Als Kind einer Spargelanbau-Hochburg des hessischen Rieds habe ich früher noch selbst Spargel auf dem eigenen Acker gestochen, bis dieser einer Mülldeponie weichen musste. Und ja, Su Corvo, das ist eine sehr schwere Arbeit. Man genießt aber jedes noch so dürre Stängelchen weitaus mehr, wenn man es selbst aus der Erde frei gekratzt und ordentlich abgestochen hat. Und auch der grüne Spargel wird hier immer mehr angeboten und hat sich als Alternative zum weißen Gold durchsetzen können.
Bald ist es wieder soweit, ich warte allerdings immer die Folienphase ab und kaufe erst danach den guten "Echten", der auch die Sonne gesehen hat. Dann gibts allerdings fast täglich Spargel, in allen Varianten: als Gemüse, Stangenspargel, Spargelsalat, kalt mariniert, in Risotto, auf Quiche, überbackenen Spargel, gebratenen Spargel....hmmmm, was freu ich mich drauf! Irgendwann kommen dann die Erdbeeren noch mit ins Spiel....
Mein Favorit ist allerdings der Klassiker: Stangenspargel, neue Kartöffelchen, Schinken (gekocht und roh) und dazu entweder zerlassene Butter oder Sauce Hollandaise.
Das geht dann so bis zum Johannistag, so kenn ich das von früher. Getreu dem Motto "das wächst jetzt und das haben wir nun in Hülle und Fülle, also gibt´s das jetzt auch".
Wilden, sardischen Spargel habe ich leider noch nicht probiert und das wird wohl auch dieses Jahr nichts werden, weil Saison rum wenn wir da.