Fremdenverkehrsabgabe (Kurtaxe) auf Sardinien
Kurtaxe(n): Sardinien sammelt fast € 25 Millionen im Jahr 2024

Laut Jfc-Daten (italienisches Tourismus Beratungsinstitut - https://www.jfc.it/chi-siamo/).
Landesweit wurde die Rekordsumme von € 976 Millionen abgegriffen und eingesackt.

An der Spitze liegt Latium mit € 295 Millionen, dann folgen die Lombardei und die Toskana.

Die „Abgreifbeute“, die im Jahr 2024 die Rekordzahl von € 976 Millionen übersteigt und voraussichtlich im Jahr 2025 nochmals auf über € 1 Milliarde und € 52 Millionen ansteigen wird.

Das sind die Gesamteinnahmen aus den Kurtaxen und nach den Berechnungen von Jfc, die vorab von Ansa veröffentlicht wurden, wobei Sardinien auch in diesem Jahr rund € 25 Millionen einnimmt - um genau zu sein: € 24.892.000,--.

Unter den Regionen sticht jedoch Latium mit Einnahmen von über € 295 Millionen hervor, gefolgt von der Lombardei mit € 108.235.000,--, der Toskana mit € 100.360.000,-- und Venetien mit € 98.009.000,--.

Wahrhaft gigantische Zahlen“, so Massimo Feruzzi, Geschäftsführer der Jfc, “die uns zeigen, dass diese Steuer von den Gemeinden als ein wesentliches Instrument zur Beschaffung von Mitteln angesehen wird, die zum größten Teil für nicht-touristische Aktivitäten verwendet werden.
(sieh' an, sieh' her, obwohl auch hier auf Sardinien immer das Gegenteil behauptet wird?!)


Die Einnahmen sollen auch 2025 um 7,8 % weiter ansteigen und man rechnet mit insgesamt etwas mehr als € 1,5 Milliarden.

"Schon heute“, so Feruzzi, “können wir bei einer Vielzahl von öffentlichen Verwaltungen erhebliche Erhöhungen feststellen: von Capaccio Paestum, Novara, Oulx und Marsala, die ihre Tarife im Wesentlichen verdoppelt haben bis hin zu verschiedenen Erhöhungen, wie in Mailand, Bologna, Bozen, Pesaro, Perugia, Vicenza, Viterbo, Limone, Gargnano, Cesenatico, Sirmione, Poggibonsi, Chiavari, Bardolino, Rapallo, Salò usw. Insgesamt 53 Gemeinden haben diese Erhöhungen bereits durchgeführt.

Dann gibt es noch 25 Gemeinden, die die Steuer ab 2025 erstmalig einführen werden, wie: Udine, Caserta, Bellaria, Igea Marina, Bagheria, Termoli, Pavia, Quartu Sant'Elena, Crema, Torre del Greco, Castel Volturno, Ponti sul Mincio u.a., während in weiteren 27 Gemeinden noch über eine mögliche Einführung diskutiert wird".

Landesweit hat in Italien augenscheinlich ein ständiges Wettrennen um die Erhöhung & Vereinnahmung dieser Steuer eingesetzt. (In den meisten Gemeinden und Verwaltungen hat man offensichtlich nur noch die Dollar-Zeichen in den Augen).

Mehrere Verwaltungen erklären offen, dass sie die Fremdenverkehrsabgabe deshalb erhöhen, weil sie durch „die durch die Haushaltsmanöver auferlegten Kürzungen“ dazu gezwungen sind, während andere diese Entscheidung damit begründen, dass „die Fremdenverkehrsabgabe erhöht wird, um die Probleme des Übertourismus zu bewältigen“, ohne jedoch zu erklären, worin diese Maßnahmen bestehen. (???) - Ein Witz - einen Witz enfach durch einen anderen zu begründen!

Alles in allem kann man sagen, daß allgemein in den Gemeinden eine Art Goldrausch eingesetzt hat. Diese Gelder werden einfach für allgemeine andere Titel verwendet, weil anscheinend der Staat und die Gemeinden es aufgegeben haben und einfach resignieren, eine ordnungsgemäße Steuereintreibung und Haushaltsverwaltung durchzuführen. Es ist offensichtlich viel effizienter und wesentlich einfacher, die vorgeblich extrem hohen Steuerlöcher bei den 'dummen' und noch zahlungsbereiten Touristen abzugreifen und damit zu stopfen.
So einfach war Steuereintreibung noch nie!!!

Hier sind die von Jfc berechneten Einnahmen nach Regionen per: 30. November 2024:

ABRUZZEN - € 4.404.000,--
BASILICATA - € 2.586.000,--
CALABRIEN - € 9.582.000,--
CAMPANIEN - € 45.690.000,--
EMILIA ROMANA - € 51.960.000,--
FRIAUL VENEZIEN - € 6.101.000,--
LAZIUM - € 295.002.000,--
LIGURIEN - € 23.000.193,--
LOMBARDEI - € 108.235.000,--
MARKEN - € 7.000.038,--
MOLISE € - 37.000,--
PIEMONT - € 20.450.000,--
PUGLIEN - € 21.212.000,--
SARDINIEN - € 24.892.000,--
SIZILIEN - € 30 358.000,--
TOSKANA - € 100.360.00,--
TRENTINO ALTO ADIGE - € 87.390.00,--
UMBRIEN - € 5.638.000,--
AOSTATAL - € 2.540.000,--
VENEZIEN - € 98.900.000,--

Quelle:
 
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@MariaJ.

wo denkst Du hin! Die Gelder werden teilweise für Volksbelustigungen (und damit auch für die evtl. Wiederwahl von Gemeindevertretern) sowie deren Promotionsveranstaltungen, aber auch für deren Gehaltserhöhungen sowie zur signifikanten Anhebung und Sicherung von deren Rentenkonten verwendet.

Jedenfalls, die Reise-, Lebenshaltungs- und Freßkosten all dieser Politclowns mit Abgreifmentalität, da brauchen diese insoweit ihr monatliches Salär hier so gut wie nicht mehr anzupacken. So läßt es sich einfach nur gut leben und das finanzielle Polster so weiterhin und bequem anhäufeln!
 
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Höchstwahrscheinliches Ergebnis dieses Kurtaxen-Einnahmen Wettbewerbs: "Wer ist der Beste?"

Sämtliche italienischen Regionen schauen sicherlich äußerst neidvoll auf den Spitzenreiter "Latium" und deren absolutem Einnahmerekord. Das eröffnet in der Zukunft sicherlich erst so richtig das Rennen um noch höhere Einnahmen und befeuert das Ganze nochmals so richtig.
 
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Fremdenverkehrssteuer in Cagliari - Berufsverbände: 'Gut, um Hinterziehung zu bekämpfen'
(was für nen scheinheiligen Quatsch!)

Die Forderung nach verstärkten Kontrollen, um Fairness zu gewährleisten und missbräuchliche Praktiken zu bekämpfen. Die Abgabe wird bis 2025 unverändert bleiben.
(was bereits heute heißt: ab 2026 wird sie erhöht und dann immer und immer wieder!).

Federalberghi Sud Sardegna, Confindustria Sardegna Meridionale, Confesercenti Sud Sardegna, Association Extra, Sintur, Imago Mundi, Cagliari B&B Association und Consorzio Cagliari Centro Storico begrüßen, dass die Stadtverwaltung von Cagliari die Fremdenverkehrsabgabe für 2025 unverändert gelassen hat, fordern jedoch, „illegale Beherbergungsbetriebe zu bekämpfen, die außerhalb des Gesetzes operieren und einen unlauteren Wettbewerb gegenüber denjenigen schaffen, die im Einklang mit den Vorschriften arbeiten“.

Anmerkung:
Steuerhinterziehung entsteht nicht durch die Nichterhebung der Kurtaxe, sondern durch die Nichterklärung wie z.B. von Mieteinnahmen. Insofern ist der Staat und die Region gefordert, die Erklärungspflicht und - kontrolle der Mieteinnahmen etc. sicherzustellen.

Im übrigen hat die 'Tassa di Soggiorno' (Kurtaxe) nix mit einer Steuerzahlung zu tun, sondern ist lediglich ein neu erfundener Gemeindebeitrag. Die Nordseeküste läßt grüßen!


Die Aufforderung an die Verwaltung lautet, „die Kontrollen zu verstärken und dafür zu sorgen, dass alle einen gerechten Beitrag zum System leisten“. Die Branchenverbände begrüßen „mit Interesse“ die Nachricht von der Einrichtung einer ständigen Beobachtungsstelle für den Tourismus, die „einen grundlegenden Schritt für die Überwachung der Ströme und für eine wirksamere Planung der Tourismuspolitik darstellt. Wir teilen die Auffassung, dass es wichtig ist, die Strategien auf konkrete Daten zu stützen, um das touristische Angebot zu verbessern und den Bedürfnissen derjenigen gerecht zu werden, die unsere Stadt besuchen und in ihr leben“, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung: “Wir begrüßen die Zusage der Verwaltung, die Mittel der Fremdenverkehrsabgabe für vorrangige Maßnahmen wie die Aufwertung des kulturellen Erbes, die ökologische Nachhaltigkeit und die Förderung des digitalen und traditionellen Tourismus einzusetzen. Die Pflege der Stadt, die Verbesserung der städtischen Hygienedienste und die Aufwertung des kulturellen Angebots sind Ziele, die wir voll und ganz teilen und die zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit des Reiseziels beitragen können“.

Wir halten es jedoch für notwendig, einen ständigen Dialog mit den Akteuren des Sektors zu führen, um sicherzustellen, dass die eingenommenen Mittel tatsächlich für die Verbesserung der touristischen Dienstleistungen, der Verbesserung von Infrastrukturen, der Stadtgestaltung und der Förderung der Stadt verwendet werden, ohne die Hoteliers und Besucher übermäßig zu belasten“, heißt es in der Mitteilung weiter.
(es müßte wohl eher heißen:
"ohne die Hoteliers, sondern einzig und allein nur die Besucher/Gäste übermäßig zu belasten").

Die Fremdenverkehrsabgabe dient - wie die Verbände betonen - nicht dem Stopfen von Haushaltslöchern, sondern der Förderung des Tourismus in Cagliari.

Wer all diesen ständig wiederholten pathologischen Allgemeinplatz- und Forderungsaussagen glaubt und sich davon einlullen läßt, muß mit nem Klammerbeutel gepudert worden sein! Natürlich sollen hierbei einzig und allein nur die Besucher/Gäste zusätzlich belastet werden und die Hoteliers (die Hauptnutznießer und Großverdiener) zu 100% davon befreit und somit entlastet werden.

Quelle:
 
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Budoni erhöht die Kurtaxe:
- diese ständigen eklatanten Erhöhungen kündige ich bereits seit Jahren warnend an!
Das alles verkommt zu völligem Wildwuchs und wird zu einem reinen Selbstbedienungsladen!


Vorgeblich, so der Bürgermeister Addis: „So verbessern wir die Dienstleistungen.
Der Bürgermeister von Budoni Antonio Addis und der Stadtrat präsentierten gestern, am 14. März, im Gemeindehaus „Franco Deledda“, die neuen Bestimmungen über die Aufenthaltssteuer von 2025.

Die Änderungen betreffen alle Unterkünfte und Zweitwohnungen in dieser Gemeinde der Gallura. „Budoni lebt vom Tourismus und dank des Tourismus ist dieser im Laufe der Jahre exponentiell gewachsen – so der Allerweltsvortrag des Bürgermeister Antonio Addis.
Die Unterkünfte haben dazu beigetragen, das Gebiet zu fördern (d.h. wir haben Lunte gerochen und fangen jetzt so richtig an, Geld einzusacken) und als Verwaltung wollen wir allen Reiseveranstaltern die Änderungen der Kurtaxe vor der Genehmigung der Resolution vorlegen. (wie gnädig - ich werde jedenfalls nicht mehr kommen!).

Bürgermeister Addis erinnerte daran, dass die Einnahmen aus der Kurtaxe für die Planung von Dienstleistungen von grundlegender Bedeutung sind und wie sich die Dienstleistungen im Zusammenhang mit öffentlichen Verkehrsmitteln und Dienstleistungen an den Stränden der Gemeinde Budoni unter anderem verbessert haben.

„Es ist an der Zeit, die Steuer zu überarbeiten - nicht nur als Kosten (welche Kosten denn, wenn man durch den Tourismus doch bereits soviel Geld einnimmt?) -, sondern auch als Qualität der Dienstleistungen, die den Touristen angeboten werden. (kann keinen wirklichen Vorteil gegenüber früher feststellen!)
Die Einnahmen aus der Steuer sind unerlässlich, um die Dienstleistungen zu steigern, (man muß das nur ständig und oft genug wiederholen und mühlenartig vortragen!) und die Verwaltung beabsichtigt, wichtige strukturelle Entscheidungen zu treffen (sowas von einem nebulösen Nebensatz!).

Insbesondere für Hotels, Feriendörfer und Campingplätze bis zu fünf Sternen, oder gleichwertigen Klassifizierungen erhöht sich die Steuer auf 3,50 EUR pro Übernachtung pro Person im Juli und August (im Vorjahr 2,50 EUR) und für die Monate März, April, Mai und Oktober auf 2 EUR pro Übernachtung und Person. (letztes Jahr war das nur 1 Euro - also eine sagenhafte Erhöhung von 100%! ).

Von Januar bis Februar und von November bis Dezember wird keine Zahlung erwartet
(als ob die angeblichen Kosten nicht anteilsmäßg weiterlaufen!).
Für Zweitwohnungen, Agenturen und Ferienhäuser oder gleichwertige Klassifizierungen beträgt die Steuer 1 Euro pro Nacht und Person im Juli und August (im Vorjahr waren es 60 bzw. 50 Cent pro Übernachtung und pro Person in den Monaten März, April, Mai, Juni, September und Oktober (im Jahr 2024 waren es lediglich noch 30 Cent und heute abermals +100%). Wie generös, abermals keine Zahlungpflicht für die Monate Januar bis Februar und von November bis Dezember (warum?!).
(Nächstes Jahr wird ihm einfallen, daß man auch im November und Dezember nun Kurtaxe nehmen muß, weil die Tannenbaumbeschaffung und -entsorgung so teuer geworden ist und man ja insgesamt will, daß der Advents- und Weihnachtsgast sich lichterloh wohlfühlt!.)

Ein Pauschalbetrag von 200 Euro wird für jede Immobilieneinheit angesetzt die zu der Kategorie; Zweitwohnung, Agentur und/oder Ferienhaus oder gleichwertige Klassifizierungen zählt. Die Pauschalgebühr kann von jedem Eigentümer bis zu einer Höchstgrenze von maximal 4 Immobilieneinheiten angewendet/gewählt werden (im Vorjahr waren es noch 100 Euro - so auch hier wiederum 100%-ige Erhöhung.).

Die Finanzgierigkeit - und Geldgeilheit dieser Kommunalhaie ist unverschämt und ungebrochen.
Bei Asterix & Obelix hieß es noch: die spinnen die Römer - mittlerweile spinnen auch die Sarden.

Quelle:
 
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wenns dann
erstens Mülleimer am Strand und in den Ortschaften gibt
die zweitens auch regelmässig pro Woche nicht pro Jahr
geleert werden............
boah, das wär sooooo toll und wenigstens ein Anfang
 
@Urtica Jetzt mach mal Sardinien nicht schlechter als es ist. Das Problem sind die Menschen, die ihren Müll nicht richtig und verantwortungsvoll entsorgen. Da hilft kein Geld.
 
@Georgie, ja Fehler ist bei Mensch. Leider aber findet man wirklich wenige Abfallkübel an Stränden usw. Dies löst halt schon aus, dass leider Viele ihre Abfälle einfach irgendwo deponieren.....
 
Zu wenige, kann sein. Aber was wird da alles entsorgt, was über normalen Strandmüll wie Snackverpackungen etc. hinaus geht, und selbst wenn man was an Strandkiosken kauft, kann man die Verpackungen, leere Flaschen da entsorgen. Wenn man Picknick Sachen mit an den Strand nimmt, kann man den Abfall wie man ihn hergebracht hat, auch wieder mit nach Hause nehmen. Auch kaputte Liegen und Sonnenschirme gehören da nicht hin. Für mich bleiben ignorante Menschen das Hauptproblem, nicht die Gemeinden.
 
Ich bin gerade zum Skifahren in Frankreich. Da stehen im Skigebiet überall Schilder, dass es keine Mülleinmer gibt, weil diese die Landschaft verschandeln und man seinen Müll, den man tagsüber produziert, wieder mitnehmen und in der Unterkunft entsorgen soll. Hier funktioniert das, ich sehe sehr wenig Müll rumfliegen…
 
@KSL

da wird sicherlich irgend so ein sardischer Kommunalpolitiker von den Franzosen noch lernen und nächstes Jahr oder so wird es dann u.U. auch hier heißen: 'aus umweltverschandelnden Gründen, haben wir keine Mülleimer mehr. Entsorgen Sie bitte Ihren Müll umweltgerecht gefälligst selbst!'.

Zusätzlich zu dem ersparten Aufwand zur Mülleimerinstallation, kommt dann natürlich noch die Ersparnis für die ständigen Mülleimerentleerungen hinzu. Da hat die Gemeinde sicherlich das Problem der Alternativverwendung für die eingesackten Abgaben. Aber hierzu fällt denen mit Sicherheit was Gscheites ein. Schließlich gibt's ja noch andere kreative Lösungen und mannigfaltige Verwendungsfähigkeiten.

Im Zweifel muß man dann die Kurtaxe abermals um 100% erhöhen, aus Gründen des dann eintretenden Müllentsorgungsnotstands und als Opportunitätskostenaufwand.
 
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die Sarden haben dieses System schon vor etlichen Jahren versucht einzurichten: vor ca 7 Jahren an der Promenade von S`Archittu waren keine Eimer mehr zu finden. Dafür das Schild mit dem Hinweis, den Müll nach Hause zu nehmen und dort getrennt zu entsorgen. Hat nicht funktioniert: nach einem Wochenende türmte sich der Müll unter den Schildern...hat eigentlich nur bedingt mit der Kurtaxe zu tun...der Müll der Touristen muss ja entsorgt werden, egal wo auf der Insel...die Sarden bezahlen dafür Steuern und die Leute mit Haus oder Wohnung auf Sardinien auch. Mit der Kurtaxe bezahlen so auch die übrigen Feriengäste und das ist doch gut so.
Ich hab's schon in einem anderen Zusammenhang geschrieben: Kann man sich Ferien auf Sardinien leisten, so gehört das bezahlen gewisser Dienstleistungen einfach dazu.
Für die vielen Camper wär da eine Kurtax Vignette richtig.
 
@nonna

wieso nur Camper (?), besser noch: jedes nichtsardisch zugelassenen Fahrzeuges!
Das würde jedenfalls dann die Einnahmen wesentlich umfangreicher und noch einnahmeträchtiger gestalten.
 
Allen die sich über die Kurtaxe so tierisch aufregen, rate ich, in den Dörfern etwas abseits vom Meer das Feriendomizil zu mieten. Da gibt's keine Kurtaxen. Auch übertriebenes Coperto gibt's da nicht. Und normalerweise hat man da auch einen Ansprechpartner, Vermieter vort Ort für das Müllhandling auch am Ende der Mietzeit.
Was soll die ganze Aufregung. Man ändert u.U. nur was, wenn man handelt.
 
@Georgie
Für allen Anderen. Bei Anfragen nach FW oder FH würde ich demzufolge so anfragen, daß zumindest auf den Endpreis eine entsprechende Ermäßigung mindestens i.H.d. gesamten geforderten Kurtaxenbeitrags gewährt wird, ansonsten können sie mich am *Ar...* lecken und ich mach nen Urlaub in Oberbayern.
 
Das könnte dann in Bayern passieren:

"In den staatlich anerkannten Kurorten, Luftkurorten und Erholungsorten können die Gemeinden von den Personen, die sich zu Kur- und Erholungszwecken im anerkannten Kurgebiet der Gemeinde aufhalten, einen Kurbeitrag erheben. Notwendige Rechtsgrundlage ist eine rechtswirksame gemeindliche Kurbeitragssatzung. Beitragspflichtig sind alle Personen, die nicht ihren Hauptwohnsitz in der Gemeinde haben, sich nicht ausschließlich aus beruflichen oder geschäftlichen Gründen in der Gemeinde aufhalten und die Möglichkeit haben, gemeindliche Einrichtungen zu nutzen. Der Kurbeitrag wird von Übernachtungsgästen in der Regel über den Unterkunftsvermieter eingehoben. Tagesgäste zahlen den Kurbeitrag z. B. zusammen mit Eintrittsgeldern oder direkt bei der Gemeinde. Zweitwohnungsbesitzer sind ebenfalls kurbeitragspflichtig.

In den Bayerischen Staatsbädern Bad Bocklet, Bad Brückenau, Bad Kissingen, Bad Reichenhall und Bad Steben wird aufgrund Art. 24 KG i.V.m. der jeweiligen Kurtaxordnung des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen und für Heimat eine Kurtaxe erhoben. Die aktuelle Kurtaxordnung ist bei der örtlichen Kur-GmbH/Kurverwaltung erhältlich
." (Quelle: https://www.bayernportal.de/dokumen...27&behoerde=87441149710&gemeinde=389635589670)
 
@Schwabe

aber da habe ich mir zumindest schon mal Fahrtkosten für rund 1000km sowie ca. Fährgebühren von rund € 600-- erspart + Zeitaufwand + € XXXX.

Aber in Oberbayern hätte ich Glück, da würde ich ich mich ausschließlich aus beruflichen bzw. geschäftlichen Gründen aufhalten.
 
@ Beppe, Präzisierung zu Camper: mit der Vignette würden auch die vielen Freisteher erfasst werden und die hätten gleichzeitig das Recht überall auf den CP oder in den Ecocentren ihr Zeugs zu leeren, auch wenn sie nicht über Nacht dort stehen. Die CP Betreiber müssten so, möglichst ohne Büromonster zu erschaffen, mit den zuständigen Stelle abrechnen können. Würde dann selbstverständlich auch für sardische Camper auf der Insel gelten, evtl etwas günstiger...
 
@nonna
ich glaub' Du spinnst (Tschuldigung!) bzw. Du verirrst Dich irgendwie ins Nirwana.

Wenn ich nen Camping Platz habe, was sollen denn andere (Nichtkunden!) bei mir die Erlaubnis/Berechtigung haben, ihren Müllshit bei mir zu entsorgen? Wer bezahlt mir das?
Unter Umständen bin ich bzw. mein CP überhaupt nicht darauf eingerichtet, solche Müll- und Abfallmengen durchzuschleusen.
 
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Aber jetzt - sorry - sind wir beim allgemeinen Müllproblem: "i turisti in partenza" haben - zumindest in unserer Gemeinde - offenbar eine Möglichkeit, am letzten Tag ihren letzten Müll los zu werden. Ich habe das zwar noch nie getestet, die Idee finde ich aber gut. Statt es am Strand zu lassen oder im Hafen ins Meer zu werden etc. Irgendwo muss der vor Ort produzierte Müll ja hin.
 
ja,"i turisti in partenza", super wenn`s jetzt Lösungen gibt, war nicht immer so. Die Camper müssen aber tagtäglich ihre Hinterlassenschaften irgendwo hintun. wenn CP eine doofe Idee ist, dann halt in den Ecocentren, wenn sie eine gültigen Kleber haben.
Grüsse aus dem weltweiten Nirwana
 
@Schwabe
Hä! Im Hafen Müll ins Meer werfen ?}:-) Ich hoffe, dass das noch nie jemand gemacht hat, oder je mal gesehen hat.

Im Prinzip macht diese Comune die Arbeit der Vermieter und trägt die Kosten. Wenn dafür die Kurtaxe herangezogen wird, ist das wirklich nicht in Ordnung. Warum sollen alle für unverantwortliche Vermieter oder für Touristen bezahlen, die am letzten Tag keinen Bock auf Mülltrennung haben? Diese Lösung verstehe ich nicht. Oder darf da nur getrennter Müll abgehen werden? Liegen, Sonnenschirme etc. müssen ja zerlegt und nach Material getrennt werden, zumindest im Hausmüll.
 
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@Georgie

1. die Commune erhält bereits über ihre TARI die Müllbeseitigungsgebühr, also erhält sie irgendwie bereits und letztendlich hierfür ihren vollen Kostenersatz. Damit dürfte generell deren Arbeitsaufwand erledigt sein und die Commune zu einer Entlohnung ihrer Tätigkeit kommen.
Eine zusätzliche Kurtaxe hierfür extra heranzzuziehen ist absolut künstliche Geldschinderei.

2. Letztendlich bleibt die Frage, was sind 'unverantwortliche Vermieter' und können
diese evtl. hierfür in die Mitverantwortung für Touristen genommen werden?
Ein rechtlich nicht ganz einfaches Thema und durchaus fraglich!
 
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bin schon mal mit vier vollen Restmüllsäcken nach Alghero gefahren, aus Verzweiflung
der Restmüll stammte von Touristen, die keinen Bock auf Mülltrennung hatten
in Schland ist das egal, da wird auch Plastikmüll mit Restmüll garniert abgeholt,
auf der Insel nicht wirklich

nein, nicht mein Scheiss, sondern völlig undifferenzierter Restmüll von Gästen aus Ferienhäusern
und ich wollt den Scheiss definitiv nicht differenzieren,
les mal Zigarettenkippen aus von Hundefutterdosen und dann noch Tampons gebraucht dazu, auch Tetrapacks mit ranziger Milch drin, Kontaktlinsen und Weinflaschen dazu und noch etwas Kompost der nach drei Tagen im Sommer echt süffig ist.......dazu noch paar Sonnenschirme und Badelatschen......
....boha das macht echt Spass

weil zu der Zeit gabs in Alghero noch Restmüllcontainer und ich hab es lieber in Kauf genommen da hin zu fahren und heftig viel Sprit zu kaufen dafür
anstatt mir das Scheissglump in die eigene Tonne zu hauen, wo es aber auch nicht reingegangen wär
und was hätt ich sonst damit machen sollen????????????
mir unters Bett legen???

......
also liebe Feriengäste, trennt einfach euren Müll akkurater als in Schland und co
dann macht der auch keine Probleme euren Vermietern
 
Es ist sicherlich keine angenehme Aufgabe für Vermieter, aber wenn Gäste weg sind, ist ja immer noch deren Müll hoffentlich brav differenziert in den Mülltonnen. Es braucht eine Woche, bis alle 5 Abholungen durchlaufen sind. Ich weiß nicht, ob man als Gast keinen Müll bei Auszug hinterlassen darf (ich miete keine Ferienwohnung), Wenn das so wäre, wäre das in der Tat ein Problem des letzten Tages "turisti in partenza" und ein Problem der Mieter/Vermieter, nicht der Comune. Aber die Comune will natürlich das Gemeindeterritorium sauber halten - ein Dilemma. .Unterstüzung bei dem Müllhandling seitens der Vermieter ist m. E. dringend erforderlich, wenn ich daran denke, wie viele Fehler wir alle bei der Differenziata am Anfang gemacht haben und der Müll gnadenlos von der Müllabfuhr stehen gelassen wurde. Es ist eine gemeinsame Anstrengung vonnöten, um den Touristenmüll in den Griff zu kriegen.
 
ich frage mich eh, wie soll das bei Ferienhaus vermietungen richtig funktionieren?!

Bei mir blieb der Müll schon ab und an mal stehen, weil...
der jeweilige Müll, z.b. Plastik nicht in einer durchsichtigen Mülltüte verpackt war. (ist seit letztem Jahr hier Pflicht)
Oder bei Secco, vom Vorbesitzer alte Sachen, wie Sonnenschirm, Angel, klappriger Stuhl ect. beinhaltet waren.
Wurde erst mitgenommen als ich es mit der Flex kleingeschnitten in einen (durchsichtigen) Müllbeutel versehen habe.

Muss auch dazu sagen, wir haben hier 5 verschiedene große 200-250L Mülltonnen.
Und wehe da ist mal etwas nicht richtig vorsortiert....bleibt die Tonne rigoros stehen.

Alo einen Restmüll wie wir es aus Deutschland kennen, daß da alles kunterbunt gemischt rein darf, gibt es hier nicht. Zumindest nicht in der Comune Tempio Pausania/ Aggius.
Hier ist strikte Mülltrennung eine ganz besondere Angelegenheit
 
Zuletzt geändert:
heute mal wieder ein interessanter Artikel zur Kurtaxe in der US:


darin heißt es u,.a.:
"Seit Jahren warten Unternehmen - unterstrichen Federalberghi, Confindustria Alberghi und Assohotel - darauf, dass die im Gesetz verankerten Prinzipien wirksam werden, eine Steuer von Zweck, die darauf abzielt, Interventionen im Bereich des Tourismus zur Unterstützung eines Sektors zu finanzieren, der zur Wirtschaft und Beschäftigung des Territoriums beiträgt. Trotzdem werden Tourismusunternehmen und Touristen nur als Geldautomat gesehen. Für diejenigen, die die Verantwortung haben, die nationale Politik zu definieren, bitten wir darum, den Sektor zu schützen und für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und Territorien zu investieren"."

Endeffekt ist wie bereits vielfach angekündigt und wird wie immer sein:
nahezu sämtliche Mehreinahmen aus der Kurtaxe kommen ausschließlich nur den Machern
und Politikern zugute. Jetzt soll für die bereits höchstverdienenden, noch zusätzlich deren Sektor geschützt werden, damit deren Wettbewerbsfähigkeit und Einnahmeprivilegien bloß ja nicht irgendwie in 'falsche Hände' gerät.

Alles irgendwie nicht nur ein Witz, sondern ein einziger Wahnwitz!
 
Zuletzt geändert:
da könnte Sardinien einnahmeseitig noch viel von den Deutschen lernen; an vielen Orten an der Ostsee wird mittlerweile eine Gebühr für Hundeurlauber (eine sogenannte Hundekurtaxe) genommen, die inzwischen mittlerweile zwischen € 0,50 bis zu € 2,00 pro Tag betragen kann.
Wieso auf Sardinien bisher noch niemand auf so eine glänzende Idee gekommen ist, irgendwie schon befremdlich.

siehe hierzu auch:
oder
 
Zuletzt geändert:
Ich würde das Thema gerne mal von einer anderen Seite beleuchten und eine Lanze für die Tourismusabgabe brechen.
Hier ein kurzer Auszug aus dem Jahresbericht 2024 der Gemeinde San Teodoro:

" (...)
Il quarto anno di mandato ha consolidato in maniera significativa tutti gli sforzi intrapresi da Uffici
(settore turismo-cultura-spettacolo) e amministrazione volti principalmente al raggiungimento di
obiettivi SPECIFICI E PROGRAMMATI.
Questo lavoro di PROGRAMMAZIONE ha garantito una stagione CARATTERIZZATA DAI
GRANDI NUMERI e dalla messa in campo di servizi fondamentali a garantire un territorio di qualità.
Dai dati relativi al programma StayTour dell’imposta di soggiorno, si ha contezza di un numero di
presenze che supera il milione. Il dato non tiene conto di tutti i proprietari di seconde case che
soggiornano sul territorio durante la stagione.
Attraverso la CONSULTA DEL TURISMO (formata dai rappresentati delle varie categorie del
Comparto Turistico e del Commercio), si sono affrontati i temi relativi i numerosi servizi ad oggi
disponibili, migliorie e/o potenziamento degli stessi. Un confronto, quello tra Amministrazione e
Operatori, sempre molto utile e stimolante, caratterizzato dall’obiettivo comune di garantire un
territorio sempre più accogliente e strutturato.
Gli incontri cardine sono stati quelli che precedono e chiudono la Stagione Turistica;
durante quest’ultimo si è posto l’accento sui numeri da record che hanno visto San Teodoro in vetta
alle classifiche delle mete più ambite della Sardegna, sull’importanza strategica del SAN TEODORO
EXPRESS (ed eventuale potenziamento dello stesso) e sulla significativa crescita degli introiti
derivati dall'IMPOSTA DI SOGGIORNO.
Durante la stagione 2024 si è raggiunto un importo vicino ai 2.000.000,00, una cifra che soddisfa
appieno le aspettative e che supera le previsioni. Dai numeri in nostro possesso si evince che la scelta
strategica di aumentare, seppur in maniera progressiva l’ammontare del contributo, ma soprattutto
eliminare il limite dei giorni di applicazione (prima erano massimo 7) è risultata VINCENTE
. (...)
(abrufbar: https://san-teodoro-api.municipiumapp.it/s3/6424/allegati/relazione-annuale-2024.pdf)

Kurzinhalt: ca. 2 Mio € Einnahmen in 2024 aus Imposta di soggiorno, die direkt in lokale Infrastrukturprojekte umgesetzt werden. Der Jahresbericht listet (fast) alles im Detail auf.

Meine Meinung hierzu: die Abgabe geht in die richtigen Taschen und wird - so lese ich das jedenfalls - nicht zweckwidrig eingesetzt. Ob alles wirklich sinnvoll ist, ist natürlich eine andere Frage. Aber das entscheidet die Demokratie vor Ort und nicht die Touristen.
 
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