Rückfahrt mit Grimaldi gratis!
Sind die Mächtigen einmal unter sich, können sie mittels Preisabsprache und Aufteilung des Marktes die Preise diktieren.

Gerade deswegen finde ich die Initiative von Grimaldi gut. Der blaue Wal hat sich schon Linea dei Golfi u. die Tirrenia einverleibt u. damit ein Quasimonopol geschaffen. Momentan müsste ich bei Moby das dreifache wie 2009 bezahlen u. es gibt momentan noch keine Tendenz nach unten.
Bei SF sind die Preise schon etwas gesunken.
 
Sehe dies genau so wie Susanne.
Was sollen mich die heutigen Fährpreise aufregen, die waren vor bald dreissig Jahren etwa gleich hoch. Dazwischen waren halt ein paar Jahre mit extremen Dumpingpreisen. Wir haben diese auch genossen, zB 1 Euro für das Auto ecc
Sicher vergleichbar mit den heutigen Flugpreisen, da wird halt jetzt gestrichen statt fusioniert und nicht nur bei Ryanair.
Verena
 
Es gab schon immer nur große Fährgesellschaften auf den Strecken nach u. von Sardinien: Tirrenia, Sardinia Ferries, Moby, GNV u. jetzt eben auch Grimaldi (zu der früher auch GNV gehörte). Das ist ein Quasi-Kartell. Kleine Fährgesellschaften bedienten nie Sardinien, also können sie auch nicht verdrängt worden sein. Der Zweck eines Kartells ist es, die Preise auf Absprache künstlich hoch zu halten, das ist das Gegenteil von Dumping-Preisen. Wir haben in den 1980er Jahren bei dem Staatsmonopolisten Tirrenia (andere Fähren nach Sardinien gab es da noch nicht, außer der kleinen FS-Eisenbahnfähre) um 500 DM h/z für 3 Pers. u. Auto bezahlt, also deutlich preiswerter im Schnitt als heute, obwohl es keine Konkurrenz gab.

Günther
 
Zuletzt geändert:
1998 war ich das erste Mal mit dem Motorrad auf Sardinien
Die Fährgesellschaft war TRIS Traghetti Isola Sarde
1 Person 1 Motorad Ponte hin und zurück --> 68000 ITL das waren ca, 60DM
Das war noch richtig günstig
 
Da gehe ich mit dir Günther, wenigstens zum Teil, einig. Aber Vergleiche mit Ereignissen die bereits 36 Jahre zurückliegen sind nicht realistisch. Es scheint also so, dass es ein Verdrängungskampf unter den Giganten ist. Wenn die Spiesse aller gleich lang sind, ist mir das Recht, das nennt man dann wohl Marktwirtschaft. Aber kann man, wenn jetzt bereits Preisabsprachen und Kartell ähnliche Zustände herrschen noch von Wettbewerb sprechen? Dies belebt also nicht die Konkurrenz sondern fördert meines Erachtens lediglich die Monopolisten.
Susanne
 
Wir haben in den 1980er Jahren bei dem Staatsmonopolisten Tirrenia (andere Fähren nach Sardinien gab es da noch nicht, außer der kleinen FS-Eisenbahnfähre) um 500 DM h/z für 3 Pers. u. Auto bezahlt, also deutlich preiswerter im Schnitt als heute, obwohl es keine Konkurrenz gab.

Günther

500 DM in den 1980ern wären heute wieviele €€€€ ? Kaufkraft natürlich, nicht die simple Umrechnung mit 1,95583 (oder so ähnlich).
Oder noch besser: wieviele Stunden muß/te ein Durchschnittsverdiener heute/damals
arbeiten, um die Passage zu bezahlen ?
 
@Tobit

Wenn es jetzt seit Januar 2016 einen zusätzlichen Anbieter gibt, hier Gimaldi Lines auf der Strecke Livorno Olbia,
den es vorher nicht gab, ist die Konkurrenz, der Wettbewerb schon größer als vorher ohne diesen…..
 
@mare

Fragt sich nur wie lange die Konkurrenz so bestehen bleibt. Der Kampf der Giganten um Marktanteile geht ganz bestimmt weiter. Es wäre naiv zu glauben dies koste keine Opfer.

Günther
Du sagst, du hättest in den 1980er Jahren 500 DM für die Passage von 3 P und einem Auto bezahlt, also deutlich preiswerter als heute im Schnitt.
Ich habe heute die Überfahrt hin und zurück von Genua nach Olbia im März, 2 Personen, drei Hunde, einen Camper und mit Tierkabine, Nachtfähre, für 470.--, EUR gebucht. Was ist denn jetzt deiner Meinung nach preiswerter? Egal ;) juhui es geht wieder nach Sardinien!!!!!

Susanne
 
Subjektiv betrachtet wird alles teurer, objectiv mal aufs Detail gesehen, hat sich nicht viel verändert. Zwischen 1980 und 1990 kostete eine Fahrt Genova-Porto Torres für 2 Erw. 2 Ki und Auto und Kabine , hin und zurück bis zu 1000 D Mark. Konkurenz war nur die Linie Canguro. Oder eben halt ab Civitavecchia die Ferrovie della Stato, auch wegen des Preises, vor allem aber wegen der Menge der Überfahrten, mehrmals täglich. Die Vergleiche hinken dahingehend das man nicht 1:1 vergleichen kann. Bzw. man zum Vergleich nicht alle Daten parat hat. Im Vorjahr war es vlt ein WE und in diesem Jahr in der Woche , dafür aber eine Suite. Für 2016 , Juli/August bin ich mit 491 € dabei. Dafür quäle ich mich nicht mehr jeden Abend, von Januar bis Juni um dann vlt für 475€ rüber zu kommen.
 
sehe ich ganz genau so. und außerdem: ich habe seit schon immer eine vorliebe für die gelben. moby das erste mal war zum abgewöhnen. und inzwischen hängt man ja auch an gewissen ritualen. nach Civitavecchia haben wir auch nur einmal gemacht - zuviel stress für ein paar euro gespart.

mal davon abgesehen: die flüge (die für meinen standort in frage kommen) sind dieses jahr schon sehr heftig. ich hoffe ja trotzdem immer noch entgegen der prophezeiung von @sevenup , dass es im september bei uns nicht exorbitant voll sein wird. wir werden sehen.

lg anke
 
In den 80 ern gab es die Ferovie della Stato , Tirrenia und Linee Canguro. Die Ferrovie della Stato waren nicht die kleinen, sondern eher die größten.
Die FS bediente mit 4 Schiffen Civitavecchia - Golfo Aranci mehrmals täglich. Nach Sizilien hatte die FS noch einige Schiffe mehr. Die Tirrenia hatte damals 6 neue Schiffe , Tipo Poeta. Dazu gab es noch einige wenige alte Tipo Regione, sowie die letzten 2 der Kranverladung nach Olbia. Linee Canguro hatte die wenigsten Schiffe, Canguro Bianco, Bruno, Verde .....habe die Namen alle nicht mehr so im Kopf. Denke es waren nicht mehr als 6 Schiffe.
 
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