Sehenswürdigkeiten - Ausflüge - Einsame Strände von der COSTA REI!
zusammengestellt von Wolfgang Geiger - Saison 2012
Von der COSTA REI aus erreicht man in nördlicher Richtung nach ca. 25 km die Ortschaften MURAVERA, VILLAPUTZU und SAN VITO. Besonders in MURAVERA sind gute Einkaufsmöglichkeiten geboten. Entlang der Hauptstraße Via Roma gibt es unter anderem Supermarkt, Bank, Apotheke, Ristorante, Hotel, Läden mit sardischer Kunst und ein Bekleidungshaus mit Namen PADERI.
Kunstliebhaber können in MURAVERA den PORTICO PETRETTO, eine kleine Steinbogenkonstruktion aus dem späten 19. Jahrhundert, besichtigen. Erwähnenswert ist auch die Kirche SAN NICOLA DI BARI, die bereits im 15. Jahrhundert in spätgotischer Bauweise errichtet wurde. Es ist eine einschiffige Kirche, welche durch drei querlaufende Spitzbögen unterteilt ist. Ein Hochalter aus bunten Marmor aus dem Jahre 1767, zwei barocke Altaraufsätze aus vergoldetem Holz, ein Kreuz aus ziselierten Silber und eine schöne Holzstatue des Hl. Sebastian aus dem Jahre 1603 können besichtigt werden.
In SAN VITO steht die kürzlich restaurierte mittelalterliche Kirche von SAN LUSSORIO
und ca 6 km nördlich von VILLAPUTZU bietet sich die Burgruine der ehemaligen Burg von QUIRRA zu einem Besuch an. Diese im 13. Jahrhundert erbaute Burg, diente den Herrschern von CAGLIARI als Schutz vor Eindringlingen aus dem Norden. Nur wenige Kilometer weiter ist rechts der Straße ein seltenes Beispiel eines romanischen Ziegelbaus aus dem 13.Jahrhundert erhalten, nämlich die kleine Kirche SAN NICOLA.
Nur einige Kilometer südlich von MURAVERA findet man die Lagunenseen von FERAXI und COLOSTRAI und den Strandsee SALINAS (bei TORRE SALINAS). Für Vogelliebhaber ist das ein Paradies, denn es gibt jede Menge Sumpfvögel der verschiedensten Art , insbesondere Flamingos. Dort auch am Strand von COLOSTRAI der spanische Wachturm TORRE SALINAS und nördlich davon der spanische Wachturm TORRE DEI DIECI CAVALLI (= Turm der 1o Pferde)Diese Bauwerke aus dem 16. Jahrhundert gehörten zu dem ganz Sardinien umspannenden System von Wachtürmen, jeweils auf Sichtweite erbaut, zur Überwachung der Küstengewässer, um frühzeitig die Annäherung von Sarazenen zu erkennen.
Fährt man von der COSTA REI aus in südlicher Richtung, so erreicht man nach ca. 5 km abgesetzt von der Küste, die kleine Ortschaft CASTIADAS. Das dortige Gefängnis diente im 19. Jahrhundert der Unterbringung von Schwerverbrechern, welche in den damals dortigen malariaverseuchten Sumpfgebiet zur Entwässerung eingesetzt wurden. Die große Ruine der Gefängnisanlage ist heute zu besichtigen. Es ist ein architektonisch recht interessantes Gebäude aus unverputzten Steinwänden. Die Malaria wurde dann im gesamten Gebiet, das bis nördlich von VILLAPUTZU reicht, nach dem 2. Weltkrieg von den Amerikanern mittels eines horrenden Einsatzes an chemischen Giften ausgerottet. r
Vor CASTIADAS, am Strand von CALA PIRA, ist ein zu dem bereits angesprochenen Überwachungssystem gehörender spanischer Wachturm, der Turm von CALA PIRA, zu besichtigen.
Die NURAGHEN: Um das Jahr 2000 v.Chr. bewohnte die NURAGHIER Sardinien. Die eindruckvollste Leistung dieses Volkes sind die gewaltigen runden und bis zu 21 m hohen Steintürme, aufgerichtet aus großen Felsblöcken, die sich NURAGHEN nennen. Sie dienten den Nuraghiern als Wohnung, als Schutz vor schlechter Witterung und bei feindlichen Angriffen auch als Schutzburg.
Diese bis zu 4000 Jahre alten Bauwerke sind heute noch als Ruinen auf ganz Sardinien verteilt. Mehrere tausend sollen es sein und so gibt es diese auch im Raum der COSTA REI. Die Nuraghe SA DOM’E SORCO auf der nächsten Höhe westl. des MONTE NAI. Zu einer Besichtigung lohnt sich allerdings nur die Nuraghe BASORU, welche vor einigen Jahren restauriert wurde. Sie liegt direkt neben der alten Landstraße SS 125, nur wenige Kilometer westlich von SAN PRIAMO .
Berühmt ist das Nuraghen- Dorf „SU NURAXI“ bei BARUMINI, so berühmt, dass heute BARUMINI einer der meist besuchten Orte Sardiniens ist. Der Ort liegt ca. 120 km von der COSTA REI entfernt und ist über CAGLIARI – SANLURI – VILLAMAR erreichbar.
Sehenswürdigkeiten in CAGLIARI: In Cagliari wird man mit der Besichtigung der Flaniermeile, der Via ROMA beginnen, um dann von der TERRAZZA UMBERTO I. den herrlichen Blick über die Stadt und über den Hafen zu genießen. Weitere Sehenswürdigkeiten sind der DUOMO SANTA MARIA, der TORRE DELL’ELEFANTE, TORRE DI SAN PANCRAZIO, die GROTTA della VIPERA, der ORTO BOTANICO (=Botanischer Garten und das AMPHITHEATER. Außerdem hat man die Möglichkeit folgende Museen zu besichtigen: Archäologisches Museum mit einer wertvollen Sammlung von historischen Funden, die NATIONAL - PINAKOTHEK mit Werken der Spätgotik und der Renaissance, das Museum SIAMESISCHER KUNST mit einer Sammlung wertvoller fernöstlicher Kunstwerke aus dem 11. – 19. Jahrhundert und die COLLEZIONE SARDA LUIGI PILONI, eine ehemals private Sammlung historischer Land- und Geländekarten, von Gemälden, Trachten und anderen sardischen Dingen.
Die Römerzeit: Südlich von CAGLIARI, bei PULA, gibt es die interessante Möglichkeit die Reste der römischen Stadt NORA zu besichtigen, welche bereits 1000 v. Chr. von den Phöniziern erbaut und dann 240 v. Chr. von den Römern übernommen wurde. NORA gehört heute zu der am besten erhaltenen Stätte römischer Kultur im Mittelmeerraum.
Ausflugziele mit Vorschlag für einen Halbtagsausflug mit Pkw: COSTA REI – MURAVERA – SAN VITO – BALLAO – ESCALAPLANO – PERDASDEFOGU – JERZU – TERTENIA – COSTA REI. Fahrt durch die typisch sardische Gebirgslandschaft !!!
Einsame STRÄNDE: Wenn man am Strand der COSTA REI entlang wandert, dann kann man schon noch ein ruhiges Plätzchen finden. Um richtig einsame Strände zu erreichen muss man sich allerdings etwas bemühen. Von MONTE NAI zum Nordende der COSTA REI fahren, auf schlechter Straße über Capo Ferrato hinweg in das nächste Tal fahren.. Im Tal angekommen geht es rechts zu einem Strandabschnitt mit Bar. Fährt man aber geradeaus weiter, dann trifft man wieder auf einen geteerten Straßenabschnitt. Nach nur 100m auf der geteerten Straße nach rechts auf einen schmalen Feldweg abbiegen, der nach ca 1 km am Durchbruch des Lagunensees zum Meer endet. Dort parken. Zu Fuß sind es noch 100 – 200m zu dem einsamen Strand für FKK Anhänger.
Informieren Sie sich im Internet bei Google maps: Von der COSTA REI aus immer den Strand entlang nach Norden gehen, bis man auf den Durchbruch des Meers zu einem Lagunensee trifft. Dort steht das Wort „RIU CORRE PRUNA“. Die letzten 500 m Strand vor dem Durchbruch sind das angesprochene Gelände.
Oder nach Süden auf der Küstenstraße nach VILLASIMIUS fahren. Diese läuft oben an einem zum Meer hin abfallenden Hang entlang. Wenn man das Auto am Straßenrand parkt und einige hundert Meter in die Tiefe steigt, kann man eine ganze Bucht allein für sich haben.
Oder nach Norden kommt einige Kilometer hinter SAN PRIAMNO eine Abzweigung nach rechts zum einsamen Strand von COLOSTRAI. .
Oder noch weiter im Norden, nach der Ortschaft VILLAPUTZU kommt der ganz kleine Ort QUIRRA. Dort abbiegen zum Strand. Dieser einsamen Strand ist auch im Reiseführer „Reise KNOW HOW“ von Peter Höh beschrieben und zwar unter CALA DI MURTAS. Seite 563 der Ausgabe von 2010.