Liebe Forianer,
es gab hier mal einen Beitrag der sich negativ zu Orgosolo äußerte, von wegen man sähe sich nur grimmigen Menschen gegenüber und man habe sich unwohl gefühlt und gleichwohl Angst um die Unversehrtheit des Autos gehabt. Um es gleich vorweg zu sagen, alles Blödsinn.

Wir haben einen Ausflug nach Orgosolo gemacht und auf dem Weg dorthin noch eine Runde über den Monte Ortobene gedreht und dann Orgosolo angefahren. Meine Vorstellung im Geiste war ein verschlafenes Bergdorf, mit düsteren Gassen und ebenso düsteren Bewohnern, die vor lauter Frust die Wände der Häuser ebenso düster bemalen.

Da kam ich die Straße hochgefahren und sehe mich einem riesen Dorf gegenüber, daß sich nicht von den anderen Dörfern unterscheidet, es wird neu gebaut, es gibt Häuser die sind in 1a Zustand, andere sind nur teilweise fertiggebaut und wiederum andere zerfallen.

Es macht keinen Sinn das Auto außerhalb abzustellen, der Weg zu den Murales wäre zu weit, macht es so wie der P1 eine Runde mit dem Auto zur Orientierung, dann die Karre in der Nähe der Corso Repubblica 107 abstellen und erstmal in das „SosTenores“ bei „Puddigbinu Giuseppina“ hinsetzen und ein „Menu Turistica“ für 12 € bestellen da gab es gnocchi sarde mit Tomatensauce, dann ein schönes saftiges Kostoletto mit Salat, 0,5 Ltr. Wasser und 0,25 Ltr Wein einen Korb voll mit pane carassau, für 1,50 (Gedeck) und einen cafe für 1,00, Rechnung für 2 Leute 29,00 so und grad gut wars.

Frisch gestärkt, kann man sich in der Bar im gleichen Haus einen Karte kaufen in der alle Murales verzeichnet sind und einen Rundgang starten. Ich lege euch noch das Geburtshaus der „Beata Antonia Messina“ ans Herz, das Haus stand einfach offen und man hatte einen Einblick wie man früher in Orgosolo gelebt hat.

Den Rückweg kann man über die vecchia strada Oliena machen, sehr schön und dann über Oliena heimfahren wo immer das auch ist an der Ostküste.

Also Jungs und Mädels, keine Angst vor Orgosolo, mir sind lauter nette Leute begegnet und als Zugabe gab es noch eine Hochzeit.
Grüße euer Hans
 

Ganz ehrlich, P1Hans: vor Menu Turistica hätte ich mehr Angst, als in sagenumwobene Banditennester zu gehen. Aber ihr scheint ja mit dem Essen Glück gehabt zu haben. Schön. Und vielen Dank für deine Tipps!
Gruß von Michael

 
Lieber Hans,
auch im neuen Merian-Heft ist ein schöner Artikel über Orgosolo.

Tanti saluti
Bea
 
Es lohnt sich von Orgosolo auch einen Abstechen ins nicht weit entfernte Mamoiada, dort ist ein sehr interessantes kl. Maskenmuseum (wg. der örtlichen Tradition der "Mammuthones").

Günther
 
Ciao Hans,

willkomen zurück! Schönes Plädoyer für Orgosolo - es lohnt sich wirklich!

Aber ich hoffe doch, wir bekommen von dir auch noch Berichte über die restlichen Erlebnisse eures Urlaubs, oder?

LG - Barbara ;)
 
Und von dort nach Belvi in ein sehr schönen Naturkundemuseeum.
In dem alles zu sehen ist, was in Sardinien kreucht und fleucht,ausserdem Mineralien.

Von dort nach Aritzo ins Hexenmuseeum und Heimatkundemuseeum.

Bea2
 
@ Michael, das war wirklich gut, ich weiß nicht ob Du weißt, daß ich da durchaus kritisch bin und ich hier im Forum schon so manches Restaurant "niedergemacht" habe. Man muss immer Preis und Leistung in Relation sehen und hier war das einfach perfekt. Wenn die Mama aus der Küche schaut und mal kurz Hallo sagt, die Bedienung hätte die Tochter sein können, der Tisch einfach aber durchaus schön eingedeckt ist, wenn Dir dann erklärt wird, es gibt als Menü das und das aus der Karte, man könne aber auch ala Karte essen, dann ist das für mich erstmal in Ordnung. Also echt Leute, da würde ich wieder hingehen und nach so einem einfachen aber doch reichlichem Essen sieht die Welt ganz anders aus.
@Günther, haben wir gemacht, aber an einem anderen Tag, da hatten wir doch zwei Tage an denen das Wetter etwas abgekühlt hatte und da haben wir eine Runde gedreht von Orosei nach Tortoli 4 Flaschen Bier im Infopoint abgegeben 2Kg Bottarga gekauft natürlich nicht im Infopoint, und dann weiter in die Berge Richtung Nuoro SS389 von der Straß abgefahren zum Lago und Picknick gemacht dann eine elendlange Geländepiste gefahren bis wir wieder bei Agriturismo S' Arroali Manna auf der Straße waren, die Mammuthones angeschaut, nach Oliena Wein gebunkert und wieder zurück, vorher noch in Galtelli getankt weil dort der Diesel immer gleichbleibend 1,729 gekostet hat und von Orosei nach Dorgali sind das gerade mal 2 Km Umweg wenn man über Galtelli fährt und Du musst nicht immer an dem blöden Sreinbruch vorbei.
@Barbara, es war ein gaaaaanz fauler Urlaub wir sind wirklich vom ersten bis zum letzten Tag auf dem Sa Prama verhockt und es gibt diesmal nicht viel zu erzählen, also werden sich die Berichte auch in Grenzen halten, aber der Forumswinter ist ja noch lang.
@Bea, nein haben wir nicht angeschaut, aber man muss immer was übrig lassen fürs nächste mal, ist doch klar.

Bei der Gelegenheit muss ich mal anmerken, die richtigen Campingplätze werden weniger auf der Insel und das finden echte Camper sehr bedauerlich, die Konsequenz wird sein, daß sich Camper irgendwann andere Ziele suchen, bin ja mal gespannt was Blue Daisy dazu sagt, die ist gerade sehr unglücklich über die Situation.

Grüße Hans
 
Hans, das mit den CP ist ja nicht nur auf Sardinien so. Bei den Vorbereitungen von Enricos Bulli-Tour durch Italien haben wir auch festgestellt, dass bei vielen CP´s der "echte" Camper nur noch eine Nebenrolle spielt und Bungalow-Dörfer mit allem Schnick und Schnack mittlerweile den größeren Teil der CP´s einnehmen.
 
P!
Orgosolo ist sicher ein sehr nette Dorf. Und jede kann es besuchen.
A........ber
Ich persoenlich habe nicht das Beduerfniss Biker oder sonstige Gaeste eine Aufenthalt, es sei auch nur vom weniger Stunden, dort zu empfehelen.
 
hm, man kann einen einzigen Aufenthalt der waehrend der Hochsaison ist und sich IN DER HOCHSAISON (Juli/August bis Mitte September) auch zu 100% lohnt, allerdings nicht die tatsaechliche Lage in und um Orogsolo fuer das gesamte Jahr festmachen. Denn so eine Stippvisite im Oktober/November - Winter grenze ich mal ganz aus - und dann im April/Mai, sieht schon ganz anders aus. Dann wird man sehr wohl schief angeschaut und nicht gerade mit offenen Tueren empfangen. Denn die offenen Tueren und Touristen Menue gibt es ausschliesslich im Hochsommer. Ansonsten moegen die Menschen dort nicht so gern Touristenbesuch. Sie haben im Laufe der Jahre den willkommenen Besuch nur auf die 3 Sommermonate beschraenkt.

War schon mal jemand Ende Oktober oder spaeter da? Ich schon...... und auch ich empfehle niemanden, ausserhalb der Saison dort hoch zu fahren und bleibe auch dabei.

Dennoch, die Malereien und teilweise wirkliche Kunstwerke sind sehr schoen anzuschauen und es gibt einige die mich heute noch verblueffen auch die landschaftliche Gegend da ist sehr schoen. Aber ausserhalb der 3 Sommermonate dort hin reisen als Auslaender? Nee, da warne auch ich davor. Selbst Sarden aus anderen Regionen Sardiniens fahren niemals ausserhalb der Saison dort hin, wenn nicht grad nahe Verwandtschaft dort lebt. Was nicht oft vorkommt Man ist dort unter sich und bleibt das auch gern!
 
Natürlich nicht anobius !

Es gibt mir natürlich zu denken wenn Simone und Eva eine andere Sichtweise haben, weil ich beide persönlich kenne und schätze.

Kann ja sein, daß es eine Momentaufnahme war, kann ja sein, daß mein Auftreten nicht unbedingt jemanden verleitet mich zu überfallen und es ist wohl möglich, daß man uns ansieht wie wir uns für Land und Leute interessieren. Jedenfalls habe ich positive Vibrations , gell Simone und Eva, gut hier im Forum nicht immer, aber da fehlt ja auch das Nonverbale.

Was machen wird denn jetzt anobius, schicken wir die Leute hin oder nicht? ich war auch ganz begeistert von der kleinen "Nudelmacherei" total freundlich und aufgeschlossen, auch die putzenden Frauen in der Kirche, keine düsteren Blicke nichts, alles ganz normal. Vielleicht ist es auch nur der schlechte Ruf und die damit verbundene Sensibilität, ich stelle mir gerade vor, es kommt ein italienischer Touri zu uns nach Bayern nach "Hinterpfuiteifi" und da ist man dann auch nicht gerade weltoffen und erscheint vielleicht etwas fremdenfeindlich, könnte man sich auch als nicht willkommen fühlen.

Grüße Hans
 
Anobius @alle
Tut mir leid wenn meine Meinung - Erfahrung und Einstellung, stort.
Aber ich kann und nehme Verantwortung nur fuer mich.
Ich fahre auch nach andere unangenehme Dorfe.... aber selbe, und Bewusst was ich tue.
Das letzte traurige Nachricht vom Orgosolo ist sicher nicht die vom die Franzosiche Turisten.
Aber die vom der Junge Mann, dass gestorben ist, waehrend mit Maschinengewaehr ausgestattet ,zusammen mit Kompeln, eine Juwilaer Laden in der Nachbar Dorf, attakiert hatte.
Oder die vom der Orgolese, die seine Firma in Feuer gesetzt worden ist, ohne angebliche grunde
Oder die vier Schuesse auf eine haustur in May. mittel in Dorf.

Es ist klar dass man nicht sagen darf: dahin faehrt man nicht.
Es ist aber auch Klar dass Orgosolo als simpatische freundliche ruhige Dorf, darzustellen, nicht ganz Korrekt ist.

Und um das zu sagen, muess man keine Expert sein
 
Also, ich war ja schon öfters in Orgosolo. Allerdings noch nie in den Sommermonaten. Einmal, (es war Februar und ich war gerade in einer Bar) bin ich einfach mal so von einem Fremden (eigentlich war ja ich der Fremde, aber für mich war der stoppelbärtige Orgolese eben auch fremd) ... na jedenfalls ... ich bin zum Essen eingeladen worden ... zu ihm nach Hause. Wir gingen über steile, dunkle Gassen (das war spannend) bis zu seinem kleinen Häuschen. Seine Frau (una bella signora) war natürlich erstmal etwas überrascht, tischte dann aber mit Herzlichkeit ein 5 Gänge Menü auf... selten so gut und reichlich gegessen.
Mir sind die Einwohner von Orgosolo immer freundlich begegnet. Vielleicht liegt es ja daran, daß ich manchmal ausseh wie ein "Balente" ...

Grüße aus Bayern. Tom
 
Evalein, du brauchst dich für nichts zu entschuldigen. Deine Aufzählung war ja nicht einmal vollständig. Du hast z.B. vergessen zu erwähnen die 5 Franzosen, die in Orgosolo übernachteten, ihre Motorräder in einem verschlossenen Hof abstellten und sie trotzdem am nächsten Morgen nicht mehr vorfanden.

Ihr Wehklagen kam dem Mann zu Ohren, der in Orgosolo wirklich das Sagen hat und am nächsten Morgen standen 4 Motorräder wieder im verschlossenen Hof. Das 5. fand sich erst am darauf folgenden Tag wieder ein, das war es aber leider schon ein bisschen kaputt. Mir ist noch der letzte Satz des Zeitungsartikels in Erinnerung in dem gefragt wurde: Ob diese Touristen jemals wieder nach Sardinien kommen?

Den lieben und sehr, sehr netten Mann, der mir in der Bar den Kaffee servierte, vergesse ich nie. Aber dort übernachten? Nie mehr. LG Ju
 
" das wahre Sardinien findest du nicht am Meer, fahr mal in den Supramonte " sagte mir vor vielen Jahren ein Freund - und ich fuhr nach Orgosolo , in dieses Dorf, von dem ich nur wusste, dass es als Banditendorf verschrien und wegen seiner Murales interessant sei. Ich kam an ferragosto, ängstigste mich vor den vielen Pferden, die da die Hauptstr. entlanggaloppierten , erlebte fasziniert die Prozession und anschliessend meine erste "Pariglie" , bei der Männer halsbrecherische Kunststücke auf Pferden , die in gestrecktem Galopp auf Asphalt direkt an mir vorbeirasten, vollführten. Die verschlossenen Blicke der Männer in der Hauptstr. verunsicherten mich und ich erinnere mich wohl des "klammen Gefühls im Bauch ".
Inzwischen war ich unzählige Male dort , vor allem ausserhalb der Saison, - im Februar, im Oktober ..... und ich lernte diese Gegend und auch die Orgolesen zunehmend zu schätzen und zu lieben und suche jede Möglichkeit, dort mal wieder vorbeizuschauen.
Kriminalität gibt es auf der Insel überall - ohne damit kriminelle Ereignisse vor Ort beschönigen zu wollen. Es erscheint mir dennoch unzulässig, ein Pauschalurteil über dieses Dorf und seine Bewohner zu fällen. Mein Urteil über Touris, die mit Badelatschen und Strandbekleidung in dieses Dorf einfallen und die Einheimischen neben den Murales wie Affen fotografieren, fällt hingegen deutlich schärfer aus. Es " muss " nicht jeder nach Orgosolo, es gibt schönere Dörfer in der Gegend , die zwar nicht die Anzahl der Murales, dafür ganz andere Reize zu bieten haben. Wer nach Orgosolo kommt sollte dies mit offenem Blick und Interesse tun , denn " das wahre Sardinien findest du nicht am Meer "

die Buchwerbung von Anobius "Genau: Das ist das Buch, dessen deutschsprachige Ausgabe man in Peters Sardinienshop (http://www.sardinienshop.de/orgosolo-der-geheime-berg.html) bestellen kann, oder auch hier: http://supramonte.de

Hans, Du nimmst es mir hoffentlich nicht übel, dass meine Antwort auf Dein Thema jetzt in die platte Buchwerbung abgeglitten ist. Aber ich denke, es ist eine gute Sache."

kann ich nur unterstützen - an diesem Buch kommt keiner vorbei, der sich mit dem Supramonte und dessen Bewohnern ernsthaft beschäftigen will ( habe keine privaten Verbindungen / Umsatzbeteiligung ;-) , finde dieses Buch einfach hervorragend!!
 
@Petra, beim ersten Mal wars ja auch mal was anderes, aber dann? Staub, LKWs, Touris die offensichtlich mehr in den Steinbruch schauten, als auf die Straße und dann war da die Tankstelle, ja und die Strecke war frei und nur 2 Km länger, also so war das.
@Tom, das wirds sein ich schau im Urlaub auch immer so verboten aus, unrasiert, abgetragene Klamotten, buschige Augenbrauen...... kein Fotoapparat, den schleppt meine Frau rum, dafür hab ich das Glump in meinen Hosen und Jackentaschen, was die Mädels sonst so in der Handtasche haben, ich stelle mir gerade vor ein Taschendieb würde mir etwas aus der Tasche ziehen wollen, das blöde Gesicht möchte ich sehen.

Ja Leute ich finde es schön was ihr hier beitragt, es erweitert den Horizont und so soll es sein im Forum.

Hans
 
Also, wir waren dieses Jahr sogar 2 mal in Orgosolo.

habe sogar alle 3 Frauen wieder mit nach Hause genommen. Muss halt dann nächstes Jahr nochmals hin:)
Ne Scherz beiseite. Beim ersten Mal sind wir am Ortseingang auf eine Mirto Herstellung gestoßen. Nach einem Versucherle (gefühlte 0,1L) und 37° mittags um 14:00 haben wird dann mal 2 Flaschen bei der Überfahrt in den Osten mitgenommen. Da der aber so gut ist (wie Medizin) mussten wir dann eben nochmals dort hin. Ich Finde das Städtchen schon toll.

Oli
 
War der echt gut Oli, ich bin da vorbeigefahren, hab dem Laden nicht getraut, aber beim nächsten mal halte ich an.

Hans
 
Also wir waren schon mehrfach in Orgolso, zu allen Jahreszeiten. Wir wohnen nunmehr seit 22 Jahren hier auf der Insel. Uns ist (bisher) auf der gesamten Insel noch nichts gestohlen worden. Man bedenke, unser Auto steht bei uns auf dem Hof, Tag und Nacht unverschlossen dort, Wenn wir fortfahren lassen wir auch unsere Haustür offen. Klar, wir haben Hunde......aber die sind so was von lieb. Ich glaube die Einbrecher müssten die erst wecken.

Aufgebrochen wurde unser Auto schon zweimal……….und das in der Tiefgarage unseres Appartements auf dem Feldberg im Schwarzwald…….und hier bei mir im Ruhrgebiet wurde schon zweimal mein Portemonnaie gestohlen. So kann`s gehen.

Orgosolo ist bei uns, für Besucher, die länger als eine Woche bei uns bleiben, Pflichtprogramm. Wenn nicht gezielt danach gefragt wird, erwähne ich Orgosolo nur so nebenbei als Banditendorf.

Alles was vorher geschrieben wurde ist richtig, Jeder hat seine subjektive Betrachtungsweise. Hinzufügen möchte ich nur noch, daß wir dort einen Volkslauf erlebt haben, nur in dem Ort. Bezeichnender Weise bergab. Wenn man zur richtigen Zeit dort ist, sieht man Reiter hoch zu Roß und auf einem Esel. Manchmal in halsbrecherischer Weise die Treppen runter reiten. Ich habe die Hände vors Gesicht geschlagen und auf einen Unfall gewartet. Pustekuchen. Immer wieder unfallfrei die Treppe rauf und runter. Roß und Reiter sind bemerkenswerte Artisten.

Was mir auch in Orgosolo gefällt, ist ein Baum der im ersten Stock aus dem Haus wächst und dann weiter außen bis zum Dach gewachsen ist. Dieses findet man, wenn man von der „Hauptstraße“ des Dorfes eine Straße höher geht. Leider weiß ich den Straßennamen nicht. Ist aber leicht zu finden. Man muß nur mit offenen Augen diese Straße gehen.

LG

Dieter
 
Falls mich niemand ausraubt oder umbringt, werde ich gerne nach meinem nächsten Orgosolo-Aufenthalt berichten. (Zitat aus Anobius)

Das werde ich auch machen, wenn ich wieder zu Hause bin (z.Zt. noch in Sardinien) und letzte woche eben in Orgosolo...
alleine unterwegs... blonde Frau mit Rucksack...
...und ich lebe noch....
und fand Orgosolo faszinierend und alle Menschen, die mir dort begegnet waren sehr hilfsbereit und nett!!!

Liebe Gruesse,
Barbara
 
Hallo Hans,

der war und ist momentan auch noch gut. habe 3 Flaschen mit nach Hause genommen, im Koffer natürlich. Hatte Angst, dass sie mich am Flughafen wegen evtl. Granaten im Gepäck anhalten, so wie der verpackt war. Auch der Limoncello ist echt klasse. Ist halt Geschmackssache, man kann aber probieren. Wenn keiner vor Ort ist einfach die Handynummer wählen, dann kommt jemand vorbei.
Zu Orgosolo hat mir ein Bekannter erzählt, dass 2 Jugendliche die Koffer am Motorrad eines Schweizers aufgebrochen haben. Na Ja, Jugendkriminalität bei der Arbeitslage gibt es überall auf der Welt. Vielleicht wollen auch ein paar Schlaule das Klischee aufrecht erhalten.

Gruß

Oli
 
Leuti's, meine Meinung wird weiterhin nur bestaerkt, dass man Orgosolo besser meiden soll. Nur schon in diesem Threat die einzelnen Aufzaehlungen was, wann und wo an Touristen passiert ist (aktuell), reicht mir voellig. Nebst all den Erfahrungen, die ich gemacht habe.

Jugendkriminalitaet bei der Arbeitslage? Die Arbeitslage ist ueberall auf der Insel gleich sch.... dennoch wird bei weitem nicht in anderen Ortschaften so auf den Geldbeutel des Touristen gestiert, wie da oben in den Bergen. Und schon gar nicht respektlos Hand angelegt um sich die Sachen zu klauen. (Es gab kuerzlich einen Test wo mehr geklaut wird - Frankfurt oder Mailand - also weg mit dem Klischee alle Italiener haetten Klebefinger! - das Gegenteil wurde bereits mehrfach bewiesen)

Ich koennte hier noch ganz andere Geschehnisse auflisten, die ich nur aus der letzten Saison mitbekommen und teils auch gesehen habe und in dieser Saison war es nicht ganz so krass, dennoch gab es einen sehr unangenehmen Vorfall an dem 6 Leute aus gerade dieser Gegend, ans Meer gekommen sind...... Ich habe mittlerweile eine gesunde Distanz zu dieser Region gewonnen. Mehr will ich in einem oeffentlichen Forum gar nicht public machen.

@allerliebster Hans: DASS Dir/Euch nichts Unangenehmes dort passiert ist, das liegt ja wohl klar auf der Hand! Orgolesen haben zwar keine Angst vor gar nichts, aber so lebensmuede sind sie wohl auch nicht ;)

LG Simone
 
am 13. September habe ich CIMG3306.JPG besucht...


Das Buch von Franco Cagnetta und das Buch "Orgosolo - der geheime Berg" weckten meine Neugier... ich war sehr gespannt auf "das berühmt-berüchtigste Dorf der Insel" (wie es in vielen Reiseführern beschrieben wird). Und dann kam der Tag, wo ich endlich nach Orgosolo kam... am frühen morgen bin ich dort angekommen...
Das Auto habe ich in der Nähe von Piazza della Pace (der Name hat mir gefallen) geparkt und weiter zu Fuß gegangen... bis ich an der Pfarrkirche San Pietro e Paolo angekommen war, gegenüber vom Friedhof, wo Das Oratorio di Santa Croce steht, habe ich nach dem weiteren Weg gefragt, eine schwarz gekleidete Frau erklärte mir den Weg und fragte ganz interessiert ob ich alleine unterwegs sei...
durch die engen Gassen bin ich in Richtung Corso Repubblica gegangen, weil ich immer wieder neue Murales entdeckt habe, habe ich in den engen Gassen die Orientierung verloren...
auf einmal war ich in einer Gasse gelandet, wo gerade das Holz abgeladen wurde, der Weg war gesperrt von einem Holzberg... Heizmaterial für den Winter...
zwei Männer sahen mich neugierig an... fragten ob ich alleine unterwegs bin... (die gleiche Frage wurde mir danach noch mehrmals gestellt...) sie waren sehr freundlich und machten so viel Platz, daß ich weiter gehen konnte... ich habe mich ganz freundlich bedankt und bin weitergagangen, unterwegs habe ich noch die Chiesa Parrocchiale SS. Salvatore besichtigt...
in einer Bar einen caffe getrunken, die junge Leute, die mich bedient haben waren sehr offen und freundlich... haben mir den caffe gemacht, obwohl die Bar eigentlich noch nicht eröffnet war... (wonach sie gefragt haben, brauche ich nicht mehr zu schreiben...). Und dann entlang der Corso Repubblica...
....Die Wände... die sprechen....die machen aufmerksam... nachdenklich, die fesseln, wecken unsere Neugier... und Lust auf ein Wiedersehen...

Auf dem Weg zurück ins Auto, komme ich an einem Geschäft vorbei...Artigianato Nicolo Giuseppe Rubanu. Vini e Prodotti. Alimentari Tipici Sardi. dort kaufe ich paar Kleinigkeiten...
komme mit dem Verkäufer ins Gespräch... er fragt was ich noch vorhabe (und wieder die gleiche Frage), ich erkläre ihm, daß ich noch nach Nuoro fahren werde, er protestiert... schickt mich in die Berge, ins Herz Sardiniens... ich hole meine Sardinienkarte ...er erklärt mir viel... kritzelt mir die Karte so voll, daß ich für nächstes Jahr mir eine neue kaufen muß...ich freue mich trotzdem...
Verlasse das Geschäft, komme an der Piazza della Pace, fahre weg... wohl doch nicht in die Berge, das Wetter ist zu unbeständig...
Verlasse ORGOSOLO... in Nuoro..wartet auf mich Kathedrale Santa Maria della Neve, Museo Archeologico, Museo Deleddiano...
und danach auch noch Orune...das berüchtigste Bergdorf...ich bin unterwegs nach Su Tempiesu... dort, wo die Stille fast greifbar ist... ein guter Ort um Orgosolo zu begreifen...
 
Ciao Barbara,

superschön hast du das geschrieben! :) Ich könnte gerade weiterlesen. Hast du nicht noch ein paar weitere Eindrücke mitgebracht, z. B. von Orune - das würde mich auch sehr interessieren!

Und zu Orgosolo: Wahrscheinlich wussten die Leute dort, dass du hinterher alles ins Sardinien-Forum schreibst ... :cool:

LG - Barbara ;)
 
@ Simone und Michaela,
also ihr stellt mich wieder hin, als wenn ich "unnahbar" wäre, aber klar bei 110 Kg und fast 2m gibt es da ein Restrisiko.
Aber ok, es ist natürlich wichtig auch mal andere Meinungen zu hören und es ist wohl immer eine Momentaufnahme.

Hans
 
Hallo Barbara,

wirklich gut geschrieben. Mensch bin ich froh, daß wir uns am Sonntag in Aachen treffen. Da können wir weiter schwelgen........und auch hier die Frage: "Kommst Du alleine?" :)

Bis Sonntag

Dieter
 
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