepasst werden.
Wirkungsweise
Das zu schützende Metall wird mit der Opferanode elektrisch leitend verbunden. Es entsteht ein Primärelement, bei dem das zu schützende Metall als Kathode und das unedlere Metall als Anode fungiert. Die Elektronen, welche die Anode abgibt, fließen durch die Leitung zum zu schützenden Metall, der technische Strom durch die Leitung wird in umgekehrter Richtung gezählt, also zur Opferanode. Statt dem zu schützenden Metall gibt jetzt das unedlere Opferanoden-Metall seine Elektronen an den Sauerstoff ab, wird oxidiert und geht in Lösung. Das Wasser ist in diesem Lokalelement der Elektrolyt, der den Transport der geladenen Teilchen (Kationen von der Anode) ermöglicht und so den Stromkreis schließt. Die Opferanode wird mit der Zeit verbraucht und muss erneuert werden.
Meine langjährige Erfahrung ist, daß man jedes Jahr diese Opferanoden erneuern/auswechseln muß! Die jährliche Investition hierfür ist recht überschaubar und dürfte bei Schiffen bis ca.15 m LÜA nicht mehr als ca. € 50,--- bis 150,-- (insgesamt) ausmachen. Die Eventualschäden, die hierdurch jedenfalls am Schiff durch Salzfraßkorrosion und Elektrolyse verhindert werden, sind kolossal!
Übrigens:
auch die Außenbordmotore z.B. von den Gommonis besitzen in der Regel 2 Zinkmäuse und/oder auch eine Zinkfinne am unteren Getriebeteil unterhalb der Wasserlinie mit dem Propeller.
Weiteres Wissenwertes über Opferanoden auch auf:
Wissenswertes zu Opferanoden - Opferanode24.de
Opferanode24.de - Wissenswertes zu Opferanoden - Hier finden Sie alle Informationen rund um da Thema Anoden und deren Befestigung.
opferanode24.de
In Kurzform:
Das unedlere Metall der Zinkmäuse wird im Laufe des Jahres im Salzwasser zuerst zerfressen und verhindert so, daß das Salzwasser evtl. auch die edleren Metalle angreift (Elektronegativitätseffekt). Da nach ca. 1 Jahr so eine Zinkmaus (Opferanode) oft zerfressen und aufgebraucht ist (geopfert wurde) - daher auch der Name - kann man hierdurch weitgendst Schäden am Schiff vermeiden. Deshalb auch jährliche Erneuerung dieser Zinkmäuse!
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