An alle arbeitenden Deutschen auf Sardinien

Sposa

Neues Mitglied
Hallo,

da wir Mitte nächsten Jahres planen, nach Sardinien auszuwandern, wollte ich mal wissen, wie man als Deutsche auf Sardinien seinen Lebensunterhalt verdienen könnte. Was macht ihr so und seid ihr zufrieden mit Eurem Job? Ist es schwer, auf Sardinien einen Job als Deutsche/r zu bekommen? Vielen Dank schon mal für Eure Informationen.

LG
Sposa
 
Hallo sposa,

bist du zufällig mit einem Sarden sposata? Dann hättet ihr ja vielleicht connections, die man/frau nutzen könnte...

so pauschal ist deine Frage, ob es schwer ist als Deutsche/r einen Job zu bekommen, nicht zu beantworten. Kommt drauf an was du drauf hast... ob das gefragt ist hier oder überhaupt nicht passt... und auch wenn es gefragt ist, sei dir bewusst, dass vielleicht schon 10000 arbeitslose SardInnen Schlange stehen für genau diesen Job :D Die vielleicht auch studiert haben, die vielleicht auch gut sind in ihrem Bereich.

wo Sarden ne Schlagseite haben normalerweise ist Sprachen, wenn du also ein paar Fremdsprachen und natürlich Italiano sprichst, dann könntest du mit etwas Engagement im Tourismus einen Job finden. Freilich setz nicht unbedingt deutsche Erwartungen an im Bezug auf Bezahlungsniveau und erwarte nicht, dass irgend ne Gewerkschaft gleich loskreischt, wenn du mal ne Stunde pro Tag mehr arbeitest als vielleicht vereinbart.... freu dich halt einfach, dass du nen Job hast auf einer Insel, auf der eine Menge Leute arbeitslos sind. Und hier gibts kein Hartz 4 und so Hübschigkeiten wie in Deutschland... die Leute hier bekommen nix an Arbeitslosenunterstützung nach einer gewissen Zeit. Es sei denn sie haben ne Menge Kinder, dann springt vielleicht die Caritas ein.

ok, das sollte jetzt bewusst hart klingen und ist es auch. Irgendwie.

Will nicht entmutigen. Aber desillusionieren. Denn Illusionen taugen nix zum Leben.

Kannst vielleicht was selbständig machen. Aber musst halt gucken wo was läuft.... Selbsterfahrungskurse und Meditation laufen vielleicht nicht so gut aufm platten Land, vielleicht aber in Cagliari...

Alles Gute in jedem Falle!
 
Ich könnte jetzt auch was dazu sagen...Ich habe 14 Jahre in Sardinien gelebt und jetzt wieder seit letzten Oktober,.

Aber Corona niedda hat alles genau auf den Punkt gebracht ...da gibt es nichts was man zufügen könnte .

Höchstens du hast eine super Idee oder Rücklagen am besten eine deutsche Rente ;)
Auch Verkäufe über das Internet .....kenne Leute die davon leben . Ist ja aber nicht jedermanns Sache :)
Am wem das liegt warum nicht ?

viele Grüße
 
Hallo Sposa,
bin jetzt seit 6 Jahren hier aber so einfach ist es nicht, obwohl ich eigentlich immer genügend Arbeit
habe, ich bin in der glücklichen Lage das ich handwerklich so gut wie alles kann, habe genügend Maschinen
vom Bagger bis zu sonstigem Baugerät das macht es etwas einfacher und mittlerweilen bekomme ich auch
vermehrt Arbeiten von Sarden das liegt aber daran das man vom "Patrone" der Zone akzeptiert werden muss
und das dauert ein wenig, also ordentlich Geld mitbringen mindestens für 2 Jahre, den Rest hat Corona schon
ausgezeichnet beschrieben.

Solltest vielleicht ein wenig mehr Infos in deine Anfrage schreiben dann kann man auch genauer darauf antworten.

Viel Glück
Reiner
 
Die sicherste Art, nach Sardinien auszuwandern, ist von Deinen Einkünften zu leben, die Du außerhalb Sardiniens erwirtschaftest.
Ein ordentliches Immobilienvermögen in Deutschland, vielleicht ein paar Mietshäuser in München oder Frankfurt, dazu noch etwa zwei deutsche Lehrerpensionen und das Leben auf Sardinien kann sehr angenehm sein.

Ach ja, eine vernünftige Krankenversicherung, die private Behandlung im Ausland einschließt, ist auch nicht verkehrt.
Zu glauben, das finanzielle Einkommensniveau, was Du in Deutschland gewohnt bist, auf Sardinien zu halten, wird bis auf ganz wenige Berufe sehr schwer werden.
 
Danke für die Antworten, aber ich fragte danach, welche Jobs ihr habt und ob ihr damit zufrieden seid. Leider habe ich hierzu nur eine konkrete Antwort bekommen. Ich frag mich grad, ob ich in diesem Forum richtig bin? LG, Sposa
 
Hallo Sposa,

wenn ich mir dein letztes Posting so betrachte........

Sorry, ich glaube tatsächlich, das du hier nicht richtig bist !

MfG

Kerli
 
Ciao @Sposa ,

Ich frag mich grad, ob ich in diesem Forum richtig bin? LG, Sposa

Tja, das kann ich dir jetzt auch nicht beantworten. Dazu hättest du uns vielleicht ein paar mehr Infos über deine Beweggründe, auf Sardinien arbeiten zu wollen und über deine beruflichen Fähigkeiten/Tendenzen und Italienischkenntnisse geben müssen.

Der Sinn eines Forums besteht m. E. aus Geben und Nehmen. Nur mal so pauschal ein paar Infos abgreifen, finde ich ... na ja ...

Konkret hier mal meine Erfahrung: Ich habe bereits auf Sardinien gearbeitet, Hotelrezeption: Kein 8-Stunden-Tag, keine Überstundenleistung, keine freien Tage in der Hochsaison (Juli/August), dazu noch wesentlich schlechter bezahlt als in Deutschland. Und einen solchen Job muss man auch erst mal finden. Qualifikation? Sprachkenntnisse? Teamfähigkeit als Deutsche unter Italienern ...
 
Sposa,

wer nach Sardinien auswandern will, braucht mehr als eine Aufzählung von Jobs, sondern sollte sich gründlich mit der sozialen Realität auf der Insel beschäftigen. Und dazu gehören nicht nur die Sonnenseiten, sondern auch und vor allem die Arbeitsmarktsituation. Nur mal eine Zahl: 56 % aller jungen Leute zwischen 16 u. 25 J. sind ohne Arbeit. Wenn ihr keine Kompetenzen mitbringt, die hier gebraucht werden, wird es schwierig werden.
 
Hallo Sposa,
es ist auch zu beachten, dass Studienabschlüsse /Diplome/Berufsabschlüsse europaweit nicht harmonisiert sind und u.U. nicht anerkannt werden. Wenn man aus einem Land wie Deutschland kommt, könnte man meinen, wir sind die besten und unsere Abschlüsse würden selbstverständlich in Italien anerkannt. Dem ist aber nicht so. Da du keine näheren Angaben gemacht hast, auf welche Jobs deine Suche zielt, empfehle ich dir, dich ggfs.mit der Anerkennung von Studien- und Berufsabschlüssen zu befassen.
 
Danke für die Antworten, aber ich fragte danach, welche Jobs ihr habt und ob ihr damit zufrieden seid. Leider habe ich hierzu nur eine konkrete Antwort bekommen. Ich frag mich grad, ob ich in diesem Forum richtig bin? LG, Sposa

Denke auf der Insel sowie hier im Forum falsch... letzteres ist oftmals aber nicht so schwer ;).. wobei hier wirklich viele kompetente Antworten gegeben haben und wirklich sehr sewhr hilfreich sind... was schonmal net sooo falsch sein kann
 
(1)Was macht ihr so und seid ihr zufrieden mit Eurem Job? (2)Ist es schwer, auf Sardinien einen Job als Deutsche/r zu bekommen?
(1)In Deutschland arbeiten gehen, da es hier keine so gutbezahlten Jobs für Deutsche gibt und ich bin nicht zufrieden, werde dafür aber besser bezahlt als in Italien.
(2) Ja !

Desweiteren ist dieses Thema schon XXL mal ausgiebig abgehandelt worden und lässt sich leicht über die Suchfunktion erlesen. Unterforum Leben und Arbeiten, also genau da wo du passend deinen Post gesetzt hast. Viel Spaß beim stöbern und viel Erfolg nächstes Jahr.
 
Ich lebe seit 11 Jahren in Magomadas dem Westen der Insel, aber vom Polster, dass ich aus Deutschland mitgebracht habe.

Ich bin jetzt 54, da kannst du dir vorstellen, dass ich trotz Polster noch arbeiten wollte mit 45 Jahren.

Ich bin Zahntechnikerin, wenn du Glück hast, findest du Arbeit, aber keine wo man dich auch versichern will!

Ich hätte auch im Supermarkt gearbeitet, es eröffnete grade der Super Pan in Bosa.
Die suchten alle Arbeitskräfte bis 30 Jahre

Hier gibt es Zuschüsse, wenn du junge Leute beschäftigst,
Der Arbeitgeber muss die Lohnnebenkosten nicht bezahlen, für 2 Jahre, aber ist hinterher, nicht verpflichtet, wie in Deutschland,
den Arbeitnehmer, für eine gewisse Zeit, weiter zu beschäftigen.

Ich spreche Deutsch,Italienisch und Englisch.

Ich muss CiaoCiao Sardegna recht geben.
Du möchtest von uns Informationen, gibst aber keine von dir, deshalb hatte ich anfangs auch nichts geschrieben.

Tanti saluti
Bea2
 
Liebe Sposa,

wie Du an der Zahl der Beiträge auf deinen Post erkennen kannst, haben wir die Hoffnung noch nicht aufgegeben, Dich als Neuposter nicht weiter eingeschnappt an diesem Forum mit netten und in der Regel auch auskunftsfreudigen Menschen verzweifeln zu lassen.

Nehme es aber bitte hin, dass eine pauschale Antwort à la "Werde Surflehrer in Porto Pollo" Deine Fragen nicht beantwortet. Letztlich wissen wir weder, was Du beruflich derzeit machst, künftig machen willst, für welche Arbeitszeit planst, auf welche Art Du Deinen Lebensunterhalt verdienen willst, was wir unter "Wir" verstehen sollen (Du plus Hund oder Du plus 6-köpfige Familie), wo Du auf Sardinien zu arbeiten gedenkst und vor allem, was Du an individuellen Voraussetzungen mitbringst.

Es sollte Dir aber klar geworden sein, dass Du nach den bisherigen Antworten auf Deine Frage auch keine pauschalen Folgerungen ziehen solltest. Wenn Du uns etwas mehr über Deine Voraussetzungen und Beweggründe für die Auswanderung verraten willst, wird die Qualität der Antworten sicherlich differenzierter ausfallen können.

Was Dir aber in Summe mitgeteilt wurde, ist, dass auf Sardinien leben zu wollen und dafür einen nach deutschen Maßstäben "vernünftigen" Job suchen zu müssen, deutlich schwieriger ist, als die Insel durch die Urlauberbrille zu betrachten. Das können Dir die meisten Member des Forums jedenfalls aus eigener Erfahrung mitgeben. Ist doch auch schon mal etwas, oder?
 
jo... alle schreiben sich die Finger wund und der Fragesteller wusste nach dem zweitem Post nicht mehr so recht ober er hier überhaupt richtig ist.

dennoch Klasse Beiträge und ich denke das hier so manch stiller Mitleser dafür auf seine Kosten kommt. Generell dürfte auch jedem klar sein das Süditalien nicht gerade auf planlose Zuwanderer wartet die noch mehr Arbeit nachfragen von der ohnehin kaum genügend vorhanden ist.

Vielleicht könnte man auch etwas die Frage zulassen was man selber der Insel bringen kann... braucht mich die Insel überhaupt? Einfach mal so auswandern weil man in Deutschland nicht mehr zurecht kommt oder unzufriedn ist, wird sicher auf Dauer kein Erfolg haben.
 
@canadou , bin ganz deiner Meinung! Denn auf Sardinien (oder in sonst einem Urlaubsparadies) Urlaub machen ist etwas ganz anderes als dort arbeiten und seinen Lebensunterhalt verdienen zu müssen. Ich denke, das ist vielen Auswanderungswilligen hier und auch auf anderen Inseln dieser Welt nicht klar.

Wenn man als Mitteleuropäer, die wir Deutschen ja sind, bei 40° C und ohne Klimaanlage schon mal 12 Stunden an einer Hotelrezeption gearbeitet hat und das in der Hochsaison Juli/August ohne einen einzigen freien Tag in der Woche, der weiß, wie es ist, wenn man nach dem Job nur noch in sein Bett will ... Da kann das Meer noch so türkis und der Himmel noch so blau sein, man kann es in der Hochsaison natürlich nicht genießen, im Paradies zu arbeiten, weil's einfach nur der pure Stress ist ... und dazu noch schlecht bezahlt!

Aber es ist wie mit allem: Jeder Mensch muss seine eigenen Erfahrungen machen und erst daraus ist er dann (vielleicht) bereit, etwas zu lernen. [Hört sich jetzt an wie O-Ton meiner Oma, aber es ist leider so.]
 
Blöde Frage - aber sie drängt sich mir einfach auf, und es soll bitte nicht grosskotzig oder sonstwie falsch ankommen, ist wirklich einfach Neugierde: gibt es echt noch Hotels ohne Klimaanlage, die im Juli und August auch gebucht werden? Ich weiss, dass die Klimaanlagen energiemässig eine grosse Belastung sind, und in einem Privatquartier kann ich es mir durchaus vorstellen, ohne auszukommen, aber in Hotels??
 
@ Barabara, du hast genau recht!

Wir die hier leben, sind nicht im Urlaub, hier.
Das ist wirklich etwas ganz anderes.
Ich kenne hier keinen, der wie in Deutschland 5 Wochen Urlaub macht,
Außer du bist Lehrer.

Bea2
 
bei 40° C und ohne Klimaanlage schon mal 12 Stunden an einer Hotelrezeption gearbeitet hat und das in der Hochsaison Juli/August ohne einen einzigen freien Tag in der Woche

... und dann hast du, wenn überhaupt mit Glück, durch entsprechende Kontakte und wie bei allem vorausgesetzt gute Italienisch Kenntnisse , auch nur einen Sommerjob für vielleicht 2-3 Monate (und selbst dafür ist es dann zu spät, wenn ihr das erst für Mitte des nächsten Jahrs plant)

.... und die eigentliche Herausforderung ist auch der Winter. Am besten hat man vorher schon mal längere Zeit Sardinien in dieser Jahreszeit erlebt. Da ist es zu empfehlen z.B. hier den Abschnitt "der Winter als Testballon für Auswanderwillige" zu lesen, geschrieben von pecora nera aus langjähriger persönlicher Erfahrung vor Ort.

http://pecora-nera.eu/sardinien-im-winter-zeit-fuer-perlentaucher/

Sposa, deine Frage lautete ebenfalls "Ist es schwer einen Job als Deutsche zu bekommen?" Und auch dazu hast du sehr viele hilfreiche und aussagekräftige Antworten bekommen. Also ist das alles absolut überhaupt nicht am Thema, an deiner Frage vorbei. Und ich finde deine Reaktion schon unfair denjenigen gegenüber, die sich bemühen, dir zu helfen. Denn du musst zugeben, allein diese Fragestellung impliziert doch, dass du dich mit Sardinien noch nicht wirklich tiefergehend beschäftigt hast, also dir diese Antworten durchaus nützlich sein könnten....Wie schon gesagt, Geben und Nehmen. Ein Forum funktioniert nur gut im Dialog, genauso wie eventuelle Missverständnisse sich nur im Dialog klären lassen. Und eine gewisse Eigendynamik ist dabei normal. Wir sind gespannt, was du dazu und generell zu sagen hast. .....
 
Zuletzt geändert:
Das ist so aber nicht ganz richtig Bea, als ich hier Vollzeit gearbeitet habe hatte ich
genauso meine 6 Wochen Urlaub wie in Deutschland und auch Saisonarbeiter haben
ihren Urlaub er wird nur meist hinten angehängt.
Wenn man eh nur 3 Monate arbeitet braucht man in der Zeit doch auch keinen Urlaub oder?
 
Hihi, ich musste jetzt beim lesen doch schmunzeln. Nein, ich spiele nicht mit dem Gedanken auszuwandern. Aber die Erfahrungen zu lesen, ist doch interessant. Und mich würde wirklich interessieren, wie ihr euren Lebensunterhalt auf der Insel finanziert. Tatsächlich habe ich bisher drn meisten unterstellt, von ihren Ersparnissen/ Rente etc. zu leben. Ich kann mir vorstellen, das es nicht einfach ist, sich seinen Lebensunterhalt durch arbeiten auf der Insel zu finanzieren. Ausnahme: man macht sein eigenes B&B mit Angeboten, abgestimmt auf bestimmte Zielgruppen. Und da hat man mit Sicherheit mit der italienischen resp. sardischen Bürokratie zu kämpfen?
 
@ Chrisfel,
Es ist nicht so sehr die Ital. Bürokratie, mit der man zu kämpfen hat. Die deutsche kann auch ganz schön nerven.
Nein, es ist meiner Meinung nach (und von sardischen Freunden oft vorsichtig geäussert,) der Gedanke der Bevölkerung: Lieber Himmel, schon wieder einer, der uns Arbeit wegnehmen will. Und auch noch ausgerechnet aus Deutschland, das so viel reicher ist als wir es sind. Ich kann es ihnen nicht verübeln, wenn sie versuchen sich die Konkurrenz vom Leib zu halten.
 
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