Das beruhigt mich ganz und gar nicht. Das ist ein Albtraum. Da ich eine Enkelin habe, die mit Allergien behaftet ist, die zum Atemschock führen, gehe ich auf keine Fähre mit ihr, denn die lange Zeit der Überfahrt birgt doch mehr Gefahren, dass sie was "Falsches" isst und dann in eine ganz akute Gefahr gerät. Mit dem Flugzeug ist die Zeit überschaubar und nicht ganz so stressig.
Dies ist übrigens auch der Grund, weshalb ich keine entlegenen Strände auf Sardinien mit den Kindern aufsuche. Egal, ob die Hauptstrände voller und vielleicht nicht immer ganz so schön sind wie die abgelegenen Buchten, aber mir ist es wichtig, dass die Ambulanza in kürzester Zeit da sein kann. Die Ambulanza auf Sardinien ist in kurzer Zeit da, dass habe ich schon selber erfahren, aber trotzdem, mit Kindern möchte ich die größtmögliche Sicherheit haben. Am besten ein gut zugänglicher, bewachter Strand.
Was ich endlich nächstes Wochenende noch vor meiner nächsten Reise mit Kindern nach Sardinien mache, ist ein Erste Hilfe Kurs. Schon lange raus geschoben, jetzt endlich angemeldet.
 
Hey Georgie,

ich will dir keine Angst machen, aber: Ein Hubschrauber fliegt meines Wissens nach mit 200-300 km/h. Von Sardinien nach Italien sind es 200km, auch auf anderen Strecken als Civitavecchia-Olbia gibt es nahe-/nähergelegene Landmasse. Er sollte also auch im schlechtesten Fall in einer halben Stunde da sein. Zudem gibt es auf jedem Schiff einen Arzt, der die Erstversorgung übernehmen kann. Dann geht es direkt ins Krankenhaus.

Der Flieger braucht einen geeigneten Platz für eine Sicherheitslandung und kann dann auch nicht von jetzt auf gleich runter, sondern muss vorgegebene Neigungswinkel einhalten. Ebenfalls im schlechtesten Fall ist er über 10km hoch in der Luft und der nächste geeignete Flughafen auch auf einem Sardinienflug 100-150km entfernt. Der Sinkflug muss natürlich nicht so lange dauern wie im Regelfall, wo man die Reiseflughöhe ja gerne einmal schon 45 Minuten früher verlässt. Aber unter 20 Minuten bis zur Landung werden sie es nicht hinbekommen, wenn sie nicht gleich noch ein paar andere Leute ins Krankenhaus verfrachten möchten danach. Nach der Landung wird der Flieger von der Feuerwehr in Empfang genommen, die Retter holen sich den Patienten und transportieren ihn dann in die nächste geeignete Klinik, die sich keinesfalls immer direkt am/im Flughafen befindet. Heißt also wiederum RTW oder Heli. Dabei steht bis zur Landung kein Arzt zur Verfügung - bzw. auch im glücklichen Fall keiner, der seine eigene "Praxis" an Bord hat. Während der eigentlichen Landung kann überhaupt keine Betreuung stattfinden ...

Ich bezeifle daher ernsthaft, dass du bei einem Notfall im Flieger schneller ins Krankenhaus kommst als vom Schiff. Die Moby Tommy hat gestern übrigens kehrt gemacht und ist mit Vollgas wieder Richtung Italien gefahren, um die Entfernung zum Heli weiter zu verkürzen.
 
@qwpoeriu
Ich habe lediglich gesagt, dass ich aufgrund der kurzen Flugzeit von ca. 1 1/2 h davon ausgehe, dass die Möglichkeit von medizinischen Notfällen geringer ist als in 12 Stunden auf der Fähre, nur die Reisezeit betrachtet.
Dass die Seenotrettung gut funktioniert, ist eine sehr gute Nachricht.
 
Dann habe ich dich falsch verstanden, dem ist natürlich nichts zu entgegnen, außer vielleicht: Möge niemand hier von den Optionen Gebrauch machen müssen ...
 
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