Kinderarbeit auf Sardinien

Beppe

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Kinderarbeit: Auf Sardinien eine Armee von über 2000 Jugendlichen: „Besorgniserregende Zahlen“

Die ACLI zu den Zahlen des UNICEF-Berichts: Auf der Insel liegt die Quote über dem italienischen Durchschnitt, die Schulabbrecherquote spielt hierbei eine große Rolle.

Die Daten aus dem vierten UNICEF-Bericht über Kinderarbeit in Italien verdienen auch im Hinblick auf Sardinien besondere Beachtung. Die vom Institut Acli für Forschung und Entwicklung (Iares Sardegna) durchgeführte Auswertung zeigt, dass es im Jahr 2025 auf der Insel 2.399 Arbeitnehmer im Alter zwischen 15 und 17 Jahren gab.. Diese Zahl ist laut Angaben des Acli-Instituts im Vergleich zu 2024, als es noch 2.561 waren, etwas rückläufig, doch der Anteil an der Bevölkerung derselben Altersgruppe liegt weiterhin über dem nationalen Durchschnitt.

Laut dem UNICEF-Bericht sind 5,9 % der sardischen Jugendlichen zwischen 15 und 17 Jahren erwerbstätig, während der italienische Durchschnitt bei 4,67 % liegt. Die Zahl der Arbeitnehmer unter 19 Jahren ist von 5.431 im Jahr 2020 auf 11.502 im Jahr 2024 gestiegen, wobei Sardinien hierbei diejenige Region ist, die die zweithöchste Zuwachsrate ausweist.

„Sardinien weist eine Schulabbrecherquote von 14,5 % auf – fast doppelt so hoch wie der nationale Durchschnitt von 9,8 % – und eine NEET-Quote (Jugendliche im Alter von 15 bis 29 Jahren, die weder arbeiten noch studieren oder eine Ausbildung absolvieren) von 17,8 %, was über dem italienischen Durchschnitt von 15,2 % liegt. Ein strukturelles Bildungsdefizit, welches einen vorzeitigen und oft prekären Einstieg in den Arbeitsmarkt zur Folge hat“, erklärt Mauro Carta, Regionalpräsident der Acli Sardegna.

„Wir stehen zwar nicht vor einer Situation, die Panikmache rechtfertigt, aber die Daten zeigen, dass es notwendig ist, dieses Phänomen besser zu verstehen“, kommentiert Vania Statzu, Direktorin von Iares Sardegna.

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