Heute am 29. Juli ist der Earth Overshoot Day – oder Welterschöpfungstag

Georgie

Sehr aktives Mitglied
Der Earth Overshoot Day – Welterschöpfungstag oder Erdüberlastungstag – fällt dieses Jahr auf den 29. Juli. Ab heute leben wir global gesehen auf Öko-Pump.
 
und ich bin daran mit schuldig, mein Flug nach Olbia produzierte ca. 500 kg CO2!
Auf der Insel bin ich diesmal zwar ausschließlich mit öffentlichen Verkehrsmittel (meist nur zu 5-10% besetzt!) und dem Fahrrad gefahren, habe bewusst auf Klimaanlage verzichtet, aber durch meine Speisen habe ich meinen Beitrag zum Ressourcenverbrauch noch erhöht.
Wie kann ich das wieder gutmachen?
 

Georgie

Sehr aktives Mitglied
Ich mache mich heute schuldig, ich fliege nach Sardinien. Ich freue mich total und gleichzeitig habe ich gerade heute ein bisschen schlechtes Gewissen wegen meiner ständigen Fliegerei nach Sardinien. Ich versuche mich, ansonsten so umweltbewusst wie möglich zu verhalten, dass die Bilanz einigermaßen stimmt. Aber das Fliegen ist schon heftig. Ob ich heute noch ein Haus auf Sardinien kaufen würde, weiß ich nicht. Vor 30 Jahren war der Umweltaspekt kein Thema. Aber dann wäre ich wahrscheinlich auch nicht im kleinen Europa geblieben, sondern hätte andere, noch umweltschädlichere Reisen gemacht, Weltreisen, Kreuzfahrten etc. Ohne meine Sardinienreisen wäre ich wahrscheinlich auch nicht im regnerischen Sauerland hocken geblieben :D
 
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Sabina

Sehr aktives Mitglied
..auch vor 30 Jahren gab es viele 'Punkte' hierzu - Waldsterben insbesondere; Atomkraftwerke etc
 

Georgie

Sehr aktives Mitglied
Sicherlich, damals bin ich 2 mal im Jahr mit Auto und Schiff gefahren. Da waren Auto- und Schifffahrten noch nicht in Verruf und nicht als umweltschädlich im Bewusstsein, in meinem zumindest nicht. Das war damals was für "grüne Fanatiker";) In den Achtzigern passierte Tschernobyl, aber mit umweltschädigendem Verkehr wurden die Umweltthemen der Zeit nicht in Verbindung gebracht, soweit ich mich erinnere.

So, ciao, ich setze mich jetzt ins Flugzeug und freue mich auf Sardinien :)
 

Feuerpferd

Sehr aktives Mitglied
Ich habe kürzlich bei einem Gespräch aufgeschnappt, dass die weltweite Baubranche 5 x mehr CO2-Ausstoß verursachen würde, als die Fliegerei. Konnte nicht fragen, woher die Info kommt und habe es auch nicht nachgeprüft.
 

Paulina

Mitglied
Wenn man vielleicht schon mal die Inlandsflüge deutlich reduzieren könnte, wäre das doch schon mal ein Anfang. Wir fliegen dieses Jahr auch (nach Sardinien) und freuen uns sehr auf unseren ersten Urlaub dort. Ansonsten versuchen wir halt schon bewusster zu leben: Fahrrad statt Auto, so wenig Plastik wie möglich, etc.
 

TCamper

Sehr aktives Mitglied
Wenn man vielleicht schon mal die Inlandsflüge deutlich reduzieren könnte, wäre das doch schon mal ein Anfang. Wir fliegen dieses Jahr auch (nach Sardinien) und freuen uns sehr auf unseren ersten Urlaub dort. Ansonsten versuchen wir halt schon bewusster zu leben: Fahrrad statt Auto, so wenig Plastik wie möglich, etc.
Ich finde das total spannend, was du schilderst. Wir steigen in den Flieger und blasen hunderte Kilo CO² in die Luft. Zur Gewissensberuhigung trennen wir dann Müll (der trotzdem zu 80% in der Müllverbrennung landet), fahren Fahrrad (aber immer das neueste Modell) oder Bahn (mit Diesel-Loks oder bestem Kohle- und Atomstrom).
 

xandra

Sehr aktives Mitglied
Oder @TCamper , wir nehmen den VW-Bus, der nachweislich gar keinen CO2 Austoß hat, und fahren über Autobahnen , natürlich gänzlich ohne irgendeinen Ausstoß, dann mit der umweltfreundlichen Fähre, die auch komplett ohne Ausstoß auskommt, nach Sardinien und wieder zurück.

Jetzt bin ich auch in den Zeigefingermodus verfallen.;)

Ich finde @Paulina s Vorschläge doch in Ordnung. Du weißt doch überhaupt nicht, was für ein Fahrrad sie hat, sie hat überhaupt nichts über Mülltrennung geschrieben oder über die Nutzung der Bahn.
Meiner Ansicht nach wird gerade gerne auf denjenigen losgegangen, der nicht der eigenen Vorstellung von Klima- und Umweltrettung entspricht oder man ergeht sich in Selbstvorwürfen, streut Asche auf sein Haupt und schämt sich, fliegt aber trotzdem.

Ich finde es vollkommen in Ordnung, wenn jeder, je nach den eigenen persönlichen Umstanden , versucht seinen Beitrag zur Umweltverbesserung zu leisten.
Weiter fände ich es gut, wenn nicht gegeneinander ausgespielt und der schwarze Peter aufgefahren wird.In jedem Bereich, siehe oben Feuerpferd, wird das Klima geschädigt. Also muss auch jeder Bereich auf den Prüfstand und Lösungen gefunden werden, die für alle tragbar sind und das wird mehr als schwierig werden.Denn alle Lösungen müssen bis zum Ende gedacht werden.
Und auch beim E-VW- Bus, sollte es ihn denn geben, kommt der Strom nicht von selbst aus der Steckdose;)
 

TCamper

Sehr aktives Mitglied
Ich habe nicht ohne Grund "wir" geschrieben. Wir (also auch ich) geben gerne mit angeblich umweltfreundlichem Verhalten an und glauben damit unseren enormen Fußabdruck auf der Erde ausgleichen zu können. Eine relevante Reduzierung des von uns erzeugten Schadens würde aber eine ziemlich krasse Änderung unserer Gewohnheiten erfordern. Dazu sind wir allerdings nicht bereit.
 

LA -Lorenz

Sehr aktives Mitglied
tja das Angebot ist halt da, somit wird es von ein jedem genutzt egal ob Flieger, Auto, Fähre .

Man merkt es schon beim einkaufen, wenn man an der Kasse sieht wieviel verpackter Mist gekauft wird, egal ob Fleisch, Wurst, Käse ,Obst oder Getränke, das ist schon pervers, und naja das ANGEBOT ist halt da somit wird es auch gekauft, das ist so da kommt auch fast keiner aus und es ist auch noch billig dazu.
Ich weiß jetzt kommen wieder die, die sagen ich kaufe nur beim Bioladen, oder ich passe auf was ich kaufe, denen kann ich nur sagen macht mal euren Kühlschrank auf oder Euren Schrank mit den Vorräten und Süßigkeiten und schaut mal wieviel verpackten Mist ihr da drinn habt.
Ich finde einfach wir haben zuviele Läden in den Städten das Angebot ist so rießig, allein schon der Gedanke wieviel die Läden egal ob Aldi Norma Lidl oder wie sie heißen Lebensmittel wegwerfen verägert mich .

Ich nehme mich da nicht aus, kaufe auch immer wieder zu viel. O_O
 

TCamper

Sehr aktives Mitglied
Ich finde einfach wir haben zuviele Läden in den Städten das Angebot ist so rießig, allein schon der Gedanke wieviel die Läden egal ob Aldi Norma Lidl oder wie sie heißen Lebensmittel wegwerfen verägert mich .
Es sind nicht unbedingt die großen Supermärkte der Konzerne, die die meisten Lebensmittel wegwerfen. Oft sorgen deren hoher Warenumschlag und eine optimierte Bestelllogistik dafür, dass weniger Produkte vor dem Verkauf verfallen.

Wir Verbraucher sind aber auch nicht ganz unschuldig daran. Wir nehmen von den Äpfeln nur die, die keine Dellen haben und deren Schale nicht runzelig ist. Wir kaufen nicht den Joghurt, dessen Mindesthaltbarkeitsdatum morgen ist, auch wenn wir ihn noch diese Woche essen wollen. Also werden die Sachen, die niemand kauft, weggeworfen.
 

Paulina

Mitglied
@TCamper tut mir leid, angeben (womit denn auch) wollte ich ganz sicher nicht und mein Fahrrad ist alles andere als neu. Aber vielleicht lebst du ja rundherum CO2-frei oder plastikfrei oder sonstwie frei. Ich bin das letzte Mal vor 9 Jahren geflogen und bin in den letzten Jahren auch einfach mal zu Hause geblieben. Ich glaube nicht, dass einer von uns perfekte Lösungen anbieten kann, ich jedenfalls habe keine und oft genug ein schlechtes Gewissen. Dazu brauche ich nicht noch deine nette Ansage. Auf den Urlaub freue ich mich trotzdem! Nichts für ungut.
 

TCamper

Sehr aktives Mitglied
Sag mal, hab ich dich irgendwo kritisiert? Ich habe das genaue Gegenteil getan. Was soll also diese Spekulation darüber, wie CO² frei ich lebe? Ich finde das ziemlich übergriffig.
 

Maren

Sehr aktives Mitglied
In den Achtzigern passierte Tschernobyl, aber mit umweltschädigendem Verkehr wurden die Umweltthemen der Zeit nicht in Verbindung gebracht, soweit ich mich erinnere.

Autofahren aber schon. Nur nicht fliegen, denn wer konnte sich das schon leisten. Ein Retour-Flug nach Sardinien gab es in meiner Erinnerung bis gegen Ende der 1990er-Jahre nicht unter 800.00. Heute ab 30.00 - oder noch weniger.

Letztlich ist es in meinen Augen jedoch die Mischung, die es ausmacht, bzw: der Verkehr ist wirklich nur eine Komponente unter vielen. Diesen Footprintrechner finde ich recht interessant:
https://www.wwf.ch/de/nachhaltig-leben/footprintrechner

Oh, ich sehe gerade: für Deutschland war das Datum dieses Jahr am 3. Mai (https://www.solarify.eu/2019/05/03/664-03-05-2019-ab-heute-leben-wir-auf-pump/), Schweiz 7. Mai

LG, Maren
 
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Kary

Sehr aktives Mitglied
das Thema CO2 ist vielschichtiger...
Ja, da spielen auch die riesigen Waldbrände in Sibirien eine große Rolle:
https://www.spiegel.de/wissenschaft...brennen-so-heftig-wie-noch-nie-a-1279048.html
https://www.welt.de/vermischtes/art...n-Waldbraende-koennten-Weltklima-schaden.html

Das Engagement jedes Einzelnen zur CO2-Reduzierung ist ganz sicher wichtig und richtig, gar keine Frage.
Aber warum ist es nicht möglich, solche immensen CO2-Emissionen durch Waldbrände zu stoppen? Warum werden dafür nicht alle politischen Hebel in Bewegung gesetzt, wenn es doch um die Auswirkungen auf das Weltklima geht, was nicht mehr interne Angelegenheit eines einzelnen Staates, in dem die Wälder brennen, ist?
Wenn ich das lese, fühle ich mich hilflos und ohnmächtig...
 

sardegnaorange

Sehr aktives Mitglied
es ist aber alles zusammen: wir haben von unserem patenkind fotos bekommen aus sri lanka - traumstände übersät mit plastikmüll.... einfach gruselig - dazwischen exotische tiere.

was wir gerade umstellen, weil es uns schon lange nervt: weitgehend auf plastik beim einkaufen verzichten (dazu gehört auch, nicht viel online bestellen). bisher ist es schon viel weniger geworden bzgl. der umverpackungen (1x im quartal gelbe tonne) - ein schritt weiter: ich werde morgen alle möglichen tüten, vorratsbehälter, gläser und flaschen einpacken und bei einem "lose"-laden einkaufen - bin sehr gespannt, kann mir auch vorstellen, dass ich dort stammkundin werde (mal sehen, wie es preislich aussieht)

gibt es eigentlich irgendwo schon einen rechner für den persönlichen ökologischen fußabdruck?

übrigens finde ich es eine schande, dass normalbürgern inzwischen in einigen gebieten (z.b. in sachsen-anhalt) verboten wird, ihre gärten zu wässern (finde ich gut für rasen und zierppflanzen). aber leute, die sich aus dem garten selber versorgen, obstbäume und sträucher haben etc. das ist total daneben. verglichen mit der landwirtschaft ist der wasserverbrauch ja viel niedriger, zumal oft noch aus regentonnen gewässert wird (aber wenn es nicht regnet.....)

wir hier in leipzig unter freunden sagen in letzter zeit ganz oft: .... als es noch geregnet hat.

ich persönlich denke nicht, dass sich das alles nochmal drehen kann - leider.

Wenn ich das lese, fühle ich mich hilflos und ohnmächtig...

das geht mir genauso!
 

Paulina

Mitglied
@sardegnaorange hallo, wie war dein Einkauf im unverpacktladen? in unserer Kleinstadt gibt es so etwas leider nicht. Schon die suche nach haarseife hat hier ewig gedauert, bin dann aber doch fündig geworden. Einen schönen abend, LG andrea
 

sardegnaorange

Sehr aktives Mitglied
@Paulina - tja, es war sehr neu: man bringt alle möglichen behältnisse mit (tupperware, gläser, flaschen, papiertüten, eierbehälter) - diese wiegt man dann am eingang und klebt ein etikett drauf. und dann gings los mit dem befüllen. natürlich war das ungewohnt, aber es hat auch spaß gemacht. nun haben wir butter im glas, eine große kiste mit nuss-trockenfrüchten-mix fürs müsli, essig, waschmittel, hülsenfrüchte, gewürze - überrascht hat mich die relative bandbreite im laden, bis auf käse/wurst/fleisch, gebackenes brot/brötchen und obst und gemüse (da gab es nur ein kleines eckchen) kriegt man eigentlich alles für den täglichen bedarf.

außerdem ist es günstiger als im biomarkt, aber trotzdem bio, nur sind viele der lieferanten nicht biozertifiziert, weil es zu teuer ist (und sie die produkte dann auch entsprechend teurer machen müssten).

mich hat der einkauf sehr inspiriert und ich habe mich verabschiedet mit: ich komme jetzt öfter! und mein man wollte gleich investieren in den laden ;)

lg anke
 

Paulina

Mitglied
@sardegnaorange das klingt ziemlich gut :). Obst und Gemüse bekommt man ja auch ziemlich gut auf den Wochenmärkten, bei uns auch Brot, Fleisch, Wurst und Käse - dort kann man (zumindest hier) auch seine eigenen Behältnisse mitbringen, das nutzen leider noch nicht die allermeisten Besucher. Wenn man mal offenen Auges durch Drogerien geht - zig verschiedene Shampoos und Duschgels und Cremes etc. für jeden Typ, Haarfarbe, Alter, Geschlecht - das ist doch echt nicht nötig. Die Hersteller haben uns da schon ganz gut erzogen :rolleyes:. Wir selbst sind zumindest auf Seife (Körper und Haare) umgestiegen und das geht gut. Was bleibt ist halt Zahnpasta, Sonnencreme oder allgemein Creme und noch einiges mehr. Da ist so ein Unverpackt-Laden echt toll. Vielleicht bekommen wir hier ja auch noch irgendwann einen.
LG Andrea
 
In diesem Jahr war ich erstaunt, dass es in unserem kleinen Hotel bei Orosei (Villa Fuile è Mare) kein Plastik mehr gab. Auch keine Getränkeflaschen aus Plastik waren im Hotel erlaubt, keine in Plastik verpackte Lebensmittel! Die Zutaten für die Speisen wurden schon seit vielen Jahren immer frisch besorgt - ob das immer ökologisch ist weiß ich nicht, aber es schmeckt.
Aber die Familie Ranata Spanu ist eben schon seit jeher sehr auf Nachhaltigkeit und dem Schutz von Natur und Kultur eingestellt, was sie mir auch sehr sympathisch macht.
 

Sabina

Sehr aktives Mitglied
Ich habe kürzlich bei einem Gespräch aufgeschnappt, dass die weltweite Baubranche 5 x mehr CO2-Ausstoß verursachen würde, als die Fliegerei. Konnte nicht fragen, woher die Info kommt und habe es auch nicht nachgeprüft.

seit einiger Zeit auch durch den extremen Sandabbau mit Riesenbaggern, der dann auch über weite Strecken transportiert wird
 

TCamper

Sehr aktives Mitglied
Ich habe kürzlich bei einem Gespräch aufgeschnappt, dass die weltweite Baubranche 5 x mehr CO2-Ausstoß verursachen würde, als die Fliegerei. Konnte nicht fragen, woher die Info kommt und habe es auch nicht nachgeprüft.
Das kann gut sein. Entscheidender als die relative Menge ist für mich aber der Zweck. Der Bau von Wohn- und Geschäftshäusern sowie von Infrastruktur ist nun einmal notwendig. Fliegen ist es in vielen Fällen nicht (genauso wie Autofahren).

Zur Verdeutlichung: Auf Sardinien wird vermutlich deutlich mehr Trinkwasser zum Trinken genutzt als für die Füllung von Pools und das Sprengen von Rasenflächen. Das heißt jetzt aber nicht, dass man ruhig vor jeder kleinen Hütte ein Schwimmbecken ausheben kann, weil das den Braten eh nicht fett macht.
 

Sabina

Sehr aktives Mitglied
Das kann gut sein. Entscheidender als die relative Menge ist für mich aber der Zweck. Der Bau von Wohn- und Geschäftshäusern sowie von Infrastruktur ist nun einmal notwendig. Fliegen ist es in vielen Fällen nicht (genauso wie Autofahren).

Gut, aber wie kommen wir dann nach Sardinien? ohne Flug und ohne Auto, bleibt der Zug, okay, könnte man, und dann? mit dem Pferd.. finde ich ja gut, aber dann bin ich wirklich lange unterwegs.. wie zu Goethes Zeiten :)
 
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