Fähre Nervös vor Fähren Überfahrt

LisaMaria

Neues Mitglied
Hallo ihr Lieben,

ich fahre in wenigen Tagen das erste Mal mit der Fähre nach Sardinien & fürchte mich ein wenig vor der Überfahrt. Habe schon öfter von Stürmen im Forum gelesen. Wie kann ich mir das vorstellen?
Hat jemand Erfahrungsberichte wie so eine Überfahrt ist?

Dankeschön & liebe Grüße
 
So in der Art:

Abgesehen vom individuellen Wohlbefinden, wenn der Boden wackelt: Der Kapitän und die Besatzung möchten auch ankommen. Wenn es zu wild wird, werden Umwege gefahren. Bzw. im Extremfall gar nicht. Insofern keine Sorge, so etwas wie da oben ist völlig unkritisch.
 
Bei bisher sicherlich 30 Überfahrten, war nur eine dabei bei der das Meer halb so aufgewühlt war, wie im Video. Gerade über den Sommer ist das Meer im Regelfall so flach wie der Bodensee und die Fähren sind riesengroß. Ein Feeling kurz vor Kreuzfahrt.
 
Ja, leider ist die See viel zu oft so glatt, dass einem so eine Überfahrt nervig lange vorkommen kann. Deswegen rate ich dazu sehr kurzfristig zu buchen, und zwar dann, wenn die Wettervorhersage aufkommenden Sturm vorhersagt. Bestenfalls übernachtest Du in der Captains-Sweet, der Owners-Suite oder der Junior-Suite. Deren Betten sind längs zur Fahrtrichtung aufgestellt, und die meisten davon befinden sich im vorderen Teil des Schiffes, da hebt es Dich schonmal aus der Matratze, kurz bevor der Bug nach einer Welle wieder ins Wasser eintaucht. Fünf mal rauf und runter, und Du schläfst völlig entspannt ein. Hohe Wellen von der Seite sind nicht ganz so schön, weil Du dabei ab und zu wach wirst, kurz, bevor Du aus dem Bett kullerst.
Gehe grün aussehenden Personen aus dem Weg. In den meisten Fällen hat sich deren Magen zwar schon entleert, aber man kann es nicht wissen. Solltest Du herausfinden, eher zu den grün anlaufenden Menschen zu gehören, reiher nicht gegen den Wind. Vor allem zu Anfang der Reise stelle ich es mir blöd vor noch stundenlang mit verschmutzter Kleidung herum laufen zu müssen.
Reizt es Dich an Deck auf einer Luftmatratze im Schlafsack zu übernachten, dann achte bei entsprechendem Wind darauf die Luftmatratze nicht anzuheben. Sollte in diesem Augenblick eine Boe daruntergreifen, kann es Dich über die Reling katapultieren. Das wäre mir in den 80-ern beinahe passiert, als ich eine schönere Ecke für das Nachtquartier erspähte und mit der aufgeblasenen Luftmatratze den Platz wechseln wollte.
Unter Deck sind beinahe alle Gegenstände am Boden oder den Wänden befestigt, da ist die Wahrscheinlichkeit gering von irgenetwas getroffen zu werden. An Deck solltest Du auf hin- und herrutschende Liegestühle achten. Binde Dein Haustier daher nicht in der Nähe loser Möbel an.
Um ganz sicher zu gehen solltest Du vor Abfahrt das Schiff von außen inspizieren. Durchgerostete Stellen sind oft überpinselt und oft nicht leicht zu erkennen. Kleinere Löcher sind kein Problem; da schaffen es die Bilgepumpen einigermaßen das eindringende Wasser wieder ins Meer zu leiten. Wichtig dabei ist natürlich der Blick auf die Dichtungen der Heckklappe. Sollten diese marode sein, dann bete. Ein wachsames Auge auf die gleichmäßige Verteilung der einfahrenden Fahrzeuge kann auch nicht schaden. Daher solltest Du eine Wassrwaage dabei haben und in jedem Fall die Crew auf Abweichungen der Neigung um die Längsachse aufmerksam machen. Ab einer bestimmten Schräglage gibt es nämlich den "Point of no return". Augenscheinlich sind auch viel weniger Plätze in Rettungsbooten vorhanden als Passagiere mitreisen. Es wäre also klug sich entsprechend zu präparieren. Weil so ein Schiff nicht so rasch sinkt, hast Du also noch genügend Zeit, Deine eigens für diesen Fall eingepackte Luftmatratze aufzublasen. Teste zu Hause, wie lange Du für das Aufpusten benötigst. Ich sah damals den einen oder anderen bereits nach halber Füllung zeitweilig reglos neben seinem ausgewählten Schlafplatz liegen. Dafür gibt es aber heutzutage sehr kompakte, batteriebetriebene Kompressoren. Pack ein paar Zusatzbatterien ein.
Aber, wie gesagt, meistens ist die Überfahrt gähnend langweilig.

Ich wünsche Dir an dieser Stelle auf jeden Fall schon einmal einen schönen und erholsamen Urlaub!
...falls Du ankommst.
 
hallo @LisaMaria,
da ich selbst nicht gerne fliege, kann ich mir dein unbehagen vorstellen - es gibt noch mehr menschen, die nicht gern eine fähre benutzen.

mit welcher gesellschaft reist ihr denn?
mach dir keine so großen gedanken - genieße das feeling im hafen, vielleicht trinkst du ein ichnusa, das beruhigt ein bisschen nach der langen autofahrt. auch kommt man manchmal mit netten menschen ins gespräch. das einparken ist eigentlich das spannendste von allem - machst du das selbst?

ansonsten: wir fahren seit 1999 und selbst wenn es uns an land stürmisch vorkam, war da einfach - nix. ein leichtes rollen vielleicht. aber spätestens beim schlafen in der kabine habe ich nichts mehr gespürt bis auf einmal, da bin ich aus dem bett gefallen. obs am ichnusa lag oder am wellengang - wer weiß?:D

unser sohn hatte mal ganz leichte probleme, als es ein winziges bisschen schaukelte - seitdem nimmt er immer reisetabletten, kein thema mehr.

genieß die überfahrt und vor allem den sonnenaufgang, falls ihr nachts übersetzt.

schönen urlaub. lg anke
 
Man kann ja im Netz gucken, wie das Meer 'ist'.......und dann entscheiden, ob eine Reisetablette (möglichst ohne Coffein) helfen würd. Das es wohl ein bissel schaukelt liegt halt an den Wellen, auch wenn die ganz klein sind, können sie gespürt werden.
Aber so riesig ist das Mittelmeer auch nicht und die Fährrouten sehr klar und bekannt. Wär was los, würd auch Hilfe sofort ankommen. Meist sind ja viele Schiffe in der Nähe der Fähren...
 
Ja, leider ist die See viel zu oft so glatt, dass einem so eine Überfahrt nervig lange vorkommen kann. Deswegen rate ich dazu sehr kurzfristig zu buchen, und zwar dann, wenn die Wettervorhersage aufkommenden Sturm vorhersagt. Bestenfalls übernachtest Du in der Captains-Sweet, der Owners-Suite oder der Junior-Suite. Deren Betten sind längs zur Fahrtrichtung aufgestellt, und die meisten davon befinden sich im vorderen Teil des Schiffes, da hebt es Dich schonmal aus der Matratze, kurz bevor der Bug nach einer Welle wieder ins Wasser eintaucht. Fünf mal rauf und runter, und Du schläfst völlig entspannt ein. Hohe Wellen von der Seite sind nicht ganz so schön, weil Du dabei ab und zu wach wirst, kurz, bevor Du aus dem Bett kullerst.
Gehe grün aussehenden Personen aus dem Weg. In den meisten Fällen hat sich deren Magen zwar schon entleert, aber man kann es nicht wissen. Solltest Du herausfinden, eher zu den grün anlaufenden Menschen zu gehören, reiher nicht gegen den Wind. Vor allem zu Anfang der Reise stelle ich es mir blöd vor noch stundenlang mit verschmutzter Kleidung herum laufen zu müssen.
Reizt es Dich an Deck auf einer Luftmatratze im Schlafsack zu übernachten, dann achte bei entsprechendem Wind darauf die Luftmatratze nicht anzuheben. Sollte in diesem Augenblick eine Boe daruntergreifen, kann es Dich über die Reling katapultieren. Das wäre mir in den 80-ern beinahe passiert, als ich eine schönere Ecke für das Nachtquartier erspähte und mit der aufgeblasenen Luftmatratze den Platz wechseln wollte.
Unter Deck sind beinahe alle Gegenstände am Boden oder den Wänden befestigt, da ist die Wahrscheinlichkeit gering von irgenetwas getroffen zu werden. An Deck solltest Du auf hin- und herrutschende Liegestühle achten. Binde Dein Haustier daher nicht in der Nähe loser Möbel an.
Um ganz sicher zu gehen solltest Du vor Abfahrt das Schiff von außen inspizieren. Durchgerostete Stellen sind oft überpinselt und oft nicht leicht zu erkennen. Kleinere Löcher sind kein Problem; da schaffen es die Bilgepumpen einigermaßen das eindringende Wasser wieder ins Meer zu leiten. Wichtig dabei ist natürlich der Blick auf die Dichtungen der Heckklappe. Sollten diese marode sein, dann bete. Ein wachsames Auge auf die gleichmäßige Verteilung der einfahrenden Fahrzeuge kann auch nicht schaden. Daher solltest Du eine Wassrwaage dabei haben und in jedem Fall die Crew auf Abweichungen der Neigung um die Längsachse aufmerksam machen. Ab einer bestimmten Schräglage gibt es nämlich den "Point of no return". Augenscheinlich sind auch viel weniger Plätze in Rettungsbooten vorhanden als Passagiere mitreisen. Es wäre also klug sich entsprechend zu präparieren. Weil so ein Schiff nicht so rasch sinkt, hast Du also noch genügend Zeit, Deine eigens für diesen Fall eingepackte Luftmatratze aufzublasen. Teste zu Hause, wie lange Du für das Aufpusten benötigst. Ich sah damals den einen oder anderen bereits nach halber Füllung zeitweilig reglos neben seinem ausgewählten Schlafplatz liegen. Dafür gibt es aber heutzutage sehr kompakte, batteriebetriebene Kompressoren. Pack ein paar Zusatzbatterien ein.
Aber, wie gesagt, meistens ist die Überfahrt gähnend langweilig.

Ich wünsche Dir an dieser Stelle auf jeden Fall schon einmal einen schönen und erholsamen Urlaub!
...falls Du ankommst.
Ja der Herr Wolf hat Recht. Ich habe die gleichen Erfahrungen gemacht. Ich lebe noch. Kann aber auch gut schwimmen. Xxt
 
Sorgen wegen einer Schiffsfahrt sind ja nicht selten.
Das tatsächlich was passiert ist deutlich seltener.
Wenn man sich zum Beispiel bei Wikipedia informiert, https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_bedeutender_Seeunfälle_seit_2021
findet man so gut wie keine Autofähre ... hauptsächlich sind es Flüchtlingsboote, die kentern.
Meiner Meinung nach ist die Furcht verständlich, aber nicht realistisch.
Ich selbst versuche seit einigen Jahren, wenn ich Angst vor irgendwas habe, wovor man eigentlich keine Angst zu haben braucht (vor einem hungrigen Löwen in der Steppe ist es was anderes), der Angst zu begegnen.
Angst gehört zu den intensivsten Emotionen und es ist spannend, " dabei zu bleiben" (wie gesagt: natürlich nur in den Fällen, wo man keine Sorge haben muss, tatsächlich zu sterben).
Wenn die Angst kommt: nicht hineinsteigern, aber auch nicht davon laufen. Einfach atmen und da sein.
Das ist kein Trick, um Angst los zu werden, sondern einer, um "dem Leben zu begegnen".

.... das ist jetzt zwar ein etwas "abgehobener" Vorschlag, aber ich kann nur sagen: es lohnt sich.
 
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